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Wie heizt man einen Hühnerstall im Winter richtig?

Mit Einbruch der kalten Jahreszeit ist es notwendig, den Hühnerstall ordnungsgemäß zu isolieren, da die Tiere ohne ausreichend Wärme ernsthaft erkranken können. krank werden und sogar zum Tod. Dieses Problem erfordert in Regionen mit nördlichem Klima besondere Aufmerksamkeit. Was ist die optimale Temperatur im Winter und welche Maßnahmen können zu ihrer Aufrechterhaltung beitragen? Wir werden dem genauer nachgehen.

Hühner im Winter

Warum ist es wichtig, einen Hühnerstall zu isolieren?

Niedrige Temperaturen, kurze Tageslichtstunden, fehlende Sonneneinstrahlung und kalte Winde beeinträchtigen die Gesundheit von Vögeln und führen zu folgenden Konsequenzen:

  • Ein Rückgang der Eierproduktion bei Legehennenrassen (ihre Fruchtbarkeit hängt zu 40 % von der Temperatur im Hühnerstall ab).

    Lesen Sie weiter, um zu erfahren, wie Sie die Eierproduktion bei Hühnern im Winter steigern können. in unserem anderen ArtikelDie

  • Verminderte oder ausbleibende Gewichtszunahme bei Broilern.
  • Verlängerung der Häutungsperiode.
  • Die Entwicklung von Arthritis in den Gliedmaßen, insbesondere bei Vögeln, deren Pfoten nicht mit Federn bedeckt sind, und andere Krankheiten, aus denen Hühner fallen auf ihre FüßeDie
  • Der Tod der meisten Embryonen in Eiern, wenn eine Henne auf dem Gelege sitzt Legehenne (Bei niedrigen Temperaturen im Hühnerstall können nicht alle Eier erwärmt werden, sodass die Embryonen aufgrund von Wärmemangel absterben).

    Lesen Sie weiter, um herauszufinden, was die täglichen Normen und die Ernährung einer Legehenne sein sollten. HierDie

  • Bei Raumtemperaturen unter +5°C nimmt die Immunität ab, wodurch Hühner anfälliger für Erkältungen und Infektionskrankheiten werden.
  • Ein deutlicher Anstieg des Futterverbrauchs ist zu verzeichnen, da die Hühner aufgrund der fehlenden Wärme im Stall mehr Energie für ihre eigene Erwärmung benötigen, die sie aus dem Futter gewinnen.
  • Schnelle Gewichtszunahme bei Hühnern, oder genauer gesagt, eine Verschiebung des prozentualen Verhältnisses von Fleisch zu Fett zugunsten des Fettes (in der kalten Jahreszeit erhalten die Tiere kalorienreiches Futter, und in Kombination mit erhöhten Portionen führt dies zu einer Gewichtszunahme der Hühner).
  • Veränderungen im Verhalten der Vögel (sie bewegen sich wenig, werden lethargisch und apathisch).

Wärmemangel ist besonders für Jungvögel schädlich, daher muss man beim Thema Isolierung des Geflügelstalls äußerst sorgfältig vorgehen, um den Bestand zu erhalten.

Temperaturanforderungen

Vögel reagieren negativ auf Temperaturabfälle und plötzliche Temperaturschwankungen. Daher sollte die Temperatur im Hühnerstall stets in einem konstanten Bereich gehalten werden. Die Mindesttemperatur liegt bei +7 bis +8 °C, die Höchsttemperatur bei +12 bis +15 °C. Im Durchschnitt gilt eine Temperatur von +10 °C als optimal.

Es ist nicht ratsam, Temperaturen über 18°C ​​zu halten, da dies die Qualität der Eierschalen beeinträchtigt und das Gewicht der Eier verringert.

Bei Überhitzung hecheln Hühner schnell, trinken viel Wasser, halten den Schnabel ständig offen und verweigern ihr Hauptfutter. All dies stört ihren natürlichen Biorhythmus.

Vorbereitung vor der Isolierung

Der Hühnerstall wird bereits im Herbst, wenn die Außentemperaturen noch hoch sind, auf die Winterkälte vorbereitet. Vor dem Aufbau und der Beheizung sind jedoch einige Vorbereitungen nötig, darunter die Reinigung und Desinfektion.

