Der Woronesch-Pfirsich ist für einen Baum klein, daher auch sein Beiname „Buschpfirsich“. Er trägt recht früh Früchte, erreicht aber erst in der Mitte des Jahres seine volle Reife. Er gilt als Dessertpfirsich und wird vorwiegend frisch verzehrt. Er ist winterhart, bevorzugt aber ausschließlich sonnige Standorte.
Zuchtgeschichte
Es handelt sich um eine einzigartige Sorte, die derzeit nicht im offiziellen Sortenregister geführt wird. Trotz ihres fehlenden offiziellen Status gewinnt sie immer mehr Anhänger.
Über den Ursprung des Woronesch-Buschpfirsichs gibt es keine eindeutigen Informationen, aber es gibt Hinweise darauf, dass sein Auftreten mit der Arbeit von Volkszüchtern zusammenhängt, die diese Sorte durch die Kreuzung der Kiewer Frühpfirsichsorte mit einer unbekannten Hybride geschaffen haben.
Beschreibung der Sorte
Früchte dieser Sorte können bei richtiger Lagerung über weite Strecken transportiert werden, ohne Schaden zu nehmen oder zu verfaulen, und sind auch über längere Zeiträume haltbar. Dies erklärt, warum die Sorte Voronezhsky in großem Umfang angebaut wird.
Wie sieht ein Baum aus?
Woronesch-Bäume sind niedrig wachsend und buschig, daher beträgt die maximale Pflanzenhöhe 180–200 cm. Die Sorte weist folgende charakteristische Merkmale auf:
- Der zentrale Stamm ist biegsam und dunkelbraun, verdickt;
- Die Seitentriebe sind dünner;
- Die Blattspreiten sind länglich und hellgrün, mit vielen kleinen Zähnen am Rand;
- Die Blüten sind hellrosa und duftend und sitzen auf kräftigen Stielen;
- Die Blütezeit erstreckt sich über den gesamten Mai, der genaue Zeitraum hängt jedoch von der Anbauregion und den aktuellen Wetterbedingungen ab.
- Das Wurzelsystem ist gut entwickelt.
Fruchteigenschaften
Die Sorte gilt als mittelgroß, daher variiert das Gewicht der einzelnen Früchte zwischen 90 und 120 g, wobei auch größere Exemplare mit bis zu 150–200 g vorkommen. Weitere Merkmale:
- bilden - abgerundet und seitlich der hervorstehenden Bauchnaht leicht abgeflacht;
- Farbe - Gelbgrün im technisch reifen Zustand und leuchtend gelb-orange im biologisch reifen Zustand;
- erröten - ist in einem weiten Gebiet vorhanden und bedeckt, wenn sie vollreif ist, die Pfirsiche fast vollständig;
- Haut - Sie ist sehr behaart und hart, aber gerade diese Dichte sorgt dafür, dass die Frucht länger als eine Woche frisch bleibt und beim Transport nicht beschädigt wird;
- Knochen - groß, löst sich nur mit Mühe vom Fruchtfleisch;
- Zellstoff – ziemlich saftig, zart und fleischig, leicht porös, hellgelb.
Geschmackseigenschaften
Der Geschmack der Frucht gilt als exquisit: Sie hat eine süße Note und ein reichhaltiges Aroma. Sie ist praktisch säurefrei, daher verwenden Hausfrauen beim Einkochen von Marmelade weniger Zucker als üblich.
Trockenresistenz
Die Sorte „Voronezhsky Kustovoy“ ist genetisch bedingt an heißes Wetter angepasst und benötigt keine häufige Bewässerung. Sie verträgt intensive Sonneneinstrahlung problemlos, und durch die erhöhte UV-Strahlung wird der Geschmack der Früchte sogar noch süßer. Bitte beachten Sie, dass zu viel Feuchtigkeit zum Fruchtfall führen kann.
Benötigt die Sorte Bestäuber?
