Die Pfirsichsorte „Veteran“ trägt ihren Namen zu Recht – sie ist fast hundert Jahre alt. Trotzdem erfreut sie sich ungebrochener Beliebtheit und gewinnt Jahr für Jahr an Popularität. Dies ist der makellosen Qualität ihrer Früchte, ihrer Pflegeleichtigkeit, ihrer Widerstandsfähigkeit gegenüber widrigen Bedingungen und ihrem konstanten Ertrag zu verdanken.
Ursprung der Varietät
Die Sorte Veteran wurde 1925 in Ontario, Kanada, gezüchtet. Sie entstand durch die Kreuzung der frühen Sorte Elberta mit Vaikan. Staatliche Zuchtversuche begannen 1948, und 1959 wurde die Sorte in das staatliche Zuchtregister Russlands aufgenommen.
Beschreibung des Veteranenpfirsichs
Der Veteranenbaum erreicht eine mittlere Größe und hat meist eine becherförmige Krone, wodurch er eine maximale Höhe von 350-400 cm erreichen kann.
Weitere Indikatoren:
- Die Krone dieses Baumes ist dicht und erfordert regelmäßige Pflege, einschließlich des Beschneidens.
- Kanadische Pfirsiche zeichnen sich durch ihre beeindruckende Größe und runde Form aus – ihr Gewicht liegt zwischen 130 und 190 g.
- Die Früchte sind von einer leuchtend gelben Schale mit einem ausgedehnten roten Schimmer überzogen.
- Das Pfirsichfleisch ist zart, goldgelb, saftig und von überaus aromatischem Duft, der auch nach dem Pflücken noch intensiv ist.
- Der Geschmack dieser Früchte übertrifft alle Erwartungen – sie sind sehr süß mit einer leichten Säure, wenn sie vollreif sind. Diese Säure gleicht die aufdringliche Süße aus und trägt zu einem harmonischen Geschmackserlebnis bei.
- Pfirsiche sind lange haltbar und überstehen problemlos lange Transportwege, wodurch sie sich für den Ferntransport im kommerziellen Anbau eignen.
Sortenmerkmale
Diese Sorte behauptet dank ihrer einzigartigen Eigenschaften seit fast einem Jahrhundert ihre führende Position. Ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber äußeren Einflüssen, die optimale Reifezeit und der hervorragende Geschmack machen Veteran zu einer der beliebtesten Sorten unter Gärtnern in den südlichen Regionen.
Trockenheits- und Frostbeständigkeit und der Bedarf an Isolierung
Ältere Pfirsichsorten weisen im Vergleich zu anderen Pfirsichsorten eine erhöhte Winterhärte auf. Obwohl sie im Allgemeinen winterhart sind, vertragen sie extreme Kälte nicht.
Bäume vertragen Temperaturen bis zu -20-22 °C. Temperaturen über diesen Grenzen schädigen Knospen, Blüten und das Wurzelsystem, insbesondere wenn sich die Wurzeln nahe der Bodenoberfläche befinden.
In Gebieten mit extremen Wetterbedingungen müssen Pflanzen geschützt werden. Temperaturen unter -20 °C gelten als kritisch, insbesondere wenn diese Bedingungen länger als einen Monat anhalten. Verwenden Sie zum Schutz ausschließlich atmungsaktive Materialien wie Jute und bilden Sie eine etwa 30–40 cm hohe Schutzschicht.
Die Abdeckungen werden entfernt, sobald sich die Temperatur zwischen +5 und +10 °C stabilisiert hat. Veteran verträgt Trockenperioden besser als Kälte und weist eine gute Hitzebeständigkeit auf.
Benötigt Veteran Bestäubung?
Die Pfirsichsorte „Veteran“ ist selbstfruchtbar, das heißt, sie kann sich ohne die Hilfe anderer Pflanzen bestäuben. Durch das Mischen verschiedener Sorten im Gartenbeet lässt sich der Ertrag jedoch um bis zu 40 % steigern.
Produktivität und Fruchtbildung
Eine Besonderheit dieser Sorte ist ihr früher Fruchtansatz: Bereits im dritten Jahr nach der Pflanzung erscheinen die ersten Früchte. Geerntet werden sollte man jedoch erst im fünften oder sechsten Jahr, damit der Baum seine volle Reife erreichen kann.
