Weibliche Wachteln, die zu Hause gehalten werden, können ihren Brutinstinkt verlieren. Selbst wenn ein Vogel brüten kann, legt er jedoch nicht mehr als 15 Eier. Daher benötigt ein Wachtelzüchter einen Brutapparat, der als Ersatz für eine Legehenne dient. Ein Besuch im Baumarkt ist nicht nötig; ein modernes Gerät lässt sich in der heimischen Werkstatt selbst bauen.

Wozu benötigen Sie einen Inkubator?
Wachteln werden aufgrund ihrer geringen Größe üblicherweise in großer Zahl gehalten. Allerdings reicht der natürliche Nachwuchs manchmal nicht aus, um eine gesunde Population zu erhalten, da ein einzelnes Weibchen nur 12–15 Eier ausbrüten kann. Zudem kann es vorkommen, dass sie das Brüten ganz verweigert.
Um dieses Problem zu lösen, wird ein Brutkasten benötigt – eine hermetisch verschlossene Box mit Isolierung, einer speziellen Heizung und Eierablagen. Dadurch werden künstlich alle Bedingungen geschaffen, die für die Aufzucht gesunder Küken aus befruchteten Eiern notwendig sind.
In Baumärkten gibt es eine große Auswahl an Inkubatormodellen, die jedoch teuer sein können. Um die Kosten deutlich zu senken, können Sie sich mit leicht erhältlichen Materialien und vorgefertigten Bauplänen selbst einen Inkubator bauen.
Anforderungen
Wenn das Gerät bestimmte Anforderungen nicht erfüllt, könnten Sie während des Betriebs alle Ihre Eier auf einmal verlieren. Beachten Sie daher beim Bau Ihres eigenen Brutapparats bitte die folgenden Regeln:
- Die Temperatur im Inkubator sollte zwischen 37,3 und 38,3 °C gehalten werden. Die Raumtemperatur sollte nicht unter 20 °C fallen. Die Luftfeuchtigkeit sollte im Inkubator 50 % und außerhalb 50 % betragen.
- Am einfachsten lässt sich eine Schublade mit handelsüblichen 40-Watt-Glühbirnen erwärmen. Vier dieser Glühbirnen reichen aus, um einen kleinen Raum zu beheizen. Alternativ kann man ein Heizelement verwenden, die Konstruktion ist dann aber aufwendiger.
- Die Wärme muss im gesamten Brutkasten gleichmäßig verteilt sein. Da warme Luft nach oben steigt, ist dies nicht einfach. Daher müssen die Bruteier häufig neu angeordnet werden. In industriellen Brutkästen bedeutet dies, die Brutschalen auszutauschen, während in Haushaltsbrutkästen die Eier von der Mitte an den Rand verschoben werden müssen. Alternativ kann der Brutkasten mit zwei Wärmequellen ausgestattet werden, wobei die erste unter und die zweite auf dem Deckel platziert wird. Als Heizelemente eignen sich beispielsweise 25-Watt-Glühlampen (jeweils zwei oben und unten).
- Um die Temperaturkontrolle zu optimieren, sollten die Böden der Brutschalen aus Metallgewebe bestehen, da warme Luft dadurch deutlich schneller zirkulieren kann. Die Schalen selbst sind idealerweise beweglich statt feststehend. Anstelle einer festen Schale empfiehlt es sich, zwei Schalen zu verwenden, die jeweils ein Drittel der Fläche der Reihe einnehmen. Dadurch werden Temperaturschwankungen vermieden, da das Ei mittig im Gerät bleibt und somit eine optimale Inkubation während des gesamten Prozesses gewährleistet ist.
- Der Deckel des Geräts sollte möglichst oben und nicht seitlich angebracht werden (sodass er die gesamte Wand abdeckt). Dadurch wird verhindert, dass der Inkubator beim Wenden der Eier zu schnell abkühlt.
- Das Gehäuse des Geräts kann aus verschiedenen Materialien gefertigt sein, von einer Holzkiste bis hin zu einem alten Kühlschrank. In jedem Fall muss das Gerät jedoch mit modernen Dämmstoffen ausreichend wärmegedämmt werden.
