Die Chudesnitsa-Birne vereint die besten Eigenschaften ihrer Elternsorten und hat von ihnen unter anderem hohe Erträge, Krankheitsresistenz und Frosthärte geerbt. Allerdings gibt es Schädlinge, die der Pflanze erheblichen Schaden zufügen können – es ist ratsam, sich im Vorfeld darüber zu informieren, um den Garten davor zu schützen.
Ursprung und Zoneneinteilung
Chudesnitsa ist eine Winterbirnensorte, die am I.V. Michurin Allrussischen Forschungsinstitut für Genetik und Züchtung von Obstpflanzen entwickelt wurde. Sie entstand durch die Kreuzung der Sorten „Tochter von Zari“ und „Talgarskaya Krasavitsa“. Zu den Züchtern dieser Sorte zählen die renommierten russischen Pflanzenzüchter S.P. Yakovlev, N.I. Savelyev, A.P. Gribanovsky, E.N. Dzhigadlo und V.V. Chivilev.

Die Sorte Chudesnitsa wurde 2004 in das staatliche Sortenregister unseres Landes eingetragen, aber bereits drei Jahre zuvor entwickelt. Sie wird hauptsächlich in den zentralen Regionen Russlands angebaut und ist auch in Belarus, Kasachstan, der Ukraine und Moldawien weit verbreitet.
Beschreibung der Pflanze und der Früchte
Diese Sorte gilt als mittelgroß und erreicht eine Höhe von nur 280–300 cm. Sie weist eine Besonderheit auf: Wird ein Sämling auf einen Quittenbaum veredelt, bleibt der Baum kleiner. Er besitzt eine ordentliche, kompakte Krone mit geringer Dichte. Pflanze und Frucht zeichnen sich durch folgendes Erscheinungsbild aus:
- Kronenform – pyramidenförmig;
- bellen - braun mit bräunlichem Schimmer, ohne Rauheit oder Behaarung;
- Schießstände – aufrecht, von mittlerer Dicke, mit einer geringen Anzahl kleiner Lentizellen;
- Fruchtbildung – gemischt, daher bilden sich Fruchtknoten an fast allen Zweigarten;
- Nieren – sehr dicht und zylindrisch, ihre Spitze ist spitz und die Oberfläche glatt, der Druck ist hoch;
- Laub – Mittelgroß, flach, glatt-matt mit einem wunderschönen grün-smaragdgrünen Farbton;
- Blattform – oval, an der Basis stumpf und an der Spitze leicht zugespitzt;
- Merkmale der Blätter – Die Ränder weisen kleine Zacken auf, die Spitze ist nach oben erhaben, die Adern sind kaum sichtbar und ausgedünnt;
- Blattstiel – Durchschnitt der Parameter;
- Nebenblatt – ahlenförmig;
- Fruchtform – kegelförmig mit Stumpfbildung, aber am selben Baum gibt es auch verkürzte birnenförmige Exemplare;
- Oberfläche von Birnen – gleichmäßig und glatt;
- Gewicht einer Frucht – von 130 bis 200 g;
- Schale – glänzend und wachsartig zugleich, von zarter Struktur;
- Hautfarbe – saftiges Grün mit rosafarbenem Schimmer bei technischer Reife und gelbgrün mit rotem Schimmer bei Verbraucherreife;
- Zellstofffarbe – Creme;
- subkutane Flecken – klein, aber gut sichtbar;
- Blütenstiel – schräg angeordnet, mit einer gebogenen Form;
- Untertasse – Durchschnitt;
- Trichter - klein und spitz zulaufend, kegelförmig mit stumpfer Spitze;
- Tasse - nicht fallend und halboffen;
- Rostigkeit – unbedeutend;
- Herz - bauchige Form;
- Saatkammern – geschlossen;
- Knochen – kegelförmig, mittelgroß und braun;
- Zellstoffdichte – mäßig;
- Textur – zart und saftig, halb buttrig;
- Saft - ohne Viskosität;
- Aroma – Die Farbsättigung ist mittel, es sind blumige Noten vorhanden;
- Granulation – unbedeutend.
- ✓ Die Früchte behalten ihr marktgerechtes Aussehen und ihren Geschmack bei Lagerung im Kühlschrank bis zu 5-6 Monate lang.
- ✓ Die Sorte benötigt Bestäuber wie Pamyati Yakovleva, Nika und Feeriya für eine erfolgreiche Fruchtbildung.
Lebensdauer und jährliches Wachstum eines Baumes
Es liegen keine genauen Daten zum jährlichen Triebwachstum vor, Experten gehen jedoch von einem schnellen Astwachstum aus. Der Baum trägt mindestens 15–20 Jahre lang Früchte und kann bis zu 80–100 Jahre alt werden, ohne dabei viele Früchte zu produzieren.
