Brahma-Hühner sind für ihr ruhiges Wesen und ihre geringen Ansprüche an die Stallhaltung bekannt und daher bei Selbstversorgern und erfahrenen Geflügelzüchtern auf großen Betrieben gleichermaßen beliebt. Diese Hühner sind eine Bereicherung für jeden Garten und tragen außerdem dazu bei, durch den Verkauf ihres Fleisches und ihrer Eier einen guten Gewinn zu erzielen.

Aussehen und Charakter
Das Gefieder der Brahma-Hühner hat einen leicht gelblichen Schimmer. Es gibt sie in verschiedenen Farben, darunter Schwarz, Grau, Gelb und gestreift. Auch silberweiße, birkenfarbene, rehbraune und rotbraune Varianten sind erhältlich. Brahmas haben weiche, feste Federn, die eng am Körper anliegen. Ihr üppiges Daunenkleid hat einen aschgrauen Schimmer. Hennen sind mit ihren fächerförmigen, buschigen Schwänzen attraktiv, während Hähne eine prächtige Halskrause tragen.
Die Augen der Vögel liegen tief, ihr kontrastierender Orangeton ist besonders faszinierend. Die Überaugenwülste sind leicht überhängend und erhaben. Sie haben einen kleinen Kopf mit breiter Stirn. Die Haube hat keine auffälligen Zähne; sie ist meist dreireihig und kapselartig. Die Ohren haben mittelgroße rote Lappen, und der gelbe Schnabel ist sehr kräftig. Eine üppige, sanft geschwungene Mähne erstreckt sich über den Hals.
Das Huhn zeichnet sich durch einen eher fleischigen und dichten Körperbau aus: Kruppe, Rücken, Bauch und Brust sind von mittlerer Größe. Sein Körper ist hoch angesetzt, der Schwanz hoch getragen, und es hat ein zierliches Knochengerüst. Hähne sind straffer und schlanker, während Hennen sich durch ihre rundliche Form und kurzen Beine auszeichnen.
Es ist nicht zulässig, ein Huhn mit gelbem Gefieder und weißem Schwanz, ohne Erbsenkamm, ohne Federn an Zehen und Laufbeinen und mit schwarzen Streifen im Taillenbereich zu halten. Die meisten Federn sind überwiegend hell. Das Laufbein ist weiß. Solche Tiere können nicht als echte Brahma-Hühner gelten.
Detaillierte Informationen über den Vogel
Früher wurde Geflügel ausschließlich zur Fleischproduktion gezüchtet. Heute gilt die Brahma-Rasse als Delikatesse. Durch die Einkreuzung verschiedener Rassehühner ist die Produktivität leicht zurückgegangen. Dieses Huhn ist besonders begehrt; sein Fleisch ist nicht nur schmackhaft und zart, sondern auch nahrhaft. Ein Geschmacksverlust und eine gröbere Konsistenz des Fleisches können nur auftreten, wenn der Züchter das falsche Futter und die falschen Ergänzungsmittel verabreicht. Beispielsweise kann eine Legehenne bis zu 4 kg und ein Hahn bis zu 5 kg wiegen.
Als die Rasse erstmals aufkam, wogen die Hennen 7 kg, manchmal sogar mehr. Heute sind solch große Hennen praktisch unmöglich zu finden.
Diese Hühner sind anspruchslos, robust und widerstandsfähig. Sie sind pflegeleicht; ein kleiner Stall und etwas Auslauf genügen. Diese Rasse gilt als friedlich, und die Hühner haben ein ruhiges Wesen.
Legehennen legen etwa 110 Eier pro Jahr, die jeweils 60 Gramm wiegen. Die Eier haben eine feste Schale und können hellbraun, braun oder rotbraun sein. Auch im Winter sinkt die Legeleistung der Brahma-Hennen nicht.
| Indikator | Bedeutung | Notiz |
|---|---|---|
| Durchschnittsgewicht eines Huhns | 3,5-4 kg | Hängt von der Unterart und den Haltungsbedingungen ab. |
| Durchschnittsgewicht eines Hahns | 4,5-5 kg | Maximal gemessener Wert – 7 kg |
| Eierproduktion pro Jahr | 100-120 Stück | Es nimmt im Winter nicht ab. |
| Eiergewicht | 55-60 g | Starke Hülle |
| Beginn der Eiablage | 9 Monate | Späte Reifung |
| Tägliche Futteraufnahme | 130 g/Kopf | Ein ausgewogenes Verhältnis von Proteinen und Mineralstoffen ist erforderlich |
Hühner beginnen im Alter von neun Monaten mit dem Legen. Um die Eierproduktion zu gewährleisten, benötigen sie täglich hochwertiges Futter, durchschnittlich 130 g pro Henne.
Was muss man über die Vogelhaltung wissen?