Während der Brutzeit sollte die Temperatur im Gerät zwischen 37,3 und 38,3 °C und die Luftfeuchtigkeit zwischen 50 und 55 % gehalten werden. Diese Parameter dürfen nicht durch Schwankungen der Netzspannung oder Stromausfälle beeinflusst werden. Weitere Informationen zur Brut von Wachteleiern finden Sie hier. HierDie
Konstruktionsprinzip
Beim Bau eines selbstgebauten Inkubators können verschiedene Materialien und Bauweisen verwendet werden. Das Funktionsprinzip ist jedoch im Wesentlichen dasselbe:
- Als Korpus dient ein passender Karton, dessen Wände isoliert sind, um eine konstante Temperatur und Luftfeuchtigkeit zu gewährleisten. Die Außenseite kann mit Styroporplatten oder Dämmwolle ausgekleidet und die Oberseite mit Sperrholz verkleidet werden. Auch ein alter Kühlschrank eignet sich als Korpus; hierfür werden mehrere Belüftungslöcher in die Oberseite gebohrt und eine Glasscheibe zur Beobachtung der Eier angebracht.
- Das Innere der Kammer bzw. Box wird gereinigt, um eine spätere Reinigung und Desinfektion des Hohlraums zu ermöglichen.
- Zur Installation des Netzes mit den Eiern werden Anschläge und eine abgedichtete Luke angebracht.
- Um die gewünschte Luftfeuchtigkeit aufrechtzuerhalten, ist am Boden der Kammer ein Verdampfer installiert. Die Gitter müssen höher angebracht werden, da die Küken sonst im Bad ertrinken könnten.
- Um sicherzustellen, dass alle Eier gleichmäßig erhitzt werden, ist auf dem oberen und unteren Rost ein interner Ventilator mit intermittierendem Schaltmodus installiert.
- In der Kammer ist ein Luftspalt vorgesehen, der es ermöglicht, die Eiernetze um 45 Grad zu drehen. Der Abstand zwischen Boden und Ablage sollte mindestens 10 cm betragen. Der Abstand zwischen Ablage und Decke bzw. oberem Sichtfenster ist abhängig von der Heizmethode zu berechnen. Bei Verwendung von 40-Watt-Glühbirnen sollte dieser Abstand ebenfalls mindestens 10 cm betragen.
- Um Eierkartons herzustellen, kann man jedes geeignete Material, zum Beispiel Nylon-Angelschnur, über einen Schaumstoffrahmen spannen. Wichtig ist vor allem, dass die Eier beim Umdrehen des Kartons nicht wegrollen und die Küken nicht in die Zellen fallen.
- Für die Brut von Vögeln wird Netzstrom verwendet. Es wird jedoch empfohlen, für Notfälle eine Batterie anzuschließen.
- Zur Temperaturüberwachung in der Kammer wird ein Quecksilberthermometer installiert, das üblicherweise zur Funktionsprüfung von Temperatursensoren verwendet wird. Es darf die Eierschalen nicht berühren. Zur Messung der Luftfeuchtigkeit wird ein Psychrometer eingesetzt.
- Nach dem Schlüpfen der Küken wird in der Kammer ein feiner Nebel erzeugt, damit sich die Schalen beim Aufbrechen durch die Schnäbel der Küken leicht entfernen lassen. Die Küken trocknen 1–2 Tage in der Kammer.
- Der fertige Inkubator wird auf einer erhöhten Plattform installiert.
- ✓ Erste 12 Tage der Inkubation: Temperatur 37,8°C, Luftfeuchtigkeit 60%.
- ✓ Vom 13. Tag bis zum Schlüpfen: Temperatur 37,5°C, Luftfeuchtigkeit 70%.
- ✓ Die Eier sollten bis zum 18. Bruttag mindestens 3 Mal täglich gewendet werden.
Wenn Sie einen Inkubator selbst zusammenbauen, können Sie ein Design wie dieses erhalten:
Wie baut man einen Inkubator aus einer Styroporbox?