Blüte und Bestäuber
| Name | Krankheitsresistenz | Reifezeit | Frostbeständigkeit |
|---|---|---|---|
| Wunderheiler | Hoch | Winter | Hoch |
| Zum Gedenken an Jakowlew | Durchschnitt | Herbst | Durchschnitt |
| Nika | Hoch | Winter | Hoch |
| Extravaganz | Durchschnitt | Herbst | Durchschnitt |
Der Birnbaum der Sorte Chudesnitsa beginnt in den letzten zehn Maitagen zu blühen und verströmt nach etwa 7–10 Tagen einen unverwechselbaren, intensiven Duft. Diese Sorte ist wenig selbstfruchtbar, daher müssen für eine erfolgreiche Bestäubung andere Birnensorten wie Pamyati Yakovleva, Nika und Feeriya in der Nähe angebaut werden.
Produktivität und Transportierbarkeit
Die ersten Früchte trägt die Pflanze im 4. bis 6. Jahr; der durchschnittliche Ertrag liegt bei 125-135 Zentnern pro Hektar.
Eine Verbesserung der Qualität und eine Steigerung der Erntemenge werden durch die korrekte Formung der Baumkronen und deren angemessene Verteilung im gesamten Garten erreicht.
Die Birnensorte Chudesnitsa zeichnet sich durch hervorragende Transportierbarkeit über weite Strecken aus und übertrifft die durchschnittliche Lagerstabilität. Bei niedrigen Temperaturen und kontrollierter Luftfeuchtigkeit ist die Frucht 110 bis 155 Tage haltbar.
Reifezeit
Chudesnitsa ist eine Winterbirne und reift spät. Die Birnen nehmen von Mitte bis Ende Herbst an Gewicht zu, bleiben aber an den Zweigen, ohne an Qualität oder Geschmack einzubüßen.
Widerstandsfähigkeit gegen niedrige Temperaturen und Trockenheit
Diese Sorte ist sehr frostbeständig. Versuche haben gezeigt, dass bei künstlich gesenkten Temperaturen auf -37 bis -38 °C der Kambiumschaden 0,6 bis 0,7 Punkte nicht überstieg und Rinde und Xylem überhaupt nicht erfroren. Trotzdem isolieren Gärtner in nördlichen Regionen den Stamm, um Schäden vorzubeugen.
Die Chudesnitsa-Birne kommt gut mit Trockenheit zurecht, da das Wurzelsystem eines ausgewachsenen Baumes die benötigte Feuchtigkeit selbstständig aus dem Boden aufnehmen kann. Junge Sämlinge benötigen jedoch regelmäßige Bewässerung, insbesondere in Trockenperioden. Die Aufrechterhaltung der Bodenfeuchtigkeit um den Stamm herum ist in den ersten drei Jahren entscheidend.
Handels- und Verbrauchereigenschaften von Früchten
Sie behalten ihre Verbrauchereigenschaften über einen langen Zeitraum während Transport und Lagerung und behalten ihr marktfähiges Aussehen bis zu 3-4 Monate in Obstlagerstätten und bis zu 5-6 Monate im Kühlschrank.
Geschmackliche Bewertung und Anwendungsbereich von Birnen
Untersuchungen des Allrussischen Forschungsinstituts für Obst- und Gemüseanbau zeigen, dass Birnenfruchtfleisch etwa 13 % Trockenmasse enthält, darunter 9,5 g Zucker, 0,2-0,3 g organische Säuren, fast 8 mg Ascorbinsäure und 175 mg P-aktive Substanzen pro 100 g Produkt.
Die Chudesnitsa-Birnen sind eine Dessertbirne: Sie eignen sich hervorragend zum Frischverzehr und können zum Kochen für eine Vielzahl von Gerichten und Konserven für den Winter verwendet werden, darunter Marmeladen, Kompotte, Konfitüren und Gelees. Die Früchte behalten beim Kochen ihre bernsteinfarbene Farbe und ihr Aroma.
Spezifische Anbauhinweise und landwirtschaftliche Empfehlungen
Die Birnensorte Chudesnitsa bevorzugt gut durchlässige, lockere und atmungsaktive Böden wie Schwarzerde oder Lehm. Weitere Hinweise zu Pflanzung und Anbau:
- Der optimale Säuregrad des Bodens für diesen Baum ist neutral oder leicht sauer.
- Es wird empfohlen, dass das Grundwasser nicht näher als 200 cm an die Erdoberfläche heranreicht.
- Um optimale Wachstumsbedingungen zu gewährleisten, sollten die Setzlinge an Orten mit ausreichend Sonnenlicht aufgestellt und vor starkem Wind geschützt werden, um Staunässe zu vermeiden.
