Die Forel-Birne ist eine winterharte Sorte mit vielen positiven Eigenschaften. Dank ihrer einfachen Kultivierung und des geringen Pflegeaufwands ist sie eine ausgezeichnete Wahl für Anfänger und erfahrene Gärtner gleichermaßen. Für eine gute Ernte sind die richtige Pflege und die Einhaltung bestimmter Anforderungen unerlässlich.
Wer hat diese Sorte entwickelt und wann?
Sie wurde 1979 in Deutschland gezüchtet. In Russland ist sie erst seit Kurzem beliebt, doch viele Gärtner schätzen ihre Sorteneigenschaften bereits. Die Sorte wird in Amerika, Europa und sogar Australien angebaut.
Das Aussehen des Baumes
Dieser kompakte und stattliche Baum erreicht eine Höhe von 5–6 m und besitzt eine ausladende Krone aus dünnen, graubraunen, nach oben wachsenden Ästen. Weitere charakteristische Merkmale:
- Die Triebe sind mit länglichen, spitz zulaufenden, mittelgroßen und hellgrünen Blättern bedeckt.
- Auf der glatten und glänzenden Oberfläche der Blätter ist ein Adernmuster sichtbar – sie sind in einem gelbgoldenen Farbton gefärbt.
- Der Lauf hat eine längliche, zylindrische Form.
- Die Rinde des Stammes ist dunkelbraun.
Charakteristisch für diese Pflanze ist ihre frühe Blütezeit: Die ersten Knospen erscheinen bereits Anfang April, und die volle Blüte erreicht sie Mitte April. Zu diesem Zeitpunkt verwandelt sich die Pflanze und ist mit zahlreichen hellen Blüten in Blütenständen übersät.
Früchte und ihre Geschmackseigenschaften
Sie sind klein und wiegen zwischen 130 und 150 g. Detaillierte Beschreibung der Frucht:
- Sie haben eine saubere, längliche Form und dank ihrer dünnen, glänzenden Haut eine vollkommen glatte Oberfläche.
- Alle Früchte reifen bis zur gleichen Größe und Form.
- Sie zeichnen sich durch eine ungewöhnliche und ausdrucksstarke Färbung aus: Ausgehend von einer gelben Grundfarbe nehmen sie nach und nach eine dichte Mosaikfärbung aus roten und rosa Punkten an, die im Laufe der Zeit miteinander verschmelzen und ein bizarres Muster mit verschiedenen Schattierungen bilden.
- Unter der dünnen Haut verbirgt sich ein cremeweißes Fruchtfleisch mit feinkörniger, zarter, saftiger und weicher Textur.
- Der Geschmack ist überwiegend süß, mit einem kräftigen Aroma und leichten Zimtnoten.
Merkmale der Sorte
Eine pflegeleichte Sorte, die unabhängig von Wetterbedingungen und anderen äußeren Faktoren reiche Ernten liefert. Sie ist jedoch schwierig anzupassen und lässt sich nur schwer verpflanzen.
Selbstbefruchtung und Bestäuber
Da sie nicht selbstfruchtbar ist, ist Fremdbestäubung für eine Ernte notwendig. Gärtner empfehlen folgende Sorten als mögliche Bestäuber: Bere Bosk, Olympus, Parisian, Lyubimitsa Klappa, Williams und Lyubina.
Reifezeit und Ertrag
Diese Sorte gilt als frühtragend, da die erste Ernte bereits 3–4 Jahre nach der Pflanzung eingebracht werden kann. Der Fruchtansatz ist kontinuierlich und jährlich, ohne erkennbare Ruhephasen. Die Früchte reifen bis Mitte September. Die Erntezeit dauert bis Ende Oktober.
Die Erträge sind hoch. Ein ausgewachsener Baum trägt im Durchschnitt etwa 40 kg köstliche Früchte pro Saison. Diese lassen sich leicht über kurze Strecken transportieren und bleiben bis zu einem Monat lang frisch und marktfähig.
Winterhärte
Die Pflanze ist zwar sehr frostbeständig, doch erfordert der Anbau in Zentralrussland eine vorherige Wintervorbereitung. Dabei wird der Boden um den Stamm herum gründlich gemulcht und dieser mit speziellen Materialien wie Stroh, Schilf, Heu, Filz oder Jute umwickelt.
Immunität
Trotz ihrer Witterungsresistenz ist die Pflanze recht anfällig für verschiedene Krankheiten. Dies gilt insbesondere für junge Exemplare, die noch nicht genügend Zeit hatten, sich an ihrem neuen Standort zu etablieren und zu kräftigen.
