Die Petrovskaya-Birne wurde Mitte des letzten Jahrhunderts entwickelt, erlangte aber erst in diesem Jahrhundert offizielle Anerkennung. Jahrelange Versuche führten zu einer ertragreichen Sorte mit zahlreichen positiven Eigenschaften. Die Sorte wurde zu Ehren des Apostels Petrus benannt, da die Früchte am 29. Juni (dem Gedenktag der Heiligen Petrus und Paulus) zu reifen beginnen.
Hauptmerkmale
Die Sorte war ursprünglich für die Zentralregion Russlands vorgesehen. Trotzdem wird der Baum in fast allen Regionen des Landes aktiv angebaut.
Ursprung der Varietät
Diese von Spezialisten des Allrussischen Wissenschaftlichen Forschungsinstituts für Gartenbau und Obstbau (VSTISP) entwickelte Kulturbirnensorte entstand durch die Kreuzung des Hybriderben 2-22-60 mit der 1959 gezüchteten Hybridsorte Sentyabrskaya. Die Entwicklung dieser Sorte wird den Arbeiten von Yu. A. Petrov und N. V. Efimova zugeschrieben. Die Sorte wurde 2002 offiziell in das staatliche Sortenregister eingetragen.
Blühen
Die Blüten zeichnen sich durch mittelgroße, glatte und längliche Blütenknospen aus. Auch die Blüten selbst sind klein, mit einem kleinen, schalenförmigen Blütenblatt und weißen, ovalen Blütenblättern.
Wachstumsmerkmale
Diese Birnensorte zeichnet sich durch ihr schnelles Wachstum und die Fähigkeit aus, eine Höhe von 5 m zu erreichen, wobei sie für ihre volle Entwicklung ausreichend Platz benötigt.
Die Hauptäste gehen vom zentralen Stamm in einem Winkel nahe einem rechten Winkel ab, wobei die Äste selbst in einem Abstand voneinander angeordnet und gekrümmt sind, wobei sich die Gliedmaßen in verschiedene Richtungen und in Richtung Himmel ausbreiten.
Das Aussehen des Baumes
Petrovskaya zeichnet sich durch eine durchschnittliche Kronendichte und Baumhöhe aus. Die Pflanze hat ein recht gepflegtes Erscheinungsbild. Weitere charakteristische Merkmale:
- Baumart – Standard;
- Stammrinde – bräunlicher Farbton, glatt;
- Art der Fruchtbildung – gemischt, was bedeutet, dass sich Früchte sowohl auf einfachen als auch auf komplexen Ringen bilden;
- Schießstände – bräunlich in der Farbe, mittellang, geknickt;
- Linsen – groß und zahlreich;
- Nieren – gepresst, groß und glatt, haben eine leicht längliche Form;
- Laub – sowohl große als auch mittelgroße, dunkelgrüne, breite, eiförmige, nach unten gebogene Exemplare;
- Merkmale der Blattspreite – Die Oberfläche ist glänzend, die Ränder sind gezackt und eingerollt, die Nervenstruktur ist fein;
- Blattstiel – ohne Behaarung wie das Blatt, länglich;
- Blumen – weiß, becherförmig, klein, mit ovalen mittleren Blütenblättern.
Früchte und ihre Geschmackseigenschaften
Birnen sind mittelgroß und wiegen bis zu 120–140 g. Sie sind mittelgroß und haben eine längliche, birnenförmige, regelmäßige Gestalt. Weitere Merkmale:
- Schale – glatt und von mittlerer Dicke;
- Farbe - Zunächst grün, wird es aber bei Erreichen der Verbraucherreife gelbgrün, es gibt keinen Deckschatten;
- subkutane Einschlüsse – in kleinen Mengen nahezu unsichtbar;
- Trichter - kein Rost, klein;
- Blütenstiel – von mittlerer Dicke, aber lang und leicht gebogen;
- Tasse - geschlossener Typ;
- Herz - unbedeutend, in Form eines länglichen Eis;
- Untertasse – klein;
- Samenkammer – mittel, geschlossen;
- Knochen – schwarz, eiförmig und groß;
- Schlauch unter dem Becher - kurz und nicht zu breit;
- Zellstoff – mit erhöhtem Saftgehalt, cremiger Farbe, halb ölig;
- Geschmackseigenschaften – süß-sauer;
- Verkostungsbewertung – 4,4 Punkte für den Geschmack und 4,1 Punkte für die Marktfähigkeit.
