Die Novemberbirne ist eine beliebte Sorte, die sich besonders für den Anbau in kälteren Klimazonen eignet. Sie zeichnet sich durch hohe Frostresistenz aus und stellt nur geringe Ansprüche an ihren Standort. Mit der richtigen Pflege und minimalem Aufwand wächst sie zu einer robusten Pflanze heran, die regelmäßig Erträge liefert.
Beschreibung der November-Winterbirne
Die Sorte wurde 1950 am Fernöstlichen Forschungsinstitut für Gartenbau und Landwirtschaft (NIISKh) entwickelt. Sie entstand durch die Kreuzung der beiden Sorten Ussuriyskaya und Dekanka Zimnyaya. Züchter war Alexey Vasilyevich Bolonyaev.

Wie sieht ein Baum aus?
Es zeichnet sich durch starkes Wachstum aus und erreicht in der Regel eine Höhe von 3 bis 3,5 m. Es besitzt folgende besondere Merkmale:
- Die Krone hat eine abgerundet-pyramidale Form.
- Die Skelettäste sind gut verzweigt, wachsen nach oben und gehen im rechten Winkel vom Stamm ab.
- Die Triebe sind dick, leicht gebogen und grün-burgunderfarben.
Die Zweige sind mit kleinen, dichten, sattgrünen Blättern bedeckt. Sie haben eine abgerundete, längliche Form. Die Unterseite ist heller und leicht behaart.
Fruchteigenschaften
Sie produziert kleine, eiförmige Früchte. Weitere Merkmale:
- Das Gewicht beträgt etwa 65 g. In einigen Fällen, insbesondere in den südlichen Regionen, kann ihr Gewicht 80-100 g erreichen.
- Sie sind grünlich-gelb mit einem zarten burgunderroten Schimmer und ausgeprägter Rippung. Streifen und Maserungen sind auf der Oberfläche sichtbar.
- Der Blütenstiel zeichnet sich durch eine dunkelbraune Farbe und eine gebogene Form aus, ist aber nicht zu groß.
- Zahlreiche hellbraune subkutane Punkte sind deutlich sichtbar.
- Das Fruchtfleisch ist weiß, hat einen süß-sauren Geschmack und ein sehr angenehmes, unverwechselbares Aroma.
Nährstoffgehalt von Früchten:
- Zucker – 10,8 %;
- titrierbare Säuren – 0,9%;
- Tannine – 0,5%;
- Pektinstoffe – 0,4%.
Frisches Obst lässt sich bis Dezember lagern, und gefrorenes Obst behält seinen Geschmack über den Winter. Man kann es frisch essen, trocknen oder zu Kompott und Marmelade verarbeiten.
Merkmale der Birnensorte
Noyabrskaya zeichnet sich durch hervorragende Eigenschaften aus und zählt daher zu den besten Pflanzsorten. Gärtner schätzen sie wegen ihrer zuverlässigen Erträge und des geringen Pflegeaufwands.
Produktivität, Fruchtbildung
Dies ist eine frühherbstreifige Sorte. Die Früchte reifen Ende September. Sie sind etwa 30 Tage nach der Ernte verzehrfertig. Die ersten Früchte tragen die Pflanze 3–4 Jahre nach der Pflanzung. Bei Veredelung auf Quitte können die ersten Früchte bereits im zweiten Jahr erwartet werden.
Massive Erträge werden typischerweise nach 5–6 Vegetationsperioden erzielt, und die Früchte werden jährlich ohne Ruhephasen getragen. Ein Hektar Land kann zwischen 54,8 und 212 Zentnern Früchte liefern.
Bestäuber
Für die Fruchtbildung ist die Bestäubung mit Pollen anderer Birnenbäume erforderlich. Damit der Baum ordnungsgemäß blüht und Früchte trägt, benötigt er bestäubende Nachbarbäume in der Nähe. Jede Sorte mit ähnlicher Blütezeit ist geeignet.