Schaumkunststoff besitzt die Eigenschaft, die erforderliche Temperatur zu halten, und kann daher als Hauptmaterial bei der Herstellung eines Inkubators verwendet werden.
Option Nr. 1
Wie das Gerät im Querschnitt im Diagramm aussehen wird, können Sie hier sehen:
Vor dem Zusammenbau des Geräts müssen Sie Folgendes vorbereiten:
- 2 Schaumstoffplatten oder eine fertige Schaumstoffbox;
- 40-W-Glühlampe oder 4 Lampen mit je 15 W;
- Glas oder Kunststoff;
- Eierkarton;
- Wasserschale;
- Lüfter;
- wärmeisolierende Folie;
- Thermostat;
- Scotch;
- Kleber;
- Lötkolben;
- bohren.
Die Konstruktion wird in folgender Reihenfolge zusammengebaut:
- Schneiden Sie die erste Schaumstoffplatte in vier gleich große Stücke, um die Seitenwände der Schachtel zu formen. Kleben Sie die entstandenen Seitenwände zusammen, um eine Schachtel zu formen.
- Schneiden Sie die zweite Schaumstoffplatte in zwei gleich große Stücke. Nehmen Sie das erste Stück und teilen Sie es in zwei 60 cm und 40 cm breite Stücke, um den Deckel und den Boden der Konstruktion zu formen.
- Schneiden Sie ein Fenster mit gleich langen Seiten (quadratisch) in den Deckel. Decken Sie es mit Glas oder Plastik ab.
- Kleben Sie den Boden an den zuvor zusammengebauten Kasten. Versiegeln Sie die Nähte mit zusätzlichem Klebeband und kleiden Sie die Innenwände mit Isolierfolie aus.
- Aus der letzten Schaumstoffplatte Beine ausschneiden – 6 cm hohe und 4 cm breite Stäbe. Diese an die Unterseite kleben.
- Bohren oder löten Sie auf jeder Seite drei Belüftungslöcher mit einem Durchmesser von 12 mm. Diese sollten 1 cm über dem Boden liegen.
- Bringen Sie die Lampenfassungen im Inneren des Gehäuses an.
- Montieren Sie ein Thermostat an der Außenseite des Deckels und befestigen Sie den Sensor im Inneren in einer Höhe von 1 cm über dem Eierbehälter.
- Setzen Sie den Eierbehälter ein.
- Bringen Sie einen Ventilator am Deckel des Gebildes an.
- Stellen Sie eine Schale mit Wasser auf den Boden des Inkubators.
Im folgenden Video können Sie sehen, wie ein selbstgebauter Inkubator aus 4 cm dickem Schaumstoff aussieht:
Option #2
Aus einer Styroporbox lässt sich ein komplexerer Inkubator bauen. Dazu benötigt man außerdem Konservendosen, Aluminiumblech, 15-Watt-Glühbirnen und eine Kühlbox, um eine gleichmäßige Temperatur im Inneren zu gewährleisten. Der Aufbau erfolgt wie folgt:
- Die Innenwände der Box sollten mit folienbeschichtetem Polyethylen ausgelegt werden, damit der Inkubator die Wärme besser speichert.
- Befestigen Sie den Kühler und die Glühbirnen an der Sperrholzplatte, da eine direkte Montage am Schaumstoffkern nicht zuverlässig ist. Der Kühler sollte so ausgerichtet sein, dass er die Glühbirnen mit Luft umströmt.
- Schneiden Sie aus Konservendosen „Siebe“ aus, um die Wärmestrahlung der Glühbirnen gleichmäßig zu verteilen.
- Schneiden Sie Löcher in den Deckel der Kiste und befestigen Sie ein Stück Glas daran, damit der Bauer den Zustand der Eier beobachten kann.
- Machen Sie mehrere kleine Löcher in den Karton, damit die Küken frische Luft bekommen.
- Legen Sie ein Metallgitter mit 40x30 Maschen auf den Boden. Schärfen Sie alle Maschenkanten mit einer Feile.
