Die Pfirsichsorte Tourist zählt zu den begehrtesten Sorten. Ihr exquisiter Geschmack, der reiche Ertrag und die hervorragende Krankheitsresistenz machen sie zu einer bevorzugten Wahl für Hausgärten und kommerzielle Plantagen. Selbst Anfänger können sie problemlos anbauen und pflegen. Entscheidend ist die richtige Pflege.

Wer hat diese Sorte entwickelt und wann?
Diese Pflanze ist in der nationalen Züchtungsdatenbank nicht verzeichnet. Bekannt ist, dass sie auf der Krim im Botanischen Garten Nikitsky entstanden ist. Das genaue Selektionsdatum ist in öffentlich zugänglichen Quellen nicht angegeben, die erste Fruchtbildung erfolgte jedoch 1931.
Beschreibung des Baumes
Die Pfirsichsorte „Tourist“ erreicht eine Höhe von bis zu vier Metern. Ihre ausladende Krone ähnelt einer umgedrehten Pyramide. Die großen, glockenförmigen Blüten sind einfarbig rosa. Die Blätter sind hellgrün und gesägt. Diese Sorte gehört zur Unterfamilie der gewöhnlichen iranischen Pfirsiche.
Diese Sorte zeichnet sich durch ihren robusten Wuchs aus. Ihre jährlichen Triebe sind dicht: auf der Sonnenseite purpurrot und auf der Schattenseite grün. Die Knospen, sowohl einzeln als auch in Büscheln, sind gleichmäßig verteilt. Die Blütenknospen sind groß und leicht behaart.
Wie sehen die Früchte aus?
Sie sind recht groß und wiegen bis zu 200 g. Ihre Schale ist grünlich-cremefarben mit einem zarten Himbeerrot. Sie können rund oder oval sein. Die Schale ist leicht behaart. Das Fruchtfleisch ist faserig, von mittlerer Festigkeit, saftig und herrlich knackig.
Im grünlich-weißen Fruchtfleisch befindet sich ein recht großer Kern, der sich leicht entfernen lässt. Die Frucht ist vielseitig verwendbar: Sie wird frisch verzehrt und in verschiedenen Gerichten verwendet. Sie lässt sich gut transportieren, ist aber nur 6 bis 9 Tage haltbar.
Geschmacksindikatoren
Pfirsiche der Sorte Tourist zeichnen sich durch ein angenehmes, kräftiges Aroma und einen süßen Geschmack aus.
Wann reift es und wie trägt es Früchte?
Gärtner beginnen bereits im zweiten Jahr mit der ersten Ernte. Trotz der frühen Blüte im Mai reifen die Früchte erst im Frühherbst.
Produktivität
Die offizielle Beschreibung hebt den hohen Ertrag der Sorte hervor. Im Durchschnitt trägt ein einzelner Baum 30–35 kg Früchte, unter günstigen Bedingungen kann der Ertrag jedoch bis zu 100 kg erreichen.
Selbstbefruchtung und die Notwendigkeit von Bestäubern
Die Pflanze ist selbstfruchtbar und benötigt normalerweise keine zusätzliche Bestäubung. Die Anwesenheit weiterer Pfirsichbäume kann den Ertrag jedoch steigern.
Anforderungen an Boden- und Klimabedingungen
Der Baum gedeiht ausschließlich auf leichten und fruchtbaren Böden, ist diesbezüglich aber etwas anspruchsvoll. Auf schweren, salzigen, sauren oder alkalischen Böden wächst er nicht. Trotz seiner südlichen Herkunft von der Krim verträgt der Tourist weder Hitze noch Trockenperioden gut.
Anbau und Pflege
Für den Anbau eignen sich Standorte mit sowohl voller Sonne als auch Halbschatten, wobei starker Wind die Pflanze schädigen kann. Wichtig ist ein ausreichender Grundwasserspiegel. Sandiger Lehm und lehmige Böden sind ideal.
Die Aussaat erfolgt am besten im Frühjahr. Das Pflanzloch muss nicht vorbereitet werden. Vor dem Pflanzen den Boden mit 10 kg verrottetem Mist und 150 g Superphosphat düngen. Um die Wurzelbildung anzuregen, die Setzlinge mit 40–50 Litern warmem Wasser gießen.
Die weitere Bewässerung sollte unter Berücksichtigung der Witterungsbedingungen und des Austrocknungsgrades des Bodens erfolgen. Mindestens mehrere tiefe Bewässerungen sind während der Vegetationsperiode erforderlich, es sei denn, der Sommer ist übermäßig nass. Die Bewässerung erfolgt üblicherweise zu folgenden Zeitpunkten:
- das Aufblühen von Blättern und Knospen;
- Blüte;
- Früchte einfüllen.
Verwenden Sie jeweils 20–30 Liter Wasser. Nach dem Gießen empfiehlt es sich, den Bereich um den Baumstamm sofort aufzulockern und Unkraut zu entfernen. Verwenden Sie frisch gemähtes Gras als Mulch.
Am besten formt man einen Baum, indem man ihn schalenförmig gestaltet. Dazu sind mehrere Schnitte nötig, um die Pflanze nach und nach in die gewünschte Form zu bringen. Beim ersten Schnitt sollten vier Hauptäste im Abstand von 20 cm stehen bleiben. Anschließend werden die Hauptäste zurückgeschnitten und ihr Wachstum gelenkt. Ein gesundheitsfördernder Schnitt und die Standardisierung der Form sind wichtig.
Frostbeständigkeit und Schutzbedarf
Der Baum ist zwar recht frostbeständig, aber um sicherzugehen, sollte man ihn zusätzlich schützen. Häufeln Sie den Baum an und bedecken Sie ihn gründlich mit Laub oder Kompost. Wickeln Sie ihn anschließend komplett in Agrarfaser ein und fixieren Sie diese. Für zusätzlichen Schutz können Sie noch einen Stoffsack darüberstülpen.
Resistenz gegen Krankheiten und Schädlinge
Diese Sorte ist resistent gegen Blattkräuselkrankheit, Clasterosporium und Echten Mehltau, kann aber anfällig für andere Krankheiten sein. Um möglichen Krankheiten vorzubeugen, befolgen Sie den saisonalen Spritzplan.
Vor- und Nachteile
Bevor man eine unbekannte Sorte anbaut, ist es wichtig, ihre Stärken und Schwächen zu erforschen. Tourist hat viele Vorteile:
Zu den Nachteilen zählen Gärtner die geringe Trockenresistenz, die Notwendigkeit häufiger Düngung, die anspruchsvolle Bodenbeschaffenheit und die Anfälligkeit für bestimmte Krankheiten und Schädlinge.
Übersicht der Rezensionen
Die Pfirsichsorte Tourist zeichnet sich durch ihren unvergleichlichen Geschmack, ihren guten Ertrag und ihre Resistenz gegen Krankheiten und Insektenbefall aus. Trotz einiger kleinerer Schwächen überwiegen die positiven Eigenschaften dieser Sorte deutlich. Bei sachgemäßem Anbau belohnt sie Sie mit großen, saftigen und qualitativ hochwertigen Früchten.


