Zwerghühner sind eine exotische Zwerghuhnrasse mit etwa zehn dekorativen Unterarten. Diese Tiere zeichnen sich durch ihre geringe Größe, ihr auffälliges Aussehen und ihre hohe Legeleistung aus. Dieser Artikel beschreibt die charakteristischen Merkmale der Zwerghühner, ihre Varietäten sowie die Besonderheiten ihrer Haltung und Pflege.
Ursprung der Rasse
Einer Theorie zufolge stammen Zwerghühner aus Japan. Es gibt keine verlässlichen Daten zu den Details der Zwerghuhnzucht oder den an den Zuchtprogrammen beteiligten Rassen. Die erste Erwähnung von Legehennen und eine Beschreibung der Rassemerkmale datieren aus dem Jahr 1645.
Andere Wissenschaftler behaupten, diese Hühner seien aus dem alten Indien nach Japan gebracht worden, wo sie natürlich entstanden seien. Man geht davon aus, dass die Vorfahren dieser Legehennen Wildhühner waren, von denen die Zwerghühner eine ausgezeichnete Immunität und einen starken Mutterinstinkt geerbt haben.
In Indien wurden Miniaturhühner in Geflügelhöfen zu Dekorationszwecken gehalten, während die Hähne ausgezeichnete Kampfeigenschaften zeigten. Nach einiger Zeit gelangten die Hühner nach Europa, wo sie aufgrund ihrer hohen Legeleistung schnell an Beliebtheit gewannen. Zierhühner wurden 1774 nach Russland eingeführt.
Beschreibung der Rasse und charakteristische Merkmale des Zwerghuhns
Zwerghühner zählen zu den ältesten und schönsten Rassen der Welt. In Russland findet man sie häufig auf kleinen Bauernhöfen, da sie nicht nur gut Eier legen, sondern auch im Hühnerstall ein echter Hingucker sind. Für nördliche Regionen sind diese Hühner nicht geeignet, da sie niedrige Temperaturen schlecht vertragen. Im Winter können ihre Beine, ihr Kamm und ihre Kehllappen erfrieren.
Zwerghühner besitzen einen ausgeprägten Mutterinstinkt und sind daher ausgezeichnete Brüterinnen und fürsorgliche Mütter. Viele Geflügelzüchter setzen Zwerghühner ein, um Eier anderer Hühnerrassen auszubrüten, die weniger brütfähig sind. Bei ausreichend Futter und Wasser kann eine brütende Henne ihre Küken bis zu drei Monate lang ununterbrochen brüten.
Aussehen
Alle reinrassigen Vögel zeichnen sich durch eine ungewöhnliche Körperhaltung aus – sie ist nahezu senkrecht, wobei die Hähne etwas höher sitzen. Die Haut der Vögel ist hellgelb, es gibt jedoch Unterarten mit einem graublauen Schimmer. Einige Zwerghuhnvarianten haben ein üppiges Federkleid an den Beinen, was dem Vogel ein besonders dekoratives Aussehen verleiht. Hennen dieser Rasse sind typischerweise leicht – 400 bis 700 Gramm –, während Hähne bis zu 1 kg wiegen können.
Der kleine Kopf trägt einen rosen- oder blattförmigen, purpurroten Kamm. Die Kehllappen sind klein, abgerundet und rosa oder rot. Hennen haben kurze Beine, Hähne etwas längere. Schwanz und Schwungfedern sind lang, sodass die Flügel fast den Boden berühren. Der Körper ist dicht befiedert.
Der Schnabel ist klein, leicht gebogen und gelb. Die Augen der Zwerghühner sind überwiegend rötlich-orange, können aber auch dunkelbraun sein. Der Schwanz ist hoch angesetzt; es gibt lange, mittellange und kurze Schwänze.
Folgendes gilt als Rassefehler:
- groß;
- Gewicht mehr als 1 kg;
- locker sitzendes Körpergefieder;
- spitz zulaufender oder unterfederter Schwanz;
- schlecht ausgeprägter Kamm.
Produktivität
Hennen dieser Rasse legen früh, bereits ab dem fünften Monat. Sie produzieren etwa 150 Eier pro Jahr, die jeweils 43–45 g wiegen. Bei guter Beleuchtung im Stall können sie auch im Winter Eier produzieren. Manche Geflügelzüchter halten Zwerghühner wegen ihres mageren Fleisches und loben den hervorragenden Geschmack und die besonders zarte Konsistenz des Fleisches.
