Die Nika-Birne ist ein Zwergbaum mit hoher Frostresistenz und hohem Ertrag. Trotz ihrer relativ jungen Herkunft erfreut sich diese Sorte aufgrund ihres hervorragenden Geschmacks großer Beliebtheit bei Verbrauchern und Hobbygärtnern. Sie gedeiht problemlos in nördlichen Regionen, ist lange haltbar und lässt sich leicht über weite Strecken transportieren.
Ursprung und Zoneneinteilung
Die Birnensorte „Nika“ wurde von russischen Züchtern am Staatlichen Wissenschaftlichen Institut „I.W. Michurin“, dem Allrussischen Forschungsinstitut für Genpool und Züchtung von Obstpflanzen, entwickelt. Die Arbeit wurde von Professor S.P. Jakowlew geleitet, maßgeblich leisteten jedoch I.A. Bandurko, M.Ju. Akimow, A.P. Gribanowski und N.I. Saweljew.
Die Sorte basiert auf den Eigenschaften der Talgar Beauty, die Frostresistenz, Trockenheitstoleranz und große Fruchtgröße gewährleisten, sowie auf der Daughter of Dawn, einer Sorte, die für ihren hohen Ertrag und ihre aromatischen Früchte bekannt ist.
Die Sorte Nika eignet sich für den Anbau im zentralen Teil Russlands und in nördlicheren Regionen, gehört zur Zentralen Schwarzerde-Region und ist seit 2002 im staatlichen Register eingetragen und patentiert.
Merkmale des Baumes
Nika ist in jeder Hinsicht eine einzigartige Sorte, weshalb sie so begehrt ist. Wir laden Sie ein, sie zu entdecken.

Bestäuberarten
Nika ist eine teilweise selbstfruchtbare Sorte und kann bei Alleinanbau nur ein Drittel ihres potenziellen Ertrags erzielen.
Für die Bestäubung eignen sich am besten Winterbirnensorten wie Duchess, Svetlyanka, Rogneda und Russian Bere.
Viele bevorzugen Williams, Feeria, Kupava, Lada und Thumbelina, die etwa zur gleichen Zeit blühen und Früchte tragen.
Baumhöhe und andere Pflanzeneigenschaften
Als Zwergbirne zeichnet sie sich durch ihre kompakte Größe und eine Baumhöhe von bis zu 3-4 m aus. Weitere Merkmale:
- Krone - kugelförmig und gleichmäßig;
- Skelettartige Triebe – Sie wachsen in einem Winkel von 50-60 Grad vom Stamm ab, sind nicht behaart, weisen aber eine geringe Anzahl von Lentizellen auf der Oberfläche auf;
- Dicke der Äste – Durchschnitt;
- bellen - braun;
- Blätter - spitz-oval, gebogene Form und leuchtend grüner Farbton;
- Blattspreite – mittelgroß, glatt und glänzend, mit fein gezackten Rändern und schwachen Adern;
- Blumen – schneeweiß, groß;
- Fruchttyp – gemischt, da die Fruchtknoten an verschiedenen Zweigen gebildet werden (Ringe, Speere, Fruchtstände).
Lebenserwartung
Die Lebensdauer der Birnensorte Nika ist noch nicht genau bestimmt, aber bei sachgemäßer Pflanzung und Pflege können die Bäume bis zu 50 Jahre lang Früchte tragen (Angaben der Züchter). Entscheidend für die Langlebigkeit sind regelmäßiger Rückschnitt und sachgemäße Baumpflege.
Winterhärte
Nika bewies in Tests eine hohe Frostresistenz und überstand Temperaturen bis zu -38 Grad Celsius problemlos. In Gärten nördlicher Regionen treten üblicherweise nur leichte Fröste auf, die den Ertrag nicht beeinträchtigen.
Reifezeit und Ertrag
Die Früchte beginnen Mitte September zu reifen, für eine längere Lagerung empfiehlt es sich jedoch, die Birnen bis Ende des Monats zu ernten. Reife Birnen behalten ihre Qualität bis zu 95–105 Tage und zeichnen sich durch einen hervorragenden Geschmack aus, insbesondere in wärmeren Klimazonen.
