Die Zarskaja-Birne erfreut sich bei russischen Gärtnern aufgrund ihrer hohen Krankheitsresistenz trotz geringer Frosttoleranz großer Beliebtheit. Bei richtiger Pflege entwickelt sie sich zu einer wohlgewachsenen Pflanze, die regelmäßig und reichlich saftige Früchte trägt.
Wer hat diese Sorte entwickelt und wann?
Über den Ursprung der Zarskaja-Birne ist nichts bekannt. Diese Sorte gilt als uralt, ist aber auch heute noch bei Gärtnern weltweit, einschließlich unseres Landes, beliebt.
Das Aussehen des Baumes
Der Baum ist kräftig und erreicht eine Höhe von 5–6 m. Weitere bemerkenswerte Merkmale:
- Besitzt ein starkes Wurzelsystem.
- Die Krone hat eine pyramidenförmige Gestalt und eine mittlere Dichte.
- Die Zweige sind mit mittelgroßen, smaragdgrünen Blättern bedeckt.
- Die Blätter sind eiförmig und haben eine glatte Oberfläche.
- Die Rinde des Stammes und der Äste ist braun gefärbt.
Früchte und ihre Geschmackseigenschaften
Die Zarskaja-Birne lockt Gärtner mit ihren süßen, hocharomatischen Früchten. Zu ihren wichtigsten Merkmalen gehören:
- Das Gewicht erreicht bis zu 100 g (einige Exemplare können bis zu 160 g wiegen).
- Sie haben eine klassische Form.
- Die Haut ist gelblich-grün mit einem leichten Rosaton.
- Das cremige Fruchtfleisch hat eine angenehme Konsistenz.
Sorteneigenschaften der Zarskaja-Birne
Diese Kulturpflanze zeichnet sich durch zahlreiche Eigenschaften aus. Sie liefert regelmäßige Ernten und weist weitere sortenspezifische Merkmale auf, die im Folgenden erläutert werden.
Reifezeit und Ertrag
Der Birnbaum trägt etwa 7–8 Jahre nach der Pflanzung Früchte. Diese Sommerbirnensorte liefert bei richtiger Pflege gute Erträge. Die Ernte beginnt im August. Gärtner ernten von einem Baum etwa 50–60 kg saftige Früchte.
Standort- und Bodenanforderungen
Bei der Wahl eines Landeplatzes sind einige Dinge zu beachten. Folgendes sollten Sie berücksichtigen:
- Lage des GeländesDie Kultur gedeiht an sonnigen und windgeschützten Orten.
- BodenaziditätsindexDer Boden muss neutral sein.
- GrundwasserspiegelEs ist wünschenswert, dass der Grundwasserspiegel unter 1,8 m unter der Geländeoberfläche liegt.
Winterhärte
Die Zarskaja-Birne ist weniger winterhart als frostresistentere Sorten. Daher empfiehlt es sich in nördlichen Regionen, die Pflanze mit dickem Material abzudecken, um sie vor widrigen Winterbedingungen zu schützen.
Feinheiten des Pflanzens
In den südlichen Regionen des Landes und in Zentralrussland beginnt der Prozess üblicherweise im Herbst. In den nördlichen Regionen ist der Frühling die bevorzugte Pflanzzeit, wenn sich der Boden auf 8 °C oder mehr erwärmt hat.
Nachfolgend das Pflanzdiagramm:
- Vorbereitung der SämlingeDas Wurzelsystem junger Bäume sollte einige Tage vor dem Einpflanzen in einer Wachstumsaktivatorlösung eingeweicht werden.
- Entstehung von GrubenGraben Sie Pflanzlöcher bis zu 80 cm tief. Lassen Sie bis zu 4 m Abstand zwischen den Löchern und 3 m zwischen den Reihen. Geben Sie eine Schicht Dünger und Drainagematerial in jedes Loch, um überschüssige Feuchtigkeit abzuleiten.
- LandungTreiben Sie Pfähle in die Mitte der Löcher und binden Sie dann die jungen Setzlinge daran fest.
- ✓ Die Pflanztiefe sollte mindestens 80 cm betragen, um die Stabilität des Wurzelsystems zu gewährleisten.
- ✓ Für eine optimale Kronenentwicklung sollte der Abstand zwischen den Bäumen mindestens 4 m und zwischen den Reihen mindestens 3 m betragen.
Im letzten Schritt werden die Löcher mit Erde gefüllt. Die Erde wird festgedrückt und die Setzlinge anschließend großzügig mit abgestandenem Wasser gegossen.
Pflege und Kultivierung
Die Zarskaja-Birne benötigt in jungen Jahren besondere Pflege. Dazu gehören folgende Anbaumethoden:
- BewässerungIn den ersten Jahren ist regelmäßiges und reichliches Gießen notwendig, da die Pflanze Trockenheit nicht gut verträgt. Vermeiden Sie Staunässe, um Wurzelfäule vorzubeugen.
- TopdressingIn den ersten fünf Jahren ist kein Dünger erforderlich. Ab dem sechsten Wachstumsjahr sollte mit einer Mischung aus organischen und mineralischen Düngemitteln gedüngt werden. Der Dünger wird im zeitigen Frühjahr oder im Herbst nach der Fruchtbildung direkt an die Wurzeln ausgebracht.
Außerdem sollte der Boden nach jedem Gießen aufgelockert werden, um ihn mit Sauerstoff zu sättigen und den Nährstofftransport zu den Pflanzenwurzeln zu beschleunigen.
Krankheiten und Schädlinge
Die Königsbirne besitzt ein starkes Immunsystem. Der Baum ist resistent gegen Schorf und die meisten anderen Krankheiten und kann Insektenbefall gut widerstehen. Um Ernteausfälle oder Ertragsminderungen zu vermeiden, sollten vorbeugende Behandlungen mit speziellen Produkten durchgeführt werden.
Beginnen Sie diese Maßnahme vor Beginn der Wachstums- oder Blütezeit des Baumes. Dies schützt die Pflanze und bereitet sie auf aktives Wachstum und Entwicklung ohne das Risiko von Krankheiten oder Schädlingsbefall vor.
Muss ich es beschneiden?
Zur Pflanzenpflege gehören der hygienische und der Formationsschnitt. Beim hygienischen Schnitt werden beschädigte Triebe, Blätter oder andere Pflanzenteile entfernt, wenn Anzeichen von Krankheiten oder Schädlingen festgestellt werden.
Vor- und Nachteile
Bevor Sie eine neue Birnensorte in Ihrem Garten anpflanzen, ist es wichtig, deren Vor- und Nachteile zu kennen. Die Zarskaja-Birne hat folgende Vorteile:
Die Pflanze hat keine besonderen Nachteile, doch unsachgemäße oder verspätete Pflege kann zum Absterben junger Bäume führen. Daher sind sachgemäße Pflege und regelmäßige Aufmerksamkeit unerlässlich.
Die Zarskaja-Birne ist eine alte, bei Gärtnern beliebte Sorte. Sie zeichnet sich durch hervorragende Sorteneigenschaften aus und ist leicht anzubauen. Bei richtiger Anbauweise erzielt man hohe Erträge und erhält gesunde Pflanzen.





