Die Hera-Birne ist eine winterharte Sorte, die aufgrund ihrer zahlreichen positiven Eigenschaften bei Gärtnern sehr beliebt ist. Ihre Krankheitsresistenz, der hohe Ertrag und die einfache Pflege machen sie zu einer gefragten Sorte in unserem Land. Die richtige Pflege ist jedoch unerlässlich für eine gute Ernte und qualitativ hochwertige Früchte.
Geschichte der Auswahl
Sie wurde von erfahrenen Züchtern, darunter Jakowlew, Gribanowski, Saweljew und Akimow, entwickelt. Für die Kreuzung wurden genetische Materialien zweier Sorten verwendet: Reale Turinskaja und Doch Zari. Die Sorte wird seit 2003 getestet.
Beschreibung der Birnensorte Hera
Die Hera-Sorte ist pflegeleicht und erfreut sich bei Gärtnern durch ihren mittelgroßen Wuchs und die großen Früchte. Eine botanische Beschreibung der Pflanze finden Sie weiter unten.
Das Aussehen des Baumes
Charakterisiert durch eine schmale, pyramidenförmige Krone, die eine Höhe von bis zu 4 m erreicht. Detaillierte Beschreibung der Eigenschaften der Pflanze:
- Die Früchte bilden sich sowohl an einjährigen Trieben als auch an mehrjährigen Zweigen. Sie sind gerade, mitteldick, braun und unbehaart.
- Die mittelgroßen Knospen sind rundlich und liegen eng an den Zweigen an.
- Die Zweige sind mit ovalen, mittelgroßen, dunkelgrünen Blättern bedeckt.
- Das Laub hat eine glatte und glänzende Oberfläche.
Früchte und ihre Geschmackseigenschaften
Sie haben eine regelmäßige, breite Birnenform. Ihr Stiel ist mittelgroß und geneigt. Detaillierte Fruchtmerkmale:
- Das Gewicht variiert zwischen 175 und 250 g.
- Die Frucht ist grün, je nach Reifegrad mit einem rötlichen oder rosafarbenen Schimmer. Ihre Oberfläche weist ein rostfarbenes, netzartiges Muster auf.
- Die Haut ist glänzend, trocken und von mittlerer Dicke.
- Das Fruchtfleisch ist cremefarben und hat eine feinkörnige, saftige Konsistenz.
- Das Aroma ist schwach, subtil, kaum wahrnehmbar.
Der Geschmack wird als süß-sauer bewertet und erhält 4,3 Punkte.
Merkmale der Sorte
Die Hera-Birne besitzt eine Reihe einzigartiger Sorteneigenschaften, die sie zu einer attraktiven Anbausorte machen. Nachfolgend finden Sie eine detaillierte Beschreibung ihrer Eigenschaften.
Trockenheits- und Frostresistenz
Aufgrund ihrer mäßigen Trockenheitstoleranz wird diese Sorte in den südlichen Regionen des Landes selten angebaut. Der Anbau von Hera auf der Krim erfordert aufgrund der geringen Bodenfeuchtigkeit eine ständige Bewässerung, was die Fruchtentwicklung beeinträchtigt. In ariden Klimazonen fallen junge Früchte oft ab, bevor sie vollständig ausreifen können.
Die Pflanze ist gut frostbeständig, da sie speziell für kalte Klimazonen gezüchtet wurde. Im Winter verträgt sie Temperaturen bis zu -40 °C. Die Spitzen junger Triebe können zwar erfrieren, dies beeinträchtigt den Ertrag jedoch nicht wesentlich.
Resistenz gegen Krankheiten und Schädlinge
Sie ist gegen die meisten Krankheiten, die diese Kulturpflanze häufig befällt, immun. Bei unsachgemäßer Pflege kann sie jedoch anfällig für Schädlingsbefall und Krankheitsausbreitung sein.
Selbstfruchtbarkeit und Bestäuber der Hera-Birne
Es handelt sich um eine selbstbefruchtende Sorte, die sowohl männliche als auch weibliche Blüten hervorbringt. Um den Ertrag um 30–40 % zu steigern, empfiehlt es sich, bestäubende Pflanzen in der Nähe anzupflanzen. Folgende Sorten eignen sich hervorragend als Nachbarn: Osennyaya Yakovleva, Samara Winter und Concord. Der Pflanzabstand sollte maximal 5 Meter betragen.
Fruchtzeit
Die Pflanzen tragen ab einem Alter von 4-5 Jahren Früchte. Die Ernte erfolgt in der zweiten Septemberhälfte.
Produktivität
Sie übertrifft den Ertrag anderer Hybridsorten, da ein einzelner Baum bis zu 40 kg Früchte tragen kann. Bei richtiger Pflege lassen sich bis zu 50 kg Früchte pro Saison ernten.
Transportierbarkeit und Lagerung
Obst kann bis zu sechs Monate lang im Keller gelagert werden, ohne zu verderben. Um vorzeitiges Verfaulen zu verhindern, beachten Sie bitte folgende Hinweise:
- Ernten Sie die Früchte, bevor sie vollständig reif sind.