- Befestigen Sie ein Stück Draht am Gitterrost, um einen Griff zum Drehen des Tabletts zu schaffen.
- Um die Luftfeuchtigkeit aufrechtzuerhalten, stellen Sie Behälter mit Wasser am Boden des Gebäudes auf.
Zur Temperaturregulierung kann ein digitaler Regler im Inkubator installiert werden. Ein Psychrometer hilft zudem, eine konstante Luftfeuchtigkeit aufrechtzuerhalten.
Möglichkeiten zum Zusammenbau eines Inkubators aus einer Holzkiste
Die Basis eines solchen Inkubators bildet eine Holzkiste oder ein Holzrahmen. Dieser ist von innen mit Sperrholz, Schaumstoff oder Wärmedämmung isoliert. Wärmelampen und Wasserschalen sorgen für die notwendigen Bedingungen. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, diese Konstruktion zu montieren.
Option Nr. 1
Ein einfacher Aufbau, für die Montage benötigen Sie:
- Kasten;
- Schaumstoffplatten;
- Sperrholzplatte;
- Metallkonstruktionsgitter;
- eine 40-Watt-Glühlampe oder 4 15-Watt-Lampen.
Beim Zusammenbau eines Produkts aus einem Holzrahmen aus Balken kann die folgende Zeichnung als Vorlage dienen:
Der Zusammenbau des Inkubators erfolgt in mehreren Schritten:
- Verkleiden Sie die Kiste mit Sperrholzplatten und isolieren Sie die Wände zusätzlich mit Schaumstoff.
- Bohren Sie mehrere Belüftungslöcher mit einem Durchmesser von 1 cm in den Boden.
- Bringen Sie ein Sichtfenster aus Glas im Deckel an, damit Sie die Eier in den Schalen beobachten und die Temperatur im Inneren des Brutkastens kontrollieren können.
- Unter der Abdeckung werden elektrische Leitungen mit Lampenfassungen installiert, die sich in jeder Ecke des Produkts befinden müssen.
- Befestigen Sie einen Eierkarton an einer Schaumstoffunterlage, etwa 10 cm über dem Boden.
- Legen Sie ein Metallgitter über die Oberseite des Tabletts.
Option #2
Vorteile des Modells:
- Holzkiste;
- eine Sperrholzplatte, Schaumstoffplatte oder Wärmedämmplatte;
- Deckel;
- 3 Holzbalken;
- 2 Wasserschalen;
- Metallgewebe;
- Befestigungsstreifen;
- 2 Heizwiderstände (PEV-100, 300 Ohm);
- 40-Watt-Glühlampen;
- Draht in hitzebeständiger Isolierung.
Um einen Inkubator herzustellen, müssen Sie folgende Schritte befolgen:
- Die Wände der Kiste sollten mit wärmeisolierendem Material – Sperrholz, Schaumstoff oder Wärmedämmstoff – verkleidet werden.
- Fertigen Sie ein Sichtfenster im Deckel an und decken Sie ihn mit Glas ab.
- Bohren Sie Durchgangslöcher in den Deckel und versehen Sie diese mit beweglichen Leisten, die je nach Bedarf geöffnet oder geschlossen werden können.
- Installieren Sie in jeder Ecke eine 40-Watt-Lampe. Verlegen Sie die Kabel 20 cm unterhalb des Deckels.
- Spannen Sie ein Drahtgitter oder einen Rost über den Metallrahmen, um eine Eierablage zu formen. Platzieren Sie diese 10 cm über dem Boden des Eierkartons.
- Installieren Sie einen Ventilator, Thermometer und ein Thermostat im Inneren des Gehäuses. So können Sie das Mikroklima im Gerät überwachen und Temperatur und Luftfeuchtigkeit nach Bedarf anpassen.
- Stellen Sie Schalen mit Wasser auf den „Boden“.