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Hühner zu halten. Man kann Eier, Küken oder ausgewachsene Hühner kaufen. Erfahrene Geflügelzüchter beziehen ihre Tiere oft von spezialisierten Zuchtzentren. Am günstigsten ist es, Eier für einen Brutkasten zu kaufen, während Küken eine mittlere Preisklasse darstellen. Ausgewachsene Brahma-Hühner kosten allerdings etwa zehnmal so viel wie ein Ei.
Legehennen sind für ihren ausgeprägten Mutterinstinkt bekannt. Da sie jedoch stark an Gewicht zunehmen, kann es vorkommen, dass bis zu einem Viertel des Eis beschädigt wird. Die beste und sicherste Option ist das Ausbrüten. Küken wachsen sehr langsam, und im Juni geschlüpfte Jungtiere überleben den Winter möglicherweise nicht. Zugekaufte Alttiere werden unter Quarantäne gestellt. 16 Wochen alte Küken werden von anderen Vögeln getrennt gehalten.
Zwar kann man Hühner auch zu Hause halten, doch viele Geflügelzüchter sind der Ansicht, dass es am besten ist, mit der Aufzucht von ausgewachsenen Tieren oder Küken zu beginnen. Während der Legeperiode lässt sich eine hervorragende Zuchtgruppe aufbauen. Um jedoch qualitativ hochwertige Hühner zu züchten, benötigen Sie mindestens zweijährige Tiere. Nur so ist der Erfolg garantiert.
Hühner dieser Rasse werden mit der Zeit recht groß und benötigen einen stabilen Stall. Dieser sollte mindestens 400 mm hoch und mindestens 30 cm breit sein. Nur ein Stall dieser Größe ermöglicht den Tieren, bequem zu klettern und sich wohlzufühlen.
Es ist wichtig, den Hühnerstall zugfrei, hell und trocken einzurichten. Diese Bedingungen sind besonders wichtig für Hühner. Sie benötigen mindestens 14 Stunden künstliches Licht pro Tag. Im Winter wird der Stall mit Kunstlicht ausgestattet.
Brahma-Hühner sind in Bezug auf die Lebensbedingungen anspruchslos; sie vertragen Frost problemlos, und trockenes Sägemehl reicht als Einstreu völlig aus.
Varietäten und Unterarten
Bereits im späten 19. Jahrhundert wurden mehrere Hauptsorten entwickelt: Europäische Zier-, Amerikanische Fleisch-, Zwerg-Zier- und Asiatische Zier-Fleischsorten. Es existieren außerdem mehrere Unterarten:
- Rebhuhn. Eine amerikanische Unterart mit fleischfressender Natur. Ihr Gefieder ist bräunlich mit einem goldenen Schimmer. Die Schwanzfedern sind schwarz mit einem grünlichen Metallglanz. Diese Brahma-Henne ähnelt in ihrer Färbung einem Rebhuhn.
- Kitz. Das Gefieder ist überwiegend bräunlich-golden. Schwanz und Hals sind dunkel befiedert. Dieser Vogel ist besonders kälteresistent.
- Licht. Diese kolumbianische Unterart ist grau-silbern gefärbt. Der Vogel zeichnet sich durch sein Schwung- und Schwanzgefieder sowie einen kontrastierenden dunkelgrünen Kragen aus. Tarsus und Zehen weisen schwarze Streifen auf. Hähne haben schwarze Federn, während Hennen weißes Gefieder an der Taille tragen. Kamm, Ohrscheiben und Schnauze sind rot. Diese Vögel sind bekannt für ihre hohe Haltung, ihren großen Schnabel, ihr üppiges Gefieder und ihre großen Augen.
- Dunkel. Hennen sind typischerweise weißgrau mit einem silbrigen Schimmer am Kopf. Ihr Hals ist mit weißen Daunen mit dunklem Rand bedeckt. Ihr Körper ist mit sichelförmigen, grauschwarzen Federn geschmückt, die locker und üppig sind. Hähne haben einen grausilbernen Kopf mit einem schwarzen Mittelstreifen an Hals und Mähne, der sich von den weißsilbernen Federn abhebt. Ihre Beine tragen eine üppige, habichtartige Federhaube.
| Unterart | Farbe | Richtung | Besonderheiten |
|---|---|---|---|
| Rebhuhn | Bräunlich-golden | Fleisch | Schwarze Federn am Schwanz |
| Kitz | Bräunlich-golden | Dekoratives Fleisch | Kältebeständig |
| Licht | Grau-silbern | Dekorativ | Kontrastkragen |
| Dunkel | Grau-schwarz | Dekoratives Fleisch | Falkenfedern an den Beinen |
| Zwerg | Verschieden | Dekorativ | Gewicht bis zu 1,5 kg |
Zu den Vorteilen von Brahma-Hühnern zählen ihr anspruchsloses Klima und ihre unkomplizierten Lebensbedingungen, ihr einzigartiges Aussehen, ihre hohe Legeleistung und ihr reichhaltiges Fleisch. Zu den Nachteilen gehören jedoch die geringe Aktivität der Tiere, die relativ späte Legetätigkeit der Hennen und die vergleichsweise hohen Futterkosten dieser Rasse.