- Vorsichtig falten, dabei die Haut nicht beschädigen.
- Verwenden Sie Holzkisten zur Aufbewahrung.
- Die Stängel nicht abreißen.
- Vermeiden Sie die Lagerung in der Nähe von Gemüse, Bananen und anderen Früchten.
Anwendungsbereich
Die Früchte werden sowohl frisch als auch eingemacht verzehrt. Sie werden Salaten beigefügt, und überreife Exemplare dienen zur Herstellung von Marmelade, Kompott, Konfitüre und sogar Wein. Sie werden häufig in Backwaren verwendet und lassen sich einfrieren.
Vor- und Nachteile der Hera-Birne
Laut Beschreibung und Rezensionen wird diese Sorte bevorzugt in Zentralrussland angebaut. Sie ist unter Gärtnern aufgrund zahlreicher Vorteile weithin bekannt:
Der einzige Nachteil dieser Sorte ist relativ: Werden die Früchte falsch gepflückt und gelagert, können sie nachdunkeln und ihr marktfähiges Aussehen verlieren.
Optimale Wachstumsbedingungen
Wildbirnen wachsen in Europa und Zentralasien, wo sie als sommergrüne Sträucher vorkommen. Ihre Früchte sind typischerweise klein und geschmacklos. Die Kulturbirne Hera wird in Hausgärten im Ural, in Westsibirien, der Ukraine, Weißrussland, Japan und China angebaut.
- ✓ Für optimales Wachstum sollte der pH-Wert des Bodens zwischen 6,0 und 7,0 liegen.
- ✓ Um Wurzelfäule zu vermeiden, muss die Grundwassertiefe mindestens 2,5 m betragen.
Dies wird nicht nur durch hohe Erträge, sondern auch durch geringen Pflegeaufwand und hohe Frostresistenz begünstigt. Optimale Wachstumsbedingungen sind fruchtbare, lockere Böden mit neutralem oder leicht saurem pH-Wert. In sauren oder zu nassen Böden gedeihen die Sämlinge nicht und bringen nur geringe oder gar keine Erträge.
Anpflanzen und Pflegen der Hera-Birne
Es empfiehlt sich, Birnensetzlinge im Herbst in die Erde zu pflanzen, insbesondere wenn die Region ein gemäßigtes Klima hat und keine plötzlichen Wetterumschwünge auftreten.
Landeregeln:
- Wählen Sie einen hellen, zugfreien Standort. Graben Sie vor dem Pflanzen ein Loch mit 80 cm Durchmesser und 1 m Tiefe. Bei überwiegend sandigem Boden mischen Sie Torfmoos im Verhältnis 1:2 unter.
- Bereiten Sie den Pflanzplatz eine Woche vor dem Umpflanzen des Sämlings vor, indem Sie Kompostdünger einarbeiten und wässern. Geben Sie 60 g Kaliumsulfat hinzu. Mischen Sie am nächsten Tag die kompostierte Erde unter und gießen Sie 30 Liter Wasser an. Pflanzen Sie den Sämling eine Woche nach dem Ausheben des Pflanzlochs um.
- Einen Tag vor dem Einpflanzen sollte der Sämling in einen Eimer mit Wasser gestellt werden, um biologische Prozesse zu aktivieren.
- Setzen Sie die Pflanze in das Pflanzloch und füllen Sie es mit Erde. Drücken Sie die Erde anschließend vorsichtig um die Pflanze herum fest, um ein Loch zu formen. Gießen Sie den Baum großzügig.
- Um Beschädigungen zu vermeiden, installieren Sie eine Stütze aus einem Holzpfahl, an dem Sie den Stamm festbinden.
- Zwei Wochen vor dem Einpflanzen sollte man mit der Abhärtung des Sämlings beginnen und die Zeit, die er im Freien verbringt, schrittweise verlängern.
- Drei Tage vor dem Einpflanzen sollten die Wurzeln des Sämlings gemäß den Anweisungen des Herstellers mit einem Wurzelbildungsstimulator behandelt werden.
Die Pflege des Sämlings ist einfach und zeitsparend. Beachten Sie folgende Hinweise:
- Bewässerung. Die Pflanze ist trockenheitsresistent, aber für einen maximalen Ertrag sollte der Boden während und nach der Blüte feucht gehalten werden. Die Bewässerungsmenge beträgt 30–40 Liter Wasser pro Quadratmeter Boden. Verwenden Sie zum Bewässern sowohl eine Sprühflasche als auch Bewässerungsfurchen.