Nutzen und Risiken
Birnen zählen zu den gesündesten Früchten. Sie enthalten viele Ballaststoffe und Pektin, die die Verdauung fördern. Diese Früchte sind eine hervorragende Alternative zu ungesunden Süßigkeiten und besonders vorteilhaft für Menschen mit Übergewicht, da sie nur 11 g Zucker pro 100 g enthalten.
Zu den weiteren vorteilhaften Eigenschaften dieser Sorte gehören:
- Vorteilhafter Effekt auf die Darmflora, besonders wichtig nach der Anwendung von Antibiotika.
- Die antioxidativen Eigenschaften der Pigmente, die Früchten ihre leuchtenden Farben verleihen, tragen zur Stärkung des Körpers bei.
- Das Vorhandensein von Mangan- und Kaliumsalzen, Vitamin C und organischen Säuren, die die Funktion des Herz-Kreislauf-Systems normalisieren und die Blutgefäße reinigen.
- Vorteile für Menschen mit leichter Anämie dank des Eisen- und Kupfergehalts, die sich positiv auf die Blutzusammensetzung auswirken.
Einige Frauen sollten den Verzehr während der Spätschwangerschaft und während der Stillzeit vermeiden, da dies negative Auswirkungen auf den Magen-Darm-Trakt haben kann.
Vor- und Nachteile
Informieren Sie sich unbedingt über die Vor- und Nachteile der jeweiligen Kultur, um unangenehme Folgen zu vermeiden. Forellen haben viele Vorteile:
Zu den Nachteilen der Kulturpflanze zählen Gärtner die unzureichende Frostresistenz, die Anfälligkeit für bestimmte Pilzinfektionen, die Neigung zum Fruchtfall und die schlechte Verträglichkeit beim Umpflanzen an einen neuen Standort.
Anpflanzung und Pflege
Für ein erfolgreiches Anpflanzen ist es wichtig, einige Richtlinien zu beachten. Wählen Sie einen geeigneten Standort, bereiten Sie den Boden vor und wählen Sie einen günstigen Pflanzzeitpunkt. Beachten Sie folgende Empfehlungen:
- Wählen Sie einen hellen Standort und vermeiden Sie Zugluft, Lichtmangel und hohe Luftfeuchtigkeit. Ein ebener, nach Süden ausgerichteter Platz an einem Gebäude oder einem hohen Zaun ist ideal. Achten Sie darauf, dass sich kein Grundwasser in einer Tiefe von unter zwei Metern befindet, da dies der Pflanze schaden könnte.
- Die Pflanze bevorzugt gut durchlässigen, fruchtbaren Boden, vorzugsweise schwarzen und lockeren Boden. Ist der Boden zu schwer, sollte er umgegraben, gedüngt und mit Sand vermischt werden.
- Wählen Sie Jungpflanzen, die jünger als zwei Jahre sind, keine Äste haben und deren Wurzeln bis zu 80 cm lang sind. Achten Sie bei der Auswahl eines Baumes auf seinen Zustand: Beschädigte oder abgebrochene Pflanzen überleben das Umpflanzen nicht. Ein gesunder Baum sollte sich biegen und in seine ursprüngliche Form zurückkehren.
- Pflanzen Sie die Setzlinge nach folgendem Muster: Schlagen Sie einen Stützpfahl am rechten Rand des Pflanzlochs ein, formen Sie in der Mitte einen kleinen Hügel, gießen Sie ihn an und bedecken Sie ihn mit gedüngter Erde. Drücken Sie die Erde fest, ziehen Sie einen Graben um den Stamm und gießen Sie ihn an. Binden Sie den Setzling am Stützpfahl fest und mulchen Sie die Erde.
- ✓ Für ein optimales Wachstum der Forellenbirne sollte der pH-Wert des Bodens zwischen 6,0 und 7,0 liegen.
- ✓ Die Tiefe der fruchtbaren Schicht beträgt mindestens 60 cm, um eine ausreichende Nährstoffversorgung des Wurzelsystems zu gewährleisten.
Gießen Sie die Jungpflanze einmal wöchentlich und verlängern Sie die Abstände zwischen den Wassergaben allmählich. Im zweiten Jahr nach dem Einpflanzen gießen Sie zweimal jährlich – im Frühjahr und Herbst – und düngen Sie die Pflanze gleichzeitig. Kontrollieren Sie den Boden, lockern Sie ihn auf und entfernen Sie Unkraut. Halten Sie die Feuchtigkeit im Boden durch Mulchen konstant.