Verhalten und Eigenschaften
Legehennen sind für ihre Neugier und Wendigkeit bekannt. Sie vertragen sich im Garten recht gut mit anderen Hühnerrassen und sind ihren Besitzern gegenüber zutraulich. Zwerghühner haben einen ausgeprägten Brutinstinkt und sind ausgezeichnete Kükenpflegerinnen. Trotz ihrer geringen Größe zögern sie nicht, ihre Küken gegen jeden Feind zu verteidigen.
Der Mutterinstinkt von Zwerghühnern ist so stark ausgeprägt, dass eine junge Henne, sobald sie Küken in einem Nachbarnest schlüpfen sieht, ihre eigenen Eier verlassen und sich sofort um die anderen Küken kümmern kann. Um dies zu vermeiden, sollten die geschlüpften Küken umgehend in einen abgelegenen Teil des Hühnerstalls gebracht werden.
Hähne sind ausgezeichnete Familienväter, die sich um ihre Hennen kümmern und ihren Nachwuchs vor anderen Tieren im Hühnerstall beschützen. Zwar kann es zwischen zwei Hähnen zu Konflikten im Kampf um die Rangordnung kommen, doch greifen diese Vögel sich in der Regel nicht an. Die einzige Ausnahme bilden möglicherweise Kampfhähne, die besonders aggressiv und streitlustig sind.
Varianten der Rasse
Zwerghuhn-Unterarten unterscheiden sich in Größe, Temperament, Farbe und sogar Legeleistung. In Europa sind die niederländischen, dänischen und Hamburger Rassen am beliebtesten, während in Russland die Calico- und Walnuss-Varianten verbreitet sind. Einige Rassen entstanden auf natürliche Weise, andere sind kleinere Versionen größerer, etablierter Rassen, die durch Zuchtwahl entstanden sind.
| Name | Gewicht eines Erwachsenen (g) | Eierproduktion (Stück/Jahr) | Farbe |
|---|---|---|---|
| Zwerghuhn von Padua | 700-1000 | 150 | Goldfarben mit schwarzen Sprenkeln, weiß mit silbernen Sprenkeln |
| Nankeen Zwerg | 400-700 | 150 | Goldbraun bis schokoladenbraun, heller an Flügeln und Brust |
| Pekinese Zwerg | 500-800 | 150 | Farbvielfalt: einfarbig und mehrfarbig |
| Bantam Calico | 400-700 | 150 | Braun oder rot mit weißen Flecken |
| Altai-Zwerghuhn | 400-700 | 150 | Braun mit Flecken aus grauen und schwarzen Federn |
| Niederländischer Zwerg | 400-700 | 150 | Schwarzes Gefieder mit Glanz, weiße Haube |
| Bantam Seabright | 400-700 | 150 | Sand, Grau, Silbermilch mit schwarzem Rand |
| Yokohama Bantam Phoenix | 400-700 | 150 | Gelbbraun bei Hennen, schwarze Brust bei Hähnen |
| Malaysische Serama | 300-600 | 60 | Farbvielfalt |
| Bantam Shabo Japanisch | 400-700 | 150 | einfarbiges oder geflecktes Gefieder |
Zwerghuhn von Padua
Hühner dieser Rasse gelten als die größten unter den Zwerghühnern. Ein besonderes Merkmal dieser Unterart ist ihre Farbe, die in zwei Varianten vorkommt:
- goldener Hintergrund mit schwarzen Einschlüssen;
- Weißer Hintergrund mit silbernen Einschlüssen.
Die zweite Variante ist beliebter, da das Fleckenmuster eine attraktive Halbmondform aufweist.
Nankeen Zwerg
Die Nankeen-Unterart zählt zu den ältesten und ist besonders in asiatischen Ländern verbreitet. Das Rückengefieder der Hennen variiert von goldgelb bis schokoladenbraun, wobei die Flügelspitzen und das Brustgefieder einige Nuancen heller sind. Der Schwanz der Nankeen-Zwerghühner ist buschig und dunkelbraun. Hähne haben schwarzes Brustgefieder. Ihre Beine sind gräulich und unbefiedert.