Ernährungsregeln
Um reinrassige Brahma-Hühner zu züchten, die nicht nur gut an Gewicht zunehmen, sondern auch eine hohe Eierproduktion aufweisen, müssen Sie grundlegende Fütterungsrichtlinien befolgen:
- Hühner brauchen frisches Futter, deshalb sollte man regelmäßig eine neue Portion in die Futtertröge füllen.
- Diese Vögel werden dreimal täglich gefüttert. Hühner sind pünktlich, sie merken sich den Fütterungsplan und wissen, wann sie gefüttert werden. Auf Wunsch können Sie ihnen beibringen, aus der Hand zu fressen.
- Das Futter sollte reich an Mineralien, Vitaminen und Spurenelementen sein. Es ist wichtig, Vögel mit kalziumhaltigem Futter zu versorgen. Geeignete Futtermittel sind beispielsweise Gartengrün, spezielle Ergänzungsmittel, Futterreste, gemahlene Eierschalen, zerstoßene Muschelschalen und Kreide.
- Zur Verbesserung der Magenfunktion empfiehlt es sich, feinen Sand und Kies in die Futterhäuschen der Vögel zu geben.
- Erfahrene Geflügelzüchter empfehlen ein bestimmtes Fütterungssystem. Morgens erhalten die Tiere Getreidefutter, mittags spezielle Ergänzungsmittel, vermischt mit Brühe, Futterresten und Grünfutter, und abends wieder Getreidefutter.
- Vergessen Sie nicht die Wasserversorgung der Hühner. Achten Sie regelmäßig darauf, dass die Wassernäpfe mit Wasser in Zimmertemperatur gefüllt sind. Pro 1,9 Liter Wasser wird ein Teil Trockenfutter benötigt.
- Im Winter wird Getreide auf die Einstreu gestreut – das garantiert eine Steigerung der Aktivität um 10 %.
- Hühner benötigen eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung, da sie aktiver sind und dadurch mehr Energie verbrauchen. Füttern Sie sie bis zum Alter von sieben Monaten reichlich. Geben Sie ihnen in den ersten zwei Wochen fein gehackte, gekochte Eier, Mais und Weizenbrei. In den folgenden 20 Tagen füttern Sie sie mit fein gehackten Brennnesseln, Löwenzahn und fettarmem Hüttenkäse. Führen Sie dann nach und nach Karotten, Rote Bete, Blattgemüse, Äpfel, Gurken und Zucchini ein.
Ausgewachsene Vögel benötigen folgende Nahrung: Getreide, gekochte Kartoffeln, Knochenmehl, Kreide, Mehl, Salz.
Hühnerfütterungsplan
- 1-14 Tage: gekochtes Ei, Mais, Weizenbrei
- 15-35 Tage: gehacktes Gemüse, Hüttenkäse
- 36-60 Tage: Gemüse (Karotten, Rote Bete, Zucchini)
- 2-5 Monate: Getreidemischungen, Mineralstoffergänzungsmittel
- Ab 5 Monaten: Erwachsenenkost
Brahma-Hühner müssen regelmäßig kontrolliert werden, um sicherzustellen, dass sie nicht zu viel fressen, da die Tiere zu Fettleibigkeit neigen.
Wie kann man Hühner vor Krankheiten schützen?
- ✓ Desinfektion des Hühnerstalls alle 2 Monate
- ✓ Regelmäßiger Austausch der Katzenstreu
- ✓ Futter- und Wasserqualitätskontrolle
- ✓ Untersuchung der Nutztiere auf Parasiten
- ✓ Impfungen gemäß Plan
- ✓ Isolation von erkrankten Personen
Hühner dieser Rasse weisen eine gute Krankheitsresistenz auf, sind aber gegen einige Krankheiten nicht völlig geschützt. KrankheitenUm die Vögel vor Krankheiten zu schützen, sollte ihr Stall sauber sein und Tränken und Futtertröge regelmäßig gereinigt werden. Sitzstangen und Einstreu sollten regelmäßig behandelt werden. Es empfiehlt sich, gelegentlich Asche in die Einstreu zu streuen – dies ist eine hervorragende vorbeugende Maßnahme, um Parasitenbefall im Gefieder zu verhindern.
Brahma-Hühner sind hervorragende Masthühner, die sowohl für Fleisch als auch für Eier geeignet sind. Diese Rasse zeichnet sich nicht nur durch ihr attraktives Aussehen und ihr schmackhaftes Fleisch aus, sondern auch durch ihre unkomplizierten Haltungsbedingungen und die geringe Temperaturtoleranz. Wichtig ist vor allem eine artgerechte Ernährung mit hochwertigem Futter und die regelmäßige Kontrolle des Wohlbefindens der Tiere.