Diese Sorte zeichnet sich durch eine mittlere Reifezeit aus, wobei die Haupternte Ende August erfolgt. Ein ausgewachsener Baum kann dank der reichlichen Blütenknospenbildung jedes Jahr 45 bis 50–60 kg Früchte tragen.
Anwendungsgebiete der Früchte
Die Früchte sind vielseitig verwendbar. Gärtner schätzen ihre hervorragende Eignung als Winterkonserven.
Dank ihres hervorragenden Geschmacks eignen sich Pfirsiche ideal zum Rohverzehr. Sie lassen sich hervorragend lagern und transportieren.
Resistenz gegen Krankheiten und Schädlinge
Der Pfirsichbaum der Sorte „Veteran“ weist eine gute Resistenz gegen Krankheiten wie Clasterosporium- und Cytosporium-Blattflecken auf. Allerdings ist seine Resistenz gegen Echten Mehltau etwas geringer. Zudem ist der Baum anfällig für Blattlausbefall.
Regeln für das Anpflanzen von Pfirsichen
Für ein erfolgreiches Anwurzeln und gesundes Wachstum ist es wichtig, bestimmte Pflanzrichtlinien zu beachten. Falsche Pflanzpraktiken können zum Absterben der Pflanze führen. Daher ist es entscheidend, einen geeigneten Standort für den Pfirsichbaum auszuwählen und den Pflanzzeitpunkt genau einzuhalten.
Optimale Pflanzzeit
Gärtner sind sich uneins darüber, wann der beste Zeitpunkt zum Pflanzen von Pfirsichbäumen ist: Manche bevorzugen den Herbst, andere den Frühling. Tatsächlich haben beide Seiten Recht, denn:
- Eine Pflanzung vor dem Winter kann dazu führen, dass die jungen Sämlinge nicht genügend Zeit haben, sich zu etablieren und an der Kälte sterben;
- Im Frühjahr besteht die Gefahr, dass die Pflanze durch Schädlinge und Krankheiten geschädigt wird.
In manchen Regionen ist eine Herbstpflanzung unpraktisch; in gemäßigten Klimazonen ist das Frühjahr vorzuziehen. Wenn der Herbst jedoch nicht zu lange dauert, die Wintertemperaturen nicht unter -15 °C fallen und der Pfirsichbaum genügend Zeit hat, Wurzeln zu bilden (8–12 Wochen vor dem ersten Frost), ist der Herbst ebenfalls ideal.
Die Pfirsichsorte „Veteran“ wird im Ruhezustand gepflanzt. Dies:
- Für die südlichen, nordöstlichen und nordwestlichen Regionen Russlands ist der optimale Zeitraum von Anfang September bis Mitte September.
- Auf der Krim, in der Region Krasnodar usw. kann die Pflanzung bis zur dritten Oktoberdekade erfolgen, und bei günstiger Winterprognose sogar bis Mitte November.
Auswahl eines geeigneten Standorts
Pfirsichbäume bevorzugen warme, sonnige Standorte und sollten nur im Notfall umgepflanzt werden, da dies ihr Wachstum beeinträchtigen kann. Sie gedeihen am besten in heißem und trockenem Klima, vertragen aber weder kalte Winde noch übermäßige Feuchtigkeit.
Anforderungen:
- Idealerweise pflanzt man den Setzling auf der Südseite des Gartens, sodass er nicht von Gebäuden oder anderen Pflanzen beschattet wird. Auf der Nordseite sollte er durch einen Zaun geschützt werden, wobei ein Abstand von 180–220 cm zur Mauer eingehalten werden sollte.
- Senkrechte sollten gemieden werden, da sich dort Feuchtigkeit staut und kalte Luft eindringt. Der Grundwasserspiegel sollte mindestens 150–170 cm tief sein. Pfirsichbäume gedeihen gut an Süd- und Südosthängen.
- Es wird nicht empfohlen, Pfirsiche nach Nachtschattengewächsen oder Melonen anzubauen, da dies Pilzinfektionen begünstigt. Roggen und Hafer sind günstige Vorfrüchte für Pfirsiche.
- Der Pfirsichertrag hängt direkt von der Bodenqualität ab. Sandlehm-, Lehm- und Schwarzerdeböden mit guter Feuchtigkeit und ausreichend Kalkgehalt sind ideal. Pfirsichbäume überleben nicht in Gebieten mit zu hohem Kalkgehalt.