Pekinese Zwerg
In einigen Quellen werden die Peking-Benthams auch Cochin-Benthams genannt, da es sich um eine kleinere Kopie handelt. Cochin-HühnerZu den charakteristischen Merkmalen dieser Unterart gehören zottelige Beine, ein abgerundeter Schwanz und ein weiches, dichtes Gefieder. Peking-Zwerghühner gibt es heutzutage in einer Vielzahl von Farben, darunter einfarbige (weiß, schwarz, rot) und gescheckte Exemplare.
Bantam Calico
Calico-Hühner sind in vielen privaten Geflügelhöfen in ganz Russland anzutreffen. Diese Unterart zeichnet sich durch einen großen, rosafarbenen Kamm und ein geflecktes Gefieder aus. Die Grundfarbe der Hühner ist braun oder rot, mit weißen Flecken unterschiedlicher Größe.
Hähne sind deutlich farbenprächtiger. Ihre Brust und ihr Schwanz sind schwarz mit einem grünen Schimmer, ihr Rücken leuchtend rot. Ihre Beine sind kurz, gelb und größtenteils unbefiedert.
Altai-Zwerghuhn
Diese Hühner zeichnen sich durch ihren robusten Körperbau, die breite, markante Brust und einen üppigen Schopf am Hinterkopf aus, der den Kamm vollständig verdeckt. Die Rasse wurde Ende des 20. Jahrhunderts in Barnaul entwickelt. Das Gefieder der Altai-Zwerghühner ist an Körper und Beinen dicht und dicht. Sie sind an kalte Klimazonen angepasst, werden aber im Winter in beheizten Ställen gehalten.
Die häufigste Färbung ist Braun mit grauen und schwarzen Federn. Hähne haben Schwanzfedern, die schwarz mit einem grünlichen Schimmer, weiß und rot sind. Reinrassige Altai-Zwerghühner können auch dreifarbig, haselnussbraun, gescheckt oder rehbraun sein.
Niederländischer Zwerg
Das Niederländische Zwerghuhn gilt als die dekorativste Zwerghuhnrasse. Diese prächtigen Tiere besitzen ein schillernd schwarzes Gefieder und eine üppige weiße Haube. Beine und Schnabel sind schwarz mit einem bläulichen Schimmer, der Kamm leuchtend rot. Diese Unterart ist nur bei Hobbyzüchtern und Sammlern anzutreffen, da die Haltung dieser Hennen nicht einfach ist.
Die schneeweiße Haube des Hahns verschmutzt sich beim Fressen ständig, was nicht nur sein Aussehen beeinträchtigt, sondern auch seiner Gesundheit schadet. Futterreste und Schmutz gelangen in die Augen und verursachen Entzündungen. Zudem kommt es häufig zu Kämpfen zwischen Hähnen, bei denen andere Vögel ihnen Federn ausreißen und so den gegnerischen Hahn mit der weißen Haube ernsthaft verletzen.
Bantam Seabright
Diese Unterart zeichnet sich durch ihre besondere Färbung aus – jede Feder ist schwarz gesäumt. Die häufigsten Farben sind sandfarben, grau und silbrig-milchig. Das Sebright-Zwerghuhn ist eine gefährdete Art, daher ist es sehr schwierig, eine reinrassige Henne zu finden. Die Hennen sind unfruchtbar und brüten schlecht (was für diese Rasse völlig ungewöhnlich ist).
Die Überlebensrate der Küken ist sehr gering. Die Jungtiere haben ein schwaches Immunsystem, und nur wenige des gesamten Geleges erreichen das Erwachsenenalter. Sebright-Hähne sind streitlustig und aggressiv, weshalb sie sich nur schwer in einem Gemeinschaftsstall oder im Garten halten lassen.
Yokohama Bantam Phoenix
Diese Unterart wurde im 18. Jahrhundert in Japan künstlich gezüchtet. Die Hennen sind einheitlich gelbbraun. Die Hähne haben eine schwarze Brust, rotgoldenes Gefieder an Hals und Rücken sowie einen prächtigen schwarzen Schwanz mit grünem Schimmer. Der Schwanz kann bis zu 7 Meter lang werden. Um sein dekoratives Aussehen zu bewahren, wird er auf einer speziellen Halterung aufgerollt.
