Die Felsenbirne 'Ballerina' ist eine niederländische Sorte mit vielseitigen Verwendungsmöglichkeiten. Sie wird sowohl als Obstbaum als auch als Zierpflanze angebaut. Um ihre Schönheit und reiche Fruchtproduktion zu gewährleisten, benötigt sie spezielle Anbaumethoden.
Schöpfungsgeschichte
Die Felsenbirne 'Ballerina' wurde 1980 von niederländischen Züchtern entwickelt. Diese Sorte ist nicht im russischen Staatsregister eingetragen. Sie soll aus kanadischen Felsenbirnensorten hervorgegangen sein.
Beschreibung der Pflanze
Die kanadische Felsenbirne 'Ballerina' kann als Strauch oder kleiner Baum gezogen werden. Sie erreicht eine Höhe von 4–5 m und eine Breite von 6 m. Ihre Krone ist ausladend und vasenförmig. Äste und Stamm sind grau bis graubraun.
Die Blätter sind wechselständig angeordnet. Ihre Farbe ändert sich je nach Wachstumsphase. Im Frühling, wenn sie sich entfalten, sind die Blätter bronzefarben; im Sommer werden sie dunkelgrün (unterseits bläulich-grün); und im Herbst färben sie sich rotgelb oder violett.
Die Blätter sind 40–90 × 30–55 mm groß (Länge × Breite). Sie sind oval und glatt, mit glänzendem oder mattem Finish. Die Felsenbirne 'Ballerina' ist in der Zeit vor dem Winter am attraktivsten. Ihre schneeweißen, sternförmigen Blüten stehen in Trauben. Die Wurzeln sind flach und neigen zur Verzweigung.
Beschreibung und Geschmack der Früchte
Diese Sorte bringt große Früchte hervor. Die Beeren färben sich beim Reifen rot-schwarz oder dunkelviolett. Jede Traube enthält 6–8 Beeren. Die Früchte haben einen durchschnittlichen Durchmesser von 1 cm und sind kugelförmig.
Das Fruchtfleisch der Beeren ist saftig und süß. Einige Quellen berichten, dass die Frucht neben der ausgeprägten Süße auch einen mandelartigen Nachgeschmack hat.
Anwendung
Die Felsenbirne 'Ballerina' ist vielseitig einsetzbar, sowohl für Einzel- als auch für Gruppenpflanzungen. Sie eignet sich hervorragend für die Gestaltung von Hintergründen, Beeteinfassungen, Baum- und Strauchgruppen, Hecken, saisonalen Arrangements und Kombinationen mit Stauden.
Die Sorte Ballerina wird neben ihrem Zierwert auch als Obst- und Beerenpflanze genutzt. Reife Aroniabeeren werden zur Herstellung von Marmeladen, Konfitüren, Likören und Sirupen verwendet.
Felsenbirnenbeeren lassen sich entsaften, aber nur, nachdem sie eingeweicht wurden. Verteilen Sie die Beeren dünn auf einem Backblech und stellen Sie es für 24 Stunden in den kalten Ofen. Anschließend können Sie sie entsaften. Wenn Sie frische, nicht eingeweichte Beeren entsaften, gerinnt der Saft zu Gelee.
Reifung und Fruchtbildung
Die Sorte Ballerina zeichnet sich durch schnelles Wachstum und reichlichen Fruchtansatz aus. Diese kanadische Felsenbirne ist eine mittelfrühe Sorte. In gemäßigten Klimazonen erfolgt die Ernte üblicherweise Anfang Juli. Allerdings hat jede Region ihre eigene Reifezeit, und auch das Wetter kann eine wichtige Rolle spielen.
Produktivität
Die Felsenbirne 'Ballerina' zeichnet sich durch hohe Erträge aus. Im Durchschnitt können pro Hektar etwa 2–2,5 Tonnen Beeren geerntet werden. Der Ertrag hängt maßgeblich vom Klima ab.
Wachstumsregionen
Die niederländische Sorte Ballerina gehört zur USDA-Gruppe 4. Sie ist bis -34 °C winterhart. Diese Felsenbirne kann problemlos in der Region Moskau und anderen Regionen Russlands mit relativ milden Wintern angebaut werden. In Gebieten mit drohenden Kälteeinbrüchen benötigt die Pflanze Schutz.
Für und Wider
Die niederländische Felsenbirne 'Ballerina' erfreut sich aus gutem Grund großer Beliebtheit bei unseren Gärtnern. Diese Sorte bietet zahlreiche Vorteile, die sowohl Gärtner als auch Sommergäste zu schätzen wissen, die Zier- und Obststräucher lieben.
Vorteile:
Bei der Felsenbirne 'Ballerina' wurden keine besonderen Nachteile festgestellt, außer der Gefahr von Mehltau bei hoher Luftfeuchtigkeit.
Landung
Damit die kanadische Felsenbirne gute Früchte hervorbringt, müssen optimale Bedingungen für sie geschaffen werden.
Besonderheiten beim Anbau der Sorte Ballerina:
- Die Pflanze gedeiht gut an sonnigen Standorten;
- Kann auf jedem Boden wachsen, auch auf schweren Böden, bevorzugt aber mäßig fruchtbare Böden, sandigen Lehm und lehmigen Boden;
- Der optimale Säuregrad des Bodens liegt zwischen leicht sauer und neutral;
- Die beste Pflanzzeit ist der Herbst; außerdem gibt es in dieser Zeit viel Pflanzgut zu kaufen.
- Für die Pflanzung werden zweijährige Sämlinge ausgewählt; Exemplare mit geschlossenen Wurzeln (in Töpfen) werden bevorzugt.
- ✓ Der Grundwasserspiegel sollte nicht höher als 1,5 m unter der Oberfläche liegen.
