Die Irga Martin ist eine kanadische Sorte, die sich durch ihre Pflegeleichtigkeit und ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber verschiedenen Klimazonen auszeichnet. Sie gilt als die beste ihrer Art, da die Sträucher nicht nur große, süße Beeren tragen, sondern den Garten im Frühling auch mit üppigen Blüten und im Herbst mit purpurrotem Laub schmücken.
Wer hat diese Sorte entwickelt und wann?
Martin stammt aus Kanada, doch die genauen Zuchtdaten und Elterntiere sind unbekannt. Quellen deuten darauf hin, dass die Rasse Thyssen für die Kreuzung verwendet wurde.
Das Aussehen des Baumes
Diese Felsenbirne ist ein sommergrüner, mehrstämmiger Strauch von mittlerer Höhe, dessen Triebe bis zu 250–300 cm lang werden. Sie hat außerdem eine mittlere Kronenbreite und erreicht einen Durchmesser von 180–200 cm.
Weitere charakteristische Merkmale:
- Kronenform – gerundet;
- Schießstände – ziemlich flexibel, mit unbehaarter Rinde bedeckt;
- Schattierung der Rinde – Im jungen Stadium rötlich, im reifen Zustand klassisch braun;
- Wurzelsystem – oberflächlich betrachtet sind sie zwar nicht die typischen Prozesse, aber viele davon sind auch in der Lage, in die Tiefe zu gehen;
- Blütenstände – länglich mit einer dichten Anordnung von 16 bis 20 Blüten;
- Knospen – Schneewittchen;
- Blattspreite – dunkelgrün, mit matter Oberfläche;
- Blattform – abgerundet, aber die Oberseite ist spitz zulaufend und die Kanten sind groß und gezackt.
Eigenschaften der Früchte und ihr Geschmack
Die Beeren gelten als groß – ihre Länge variiert zwischen 1,5 und 1,8 cm, und ihr Gewicht erreicht bis zu 1 g. Die Sorte kann auch anhand anderer Merkmale identifiziert werden:
- Fruchtform – abgerundet-länglich;
- Farbe - von sattem Violettblau, nimmt aber im vollreifen Zustand schwarze Farbtöne an;
- Oberfläche - glatt, aber mit einem wachsartigen Überzug;
- Zellstoff – zart und besonders saftig;
- Aroma – intensiv;
- schmecken - süß.
Reifezeit und Ertrag
Die Früchte reifen in der Mitte der Saison. Die Beeren bilden sich ab der ersten Junihälfte und tragen bis Anfang August Früchte, wobei alle gleichzeitig reifen. Die Sträucher tragen ab dem dritten Jahr nach der Pflanzung Früchte.
Die Sorte Martin trägt jährlich Früchte. Die genauen Ertragszahlen stehen zwar noch nicht fest, es wird jedoch mit einem hohen Ertrag gerechnet. Andere kanadische Felsenbirnensorten erzielen im Durchschnitt einen Ertrag von bis zu 20–25 kg pro Strauch, was als Richtwert für Ertragsschätzungen dient.
Frostbeständigkeit
Dieser Strauch verträgt Temperaturen bis zu -40 Grad Celsius ohne besonderen Schutz, doch junge Sämlinge sollten in den ersten zwei bis drei Jahren isoliert werden. In kälteren Regionen empfiehlt es sich, den Wurzelbereich im Herbst zu mulchen und im Winter leicht mit Schnee zu bedecken. Bei heißem Wetter ist zusätzliches Gießen ratsam.
Vorteilhafte Eigenschaften
Die Beeren dieser Apfelbeere sind reich an Zucker, organischen Säuren, Tanninen und anderen bioaktiven Bestandteilen sowie an Ascorbinsäure, deren Gehalt während der Reifung zunimmt und anschließend wieder abnimmt. Die Beeren enthalten außerdem Carotinoide und Mangan.
Dank dieser Zusammensetzung trägt der Verzehr der Beeren zur Stärkung von Herz und Blutgefäßen bei, normalisiert den Blutdruck, unterstützt die Verdauung und verbessert die Darmfunktion. Zudem wird eine allgemeine Stärkung des Körpers beobachtet.
Verwendung
Beeren sind vielseitig, sehr süß und aromatisch. Sie werden nicht nur frisch verzehrt, sondern auch in der Küche verwendet, beispielsweise als Füllung für Backwaren, sondern auch zur Herstellung von Marmeladen, Kompotten, Likören und Wein.
Erfahrene Hausfrauen empfehlen, Martinbeeren bei der Marmeladenherstellung mit sauren Früchten zu kombinieren – dies verleiht der Marmelade eine angenehme Säure und verstärkt den Geschmack der Apfelbeere zusätzlich.
Standort- und Bodenanforderungen
Die Felsenbirne 'Martin' gedeiht sowohl an sonnigen als auch an halbschattigen Standorten. Allerdings ist zu beachten, dass intensive Sonneneinstrahlung der Pflanze schaden kann. In südlichen Regionen sollte der Strauch während der heißesten Tageszeit beschattet werden. Weitere Anforderungen:
- Die Pflanze verträgt Wind gut, reagiert aber negativ auf die Nähe zu hohem Grundwasserspiegel – sie sollte an Orten gepflanzt werden, an denen der Grundwasserspiegel 200-250 cm unter der Erdoberfläche liegt.