Es gibt verschiedene Desinfektionsmöglichkeiten, aber in den meisten Fällen entscheiden sich Züchter für das Weißeln von Wänden und Decke. Dazu mischt man mindestens 1 kg Kalkpulver in 5 Liter Wasser.

Zur Desinfektion des Stalls verwenden Züchter manchmal auch einen Schweißbrenner, um Boden und Wände abzubrennen. Ist der Stall extrem verschmutzt und verschimmelt, werden mehrere Brennvorgänge durchgeführt, gefolgt von einer gründlichen Belüftung.

Spezielle Desinfektionsmittel für Geflügelzuchtbetriebe können auch zur Desinfektion des Hühnerstalls vor dessen Isolierung verwendet werden. Dazu gehören Formalin, Xylonaft und Kreolin.

Natürliche Heizung

Dazu gehört die Isolierung von Wänden, Boden, Decke und Fenstern. Bevor die kalte Jahreszeit einsetzt, müssen alle Ritzen und Spalten sorgfältig abgedichtet werden, um Wärmeverlust und das Eindringen kalter Luft zu verhindern. So wird der Hühnerstall vor Zugluft und Niederschlag geschützt.

Aus ökonomischer Sicht ist eine solche Isolierung die günstigste Option für die Winterheizung, und in Gebieten mit mildem oder gemäßigtem Klima kann sie die erforderliche Temperatur im Hühnerstall vollständig gewährleisten.

Mauern

Vor dem Winter oder während der Bauphase sollten sie zusätzlich mit Sperrholz, Holzbohlen oder Stülpschalung verkleidet werden, wobei dazwischen eine Dämmschicht angebracht werden kann. Dies kann beispielsweise Folgendes sein:

  • Penoplex;
  • Flüssigschaum (selbsthärtender Polymerfüllstoff);
  • Mineralwolle;
  • Glaswolle.
Wichtige Aspekte der Hühnerstallisolierung
  • Der Einfluss der Luftfeuchtigkeit auf die Wirksamkeit der Wärmedämmung wird nicht berücksichtigt. Bei hoher Luftfeuchtigkeit verlieren Mineralwolle und Glaswolle ihre Wärmedämmeigenschaften.
  • × Es liegen keine Informationen darüber vor, ob die Isolierung vor Nagetieren geschützt werden muss, da diese die Materialien beschädigen und ihre Wirksamkeit verringern können.

Die Wände eines Hühnerstalls mit Glaswolle isolieren

Bei einem gemauerten Hühnerstall empfiehlt sich eine Außendämmung. Dazu müssen Mineralwolle- oder Polystyrolplatten mit einem Spezialkleber an den Außenwänden befestigt werden.

Ebenfalls erwägenswert ist ein relativ neues Produkt auf dem Markt: Isolierfarbe. Dieses flüssige Wärmedämmmaterial wird mit Pinsel, Rolle oder Spritzpistole direkt auf die Fassade aufgetragen und härtet anschließend aus, wodurch eine zusätzliche Wärmedämmung erzielt wird.

Um die Wärme zu speichern, verkleiden unerfahrene Geflügelhalter die Wände ihrer Ställe oft mit Polyethylenfolie, was jedoch nicht empfehlenswert ist. Dieses Material ist völlig feuchtigkeitsundurchlässig, wodurch sich Kondenswasser an den Wänden bildet und einen idealen Nährboden für Schimmelpilze schafft.

Boden (Tiefstreu)

Die Wahl der Dämmung richtet sich nach der Art des Fußbodens:

  • BetonIn diesem Fall ist eine zusätzliche Verkleidung mit Platten erforderlich, die mit einem feuchtigkeits- und chemikalienbeständigen Dämmstoff versehen sind. Expandiertes Polystyrol oder Zellulosewatte erfüllen diese Anforderungen. Auch Blähton kann verwendet werden, die Schichtdicke muss jedoch mindestens 15 cm betragen.