- ✓ Die Grundwassertiefe sollte mindestens 150-170 cm betragen, um eine Fäulnis des Wurzelsystems zu verhindern.
- ✓ Der Abstand zu den nächsten Gebäuden oder anderen Bäumen sollte mindestens 180-220 cm betragen, um ausreichend Platz für das Wachstum zu gewährleisten.
Wie wählt und bereitet man Pflanzmaterial vor?
Die Wahl des richtigen Setzlings ist entscheidend für die Gesundheit und das langfristige Überleben des Baumes. Hier sind die wichtigsten Faktoren, die Sie beim Kauf berücksichtigen sollten:
- Die beste Option ist der Kauf bei Baumschulen, die sich in dem gleichen Klima befinden, in dem Sie die Pflanzen anbauen möchten.
- Es hat keinen Sinn, dem billigsten Preis auf dem Markt hinterherzujagen.
- Es wird nicht empfohlen, den Kauf eines Pfirsichbaums zu überstürzen: Sämlinge sollten während ihrer Winterruhe ausgegraben werden, um eine erfolgreiche Bewurzelung zu gewährleisten.
- Bei qualitativ hochwertigen Exemplaren ist die Rinde an den Trieben intakt und die Knospen sind voll entwickelt.
- Das Alter des Sämlings hängt von den Fähigkeiten des Gärtners ab: Anfänger beginnen am besten mit einem zweijährigen Pfirsichbaum von etwa 130-150 cm Höhe und 3-4 Ästen, während erfahrene Gärtner mit einem einjährigen Pfirsichbaum von bis zu 100 cm Höhe in Form eines dünnen Stängels beginnen können.
- Der Baum sollte vertrauenswürdig wirken: Er sollte kräftig und gesund aussehen und keine Anzeichen von Schäden oder Krankheiten aufweisen. Pfirsichbäume haben ein faseriges Wurzelsystem, daher ist der Kauf eines einwurzeligen Setzlings nicht ratsam. Wenn die Blätter welk aussehen und sich die Rinde ablöst, ist dies ein deutlicher Grund, die Pflanze nicht zu kaufen.
- Wenn Sie einen Setzling weit entfernt von Ihrem Wohnort kaufen und dieser transportiert werden muss, ist es wichtig zu beachten, dass plötzliche Schwankungen der Luftfeuchtigkeit und Temperatur ihn schädigen können. Die Wurzeln sollten in ein feuchtes Tuch gewickelt, anschließend mit Plastikfolie abgedeckt und gut verschlossen werden.
- Vor dem Einpflanzen sollte der Baumstamm mit warmem Paraffin behandelt werden. Dies schützt ihn vor Frost, Nagetieren, Sonnenlicht und Insektenschädlingen und beeinträchtigt nicht das Wachstum von Trieben und Knospen im Frühjahr.
Landealgorithmus
Zwei Monate vor dem geplanten Pflanztermin wird der Standort vorbereitet, indem Steine und Vegetation entfernt und das Pflanzloch anschließend umgegraben wird, um es mit Sauerstoff anzureichern. Die Tiefe, Breite und Länge des Pflanzlochs sollte je nach Wurzelgröße des Setzlings mindestens 50–60 cm betragen.
- Zwei Monate vor der Pflanzung sollte die Fläche von Steinen und Vegetation befreit werden.
- Graben Sie den Boden 50-60 cm tief um, um ihn mit Sauerstoff anzureichern.
- Bei Bedarf eine 15-20 cm hohe Drainageschicht aus Blähton, Kieselsteinen oder Ziegelbruch bilden.
Falls erforderlich, sollte eine Drainageschicht aus Blähton, Kieselsteinen oder Ziegelbruch von etwa 15-20 cm Höhe angelegt werden, die bei der Bestimmung der Lochgröße berücksichtigt werden muss.
Nächste Schritte:
- Die oberste Erdschicht entfernen, dann die verbleibende Erde mit 20 kg Kompost und 500 g Holzkohle vermischen, einen Kegel formen und diesen wieder einfüllen.
- Setzen Sie zwei Stützen in das Pflanzloch, um ein Abbrechen der Wurzeln beim späteren Einpflanzen zu vermeiden.
- Gießen Sie 5-7 Liter Wasser hinzu und lassen Sie es vollständig einweichen.