- ✓ Der Boden muss eine gute Drainagefähigkeit aufweisen; Bereiche mit stehendem Wasser sollten vermieden werden.
Felsenbirnen sollten an einem trockenen, bewölkten und windstillen Tag gepflanzt werden. Am besten bereitet man den Boden vorher vor, indem man organische und/oder mineralische Düngemittel und gegebenenfalls Säurebildner wie Kalk, Holzasche und Dolomitmehl hinzufügt.
So pflanzen Sie die Ballerina-Felsenbirne:
- Bereiten Sie zum Pflanzen ein Loch von mindestens 50 cm Tiefe und 40–60 cm Durchmesser vor. Das Loch sollte groß genug sein, um dem Wurzelsystem des Sämlings ausreichend Platz zu bieten. Graben Sie die Löcher etwa einen Monat vor dem Pflanzen der Felsenbirne.
- Eine Erdmischung aus gleichen Teilen Humus (oder Torf) und Rasenerde wird in das Pflanzloch gegeben. Um die Wurzelbildung zu beschleunigen, werden außerdem Superphosphat und Kaliumsulfat hinzugefügt, jeweils 2 bzw. 1 Esslöffel.
- Der Sämling wird senkrecht in das Pflanzloch eingesetzt, sodass sich sein Wurzelhals 5-6 cm unter der Erdoberfläche befindet.
- Die Wurzeln des Sämlings werden mit fruchtbarer Erde bedeckt, verdichtet und bewässert (30 l) und anschließend mit Humus oder Torf gemulcht.
Beim gleichzeitigen Pflanzen mehrerer Felsenbirnen-Setzlinge sollte ein Abstand von 2,5 m zwischen benachbarten Pflanzlöchern eingehalten werden. Bei der Pflanzung in Reihen beträgt der Abstand zwischen den Sträuchern 1,5–2 m.
Pflege
Um sicherzustellen, dass Felsenbirnensträucher oder -bäume attraktiv bleiben und reichlich Früchte tragen, ist eine einfache, aber regelmäßige Pflege erforderlich.
Pflegemerkmale:
- Der beste Zeitpunkt für den Rückschnitt ist das Frühjahr. Im Herbst sollte man die Pflanzen nicht unnötig belasten, da ihre Energie in die Vorbereitung auf den Winter fließen sollte. Der Frühjahrsschnitt dient vor allem der Pflege, dem Entfernen abgebrochener, trockener und kranker Zweige und, falls nötig, dem Formschnitt. Im Herbst sollte man nur minimal schneiden und lediglich stark beschädigte Zweige entfernen. Felsenbirnen sollten in der Regel erst nach dem sechsten Jahr geschnitten werden.
- Ausgewachsene Felsenbirnen werden nur in Trockenperioden gegossen. Frisch gepflanzte Jungpflanzen benötigen Bewässerung, um anzuwachsen und sich an ihren neuen Standort zu gewöhnen. Pro Pflanze werden 10–20 Liter Wasser gegossen. Ansonsten kommen Felsenbirnen mit natürlicher Bodenfeuchtigkeit bestens zurecht.
- Die Sträucher werden regelmäßig auf Krankheitsanzeichen untersucht. Bei Bedarf werden die Pflanzen mit Fungiziden behandelt.
- Schädlinge stellen für Gärtner, die die Felsenbirne 'Ballerina' anbauen, im Allgemeinen kein Problem dar. Allerdings sind Befälle durch Insekten wie Spinnmilben, Blattläuse, Blütenkäfer und Raupen möglich. Diese lassen sich in der Regel durch einfache vorbeugende Maßnahmen wie Bodendesinfektion und Entfernung von Pflanzenresten bekämpfen.
- Der in das Pflanzloch eingebrachte Dünger versorgt die Pflanze mehrere Jahre lang mit Nährstoffen. Anschließend (die Dauer hängt von den Bodeneigenschaften ab) werden organische und/oder mineralische Düngemittel (z. B. Nitroammophoska) in den Stammbereich eingebracht. Torf und Humus eignen sich ebenfalls als zusätzlicher Dünger, da sie die Pflanze in Regionen mit strengen Wintern besser isolieren.
- Im frühen Frühjahr die Pflanze und den umliegenden Boden mit einer 3%igen Bordeauxbrühe behandeln.
- Die Behandlung nach der Blüte wiederholen, dabei aber eine 1%ige Lösung verwenden.
- Im Herbst, nachdem die Blätter abgefallen sind, sollten alle Pflanzenreste rund um die Pflanze eingesammelt und vernichtet werden.
Ernte
Es empfiehlt sich, Beeren zu pflücken, sobald sie reif sind, da sie sonst von Vögeln gefressen werden. Erfahrene Gärtner verwenden verschiedene Abschreckungsmittel wie Rasseln, Leuchtstreifen, Vogelscheuchen und Netze. Diese müssen jedoch regelmäßig ausgetauscht werden, da sich die Vögel schnell daran gewöhnen und nicht mehr darauf reagieren.
Die Beeren werden in drei bis fünf Reifestadien geerntet. Man kann sogar Trauben mit nur ein bis zwei reifen Beeren pflücken. Die restlichen reifen nach. Vögel picken grüne Beeren nicht an. Reife Apfelbeeren sind nicht lange haltbar. Sie schmecken am besten frisch verzehrt, eingefroren oder verarbeitet.
Rezensionen
Die kanadische Felsenbirne 'Ballerina' verdient höchste Aufmerksamkeit von Gärtnern und Sommergästen, denen die Gartengestaltung am Herzen liegt. Auch Liebhaber von Säften und Konfitüren aus vitaminreichen Früchten und Beeren werden diese Sorte zu schätzen wissen.