Phönixe werden üblicherweise von Hand gehalten und in speziellen Käfigen untergebracht. Es ist praktisch unmöglich, einen solchen Hahn in einem Geflügelhof zu finden; sie werden in der Regel von Sammlern gewerblich gehalten. Bemerkenswerterweise ist es Züchtern in anderen Ländern nicht gelungen, eine dem Yokohama-Huhn ähnliche Rasse zu züchten.
Malaysische Serama
Die Serama ist eine rein dekorative Rasse, die erst vor Kurzem in Malaysia entwickelt wurde. Eine ausgewachsene Henne wiegt nur 300 g, ein Hahn hingegen 600 g. Der Körper des Vogels ist nahezu aufrecht, der Schwanz ist im 90-Grad-Winkel nach oben gerichtet und der Hals gebogen. Malaiische Seramas haben ein helles Gefieder, dessen Färbung variieren kann.
Die Beine dieser Rasse sind weit auseinanderstehend, kurz und gelb. Ihre Flügel sind breit und lang. Die Legeleistung ist gering: Eine Henne legt bis zu 60 Eier pro Jahr mit einem Gewicht von 25–30 g. Diese Hühner sind wählerisch und anfällig für Krankheiten.
Bantam Shabo Japanisch
Der Shabo gehört zu den zentralen Zweigen der Rasse, dessen Vorfahren noch heute in freier Wildbahn anzutreffen sind. Seine Beine sind zu kurz für schnelle Fortbewegung. Seine Flügel sind breit und lang und reichen bis zum Boden. Sein Schnabel ist gelb und fast gerade.
Japanische Zwerghühner haben kein spezifisches Farbmuster; Vertreter der Unterart können ein einfarbiges oder geflecktes Gefieder aufweisen. Ihre Federn sind gerade und lang, aber die lockigen und seidigen Shabo-Hühner wurden für Ausstellungszwecke gezüchtet.
Wartung und Pflege
Im Gegensatz zu den meisten Zierhühnerrassen benötigen Zwerghühner keine besonderen Haltungsbedingungen oder Fütterungspläne. Im Sommer werden die Tiere üblicherweise in einer geräumigen Voliere gehalten, deren Größe sich nach der Anzahl der Tiere im Betrieb richtet. Für Zwerghühner sollte die Auslauffläche 5–6 Quadratmeter pro 10 Hennen betragen. Wenn Sie planen, sie mit größeren Hühnerrassen zusammenzuhalten, sollte die Voliere auf 10 Quadratmeter pro 10 Tiere vergrößert werden.
Legehennen dieser Rasse sind recht gute Flieger, daher empfehlen erfahrene Geflügelzüchter, die Voliere mit einem Schutznetz abzudecken. Der Auslauf sollte mit Tränken und Futtertrögen am Rand ausgestattet sein. Nester werden unter einem Dach angebracht, und auch Sitzstangen werden dort gebaut.
Wir empfehlen Ihnen, die Artikel zur Selbstproduktion zu lesen. Trinknäpfeund auch Futterstellenfür Hühner.
Es empfiehlt sich, einen Teil des Geheges umzugraben und mit Getreide wie Hirse, Weizen und Hafer zu besäen. Außerdem sollte ein Platz für ein Aschebad angelegt werden. Dazu gräbt man ein 30 x 30 cm großes Loch und füllt es mit einer Mischung aus sonnengewärmtem Sand, Lehm und Asche. Alternativ kann man auch ein breites Becken oder eine Kiste als Aschebad verwenden.
Durch ein Bad in einem Sand-Asche-Gemisch können Hühner überschüssiges Öl und Schmutz von ihrem Gefieder entfernen und so für gute Hygiene sorgen. Die Asche ist zudem ein hervorragendes Mittel zur Vorbeugung gegen verschiedene Ektoparasiten, die zahlreiche gefährliche Krankheiten übertragen.