- Setzen Sie den Sämling senkrecht hin, breiten Sie die Wurzeln entlang des entstandenen Hügels aus und achten Sie darauf, dass der Hals 5 cm über dem Boden liegt.
- Füllen Sie das Loch bis zum Rand mit Erde.
- Binden Sie den Stamm an den Stützen fest, achten Sie dabei aber darauf, die Seile nicht zu fest anzuziehen.
- Mit 8 bis 12 Litern Wasser befeuchten.
- Verdichten Sie den Boden um den Stamm herum, lassen Sie dabei einen Abstand von etwa 40-60 cm zum Stamm und formen Sie einen 15-18 cm hohen Damm.
- Als Mulch eignen sich Torf, Sägemehl oder trockenes Laub.
Wie pflegt man den Pfirsichbaum weiter?
Der Veteran gilt als anspruchslos, aber um die Gesundheit des Baumes zu gewährleisten, genügt es, ihn 3-4 Mal pro Saison zu gießen, wobei man für jede ausgewachsene Pflanze 50-80 Liter Wasser verwendet.
Wichtig ist es, für ausreichende Feuchtigkeit bis in eine Tiefe von 50 cm zu sorgen, vorzugsweise morgens oder abends. Anschließend empfiehlt es sich, den Boden aufzulockern.
Die Düngung erfolgt jährlich:
- Im Frühjahr werden 60-70 g Harnstoff benötigt, um das Wachstum anzuregen;
- Im Sommer sind alle Kombinationspräparate geeignet;
- Wenn sich das Wachstum verlangsamt, ist das Besprühen der Blätter effektiver.
- Während der Fruchtbildung mit einer Kaliumdüngerlösung behandeln;
- Im Herbst werden Superphosphat und Kaliumsalze in die Wurzelzone eingebracht.
Die Aussaat von Gründüngung am Ende des Sommers liefert hervorragende Ergebnisse. Achten Sie in den ersten vier Jahren nach der Pflanzung auf die Kronenbildung.
- Formgebende Schnittmaßnahmen werden am besten im frühen Frühling durchgeführt.
- Bei der Sorte Veteran ist es vorteilhaft, eine becherförmige Gestalt ohne ausgeprägten Mittelstamm zu schaffen, mit 6 Hauptästen, die in verschiedene Richtungen zeigen.
- Ein hygienischer Rückschnitt kann jederzeit durchgeführt werden, es ist jedoch vorzuziehen, ihn nach dem Abfallen der Blätter vorzunehmen.
- Alle größeren Schäden am Stamm sollten mit Gartenpech behandelt werden.
Auch in wärmeren Klimazonen benötigt der Pfirsichbaum 'Veteran' Winterschutz. Dazu sollte man trockene Äste und abgestorbene Rinde entfernen, etwas Erde an den Stammfuß geben, ihn weiß streichen und regelmäßig gießen.
In Gebieten mit starkem Frost empfiehlt es sich, den Stamm und die Basis der Hauptäste mit einem speziellen Abdeckmaterial oder Jute einzuwickeln und zusätzlich Fichtenzweige zum Schutz zu verwenden.
Methoden zur Krankheitsbekämpfung und -prävention
Die Pflanze weist eine gute Resistenz gegen die meisten gängigen Krankheiten auf, ihr Hauptfeind sind jedoch Blattläuse. Um die Pflanze vor diesem Schädling zu schützen, sollten verschiedene vorbeugende Maßnahmen ergriffen werden:
- Unkraut jäten;
- Entfernen von Trieben, die an den Wurzeln erscheinen;
- Frühjahrsbehandlung mit Insektiziden;
- Rechtzeitiges Beschneiden beschädigter und vertrockneter Äste.
Produkte wie Intavir und Iskra eignen sich zur Bekämpfung von Blattläusen. Wermut, Schöllkraut und Holzstaub sind wirksame Hausmittel.
Positive und negative Eigenschaften
Diese Kultur hat eine Reihe von Vorteilen:
Rezensionen
Die Pfirsichsorte „Veteran“ erfreut sich zu Recht großer Beliebtheit. Diese Früchte sind in südlichen Regionen regelmäßig in Supermärkten erhältlich und werden in vielen Datschen und Gärten angebaut. Ihre Widerstandsfähigkeit gegen Witterungseinflüsse und Krankheiten macht sie zu einer idealen Wahl für Hobbygärtner, selbst für Anfänger.