Der Ertrag der Sorte wird auf 150-154 Zentner pro Hektar bzw. 80-150 kg pro Baum geschätzt, wobei ein geringer Anteil an Vorernteausfällen zu verzeichnen ist.
Fruchtzyklus
Nika beginnt im Alter von 4-6 Jahren Früchte zu tragen und zeigt eine stabile jährliche Fruchtbildung.
| Krankheit | Die Stabilität der Nika-Birne | Empfohlene Präventivmaßnahmen |
|---|---|---|
| Schorf | Hoch | Behandlung mit Bordeauxbrühe vor der Blüte |
| Feuerbrand | Durchschnitt | Entfernung befallener Äste, Behandlung mit Antibiotika |
| Zytosporose | Niedrig | Weißeln der Baumstämme, Behandlung mit Fungiziden |
Krankheitsresistenz
Diese Sorte weist eine gute Resistenz gegen häufige Birnenkrankheiten wie Schorf und Feuerbrand auf. Infektionen wie Zytosporose und Fruchtfäule sind jedoch möglich. Auch ein Befall durch Schädlinge ist nicht auszuschließen. Eine vorbeugende Spritzung vor und nach der Blüte wird empfohlen. Nach dem Laubfall sollte der Boden um die Bäume herum gelockert und aufgelockert werden.
Um Pflanzen vor Mäusen, Hasen, Maulwürfen und Insekten zu schützen, werden Stämme und Äste im Frühjahr mit Kalklösung bestrichen. Während der Knospenbildung werden Birnbäume mit Bordeauxbrühe oder anderen Schutzmitteln behandelt, um Schädlingsbefall vorzubeugen.
Beschreibung der Frucht
Diese Birnen weisen besondere Merkmale auf, die diese Sorte von anderen unterscheiden:
- Kaloriengehalt. Die Früchte sind nährstoffreich und zuckerhaltig. Pro 100 g Früchte enthalten sie: 10,1–10,2 % Zucker, 15,5–15,7 % lösliche Trockensubstanz, 6,0–6,2 mg Ascorbinsäure, 122 ml P-aktive Substanzen und 0,4 % titrierbare Säuren.
- Geschmackseigenschaften. Der Geschmack vereint Süße mit einer dezenten Säure, und das Aroma verrät die Muskateller-Note. Es gibt keine Adstringenz oder Körnigkeit. Nach der Verkostung erhielt die Rebsorte 4,4 Punkte.
- Größe, Farbe und Form der Frucht. Die Früchte zeichnen sich durch ihre regelmäßige Birnenform und mittlere Größe aus – ihr Gewicht variiert zwischen 140 und 180–200 g. Weitere Merkmale der Früchte:
- Farbe in technischer Reife – Grün;
- Farbe bei Verbraucherreife – gelblich-rötlich;
- Haut - Edel und dennoch robust, mit wachsartiger Oberfläche und glatter Oberfläche;
- Zellstoff – saftig und zart, von cremefarbener Farbe;
- subkutane Einschlüsse – Die Punkte sind grün, groß und haben klare, gut sichtbare Konturen;
- Blütenstiel – Mittelgroß, gebogen und schräg angeordnet;
- Trichter - klein und schmal;
- Tasse - offen;
- Untertasse – klein-breit;
- Zellstofftexturtyp – Feinkörnig, halbölig, mit mittlerer Dichte.
- Verwendung. Birnen sind eine vielseitige Dessertsorte. Man verwendet sie zur Herstellung von Marmelade, Kompott, Saft, Süßwarenfüllungen und Fleischsoßen. Birnen lassen sich trocknen und einfrieren.
Spezifische Anbauhinweise und landwirtschaftliche Empfehlungen
Bei der Wahl des Standorts für die Pflanzung von Birnensetzlingen sollte man sonnige, offene Flächen mit guter Drainage bevorzugen, die sich in einer Höhe befinden, um übermäßige Feuchtigkeit zu vermeiden, und in der Nähe von Grundwasser liegen (in einem Abstand von mindestens 2-2,5 m unter der Oberfläche).