    Gipsfasern und Mineralwolle eignen sich nicht als Fußbodendämmung, da sie empfindlich gegenüber Wasser und aggressiven Substanzen sind. Auch extrudiertes Polystyrol ist ungeeignet, da es Wasserdampf durchlässt und dadurch die Luftfeuchtigkeit im Raum sehr hoch ist.

  • Holz, TonAuf einem solchen Bodenbelag ist eine dicke Unterlage erforderlich, die gleichzeitig als zusätzliche Luftheizung dient. Geeignete Unterlagenmaterialien sind beispielsweise:
    • Heu;
    • Stroh;
    • Fichtennadeln (sind ein starkes natürliches Antiseptikum, das die Entwicklung von Schimmelpilzen und pathogenen Bakterien hemmt);
    • Holzspäne;
    • Torfmoos;
    • Sonnenblumenschalen.

Die ideale Variante wäre eine Mischung aus Stroh oder Heu und feinkörnigen Materialien wie Spreu, Kiefernnadeln oder Hobelspänen.

Es ist erwähnenswert, dass die Unterlage auch als zusätzliche Dämmung für einen Betonboden verwendet werden kann. In beiden Fällen wird sie wie folgt verlegt:

  1. Zuerst sollte der Boden mit einer dicken Kalkschicht bestrichen und mehrere Tage lang gründlich trocknen gelassen werden. Dadurch wird verhindert, dass sich Schädlinge im Material einnisten.
  2. Die Einstreu sollte in mehreren Schichten verteilt werden. Die Höhe sollte mindestens 25-40 cm betragen.
  3. Die Einstreu regelmäßig auflockern und eine neue, 5-10 cm dicke Schicht hinzufügen.
Optimale Streuparameter
  • ✓ Für eine effektive Wärmespeicherung sollte die Dicke der Bettung mindestens 25-40 cm betragen.
  • ✓ Die Katzenstreu muss regelmäßig (mindestens einmal pro Woche) gewendet werden, um Verklumpungen zu vermeiden und eine gleichmäßige Wärmeverteilung zu gewährleisten.

Im Winter ist eine ausreichende Belüftung des Geflügelstalls unerlässlich, um eine kontinuierliche Luftzirkulation zu gewährleisten und schädliche Dämpfe, darunter Ammoniak, das beim Kompostierungsprozess der Einstreu entsteht, abzuführen. Die Lüftungsklappe sollte mehrmals täglich geöffnet werden, um den Frischluftstrom zu regulieren und zu verhindern, dass überschüssige Wärme mit den Dämpfen entweicht.

Ein wesentlicher Nachteil von Naturstreu ist der unangenehme Ammoniakgeruch, der sich mit dem nahenden Frühling entwickelt. Um diesen zu beseitigen, mischen Sie trockenen Kalk und Holzasche im Verhältnis 1:1 und streuen Sie die Mischung auf die gesamte Bodenfläche. Diese Maßnahme wird im Frühjahr durchgeführt, wenn die Hühner wieder im Freien herumlaufen dürfen.

Um das regelmäßige Austauschen der Einstreuschicht oder das Lüften des Raumes zur Entfernung schädlicher Dämpfe zu vermeiden, können Sie fertige Tiefstreumaterialien verwenden, die nur alle drei Jahre ausgetauscht werden müssen. Eine Alternative ist eine Fermentationsmatte, die im Winter gleichzeitig als Fußbodenheizung dient, da sie sich durch die Zersetzung organischer Stoffe auf bis zu 50 °C erwärmt. Sie enthält nützliche Mikroorganismen – Milchsäurebakterien und photosynthetische Bakterien –, die folgende Eigenschaften aufweisen:

  • Die Entwicklung von Krankheitserregern, Schimmel und Fäulnis verhindern;
  • die Bildung von Ammoniak- und Methangerüchen verhindern;
  • Sie verarbeiten Hühnermist zu Kompost, der ein hervorragender Dünger für den Garten ist.

Hersteller geben an, dass dieses innovative Material zwei bis drei Jahre hält, allerdings nur bei optimaler Pflege der Mikroorganismen. Bakterien benötigen Nährstoffe und ausreichend Sauerstoff. Bei warmem Wetter sollte die Einstreu regelmäßig bewässert werden.