Selbstgebauter Inkubator nach Duliks Entwurf
Der Hobby-Geflügelzüchter S. E. Dulik schlägt eine recht aufwendige Konstruktion vor, die mit einem Heizelement in Form eines mit Wasser gefüllten Eisenbehälters ausgestattet ist. Diese Konstruktion gewährleistet jedoch gute Betriebsergebnisse, da sie spannungsunabhängig ist und eine gleichmäßige Erwärmung sicherstellt. Selbst bei einem Stromausfall bleiben die Küken gesund.
Duliks Diagramm sieht folgendermaßen aus:
Um einen solchen Inkubator selbst zu bauen, müssen Sie das Prinzip seiner Konstruktion verstehen:
- Das charakteristische Merkmal des Inkubators ist sein Heizelement, ein Wassertank (1). Dieser gewährleistet eine gleichmäßige Wärmeverteilung im Gerät. Wichtig ist, dass er auch ohne Stromanschluss funktioniert. Der Tank besteht aus 4 mm dickem Eisen. Er kann auch aus verzinktem Eisen gefertigt sein, die Nähte müssen dann jedoch verlötet werden.
- Die beiden 30 mm hohen Rohre bestehen aus 4-Zoll-Rohrabschnitten und sind in den Deckel des Tanks eingeschweißt. Die Innenbohrung sollte 10 mm kleiner als der Rohrdurchmesser sein.
- Der geformte Flansch wird für den Lampenverschluss (3) aus 4–5 mm dickem Kunststoff benötigt. Daraus müssen außerdem zwei Scheiben ausgestanzt werden: eine äußere mit 95 mm Durchmesser und eine innere, deren Größe der Fassung entsprechen muss. Die so entstehenden Befestigungselemente dienen gleichzeitig als Heizindikatoren, da sie den Heizvorgang des Wassers sichtbar machen.
- Die 100-W-Lampen sind in der Konstruktion bis zu den Fassungen in Wasser eingetaucht. Sie sollten mit einer Außenmutter ausgestattet sein, um die Lampenhöhe relativ zur Fassung anpassen zu können. Zusätzlich werden zwei Lampen benötigt, die gleichzeitig als Heizelemente dienen. Diese sind parallel zur Thermostatlast geschaltet.
- Der Tank ist bis zum Rand mit Wasser gefüllt. Zum Ablassen des Wassers ist seitlich am Tank ein Ventil (4) angebracht. Zusätzlich wird empfohlen, den Tank mit 40 mm Schaumstoff zu isolieren. Dadurch kühlt sich das Wasser bei einem Stromausfall von 10–12 Stunden nur um 0,5–1 °C ab.
- Die Konstruktion selbst besteht aus einem Holzrahmen aus fünf 40x40 mm starken Balken und zwei Ablagen: Die untere (6) dient als Wasserbad, die obere (7) als Eiablage. Die obere Ablage sollte aus 12 mm dicken Brettern gefertigt sein, und der Boden des Inkubators sollte mit einem 13x13 mm Maschengewebe ausgelegt sein. Darüber wird ein Nylonnetz zur Aufbewahrung der Eier gelegt.
- Die Vorderwand der oberen Schale ist mit Doppelglas (8) abgedichtet, um die Wärme zu halten und die Temperatur im Inneren der Kammer zu regulieren. Holzleisten (9) sind mit Schrauben und PVA-Kleber am Glasrahmen befestigt. Diese Leisten sollten an allen Seiten etwa 20 mm über die Vorderwand hinausragen, damit die Schale mit Schaumstoffdichtungen abgedichtet werden kann und Wärmeverluste aus der Brutkammer vermieden werden.
- Die untere Holzschale (6) sollte einen 2 mm dicken Fiberglasboden (10) haben. Sie wird von unten mit Schrauben am Rahmen befestigt. Der Boden sollte 20 mm über die Seiten der Schale hinausragen, damit der Behälter bei Bedarf entlang der in die Holzleisten (11) eingeschnittenen Nuten in den Inkubator geschoben werden kann. Die vordere Leiste (12) wird mit Schrauben an dieser Schale befestigt. Es empfiehlt sich, die Vorderseite mit Schaumstoff zu verkleiden.