Reifezeit und Ertrag
Die Pflanze trägt im Sommer Früchte und liefert gute Erträge – durchschnittlich etwa 65 Zentner pro Hektar. Die Früchte sind Mitte August erntereif.
Krankheitsresistenz
Diese Sorte ist aufgrund ihrer hohen Widerstandsfähigkeit nahezu immun gegen Krankheiten und daher in der Gartenbaugemeinschaft sehr beliebt. Dennoch sollten Schutzmaßnahmen nicht außer Acht gelassen werden, da unsachgemäße Pflege, ungünstige Witterungsbedingungen und die Anwesenheit infizierter Pflanzen in der Nähe das Krankheitsrisiko erhöhen können.
Es gibt Krankheiten, denen Beachtung geschenkt werden muss:
- Bedrohungen - Zur Vorbeugung werden Bodenbearbeitung und Pflanzenpflege mit speziellen Produkten eingesetzt.
- Echter Mehltau - Wenn die Krankheit auftritt, sollten geeignete Medikamente eingesetzt und für ausreichend Sonnenlicht gesorgt werden.
- Schwarze Flecken auf den Blättern – Erfordert regelmäßige Behandlung und Verhinderung der Überwinterung von Pflanzen mit offenen Läsionen.
Es besteht die Gefahr eines Befalls durch Schädlinge wie Birnenwickler und Feuerwurm, die mit speziellen Insektiziden oder biologischen Bekämpfungsmethoden eingedämmt werden können.
Bestäubung und Fortpflanzung
| Name | Krankheitsresistenz | Reifezeit | Bestäubungsart |
|---|---|---|---|
| Clapps Favorit | Hoch | Sommer | Kreuzen |
| Bere Bake | Durchschnitt | Herbst | Kreuzen |
| Herbstdekan | Hoch | Herbst | Kreuzen |
Diese Sorte ist nicht selbstbefruchtend, daher eignen sich folgende Bestäuber:
- Clapps Favorit,
- Bere Bake,
- Herbstdekan.
Birnen lassen sich durch Aussaat, Stecklinge, Absenker oder Veredelung vermehren. Züchter verwenden häufig Samen, um neue Sorten zu entwickeln, während die Absenkervermehrung eine einfache und gängige Methode unter Hobbygärtnern ist, da sie die Zeit bis zur Fruchtbildung im Vergleich zur traditionellen Anzucht aus Sämlingen verkürzt.
| Verfahren | Zeit bis zur ersten Fruchtbildung | Komplexität |
|---|---|---|
| Stecklinge | 4-5 Jahre | Durchschnitt |
| Schichten | 3-4 Jahre | Niedrig |
| Transplantat | 2-3 Jahre | Hoch |
Pflege und Kultivierung
Birnbäume wurzeln am besten, wenn sie im Herbst gepflanzt werden, nachdem die Blätter abgefallen sind. Der ideale Zeitpunkt dafür ist September.
- ✓ Für optimales Wachstum sollte der pH-Wert des Bodens zwischen 6,0 und 6,5 liegen.
- ✓ Um Wurzelfäule zu vermeiden, muss der Grundwasserstand mindestens 2,5 Meter betragen.
Die Pflanze kann jedoch auch im Frühjahr, vor dem Austrieb der ersten Knospen, gesetzt werden. Dies ist auch ein guter Zeitpunkt, um die dünnen Äste zurückzuschneiden. Beim Pflanzen sollten die Wurzeln vorsichtig ausgebreitet, aber nicht gekürzt werden.