- Obwohl die Chudesnitsa-Birne ein kompakter Baum ist, benötigt sie für eine normale Entwicklung dennoch einen Platz von etwa 4-6 Metern Durchmesser.
- Bei der Auswahl von Jungpflanzen aus einer Baumschule sollte man solche mit einem gesunden Wurzelsystem und einer deutlich ausgeprägten Pfahlwurzel bevorzugen. In südlichen Regionen empfiehlt es sich, auf Quitten veredelte Jungpflanzen zu wählen.
Zur Standardpflege von Birnbäumen gehören regelmäßiges Gießen, Düngen, Formschnitt der Krone und Schutz vor Schädlingen und Krankheiten:
- Birnbäume sollten dreimal pro Saison großzügig gegossen werden: zu Beginn der Blüte (Ende Mai), wenn sich die Fruchtknospen bilden (Mitte Juni) und 25–35 Tage vor der Ernte (August). Es wird empfohlen, 10 Liter Wasser pro Meter Baumhöhe zu verwenden. Nach dem Gießen sollte der Boden um den Baum herum aufgelockert und gemulcht werden.
- Außerdem werden dreimal während der Saison Düngemittel ausgebracht: Im Frühjahr wird Harnstoff (Carbamid) in einer Dosis von 95-100 g pro Baum auf den Birnbaum gegeben, im Knospenstadium werden organische Düngemittel verwendet (27-32 Liter einer Lösung aus Kuhmist oder Hühnerkot), und zur Bildung der Fruchtknoten wird die Pflanze mit einer Nitroammophoska-Lösung bewässert (45-50 g auf 8-10 Liter Wasser).
Im Sommer empfiehlt es sich, die Blätter zusätzlich mit einer Magnesiumsulfatlösung zu besprühen. Im Juli ist es ratsam, Superphosphat in den Wurzelbereich einzubringen und im Herbst den Boden mit Holzasche anzureichern. - Die Birnensorte Chudesnitsa ist für ihren kräftigen Neuaustrieb bekannt. Daher benötigt sie regelmäßige Formierungsschnitte, die am besten im Herbst ab dem dritten Jahr der Pflanze durchgeführt werden. Um eine zu dichte Krone zu vermeiden, empfiehlt es sich, in jeder Schicht 3–4 Hauptäste in verschiedene Richtungen stehen zu lassen, an denen jeweils 2–3 Fruchttriebe wachsen.
Überschüssige Äste sollten entfernt werden. Die Schnittstellen sollten gründlich mit Gartenpech behandelt werden, um den Baum vor Schädlingen und Krankheiten zu schützen. Der empfohlene Abstand zwischen den einzelnen Kronenebenen beträgt etwa 555–65 cm.
Krankheiten und Schädlinge
Die Birnensorte Chudesnitsa ist hinsichtlich Krankheiten und Schädlingen gut resistent gegen häufige Pilzinfektionen, sodass eine vorbeugende Behandlung mit Fungiziden wie Fundazol oder Skor möglich ist. Allerdings ist diese Sorte anfällig für den Befall durch grüne Blattläuse und Birnenzikaden.
Der August ist ein entscheidender Monat für die vorbeugende Insektizidanwendung gegen Birnenblattsauger, die sich auf den Winter vorbereiten. Der Einsatz von Insektiziden wie Aktara, Karbofos und Komandor in diesem Zeitraum reduziert die Schädlingspopulation deutlich. Allerdings sollte deren Toxizität beachtet werden.
Wenn Sie auf die Verwendung von Chemikalien verzichten möchten, können Sie die folgende Zubereitung selbst herstellen:
- Waschmittel – 35-45 g;
- Kerosin – 75-85 ml;
- Wasser – 8-11 l.
Diese Zusammensetzung kann als alternative Maßnahme zur Schädlingsbekämpfung dienen.
Vor- und Nachteile der Sorte
Die Chudesnitsa-Birne, eine relativ neue Sorte, die sich bereits großer Beliebtheit bei Gärtnern erfreut, zeichnet sich durch zahlreiche Vorzüge aus. Dazu gehören:
Trotz ihrer vielen Vorteile hat die Chudesnitsa-Sorte auch Nachteile, darunter die Notwendigkeit eines regelmäßigen und sorgfältigen Rückschnitts zur Formung der Krone aufgrund des intensiven Wachstums des Baumes.
Gärtnerbewertungen
Der Anbau der Chudesnitsa-Birne im eigenen Garten ist nicht besonders schwierig, wenn man alle Anbauhinweise beachtet und die richtige Pflege beachtet. Wichtig ist, die passenden Bestäuber auszuwählen, um eine gute Ernte zu gewährleisten, und Schädlinge zu bekämpfen. Diese Winterbirne hat sich zu Recht großer Beliebtheit erfreut und ist bei Hobbygärtnern sehr gefragt.