Besondere Aufmerksamkeit sollte der Winterpflege von Zwerghühnern gelten. Diese kleinen Hühner vertragen niedrige Temperaturen schlecht und werden daher im Winter in einen beheizten Stall umgesiedelt. Die optimale Temperatur für Legehennen liegt bei 14–16 Grad Celsius. Wichtig ist außerdem eine ausreichende Belüftung des Stalls, da hohe Luftfeuchtigkeit die Entstehung von Erkältungen und Pilzinfektionen begünstigt.
- ✓ Die Temperatur im Hühnerstall sollte nicht unter 14°C fallen.
- ✓ Die Luftfeuchtigkeit sollte bei 60-70% liegen.
Der Boden des Hühnerstalls sollte mit Einstreu bedeckt sein: Stroh, Torf oder Sägemehl. Im Winter sollte die Einstreuschicht etwa 20 cm dick sein. Bei Rassen mit befiederten Beinen sollte die Einstreu wöchentlich aufgelockert werden, damit die Hühner nicht mit ihrem Kot verschmutzen.
Zucht und Fütterung
Zwerghühner sind möglich Züchtung mithilfe eines BrutapparatsOder man nutzt eine brütende Henne. Eine junge Henne kann bereits mit sechs Monaten Küken ausbrüten. Aufgrund ihrer geringen Größe kann eine einzelne Zwerghuhnhenne jedoch nur 6–7 Küken auf einmal ausbrüten. Sie kann dies aber im Laufe des Sommers dreimal tun und so die Anzahl der Küken auf 20 erhöhen.
Es sollten nicht mehr als sieben Eier im Gelege verbleiben, da aufgrund der geringen Größe der Zwerghühner nicht alle Eier ausreichend Wärme erhalten. Dies kann zum Schlüpfen nicht lebensfähiger und kranker Küken führen.
Wenn Sie eine Legehenne zum Ausbrüten von Hühnern großer Rassen verwenden möchten, sollte die Anzahl der Eier 5 nicht überschreiten. Die natürliche Brut erfordert kein Eingreifen, da der starke Mutterinstinkt der Henne sie daran hindert, die Eier lange zu verlassen.
Zwerghühner sind nicht wählerisch beim Fressen und können daher wie andere Hühner im Garten gefüttert werden. Sie sollten maximal dreimal täglich gefüttert werden. Die Grundlage der Ernährung ausgewachsener Hühner bilden hochwertige Vollkornprodukte. Zusätzlich sollten sie Gemüsereste, saftiges Gras, altbackenes Schwarzbrot, Hüttenkäse, Molke und Fischreste fressen.
Im Winter wird grünes Gras durch feuchten Kartoffelbrei ersetzt. Mineralische Zusätze wie Muschelkalk sind geeignet. Knochen, Fleisch und KnochenmehlSpeisesalz ist ein unverzichtbarer Bestandteil ihrer täglichen Ernährung. Zwerghühner können auch mit handelsüblichem Futter gefüttert werden, das alle notwendigen Mikronährstoffe und Vitamine für eine gesunde Entwicklung enthält.
Hühnerpflege
Zwerghuhnküken schlüpfen nach 21 Tagen. Der Wurf besteht aus etwa gleich vielen Hähnen und Hennen, die alle von Geburt an ein gutes Immunsystem und einen guten Appetit haben. Die Küken werden in einen kleinen Karton gesetzt, über dem eine Wärmelampe in etwa 25–30 cm Höhe angebracht ist. Die Temperatur um die Küken sollte in der ersten Lebenswoche bei 33–35 Grad Celsius gehalten werden.
- ✓ Hohe Aktivität und schnelle Gewichtszunahme in den ersten Lebenstagen.
- ✓ Leuchtend orange Farbe von Schnabel und Pfoten als Indikator für gute Gesundheit.
In den ersten 3–4 Tagen sollten die Küken mindestens 7 Mal täglich gefüttert werden. Am besten eignen sich in dieser Zeit gehackte, gekochte Eier und fettarmer Hüttenkäse. Nach und nach wird die Fütterungshäufigkeit reduziert und neue Futtermittel eingeführt: gedämpfte Hirse, Maisgrieß und fein gehacktes Grünfutter. Die Küken nehmen schnell an Gewicht zu und bekommen ein kräftiges Federkleid. Die Überlebensrate der Jungtiere liegt bei etwa 90 %.
