In unseren Breitengraden findet man eine recht ungewöhnliche Pfirsichsorte – die Nektarine. Das bedeutet, dass die Oberfläche der Frucht völlig frei von dem charakteristischen Flaum ist. Sie trägt den Namen Nektarine. Dieser Name leitet sich von ihrem hohen Zuckergehalt ab, der mit dem von Nektar vergleichbar ist. Doch nur wenige wissen genau, um welche Frucht es sich handelt und zu welcher Familie sie gehört.
Was ist ein kahler Pfirsich?
Die Nektarine ist eine Pfirsichunterart aus der Familie der Rosengewächse (Rosaceae), doch die genaue Herkunft der Frucht ist unbekannt. Gemäß der offiziellen botanischen Klassifikation gehört sie zur Gruppe der Pfirsichunterarten und wird als „nacktfrüchtig“ übersetzt.
Wie kam die Nektarine ans Licht?
Die Ursprünge des Pfirsichs liegen nachweislich in China, wo die ersten Aufzeichnungen über die Yutao-Pfirsiche fast fünftausend Jahre zurückreichen. Man sagt, dass der Pfirsich damals mit der chinesischen Pflaume gekreuzt wurde, was seine dichtere und glattere, an Pflaumen erinnernde Schale erklärt.
Weitere historische Merkmale:
- Nach dem Prinzip der Hybridisierung kreuzen Pflanzenzüchter aktiv Pfirsiche mit anderen Pflanzen, um neue Nektarinensorten zu entwickeln. Meistens werden dabei verschiedene Pflaumen-, Kirschpflaumen- und Aprikosensorten verwendet. Manchmal kommen auch Mandeln zum Einsatz, wodurch Sorten entstehen, deren Geschmack und Genuss sich nicht nur auf das Fruchtfleisch, sondern auch auf den Kern erstreckt.
- Man geht davon aus, dass die chinesische Nektarine zufällig entstanden ist: An einem Baum mit gewöhnlichen Pfirsichen wuchsen zwischen oder anstelle der behaarten Früchte auch „nackte“ Früchte. Diese Mutation war vermutlich eine Anpassung an neue Umweltbedingungen. Sie weckte das Interesse antiker Gärtner, die begannen, diese ungewöhnlichen Pfirsiche gezielt anzubauen. Diese Theorie wird durch die Tatsache gestützt, dass man auch heute noch gelegentlich glatte Früchte an Pfirsichsträuchern findet.
- Die ersten Erwähnungen der Nektarine in der englischen Literatur datieren aus dem 17. Jahrhundert, als sie als exotische „Erfindung der Natur“ galt. Diese Frucht gelangte erst im 19. Jahrhundert nach Russland, zwei Jahrhunderte nach dem Pfirsich. Doch erst im 20. Jahrhundert, als Züchter Sorten mit großen Früchten entwickelten und so den industriellen Anbau ermöglichten, erlangte die Nektarine ihren wahren internationalen Ruhm.
Warum kahle Pfirsiche besser sind als flauschige – Die wichtigsten Unterschiede
Nektarinen sind temperaturunempfindlicher als Pfirsiche. Ihr festes Fruchtfleisch macht sie besser geeignet für die Lagerung und den Transport. Geschmacklich heben Experten hervor, dass Pfirsiche einen klassischen honigsüßen Geschmack haben, während Nektarinen eine ausgeprägtere und intensivere Süße mit einem angenehm aromatischen Nachgeschmack aufweisen.
Worin unterscheiden sich die Früchte?
Der wichtigste Unterschied zwischen den beiden Früchten liegt in der Oberflächenbeschaffenheit – behaart oder behaart. Aber die Früchte weisen auch andere Unterschiede auf:
- Die Haut von Pfirsichen ist eine dünne, empfindliche Membran, die mit zahlreichen kurzen, weichen und flauschigen Borsten bedeckt ist. Diese Borsten schützen die Frucht vor Beschädigungen sowie vor Insekten und Krankheitserregern. Die Farbe der Haut variiert von Hellgelb und Rosa bis hin zu Rostrot und Rot.
Unter der Schale verbirgt sich ein weiches, saftiges und fast luftiges Fruchtfleisch, das auf der Zunge zergeht, obwohl es einige harte Fasern enthält. Im Inneren der Frucht befindet sich ein großer, runzeliger Kern.
- Nektarinen zeichnen sich durch ihre leuchtendere, kontrastreichere rot-burgunderrote Farbe aus, wobei dies nicht für alle Sorten gilt. Ihre Haut ist nicht glatt behaart, aber fest und elastisch, wodurch sie weniger bruchanfällig ist als Pfirsiche.
Das Fruchtfleisch von Nektarinen ist fester, etwas weniger saftig und hat eine gelb-orange Farbe. Diese Früchte sind weniger süß, aber nährstoffreicher, weniger anfällig für Transportschäden und länger haltbar.
Worin besteht der Unterschied zwischen den Bäumen?
Pfirsichsträucher erreichen eine Höhe und Breite von bis zu 7 Metern und zeichnen sich durch eine erhöhte Kälteresistenz aus. Nektarinen hingegen wachsen kompakt und benötigen weniger Platz im Garten.
Was soll ich wählen?
Die Wahl hängt vom persönlichen Geschmack ab – manche bevorzugen süßere, aber flaumigere Früchte, andere hingegen einen leicht säuerlichen Geschmack und eine glatte Schale. Beide Sorten gelten als pflegeleicht im Anbau, doch die Wildpfirsichart ist im Gegensatz zur herkömmlichen Sorte deutlich länger haltbar, was für den kommerziellen Anbau von Bedeutung ist.
Obwohl die Pflege von Nektarinen der von Pfirsichen sehr ähnlich ist, gibt es einige Besonderheiten. Nektarinen sind äußerst resistent gegen Schädlinge und Krankheiten und erholen sich schneller von Winterfrösten.
Der Wildpfirsich ist längst eine gängige Frucht in unseren Supermarktregalen und im Gartenfachhandel, gilt aber dennoch vielen als exotisch. Er ähnelt dem gewöhnlichen Pfirsich, zu dessen Varietäten auch die Nektarine gehört.