Pfirsichbäume haben zwittrige Blüten, das heißt, sie benötigen keine Bestäuber. Wichtig ist, dass der Strauch nur wenige Früchte trägt, wenn er neben einem hohen Baum gepflanzt wird, da dessen Krone Sauerstoff und Sonnenlicht abhält.
Indikatoren für Ertrag, Reifung und Fruchtbildung
Sie reift schnell, sodass man ihre süßen Früchte schon im zweiten Jahr nach der Pflanzung genießen kann. Der Baum trägt kontinuierlich Früchte, ist eine mittelfrühe Sorte und beginnt je nach Witterung ab Mitte September Früchte zu tragen.
Die Früchte werden in mehreren Etappen geerntet. Der Ertrag ist hoch und erreicht 25–35 kg pro Strauch.
Anwendung von Früchten
Die Früchte dieser Sorte werden sowohl frisch als auch zur Winterkonservierung verwendet und zu Kompott, Konfitüre, Marmelade und Konfitüre verarbeitet. Der großflächige Pfirsichanbau dient der Belieferung von Einzelhandelsketten und der Saftproduktion.
Frostbeständigkeit: Ist eine Abdeckung notwendig?
Die Sorte Voronezhsky ist äußerst kälteresistent und daher ideal für Gärtner in Regionen mit rauem Klima, wie dem Ural, Fernost und anderen kalten Gebieten. Sie verträgt Temperaturen bis zu -35 bis -40 °C.
Vor den Wintermonaten werden ausgewachsene Bäume mit einer Schicht organischen Düngers (Humus, Kompost, Fichtenzweige) bedeckt, während junge Pflanzungen sorgfältigere Pflege benötigen: Die Stämme müssen mit einem atmungsaktiven Material geschützt oder vollständig bedeckt werden, während die Äste näher an den Boden gebogen werden.
Wachstumsregionen
Die Sorte eignet sich für den Anbau in Regionen wie Moskau, Leningrad und Samara sowie in Gebieten mit rauerem Klima.
Landemerkmale
Für ein erfolgreiches Wachstum wählen Sie einen sonnigen Standort, vorzugsweise auf einer Südseite, der jedoch vor starkem Wind geschützt ist. Vermeiden Sie es, den Baum im Schatten größerer Pflanzen zu platzieren, da deren Kronen das Sonnenlicht blockieren können.
- ✓ Die optimale Pflanztiefe eines Sämlings sollte mindestens 60 cm betragen, um die Stabilität des Wurzelsystems zu gewährleisten.
- ✓ Der Abstand zwischen den Setzlingen sollte mindestens 3 Meter betragen, um ausreichend Platz für das Wachstum zu gewährleisten.
Weitere Merkmale dieser Sorte:
- Die Pflanzung kann im Frühjahr oder Herbst erfolgen, wobei die aktuellen Wetter- und Klimabedingungen unbedingt beachtet werden sollten. In Zentralrussland empfiehlt sich Anfang Oktober, während in nördlicheren Regionen das Frühjahr bevorzugt wird, damit sich die Setzlinge vor dem Winter etablieren, Wurzeln schlagen und kräftig werden können.
- Pfirsichbäume gedeihen am besten in lehmigen, durchlässigen Böden mit einem neutralen bis leicht sauren pH-Wert. Bei Bedarf kann der Säuregehalt des Bodens durch Zugabe von Kalk, Kreide, Gips und Holzasche gesenkt werden. Darüber hinaus vertragen Pfirsichbäume keine Böden mit einem zu hohen Kaliumgehalt, da dieser ihr Wachstum und ihre Entwicklung beeinträchtigt.
- Für einen gesunden Strauch ist es wichtig, Pflanzmaterial mit Wurzelballen und sortenreiner Unterlage zu verwenden, das in Gartencentern oder landwirtschaftlichen Baumschulen erhältlich ist.
- Das Pflanzloch sollte 55 x 55 x 55 cm groß sein und am Boden eine Drainage haben, um Staunässe und Pilzbefall zu vermeiden. Als Füllmaterial eignen sich Kies, Schotter, Ziegelbruch oder Kieselsteine.