Gießen Sie abends, um Spritzwasser auf den Blättern zu vermeiden. Lockern Sie bei der Oberflächenbewässerung die Erde um den Stamm herum und ziehen Sie 10 bis 15 cm tiefe Furchen. Um ein Austrocknen des Bodens zu verhindern, decken Sie ihn mit leicht verfügbaren Materialien wie gehäckseltem Stroh, Sägemehl oder Laub ab. - Topping. Um die Bodenfruchtbarkeit zu erhalten, sollte man das ganze Jahr über regelmäßig düngen. Während der Blütezeit sollte man stickstoffhaltige Dünger um den Stamm herum ausbringen. Im Sommer empfiehlt sich ein Mehrnährstoffdünger. Im Herbst, nach der Fruchtbildung, sollte man dem Boden Phosphor-Kalium-Dünger zuführen.
- Trimmen. Diese Maßnahme kann zu jeder Jahreszeit durchgeführt werden. Im Herbst sollte die Krone geformt und im Frühjahr die im Winter erfrorenen Triebe entfernt werden. Es ist darauf zu achten, dass keine Stümpfe an den Ästen verbleiben. Äste, die die Krone verdichten, sollten entfernt werden.
Vorbereitung auf den Winter
Ausgewachsene Bäume benötigen keinen Winterschutz, junge Bäume profitieren jedoch von einer gewissen Isolierung. Die Wintervorbereitung umfasst die üblichen Pflegemaßnahmen:
- Entfernen Sie alle Früchte und Blätter.
- Den Bereich um den Stamm herum von herabgefallenen Blättern befreien und die Erde ausgraben.
- Verbrennung aller Pflanzenabfälle.
- Die Pflanze gießen, insbesondere wenn es lange Zeit nicht geregnet hat.
- Den Boden um den Baum herum mit Sägemehl bedecken.
- Weißeln von Baumstämmen.
Zum Schutz vor Nagetieren sollte der Stamm mit Agrofaser umwickelt werden.
Reproduktion
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die Anzahl der Sämlinge zu erhöhen. Wählen Sie die für die Vermehrung zu Hause am besten geeignete Option:
- Durch Übereinanderlegen. Ein arbeitsintensives Verfahren, bei dem ein Teil des fruchttragenden Zweigs in die Erde eingegraben wird, um das Wurzelwachstum anzuregen. Dazu wird unter der Krone ein kleiner Erdhügel aufgeschüttet.
- Stecklinge. Schneiden Sie ein Stück des Triebes ab und stellen Sie es in eine spezielle Wurzelbildungslösung. Stecken Sie den Steckling anschließend in gedüngte Erde. Bei richtiger Pflege wird die Pflanze kräftig wachsen.
- Durch Impfung. Die beliebteste Methode besteht darin, einen Zweig von einer Pflanze auf den Stamm einer anderen zu veredeln.
Mit jeder dieser Methoden können Sie die Anzahl der Sortenbäume zu minimalen Kosten erhöhen.
Krankheiten und Schädlinge
Die Züchtung zielt darauf ab, die Anfälligkeit für verschiedene Krankheiten zu minimieren, wodurch die Birne nahezu vollständig vor Septoria- und Anthosporium-Blattflecken geschützt ist. Trotzdem kann die Pflanze anfällig für andere Infektionen und Schädlingsbefall sein.
- Schwarzer Flusskrebs. Befällt alle Teile der Pflanze, einschließlich Blätter, Zweige und Früchte.
- Moniliose. Verursacht vorzeitiges Verfaulen der Früchte.
- Zytosporose. Führt zum Austrocknen der Baumrinde.
- Echter Mehltau. Zerstört junge Triebe, Blätter und Früchte.
- Rost. Fördert den frühen Laubfall.
- Apfelwicklerraupen. Sie schädigen die Früchte.
- Grüne Blattlaus. Wirkt sich auf die Blätter aus und fördert die Bildung von Rußtaupilzen.
- Psylliden. Zerstört die Pflanze vollständig.
- Blattroller. Sie fressen Löcher in die Blätter der Bäume.
- Zecken. Sie ernähren sich vom Saft der Blätter und stören die Wachstumsprozesse.
Ernte und Lagerung
Beginnen Sie die Ernte frühestens Mitte September, wenn die Früchte bereits ausreichend Saft und Mikronährstoffe für die vollständige Reifung enthalten. Idealerweise ernten Sie vor Beginn starker Regenfälle.
Zur Aufbewahrung von Früchten sollten spezielle Holzkisten vorbereitet werden:
- Legen Sie Stroh oder Papier hinein oder streuen Sie Sägemehl und Sand auf den Boden.
- Legen Sie die Früchte in Schichten aus und lassen Sie dabei kleine Zwischenräume.
- Stellen Sie die Kisten in einen kühlen Raum mit einer Temperatur von -2 bis 0 °C.
Bei Einhaltung der vorgegebenen Bedingungen beträgt die Haltbarkeit der Früchte 4-5 Monate.
Gärtnerrezensionen zur Hera-Birne
Die Hera-Birne eignet sich aufgrund ihrer Krankheitsresistenz, ihres hohen Ertrags und ihrer Pflegeleichtigkeit gut für Hausgärten. Es ist jedoch wichtig, mögliche Krankheiten und Schädlinge zu berücksichtigen, die eine regelmäßige Behandlung und sorgfältige Pflege erfordern.