Stärken und Schwächen der Sorte
Die Novemberbirne ist eine alte, aber zuverlässige Sorte, die in risikoreichen Anbaugebieten und zur Züchtung neuer Sorten weit verbreitet ist. Sie besitzt viele positive Eigenschaften:
Zu den Nachteilen zählen einige Gärtner das hohe Wachstum des Baumes, das mittelmäßige Aussehen der Birnen im Handel und deren geringe Größe.
Wachstumsregeln
Der Anbau der Pflanze ist nicht besonders schwierig, sodass Noyabrskaya auch für Gartenneulinge geeignet ist. Wichtig ist, den Sämling richtig einzupflanzen und ihn gut zu pflegen, damit er gut anwächst und gedeiht.
Einen Baum pflanzen
Wählen Sie einen hellen, windgeschützten Standort. In südlichen Regionen pflanzt man den Baum am besten im Frühjahr, damit er vor dem Wintereinbruch gut anwachsen kann. In anderen Regionen empfiehlt sich die Pflanzung im Herbst.
- ✓ Das Pflanzloch sollte mindestens 60 cm tief sein, um ausreichend Platz für die Entwicklung des Wurzelsystems zu bieten.
- ✓ Der Abstand zwischen den Sämlingen sollte mindestens 4-5 Meter betragen, um eine optimale Beleuchtung und Belüftung zu gewährleisten.
Schritt-für-Schritt-Algorithmus:
- Sechs Monate vor dem Pflanzen sollte der Boden von Unkraut und Steinen befreit werden. Graben Sie ein Loch von etwa 60 cm Tiefe und Durchmesser.
- Überprüfen Sie die Wurzeln des Sämlings auf Beschädigungen und entfernen Sie trockene oder beschädigte Stellen. Sind die Wurzeln zu lang, kürzen Sie sie auf 20–25 cm.
- Setzen Sie den Sämling mittig in das Loch, sodass der Wurzelhals mit der Erdoberfläche abschließt.
- Füllen Sie das Pflanzloch nach und nach mit Erde und verteilen Sie die Wurzeln vorsichtig um den Sämling herum. Drücken Sie die Erde nicht zu fest an, um eine gute Drainage zu gewährleisten.
- Nach dem Einpflanzen die Erde großzügig wässern. Sicherstellen, dass die Erde das Wasser gut aufgenommen hat.
- Bringen Sie eine Mulchschicht (z. B. Stroh oder Rinde) um den Sämling herum auf, etwa 5–10 cm vom Stängel entfernt. Mulch hilft, die Feuchtigkeit zu speichern, Unkrautwuchs zu verhindern und die Wurzeln vor Überhitzung und Frost zu schützen.
Im ersten Jahr nach dem Einpflanzen sollte der Baum 3-4 Mal gegossen werden. Vor jedem Gießen sollte die Erde aufgelockert werden, um die Belüftung zu verbessern.
Pflege eines Birnbaums
Schaffen Sie geeignete Bedingungen für die normale Entwicklung Ihres Birnbaums. Für eine schnelle Fruchtbildung und besseres Wachstum beachten Sie bitte folgende Anbaumaßnahmen:
- Bewässerung. Während der Wachstums- und Fruchtbildungsphase sollte die Pflanze mäßig gegossen werden, wobei auf ausreichende Bodenfeuchtigkeit im Wurzelbereich geachtet werden muss. In Trocken- oder Hitzeperioden sollte häufiger gegossen werden, Staunässe ist jedoch unbedingt zu vermeiden, um Fäulnis vorzubeugen.
- Topping. Bringen Sie zu Beginn der Wachstumsperiode im Frühjahr organischen Dünger aus, um Wachstum und Entwicklung anzuregen. Während der Frucht- und Blütezeit sollten Sie komplexe Mineraldünger verwenden, um die Pflanze mit allen notwendigen Nährstoffen zu versorgen.