- Der Rahmenboden weist auf jeder Seite Leisten mit neun Löchern von je 12 mm Durchmesser auf. Diese müssen geöffnet werden, um die Belüftung des Inkubators zu gewährleisten. Zusätzlich sind oben am Rahmen, rechts und links, jeweils 180 mm lange Durchgangslöcher (14) anzubringen. Die Oberkante dieser Löcher muss mit dem Boden des Behälters abschließen. Sie sind mit kleinen, zweiteiligen Verschlüssen zu versehen.
- Der fertige Rahmen ist allseitig mit Schaumstoff und Faserplatten verkleidet.
Kleiner Inkubator aus einem Plastikeimer
Wenn Sie nur wenige Eier ausbrüten, eignet sich am besten ein kompakter Brutkasten aus einem Plastikeimer mit Deckel. Die Konstruktion sieht folgendermaßen aus:
Dieser Inkubator ist sehr einfach herzustellen:
- Schneiden Sie ein kleines Sichtfenster in den Deckel.
- Bringen Sie eine Wärmequelle an der Innenseite des Deckels an. Eine oder zwei Glühbirnen genügen.
- Stellen Sie einen Eierablagekorb aus Drahtgeflecht in die Mitte des Eimers.
- Bohren Sie im Abstand von 70-80 mm vom Boden mehrere Belüftungslöcher in die Seitenwand.
- Gießen Sie etwas Wasser in den Boden des Eimers, um die gewünschte Luftfeuchtigkeit zu erreichen.
Bei diesem Brutapparat muss die Schale mit den Eiern regelmäßig gewendet werden. Dies geschieht durch leichtes Kippen des Behälters, wobei der Winkel 45 Grad nicht überschreiten sollte.
Wie baut man einen Brutkasten aus einem alten Kühlschrank?
Ein alter Kühlschrank eignet sich ideal für den Bau eines Brutkastens, da er ausreichend Platz bietet und die erforderliche Luftdichtheit und Wärmedämmung aufweist. Diese Option ist besonders für Hobby-Geflügelzüchter attraktiv, da sie eine einfache Installation ermöglicht, wie aus der Konstruktionszeichnung hervorgeht:
Um einen Kühlschrank in einen Brutkasten umzuwandeln, müssen Sie mehrere Schritte befolgen:
- Statt Regalen zur Aufbewahrung von Lebensmitteln sollten Eierschalen angebracht werden;
- Die Wände von innen mit Schaumstoff isolieren;
- Zur Belüftung Löcher in die Wände bohren und einen Ventilator installieren;
- Glühlampen zum Heizen und einen Thermostat zur Temperaturregelung installieren;
- Um die erforderliche Luftfeuchtigkeit aufrechtzuerhalten, stellen Sie die mit Wasser gefüllten Schalen unten auf;
- Fertigen Sie einen Metallhebel an, um die Eier umzudrehen.
Um einen Kühlschrank umzubauen, benötigen Sie daher folgende Materialien und Werkzeuge:
- Eierkartons mit Gitterrosten – 3 Stück;
- Drehgriff für Tablett;
- 100-W-Glühbirnen – 6 Stück;
- Lüfter;
- Thermostatsensor;
- Thermometer;
- Psychrometer;
- Wasserschale;
- Metallplatten – 2 Stück;
- Fensterglas;
- Scotch;
- bohren;
- Schraubendreher;
- Schrauben.
Die Demontage des Kühlschranks erfolgt in folgender Reihenfolge:
- Bohren Sie 4 Durchgangslöcher mit einem Durchmesser von 1-1,5 cm in den Deckel und den Boden des Kühlschranks, um einen natürlichen Luftaustausch zu gewährleisten.
- Bringen Sie einen Ventilator an der oberen Wand an.
- Montieren Sie ein Thermostat am Deckel.
- Bringen Sie Glühbirnen an den Seitenwänden an – vier oben und zwei unten. Schließen Sie diese an den Thermostat an. Alternativ können Sie auch einfach zwei oder vier Lampenfassungen mit handelsüblichen Schrauben an der Decke des Raumes befestigen und die elektrischen Leitungen dorthin verlegen.