- Obwohl die Felsenbirne an verschiedene Bodentypen anpasst, sind lehmige und leichte Sandböden ideal. Vermeiden Sie zu schwere Lehmböden sowie saure und salzhaltige Böden. Ein ausgeglichener, neutraler pH-Wert des Bodens ist unerlässlich.
- ✓ Der optimale Säuregrad des Bodens für die Felsenbirne 'Martin' sollte im pH-Bereich von 6,0-7,5 liegen.
- ✓ Um Krankheiten vorzubeugen, ist es notwendig, für eine gute Luftzirkulation um den Strauch herum zu sorgen und dichte Anpflanzungen zu vermeiden.
Feinheiten des Pflanzens
Diese Felsenbirnenart pflanzt man am besten im Frühjahr oder Frühherbst. Wichtig ist ein Pflanzabstand von mindestens 120–200 cm. Wichtige Hinweise:
- Die Vorbereitung der Pflanzlöcher sollte 2-3 Wochen vor dem Pflanzen erfolgen, idealerweise einen Monat vorher.
- Die empfohlene Lochtiefe beträgt etwa 45-55 cm und die Breite 55-65 cm.
- Um Wurzelfäule vorzubeugen, wird am Boden des Pflanzlochs eine Drainageschicht eingebracht. Anschließend wird eine Erdmischung mit Flusssand, Superphosphat, Kaliumsalz und Humus hinzugefügt.
- Das Pflanzen eines Felsenbirnen-Sämlings ist einfach. Man setzt ihn in die Mitte eines vorbereiteten Lochs und bedeckt den Wurzelballen mit Erde.
- Es ist wichtig, zwei Regeln zu beachten: Neigen Sie den Sämling in einem Winkel von 45 Grad und vertiefen Sie den Wurzelhals um 5-6 cm, um eine bessere Bewurzelung zu gewährleisten.
Nach dem Einpflanzen wird der Strauch mit 13–17 Litern Wasser gegossen und gemulcht. Die Triebe werden um ein Drittel zurückgeschnitten, sodass sechs gesunde Knospen für das Wachstum verbleiben.
Pflege und Kultivierung
Der Strauch muss nur in Trockenperioden, etwa einmal wöchentlich, mit 20–30 Litern Wasser gegossen werden, je nach Alter. Die optimale Gießzeit ist abends. Da die Felsenbirne auch bei Beregnung gut gedeiht, fördert das abendliche Gießen das Aussehen der Blätter.
Weitere Anbauregeln:
- Wurden die benötigten Düngemittel bei der Pflanzung ausgebracht, ist für 3–4 Jahre keine weitere Düngung erforderlich. Danach erfolgt die Düngung einmal jährlich mit Phosphor und Kalium, insbesondere im September, um der Pflanze das Überwintern zu erleichtern. Bei spärlichem oder welkem Laub empfiehlt sich im Frühjahr eine Stickstoffdüngung.
- Der Rückschnitt sollte vorsichtig erfolgen, da die Felsenbirne empfindlich darauf reagiert. In den ersten fünf Lebensjahren sollten die Triebe bis zum Vegetationspunkt zurückgeschnitten werden, wobei drei bis vier der kräftigsten Triebe stehen bleiben. Dies fördert die Bildung eines mehrstämmigen Strauchs. Jedes Jahr sollten die beiden ältesten Triebe entfernt werden, um die Pflanze zu verjüngen.
- In subtropischen Regionen genügt es, die Pflanzen im Winter mit Mulch abzudecken. In kälteren Klimazonen, wie beispielsweise in der Region Moskau, sollten ausgewachsene Pflanzen mit einer 25 cm dicken Humusschicht isoliert und die Wurzeln mit Schnee bedeckt werden. Junge Sämlinge sollten mit mit Sägemehl gefüllten Kisten abgedeckt werden.
Für und Wider
Diese Sorte ist erst seit Kurzem auf unserem Markt erhältlich, hat sich aber bereits zu einem Favoriten unter Gärtnern entwickelt. Das liegt an ihren vielen positiven Eigenschaften.
Krankheiten und Schädlinge
Die Felsenbirnensorte 'Martin' ist sehr widerstandsfähig gegen Krankheiten, doch kalte und regnerische Sommer erhöhen das Risiko für Krankheiten wie Grauschimmel und Blattflecken. Um Grauschimmel vorzubeugen, sollte man den Strauch nicht mehr gießen und vor Niederschlag schützen. Es empfiehlt sich, die Erde um den Strauch herum mit Holzasche zu bestreuen.
| Krankheit | Resistenz der Felsenbirne | Kontrollmaßnahmen |
|---|---|---|
| Grauschimmel | Durchschnitt | Bewässerung einstellen, vor Niederschlag schützen, mit Asche behandeln |
| Blattflecken | Niedrig | Behandlung mit kupferbasierten Fungiziden |
Bei Blattfleckenkrankheit sollte der Strauch mit einem kupferhaltigen Fungizid behandelt werden. Samenkäfer, die die Ernte schädigen können, lassen sich mit dem Insektizid Fufanon bekämpfen. Gegen Blattwickler, die die Blätter fressen, hilft Wermutaufguss oder Alatar.
Rezensionen
Irga Martin ist eine neue Sorte, die sich problemlos an die vielfältigen Klimazonen Russlands anpasst. Sie besticht durch unvergleichliche Süße und ein verführerisches Aroma, ist pflegeleicht und vielseitig verwendbar – nicht nur wegen ihrer Beeren, sondern auch als Strauch. Ideal für Gartenanfänger.