Vor- und Nachteile
Zwerghühner sind eine bemerkenswerte Rasse, die ein ansprechendes Aussehen mit hervorragender Legeleistung vereint. Zu den Hauptvorteilen dieser Miniatur-Legehennen zählen:
- entwickelte mütterliche Instinkte;
- gute Immunität;
- Vielfalt der Unterarten;
- freundliches Wesen der Hühner;
- kleine Größe;
- einfache Zucht;
- geringe Wartungsanforderungen;
- geringer Futterverbrauch;
- guter Geschmack von Eiern und Fleisch;
- Die Hähne haben eine laute Stimme.
Zu den Nachteilen gehören:
- Der hohe Preis eines Zwerghuhnpaares schreckt viele angehende Geflügelzüchter ab, da sie den Preis angesichts der geringen Größe der Tiere für zu hoch halten. Die bereits erwähnten Vorteile haben jedoch eine Rolle gespielt, und die Rasse erfreut sich seit Jahrzehnten großer Beliebtheit.
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Krankheiten und Behandlung
Zwerghühner haben ein starkes Immunsystem und erkranken selten. Probleme entstehen meist durch mangelhafte Pflege, unsachgemäße Haltungsbedingungen oder Kontakt mit kranken Tieren. Regelmäßige Kontrollen sind unerlässlich, um Warnzeichen frühzeitig zu erkennen und betroffene Tiere zu isolieren, bevor sich die Krankheit auf die gesamte Herde ausbreitet.
Eine Krankheit bei einer Legehenne lässt sich an folgenden Anzeichen vermuten:
- gesträubte Federn;
- Appetitlosigkeit oder Appetitverminderung;
- Lethargie;
- Darmbewegungsstörung;
- Rückgang der Eierproduktion;
- Lahmheit, Gangstörung.
Treten diese Symptome auf, sollte Ihr Zwerghuhn umgehend in einen Käfig gesetzt werden, fernab von anderen Vögeln im Garten. Am besten bringen Sie Ihren Vogel zu einem Tierarzt. Ist dies nicht möglich, können Sie versuchen, Ihrem Vogel selbst zu helfen, indem Sie die Informationen in der folgenden Tabelle beachten.
Häufige Zwerghuhnkrankheiten und ihre Behandlungsmethoden
| Name der Krankheit | Hauptsymptome | Behandlung |
| Colibacillose | Lethargie, Fieber, Durst, Keuchen. | Es werden folgende antibakterielle Medikamente verwendet: Synthomycin, Biomycin, Furazolidon, Furazidin. |
| Pasteurellose | Hohes Fieber, Lethargie, struppiges Gefieder, Durchfall, blauer Kamm. | Bei den ersten Anzeichen der Krankheit wird dem Futter eine wässrige Lösung von 2% Tetracyclin oder eine Norsulfazol-Lösung zugesetzt. |
| Salmonellose | Tränenfluss, Bindehautentzündung, Lahmheit, Atembeschwerden. | Verwendete Antibiotika: Chloramphenicol, Sulfanilamid. |
| Bauchwassersucht | Vergrößerung und Veränderung der Bauchform, Atembeschwerden, verminderte Aktivität. | Die Krankheit ist nur im Frühstadium behandelbar. Der Tierarzt entleert die Bauchhöhle von überschüssiger Flüssigkeit und verschreibt harntreibende Mittel. |
| Newcastle-Krankheit | Schleimausfluss aus dem Schnabel, Nahrungsverweigerung, Atembeschwerden, Bewusstseinstrübung. | Es gibt keine Heilung. Infizierte Vögel und alle Vögel, die mit ihnen in Kontakt gekommen sind, müssen getötet werden. |
| Gastroenteritis | Durchfall, Lethargie, Appetitlosigkeit. | Normalisierung der Ernährung, Einführung fermentierter Milchprodukte. In schweren Fällen kann der Arzt Folgendes verschreiben: Hühner mit Antibiotika behandelnDie |
Erfahrungsberichte von Geflügelzüchtern
Zwerghühner sind die kleinsten Zwerghuhnrassen der Welt. Sie zeichnen sich durch ihr auffälliges Aussehen, ihre Krankheitsresistenz und ihre gute Legeleistung aus. Die Zucht ist einfach, da die Hennen fürsorglich brüten und die Küken gut versorgen.