- Bringen Sie Temperatur- und Feuchtigkeitssensoren an den Innenwänden an.
- Befestigen Sie Metallplatten an den Seitenwänden und schrauben Sie die Tabletts daran fest. Sie sollten in beide Richtungen in einem Winkel von 45 Grad positioniert sein.
- Bringen Sie einen Metallhebel oder -griff an, um die Tabletts gleichzeitig umzudrehen.
- Fertigen Sie ein Sichtfenster in der Tür an und verglasen Sie es. Stellen Sie eine Schale mit Wasser auf den Boden.
Um eine gute Wärmespeicherung im Kühlraum zu gewährleisten, wird empfohlen, den Innenraum des Kühlschranks mit Schaumstoffplatten zu isolieren.
Das Schema des fertigen Inkubators sieht folgendermaßen aus:
Im folgenden Video wird ein selbstgebauter Inkubator aus einem Kühlschrank vorgestellt:
Hilfreiche Tipps
Erfahrene Züchter empfehlen beim Bau eines Brutkastens folgende Richtlinien zu beachten:
- Um eine gleichmäßige Erwärmung des Rosts mit den Eiern zu gewährleisten, sind sowohl am Boden als auch unter dem Deckel Glühlampen installiert.
- Um eine natürliche Belüftung zu gewährleisten, sollten Sie mehrere runde Löcher in den Deckel machen.
- Sorgen Sie für eine alternative Wärmequelle bei Stromausfall. Bauen Sie dazu im unteren Bereich des Inkubators eine separate Kammer, die Sie mit dreilagigem Sperrholz vom restlichen Inkubator abtrennen. Bohren Sie zahlreiche Löcher in das Sperrholz. Stellen Sie einen Aluminiumkanister in diese Kammer. Bei Stromausfall füllen Sie den Kanister mit kochendem Wasser, schließen Sie die Lüftungsanlage und decken Sie den Inkubator mit einer Decke ab. Der selbstgebaute Heizkörper spendet so 12–14 Stunden lang Wärme.
- Vermeiden Sie plötzliche Erschütterungen und Lärm im Raum, da die Embryonen sonst erschreckt werden und ihre Entwicklung verzögert werden kann.
- Verwenden Sie zur Temperaturüberwachung keine Außenthermometer, da diese eine erhebliche Fehlertoleranz aufweisen. Medizinische Thermometer sind besser geeignet. Diese können in der Nähe der Eier platziert werden, jedoch darf das Thermometer die Schale nicht berühren, da dies die Messgenauigkeit beeinträchtigt. Um genaue Messwerte zu erhalten, messen Sie die Temperatur einige Zeit nach dem Einschalten des Brutapparats und anschließend in regelmäßigen Abständen.
- Bei größeren Geräten kann man einen herkömmlichen Ventilator verwenden, der dazu beiträgt, das Temperaturgleichgewicht im Inneren der Kammer aufrechtzuerhalten.
- Der Inkubator sollte auf einer erhöhten Fläche in einem Raum aufgestellt werden, in dem die Raumtemperatur konstant gehalten wird, keine direkte Sonneneinstrahlung herrscht und keine Zugluft vorhanden ist.
Video: Selbstgebauter Inkubator mit Umkehrfunktion
Das folgende Video erklärt den Bau eines Kippinkubators mit zwei separaten Kammern. Er benötigt 12 W und kann an eine Autobatterie angeschlossen werden. Zur Temperaturregelung wird ein Thermostat vom Typ 1209 verwendet.
Kennt man die Konstruktionsmerkmale eines Inkubators, kann man ihn mithilfe vorgefertigter Pläne und Anleitungen selbst bauen. Jeder selbstgebaute Inkubator sollte jedoch vor der ersten Benutzung getestet werden. Lassen Sie ihn einige Tage im Leerlauf laufen, um die Funktion der Sensoren zu überwachen und sicherzustellen, dass die Temperatur konstant gehalten wird.