Bei Verwendung eines solchen Substrats muss die Materialmenge anhand der Herdengröße genau berechnet werden. Ist die Anzahl der Vögel gering, verhungern die Mikroorganismen, stellen ihre Vermehrung ein und sterben ab. Ist die Anzahl der Vögel groß, können sie nicht den gesamten Kot, der einen Nährboden für Krankheitserreger darstellt, verarbeiten, sodass die nützliche Mikroflora früher oder später zerstört wird.

Tiefstreu für einen Hühnerstall

Fenster und Türen

Durch solche Öffnungen entweicht viel Wärme, daher muss man auch über deren Isolierung nachdenken:

  • WindowsEin Hühnerstall hat üblicherweise nur ein Fenster, das nach Osten oder Süden ausgerichtet ist. Eine transparente Plastikfolie sollte am Fenster befestigt und der Rahmen ringsum mit Filzband oder anderem Material abgedichtet werden. Zur Befestigung eignen sich Reißzwecken oder kleine Nägel. Bei älteren Ställen ist der Fensterrahmen oft in schlechtem Zustand – verzogen oder sogar ganz von der Wand abgelöst. In diesem Fall sollten alle Risse mit Schaum oder Silikon abgedichtet werden. Nach der Reparatur kann das Fenster mit Plastikfolie abgedeckt und abgedichtet werden.

    Fenster sollten möglichst bereits in der Planungs- oder Bauphase des Geflügelstalls berücksichtigt werden. Am besten eignen sich herausnehmbare Doppelglasfenster. Im Sommer sollten diese entfernt und mit Fliegengitter abgedeckt werden, um die Belüftung zu verbessern.

  • TürDie Tür ist mit Filz und Folie isoliert. Die Isolierung sollte über den Türrahmen hinausreichen und alle Ritzen abdecken. Die Türrückseite kann mit Teppichboden ausgelegt werden, um Zugluft effektiv zu verhindern, die sonst eindringen und die Wärme verdrängen würde.

Decke (Dach)

Wenn Ihr Hühnerstall einen Dachboden hat, ist es ratsam, das Dach von außen zu isolieren. Gehen Sie dazu wie folgt vor:

  1. Die Bahnen der Dachpappe werden überlappend auf dem Dach verlegt.
  2. Alle Fugen mit Konstruktionsharz abdichten.
  3. Achten Sie darauf, dass die Dachschrägen und die Decke lückenlos sind. Regen oder Schnee dürfen nicht in den Dachboden eindringen.

Hat der Hühnerstall keinen Dachboden, wird die Decke wie die Wände gedämmt. Zuvor sollte sie jedoch auf Schäden und Risse überprüft werden. Beispielsweise sollte das Dach doppelwandig sein, um einen Hohlraum zwischen Innen- und Außenschicht zu schaffen. Dieser Hohlraum wird mit mindestens 10–15 cm dickem Schaumstoff, Mineralwolle oder einem anderen Dämmstoff gefüllt.

Künstliche Heizung

In Regionen mit strengen Wintern, wo die Temperaturen oft unter 0 °C fallen, ist dies unerlässlich. Unter solchen Bedingungen dringt selbst bei optimaler Isolierung des gesamten Stalls Kälte ein und stört die Vögel. Daher benötigt der Stall eine zusätzliche Heizung, deren Möglichkeiten wir weiter unten besprechen werden.

Elektrische Heizung

Verschiedene elektrische Heizgeräte sind auf dem Boden sowie an Wänden und Decke installiert. Sie erwärmen die Raumluft schnell, benötigen aber viel Strom. Ein Thermostat sorgt für eine konstante Temperatur. Dies verhindert nicht nur unerwünschte Trockenheit, sondern schützt den Hühnerstall auch vor Bränden.

In diesem Fall können Sie verschiedene Gerätetypen auswählen:

  • ÖlheizungEs besteht aus einem hermetisch verschlossenen Gehäuse mit Mineralöl, das durch ein Heizelement erhitzt wird. Zu den Vorteilen dieses elektrischen Geräts gehören:
    • hohe Brandsicherheit;
    • geringer Stromverbrauch im Vergleich zu einem Heizgerät;
    • Kein Lärm oder unangenehmer Geruch während des Betriebs;
    • Aufrechterhaltung einer optimalen Luftfeuchtigkeit während des Betriebs;
    • allmähliche Abkühlung des Raumes nach dem Ausschalten.