- Die ausgehobene Erde wird mit organischem Material, Holzasche und Mineralstoffen angereichert und mit Flusssand versetzt. Ein Teil dieser Mischung wird in das Pflanzloch gefüllt, der Setzling eingesetzt und das Loch anschließend wieder aufgefüllt. Die Erde wird sorgfältig angedrückt und großzügig mit 20 Litern warmem Wasser gegossen.
- Anschließend wird die Pflanze auf 22-27 cm zurückgeschnitten.
Wie pflegt man den Pfirsichbaum weiter?
Diese Sorte gilt als pflegeleicht. Ein paar einfache Schritte genügen:
- Die Pflanzen werden bis zur Blüte zweimal wöchentlich gegossen, danach wird der Gießabstand auf alle 7 Tage verlängert. Wichtig ist, dass Pfirsichbäume Staunässe nicht vertragen; daher reicht die Luftfeuchtigkeit bei Regenwetter aus.
- Im Laufe der Saison sind mehrere Düngergaben erforderlich. Im Frühjahr benötigt man für das Wachstum stickstoffreiche Dünger. Während der Blütezeit wird eine Kaliumsulfatlösung verwendet.
- Der erste Rückschnitt erfolgt nach dem Einpflanzen des Baumes, gefolgt von einem jährlichen Pflegeschnitt im Frühjahr, bei dem beschädigte, deformierte, vertrocknete oder erfrorene Äste entfernt werden. Das Auslichten der Triebe ist notwendig, um die Krone zu formen.
Um das Überleben des Pfirsichstrauchs im Winter zu sichern, wird unter seinen Wurzeln eine dicke Schicht Humus oder Kompost aufgebracht. Die dickeren Äste des Strauchs werden am Boden fixiert, und die gesamte Konstruktion wird anschließend mit Fichtenzweigen und Agrofaser ausgekleidet.
Kontroll- und Präventionsmethoden
Diese Pfirsichsorte ist sehr resistent gegen die meisten Krankheiten. Bei zu hoher Luftfeuchtigkeit können Pilzinfektionen auftreten, die auch zu Blattlausbefall führen können. Dieser Schädling schädigt die jungen Triebe. Um dem vorzubeugen, empfiehlt es sich, den Pfirsichbaum unmittelbar nach dem Erscheinen der ersten grünen Triebe mit dem Insektizid Iskra DE zu behandeln.
Wovor man sich sonst noch hüten sollte:
- Pfirsichblätter können von Pilzbefall befallen werden, der sich zunächst durch kleine Erhebungen äußert, die mit der Zeit zu Löchern werden und so die charakteristischen punktförmigen Flecken bilden. Die Pflanze sollte mit kupferhaltigen Produkten wie Hom behandelt werden. Zusätzlich empfiehlt es sich, im Frühjahr und Herbst die Stämme und Triebe mit einer Mischung aus Kalk und Kupfersulfat im Verhältnis 1:2 zu kalken, um der Krankheit vorzubeugen.
- Eine der häufigsten Pilzinfektionen ist die Blattkräuselkrankheit. Sie äußert sich durch große, dunkelrote Beulen auf den Blättern. Zur Bekämpfung dieser Krankheit sollten kupferhaltige Herbizide eingesetzt werden.
Vor- und Nachteile der Sorte
Woronesch hat, wie seine Nachbarstädte, eine Reihe von Vor- und Nachteilen. Zu den wichtigsten Vorteilen zählen:
Zu den Nachteilen dieser Sorte zählt Folgendes:
Rezensionen
Die Sorte „Voronezhsky“ ist eine einzigartige, selektiv gezüchtete Pfirsichsorte, die speziell für den Anbau in gemäßigten Klimazonen entwickelt wurde. Dieser Pfirsich zeichnet sich durch seine gute Frost- und Trockenheitsresistenz aus. Er ist resistent gegen Pilzkrankheiten und Schädlinge und eignet sich daher ideal für den großflächigen Anbau.