- ✓ Für ein optimales Wachstum der Nika-Birne sollte der pH-Wert des Bodens zwischen 6,0 und 6,5 liegen.
- ✓ Die Grundwassertiefe sollte 2,5 Meter nicht überschreiten.
Weitere wichtige Punkte zur Pflanzung und anschließenden Pflege:
- Leichte lehmige, sandige und Schwarzerdeböden werden bevorzugt.
- Es wird empfohlen, zwischen den Reihen der Setzlinge einen Abstand von 6-8 m und zwischen den Bäumen in einer Reihe einen Abstand von 4-4,5 m zu lassen.
- Es werden Pflanzlöcher von 95 x 95 cm vorbereitet, in die 30 kg Humus, 20 kg grober Sand (vorzugsweise Flusssand), Holzkohle, eine Phosphatmischung und Kaliumsulfat eingearbeitet werden. Der Boden des Lochs wird mit 30 Litern Wasser befeuchtet, wobei ein Liter davon 2 Esslöffel Dolomit enthält. Anschließend wird die Erde eingefüllt und 15–20 Tage lang quellen gelassen.
- In den ersten zwei Jahren nach der Pflanzung benötigen die Sämlinge keine zusätzliche Düngung, da bei der Pflanzung ausreichend Dünger ausgebracht wurde. Ausgewachsene Pflanzen werden im Frühjahr mit in Wasser gelöstem organischem Material gedüngt.
- 250-270 g Vogelkot pro 5 Liter Wasser;
- 15-17 g Ammoniumnitrat;
- 90-110 g Harnstoff.
- Im Herbst werden phosphor- und kaliumhaltige Düngemittel ausgebracht, die auf die oberste Bodenschicht verteilt und in den Boden eingearbeitet werden: pro 1 m²:
- Superphosphat (25-30 g);
- Kaliumchlorid (14-16 g);
- Holzasche (145-155 ml).
- Im Sommer sollten Düngemittel verwendet werden, die Magnesium, Bor, Kupfer und Zink enthalten. Dabei ist eine übermäßige Verwendung stickstoffhaltiger Verbindungen zu vermeiden, um ein übermäßiges Blattwachstum zum Nachteil der Kulturpflanze nicht anzuregen.
- Die Bewässerung erfolgt nach Bedarf, jedoch mindestens dreimal pro Saison:
- vor Beginn der Knospenbildung;
- zwei Wochen nach der ersten Bewässerung;
- nach dem Pflücken der Früchte.
- Der Rückschnitt erfolgt jedes Frühjahr, wobei alte und vertrocknete Äste entfernt und lebende Äste um 12-16 cm gekürzt werden, um einen gesunden Zustand und Fruchtansatz der Krone zu erhalten.
- Im Herbst sollten schwache und verdickte Triebe sowie untere Äste entfernt werden. Die oberen Äste können bei Bedarf zurückgeschnitten werden, um das Wachstum anzuregen. Dabei sollte der Rückschnitt maximal ein Viertel des Gesamtvolumens betragen. Die Schnittstellen werden mit einem antiseptischen Gartenlack behandelt. Der Rückschnitt von Sämlingen beginnt im zweiten Jahr nach der Pflanzung.
Vor- und Nachteile der Sorte
In ihrer kurzen Existenz hat diese Birnensorte aufgrund folgender Eigenschaften bei Gärtnern und Landwirten an Beliebtheit gewonnen:
Nika-Birnen zeichnen sich durch ihre hervorragende Marktgängigkeit, Transportierbarkeit und lange Haltbarkeit aus. Sie haben jedoch auch einige Nachteile:
Nika Pear: Rezensionen
Die Nika-Birne ist eine relativ neue Sorte, die sich aber bereits in allen Regionen unseres Landes verbreitet hat. Sie besitzt eine besondere Eigenschaft: Ihre Früchte sind in wärmeren Regionen stets süßer. Daher empfiehlt es sich, die Bäume in Regionen mit rauem Klima an sonnigen, höchstgelegenen Standorten zu pflanzen.