    Ölheizungen heizen das Haus jedoch ungleichmäßig, und für größere Flächen werden mehrere Geräte benötigt. Außerdem kann Öl aus dem Gehäuse austreten, wenn der Druck sinkt.

  • Elektrischer KonvektorDas Gerät besteht aus einem Heizelement und einem Ventilator. Es erwärmt die Luft durch natürliche Konvektion zwischen Raumluft und Heizelement. Im Betrieb steigt erwärmte Luft aus speziellen Luftkammern auf, während kühlere Luft von unten angesaugt wird. Dies gewährleistet eine natürliche Luftzirkulation. Das Gerät ist leise und geruchlos, kann aber nur kleine Bereiche und selbst diese ungleichmäßig erwärmen. Daher benötigen Sie für größere Räume mehrere Geräte. Nach dem Ausschalten kühlt die Luft sofort ab.

Heizung im Hühnerstall

  • HeizungEin metallgekapseltes Gerät, bestehend aus einem Heizelement und Ventilatoren zur Luftzirkulation. Es wird meist in großen Räumen installiert, da es besondere Wartung erfordert. Allerdings hat ein Heizgerät auch einige Nachteile:
    • Zusammen mit der Installation ist es notwendig, einen Luftkanal aus Metallrohren oder anderen Materialien zu konstruieren;
    • Obwohl das Gerät die Luft schnell aufheizt und einen großen Bereich des Raumes erwärmt, kühlt die Luft nach dem Ausschalten schnell wieder ab;
    • kann während des Betriebs einen unangenehmen Geruch abgeben;
    • Es macht viel Lärm und trocknet die Luft aus.
  • KeramikplatteEs funktioniert nach demselben Prinzip wie das Vorgängergerät, allerdings wird die Luft zwangsweise umgewälzt. Daher ist es mit leistungsstarken Ventilatoren ausgestattet, die die Luftzirkulation unterstützen und dabei einen sehr lauten Geräuschpegel erzeugen. Das Panel selbst ist recht teuer und verbraucht viel Strom, bietet aber einen erhöhten Brandschutz und trocknet die Luft nicht aus. Es wird an der Decke montiert und spart so Stellfläche.

Bei der Verwendung elektrischer Geräte ist ein sachgemäßer Umgang mit der Verkabelung unerlässlich. Alle Kabel müssen doppelt isoliert und vor Vögeln geschützt verlegt werden.

Risiken der Verwendung von Elektroheizungen
  • Elektrische Heizgeräte können die Luft austrocknen, was sich negativ auf die Gesundheit der Hühner auswirkt. Die Luftfeuchtigkeit muss reguliert werden.
  • Unsachgemäße Installation oder Bedienung von Heizgeräten kann zu Bränden führen. Alle Sicherheitsvorkehrungen müssen beachtet werden.

Ofenheizung oder Verwendung eines gusseisernen Ofens

In Betrieben mit kleinen Herden wird häufig ein Kaminofen verwendet. Diese Methode birgt jedoch die größte Brandgefahr, weshalb Landwirte sie selten anwenden. Ist der Stall aus Holz und der Boden mit natürlicher Einstreu bedeckt, ist das Heizen mit einem Ofen verboten. In einem gemauerten Gebäude hingegen kann Platz für einen Kaminofen oder einen anderen Ofen vorgesehen werden.

Während der Aufbau eines Ofens etwas Aufwand erfordert, ist ein gusseiserner Ofen deutlich einfacher. Er besteht aus einem Feuerraum und einem Schornstein und bietet eine leichte Möglichkeit, einen Raum zu heizen. Er muss lediglich auf einem Betonfundament, mit Abstand zu Wänden, installiert werden. Er bietet folgende Vorteile:

  • Es ist preiswert;
  • kann mit beliebigen ungiftigen Materialien verbrannt werden;
  • Für die Pflege sind keine besonderen Fähigkeiten erforderlich.