Ernte und Lagerung von Feldfrüchten
Die Früchte erreichen Ende Oktober ihre volle Reife. Sie haben eine charakteristische gelbliche Farbe mit attraktiven roten Flecken. Sie können etwa einen Monat lang kühl gelagert werden und bleiben bei Zimmertemperatur 1,5 bis 2 Wochen frisch.
Vorbereitung auf den Winter
Trotz seiner hohen Frostbeständigkeit ist ein Winterschutz erforderlich. Dieser erfolgt üblicherweise nach dem Laubfall, wenn die Lufttemperatur nicht über 10 °C steigt. Die Wintervorbereitung umfasst zwei Schritte:
- Den Kofferraum einwickeln. Wickeln Sie es in eine Schicht Stroh, Heu, Schilf, Jute oder eine dicke Filzschicht ein. Binden Sie es anschließend fest mit einem Seil zusammen, um einen zuverlässigen Schutz vor Frost zu gewährleisten.
- Die Wurzelzone abdecken. Bringen Sie eine Mulchschicht aus Stroh, Sägemehl, Baumrinde oder Kiefernnadeln aus. Dies hilft, die Wärme zu speichern und die Wurzeln vor Frost zu schützen.
Krankheiten und Schädlinge
Die Forel-Birne ist besonders anfällig für Krankheiten und Schädlingsbefall. Daher ist es wichtig, sie regelmäßig zu kontrollieren, um Probleme frühzeitig zu erkennen und Maßnahmen zu deren Beseitigung zu ergreifen.
- Im frühen Frühling, bevor sich die Knospen öffnen, sollte man mit Bordeauxbrühe behandeln, um Pilzkrankheiten vorzubeugen.
- Nach der Blüte sollte die Behandlung mit Bordeauxbrühe wiederholt oder auf kupferhaltige Fungizide umgestellt werden.
- Im Herbst, nachdem die Blätter abgefallen sind, führen Sie die letzte Behandlung durch und entfernen Sie alle Pflanzenreste.
Die häufigsten Probleme, die auftreten können, sind:
- Brauner Fleck. Die Krankheit befällt die Blätter und zeigt sich als unregelmäßig geformte braune Flecken, die sich über die gesamte Pflanzenkrone ausbreiten. Zur Behandlung besprüht man die Pflanzen im Frühjahr mit Bordeauxbrühe und sammelt das Laub des Vorjahres ein und vernichtet es.
- Graufäule. Die Krankheit zeigt sich durch braune Flecken an Blättern und Früchten, vor allem in kalten und regnerischen Sommern. Um die Krankheit zu bekämpfen, sollten abgefallene Blätter gesammelt und vernichtet werden.
- Schorf. Die Krankheit zeigt sich auf der Blattunterseite als dunkelgrüne, samtige Flecken, die zu vorzeitigem Kronenverlust führen können. Um die Krankheit zu bekämpfen, sollten die Bäume vor der Blüte mit Bordeauxbrühe besprüht werden.
- Rußschimmel. Der Pilz zeigt sich an den Fruchtknoten oder reifenden Früchten als dunkle Flecken und ein Belag. Zur Bekämpfung des Pilzes werden kupferhaltige Fungizide eingesetzt.
- Echter Mehltau. Zu den Symptomen gehören eingerollte Blätter, ein pudriger Belag und deformierte Früchte. Ist die Pflanze erst einmal erkrankt, kann sie nicht mehr behandelt werden und muss vernichtet werden.
- Gallmilbe. Sie äußert sich durch rötliche Schwellungen, die sich allmählich schwarz verfärben und austrocknen. Zur Behandlung sollten geeignete Mittel eingesetzt werden.
Während der Saison können Birnbäume von verschiedenen Insekten wie Blattläusen, Raupen, Wanzen und Rüsselkäfern befallen werden. Zum Schutz der Pflanzen können Insektizide eingesetzt werden. Rechtzeitiges Spritzen mit speziellen Produkten und die richtige Pflege beugen Krankheiten vor.
Bewertungen von Sommergästen
Die Forel-Birne zeichnet sich durch ihren geringen Pflegeaufwand, hohen Ertrag und exzellenten Geschmack aus. Trotz einiger Nachteile und der Notwendigkeit, sie vor Krankheiten und Schädlingen zu schützen, gelingt ihr auch unerfahrenen Gärtnern gut.