- Trimmen. Führen Sie im Spätwinter oder Frühjahr einen hygienischen Rückschnitt durch und entfernen Sie dabei abgestorbene, kranke oder beschädigte Äste. Formen Sie die Krone, indem Sie überstehende oder sich überlappende Äste zurückschneiden, um eine gleichmäßige Licht- und Belüftungsverteilung zu gewährleisten.
Vorbereitung auf den Winter
Sie ist sehr frostbeständig und benötigt im Allgemeinen keinen Winterschutz. Zusätzliche Pflege kann jedoch, insbesondere bei jungen Exemplaren, von Vorteil sein. Es ist wichtig, das Wurzelsystem vor Frost zu schützen. Eine dicke Torfschicht (mindestens 30 cm) hilft dabei.
Krankheiten und Schädlinge
Die Kulturpflanze ist resistent gegen Pilzkrankheiten, kann aber anfällig für andere Krankheiten und Schädlingsbefall sein. Die Hauptprobleme sind im Folgenden aufgeführt:
| Krankheit/Schädling | Konsequenzen | Kontrollmethoden |
| Schwarzer Flusskrebs | Es bilden sich rote Flecken, die sich allmählich schwarz verfärben und ausbreiten. Dies kann zu Rissen und Abblättern der Rinde führen. Auch Äste und Blätter können betroffen sein und schließlich absterben. | Befallene Äste und Blätter werden entfernt und verbrannt. Beschädigte Stellen am Stamm und an den knochigen Ästen werden abgeschnitten und anschließend mit einer 1-2%igen Kupfersulfatlösung behandelt. |
| Zytosporose | Rötung, Austrocknung und Rissbildung der Rinde. | Die Behandlung erfolgt nach denselben Methoden wie bei Schwarzfäule. Zu den vorbeugenden Maßnahmen gehören das Weißeln des Stammes im Herbst und das umgehende Entfernen beschädigter und abgestorbener Äste. |
| Birnenmotte | Die Schädlinge legen ihre Eier in Früchte, und die schlüpfenden Larven fressen das Fruchtfleisch, was zu Verderb führt. Bei starkem Befall können sie erhebliche Schäden an der Ernte verursachen und die Früchte ungenießbar machen. | Verwendung von Agravertin, Kinmiks und Iskra Zolotaya. Sammeln und Verbrennen von abgefallenem Laub.
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| Grüne Blattlaus | Sie ernähren sich vom Pflanzensaft, den sie aus Blättern, Trieben und anderen Pflanzenteilen saugen. Bei starkem Befall können Blattläuse zum Vergilben und Welken der Blätter führen. Sie sondern eine klebrige Substanz ab, die einen idealen Nährboden für Pilzinfektionen bietet. | Die verwendeten Medikamente sind Kinmix, Agravertin und Iskra Zolotaya. Die Behandlung erfolgt mit Kamillenaufguss. |
| Birnenspross | Die erwachsenen Tiere legen ihre Eier an Knospen und jungen Trieben ab, und die Larven ernähren sich vom Gewebe dieser Pflanzenteile. Dies kann zu Verformungen und zum Abfallen von Knospen und Blättern, zu Ertragsminderungen und einer erhöhten Anfälligkeit für andere Stressfaktoren führen. | Folgende Präparate werden verwendet: Karbofos, Iskra und Agravertin. |
| Pest | Ein wirksames Medikament | Bearbeitungszeit |
|---|---|---|
| Birnenmotte | Agravertin | Vor der Blüte |
| Grüne Blattlaus | Kinmix | Nach der Blüte |
| Birnenspross | Karbofos | Frühling |
Ernte
Ernten Sie die Früchte Ende September. Sie sind bis Ende Dezember haltbar. Die Früchte lassen sich gut getrocknet oder eingefroren lagern.
Überblick über die Vielfalt
Die Novemberbirne ist eine Sorte, die Gärtner mit ihrem hohen Ertrag, ihrer Krankheitsresistenz und ihrem hervorragenden Geschmack begeistert. Ihre lange Haltbarkeit und vielseitige Verwendung machen sie zu einer wertvollen Pflanze für Hobbygärtner und professionelle Anbauer.