Weitere Hinweise zu Anpflanzung und Pflege:
- Die Sorte bevorzugt helle Standorte, die vor starken Winden geschützt sind und in deren Nähe sich kein Grundwasser befindet.
- Der Baum gedeiht in höheren Lagen auf fruchtbarem Schwarzerdeboden, sandigem Lehmboden oder lehmigem Boden mit niedrigem Säuregehalt. In Lehmboden empfiehlt es sich, ihn in speziell vorbereiteten Pflanzlöchern zu pflanzen.
- Der Wurzelhals des Birnbaums sollte 3,5–5,5 cm über der Erdoberfläche liegen. Gießen Sie den jungen Baum alle 7–9 Tage mit etwa 9–12 Litern warmem Wasser. In Trockenperioden sollte die Wassermenge erhöht werden.
- Regelmäßiges Gießen ist während der Blüte und Fruchtbildung unerlässlich. Anfang August wird das Gießen eingestellt und bis zum Frühjahr fortgesetzt.
- Der Boden um den Baum herum sollte locker gehalten werden, damit sich nach dem Gießen keine trockene Kruste bildet.
- Es ist wichtig, Unkraut rund um den Stamm zu entfernen, um sicherzustellen, dass der Birnbaum ausreichend Nährstoffe und Feuchtigkeit erhält.
- Weniger fruchtbare Böden benötigen jährliche Düngung, während nährstoffreiche Böden alle 3–4 Jahre gedüngt werden können. Ab dem zweiten Wachstumsjahr der Birne sollten 6–7 kg Kompost, 20–25 g Kaliumdünger und 10–15 g Harnstoff pro Quadratmeter ausgebracht werden.
- Düngemittel werden entweder im Frühjahr oder im Herbst in ausgehobene Gräben eingebracht, die dann mit mineralhaltiger Erde aufgefüllt werden. Abschließend wird organisches Material hinzugefügt, um die Birne anzureichern.
- Der Rückschnitt dient dazu, eine gleichmäßige Krone zu formen und nicht fruchttragende Äste zu entfernen. Nach dem Einpflanzen werden alle bis auf vier Hauptäste in einem Winkel von 45° zum Stamm abgeschnitten. Die Äste werden um ein Viertel gekürzt, wobei der Haupttrieb etwas höher stehen bleibt.
- Anschließend werden parallel wachsende und zu dichte Äste zurückgeschnitten, um eine schöne Krone zu formen. Die Schnittstellen werden mit Gartenharz behandelt, und schwache sowie gebogene Äste werden entfernt. Der Gesamtschnitt sollte ein Viertel der Gesamtanzahl der Äste nicht überschreiten.
Wann erntet und wie lagert man die Birnensorte Petrovskaya?
Bei der Ernte von Petrovskaya-Birnen ist es besonders wichtig, ein Überreifen am Baum zu verhindern, da sie sonst schnell für die Verarbeitung zu Saft oder Kompott ungeeignet werden. Zudem muss die Ernte unbedingt vor dem ersten Frost erfolgen, da diese Sorte kälteempfindlich ist.
Für die Lagerung empfiehlt sich ein kühler Ort mit einer Temperatur um 0 Grad Celsius. Unter diesen Bedingungen bleiben Qualität und Frische der Früchte bis zu zwei Monate erhalten. Vor der Lagerung ist es wichtig, die Birnen sorgfältig auszuwählen, beschädigte oder kranke Exemplare auszusortieren und die Früchte regelmäßig zu kontrollieren, um Verderb vorzubeugen.
Die Petrovskaya-Birne eignet sich nicht zur Langzeitlagerung. Genießen Sie die Früchte daher innerhalb der ersten Monate nach der Ernte. Frische Birnen haben ein intensives, aromatisches Aroma, das mit der Zeit nachlässt. Pflegen Sie den Baum regelmäßig und achten Sie darauf, dass die oberste Erdschicht weder austrocknet noch Staunässe bekommt. Dann wird er Sie mit einer reichen Ernte belohnen.