Die Nachteile eines gusseisernen Ofens sind folgende:

  • Es wird sehr heiß und kann dazu führen, dass brennbare Gegenstände Feuer fangen;
  • Es kann zu Funkenbildung im Feuerraum kommen, weshalb ständig Brennstoff nachgefüllt werden muss.
  • Bei der Verbrennung von Materialien jeglicher Art wird ein unangenehmer Geruch freigesetzt.

Ein gusseiserner Ofen erfordert, wie ein Herd, während des Betriebs ständige Aufmerksamkeit und die Einhaltung der Brandschutzbestimmungen, um einen Brand im Hühnerstall zu vermeiden.

Alle heißen Teile des Ofens oder Kaminofens müssen isoliert sein, damit sich die Hühner nicht verbrennen. Der Raum muss gut belüftet sein und einen separaten Schornstein haben.

Infrarotheizung

Infrarotlampen verbrauchen, wie elektrische Geräte, viel Strom, aber ihre Heizmechanismen unterscheiden sich. IR-Lampen erwärmen die umgebenden Objekte, nicht die Luft selbst, die sich direkt erwärmt. Das Anbringen von Folie an den Wänden erhöht die Effizienz der Strahlung.

Bei der Aufzucht von Küken, die eine Lufttemperatur im Bereich von +32…+35°C benötigen, empfiehlt sich die Verwendung von Infrarotgeräten.

Die Vorteile dieser Art von Infrarot sind folgende:

  • dient als zusätzliche Lichtquelle;
  • kann an Wänden oder unter der Decke montiert werden, was Bodenfläche spart;
  • erzeugt während des Betriebs weder Geräusche noch Fremdgerüche;
  • Trocknet die Bettwäsche und verbraucht keinen Sauerstoff im Raum.

Beim Kauf sollten Sie Geräte mit mittel- oder langwelliger Strahlung wählen, da kurzwellige Strahlung bei Vögeln einen Hitzschlag verursachen kann.

Bei der Verwendung einer Infrarotlampe ist zu beachten, dass die Lampe sehr heiß wird. Halten Sie daher einen Abstand von mindestens 50 cm zu nahegelegenen Oberflächen ein. Andernfalls können sich Gegenstände in der Nähe der Lampe überhitzen.

Infrarotheizung im Hühnerstall

Die optimale Leistung eines Infrarotheizstrahlers wird anhand der Raumfläche berechnet, wobei pro 5 Quadratmeter 100 W angesetzt werden. Heizstrahler mit einer Leistung von maximal 500 W sollten jedoch bevorzugt werden.

Wasser- oder Gasheizung

Warmwasserheizungen werden mit einem Gas- oder Elektrokessel betrieben, sind aber weniger energieeffizient als Elektroheizungen. Allerdings sind der Kessel selbst, sein Zubehör und seine Wartung sehr teuer.

Diese Methode wird vor allem auf großen Höfen mit über 100 Hühnern angewendet. Sie eignet sich auch ideal, wenn der Hühnerstall an ein mit einem Warmwasserboiler beheiztes Haus angrenzt. Vom Hauptheizkreislauf kann eine Abzweigung direkt zum Stall geführt werden. So werden sowohl das Haus als auch der Stall gleichzeitig beheizt.

Die Verwendung von Gasgeräten mit Zylindern und Brennern im Hühnerstall ist verboten.

Wie wählt man den richtigen Heizgerätetyp aus?

Die Wahl des Heizgeräts hängt vom Budget des Landwirts, der Größe des Geflügelstalls und der Region ab. Der Hersteller gibt in den technischen Daten jedes Heizgeräts die beheizbare Fläche an. Achten Sie beim Kauf auf diese Information. Folgende Informationen können ebenfalls hilfreich sein:

  • Für Betriebe mit kleinen Herden eignen sich energiesparende Heizlüfter. Sie erwärmen die Luft in einem kleinen Raum schnell auf 16 °C. Allerdings sind diese Geräte nicht für den Dauerbetrieb ausgelegt, weshalb ihr Motor schnell verschleißt und regelmäßig ausgetauscht werden muss. Zudem muss die Heizspirale regelmäßig von Staub und Federn gereinigt werden.
  • Ein Ölradiator bietet nur vorübergehende Wärme, da es lange dauert, die Luft zu erwärmen, und viel Strom verbraucht.
  • Die beste Lösung wäre der Einsatz eines Konvektors, aber auch dieser hat einen erheblichen Nachteil: Er heizt den Raum ungleichmäßig auf, und die Temperaturschwankungen können bis zu 10°C betragen.
  • Infrarotlampen oder -geräte gelten als universelle Lösung. Experten empfehlen den Kauf eines Heizgeräts mit integriertem Thermostat. Dies hilft Geflügelhaltern, das Mikroklima im Stall einfach zu regulieren. Stellen Sie einfach die gewünschte Temperatur ein, und das Gerät schaltet sich automatisch ab, sobald diese erreicht ist. Es schaltet sich automatisch wieder ein, wenn die Luft abkühlt.

Selbstgebaute Heizgeräte sollten möglichst vermieden werden. Sie sind in puncto Brandschutz allen oben genannten Heizgeräten unterlegen.

Ist es möglich, natürliche und künstliche Erwärmung zu kombinieren?

Es ist nicht nur möglich, sondern auch notwendig. Zuallererst müssen Wände, Boden, Decke, Fenster und Türen des Geflügelstalls gut isoliert sein. Sinkt die Innentemperatur unter 12 °C, muss künstlich geheizt werden.

Ohne natürliche Isolierung kann keine Heizung die gewünschte Raumtemperatur halten. Sobald sie ausgeschaltet ist, entweicht die Wärme schnell durch Ritzen oder Zugluft. Dies ist extrem stressig für Hennen und beeinträchtigt unmittelbar die Eierproduktion und die Gewichtszunahme.

Video: Wie heizt man einen Hühnerstall im Winter?

Im folgenden Video zeigen erfahrene Geflügelzüchter, wie sie ihre Hühnerställe im Winter beheizen können. Sie legen dabei besonderes Augenmerk auf die Infrarotheizung und deren automatischen Thermostat:

Die Isolierung eines Hühnerstalls gehört zu den wichtigsten Aufgaben eines Geflügelhalters. Reicht die natürliche Wärme nicht aus, sind elektrische Heizungen oder eine herkömmliche Heizung unerlässlich. Hühner fühlen sich in einem warmen Raum wohl und legen bei 12 Stunden Tageslicht weiterhin Eier.

Häufig gestellte Fragen

Welche Mindestdicke an Unterlage ist für eine effektive Fußbodenisolierung erforderlich?

Ist es möglich, Infrarot-Heizlampen zu verwenden, ohne die Gefahr der Luftaustrocknung zu bergen?

Wie kann man ohne Thermometer überprüfen, ob die Wände ausreichend isoliert sind?

Welche Naturmaterialien bieten den besten Schutz vor Zugluft?

Wie oft sollte die Einstreu im Winter gewechselt werden, um Feuchtigkeit zu vermeiden?

Kann man einen Hühnerstall mit Schaumstoff isolieren, ohne den Tieren zu schaden?

Welcher Temperaturunterschied zwischen Tag und Nacht ist akzeptabel?

Ist es notwendig, den Hühnerstall zusätzlich zu heizen, wenn die Temperatur bei 7-10 °C bleibt?

Wie kann man Lüftungsöffnungen vor dem Einfrieren schützen?

Welche Lampen eignen sich am besten für die gleichzeitige Beleuchtung und Heizung?

Wie kann man Erfrierungen an Hühnerkämmen bei starkem Frost verhindern?

Kann man einen Hühnerstall mit einem gusseisernen Ofen beheizen, ohne Brandgefahr?

Welche Isolierung eignet sich am besten für Regionen mit nassen Wintern?

Ist eine Dämmung der Decke notwendig, wenn der Hühnerstall nicht hoch ist (bis zu 2 m)?

Wie organisiert man einen Spaziergang im Winter, ohne dass die Hühner auskühlen?

Kommentare: 1
27. Oktober 2022

Vielen Dank für Ihre Hilfe! Sehr informativ, verständlich und detailliert. Ich habe Ihren Rat diesen Herbst befolgt! Großartig!

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