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Wilde Waldtaube – Waldtaube

Die Ringeltaube ist eine wilde Waldtaube, die oft einfach nur Ringeltaube genannt wird. Sie zeichnet sich durch ihre Größe aus, die besonders im Vergleich zu anderen Taubenarten auffällt. Sie lebt in Waldgebieten und kann sich dort vor Raubtieren verstecken.

Wilde Waldtaube – Waldtaube

Beschreibung des Vogels und seiner Merkmale

Wilde Waldtauben zeichnen sich durch ihr auffälliges, blaugraues Gefieder aus, das sofort ins Auge fällt. Diese Färbung bietet ihnen eine einzigartige Tarnung vor Fressfeinden. Dank ihrer Tarnung können Feinde die Taube nicht sehen, wodurch sich ihre Chancen, unentdeckt zu bleiben, deutlich erhöhen. Das Gefieder an der Brust ist rot, während das am Hals grünlich schimmert. In der Sonne leuchten die Federn der Vögel unglaublich schön.

Im Vergleich zu ihren städtischen Verwandten sind Ringeltauben deutlich größer. Ihre Körperlänge, einschließlich des Schwanzes, beträgt über 40 cm. Sie können über ein Kilogramm wiegen. Es wurden auch Exemplare mit einem Gewicht von über anderthalb Kilogramm beobachtet.

Die Vögel haben einen kleinen, aschfarbenen Kopf. Runde, schwarze Augen mit einem gelben Rand um die Pupille prägen das Gesicht. Der Schnabel ist an der Basis rot gebogen und hat eine scharfe, gelbliche Spitze. Der Kopf sitzt auf einem elegant geschwungenen, metallisch schimmernden Hals, dessen Gefieder an den Seiten zwei markante weiße Flecken aufweist.

Ringeltauben haben einen kurzen Schwanz, der sich im Flug öffnet und einen weißen Querstreifen freigibt. Ihre Flügelspannweite beträgt im Flug bis zu 80 cm. Beim Fliegen zieren die Flügel schöne weiße Streifen. Dank ihrer großen Flügelspannweite erreichen sie Geschwindigkeiten von bis zu 180 km/h. Saisonale Wanderungen stellen für Ringeltauben keine Gefahr dar, da sie Strecken von bis zu 1000 km ohne Zwischenlandung zurücklegen können.

Der Körper ruht auf schlanken, rosaroten Beinen. Scharfe Krallen ermöglichen es dem Vogel, mühelos Äste zu greifen.

In den ersten Lebenswochen ähnelt das Gefieder der Küken kaum dem einer erwachsenen Taube. Die Jungvögel sind überwiegend schmutziggrau. Erst mit zunehmendem Alter werden die Küken attraktiv und interessant.

Vertriebsgebiet

Die Ringeltaube ist recht weit verbreitet. Sie ist in fast ganz Europa anzutreffen, mit Ausnahme der nördlichen Regionen. In manchen Gebieten hält sie sich nicht ganzjährig dort auf, sondern zieht während Kälteperioden in wärmere Gefilde, kehrt aber im Frühling zurück. Dann kann man sie häufig bei der Nahrungssuche auf Winterweizenfeldern beobachten.

Wildvögel verbringen den größten Teil ihrer Zeit in Nadelwäldern und siedeln sich seltener in Parkanlagen an, wo sie ihre Nester bauen.

Stimmliche Eigenschaften und Verhalten

Schon im Morgengrauen beginnen Ringeltauben mit ihrem charakteristischen lauten „kru-ku-ku-ku-ku“-Geräusch. Die Tauben fliegen energisch und erzeugen dabei mit ihren Flügeln ein scharfes Pfeifen. Während der Brutzeit sind diese Vögel scheu und verstecken sich im Laubwerk der Bäume. Sobald sie Tiere oder Menschen hören, verstummen sie.

Die Taube sucht ihre Nahrung im selben Gebiet, unweit ihres Nestes. Während des Zuges ist sie vorsichtig und rastet meist in Gebieten, die für andere Tiere schwer zugänglich sind.

Populationsstatus und Erhaltung

Die Waldtaube braucht Ordnung und Stille. Man könnte meinen, die Urbanisierung führe zu einem Rückgang der Landbevölkerung und damit zu mehr Ruhe im Wald. Doch durch den starken Anstieg von Wander- und Autoverkehr verlassen die Tauben ihre gewohnten Lebensräume. In den Vorstadtwäldern, die fast den ganzen Sommer über von Pilzsammlern frequentiert werden, sind Waldtauben fast vollständig verschwunden.

Eine Taube auf einem Baum

Die Bestände der Ringeltauben begannen Ende der 1940er Jahre aufgrund des Einsatzes von Pestiziden in der Landwirtschaft zu sinken, was zu einem massenhaften Tod der Vögel führte. Heute wird der Bestand gleichermaßen durch Jäger dezimiert, für die die Jagd auf Wildtauben ein riskantes Unterfangen ist. Ringeltauben entkommen selbst nach einem Schuss leicht, was die Bergung eines toten Vogels erschwert und die Jagd weiter anheizt.

Auf den Azoren lebt eine Unterart der Ringeltaube, Columba palumbus azorica, die als gefährdet gilt. Sie bewohnte einst die Wälder aller größeren Inseln des Archipels, ist heute aber ausschließlich auf den Inseln Pico und São Miguel anzutreffen. Eine weitere Unterart der Ringeltaube, Columba palumbus maderensis, die sich auf Madeira angesiedelt hatte, wurde zu Beginn des letzten Jahrhunderts ausgerottet.

Lebensstil und Dauer

Wie die meisten Wildtiere verhalten sich Tauben eher vorsichtig. Denn Ringeltauben sind großen Raubtieren hilflos ausgeliefert. Ihre hohe Fluggeschwindigkeit hilft ihnen jedoch, Gefahren zu entgehen. Nähert sich ein Raubtier, verstummen die Tauben und erstarren in ihrer Position, wodurch sie ihre Anwesenheit verbergen. Die Flügelspannweite des Vogels, die im Flug ein lautes Pfeifen erzeugt, kann andere Tiere auf die Anwesenheit einer Ringeltaube aufmerksam machen.

Vögel meiden Menschen. Sie bauen ihre Nester bevorzugt in einem Abstand von mindestens zwei Kilometern zu menschlichen Siedlungen. Zwar gibt es einige Arten, die sehr nah an Menschen nisten, doch sieht man sie in Großstädten selten. Sie bevorzugen abgelegene Wälder – dort fühlen sie sich wohl und sicher und können ihre Jungen ungestört aufziehen.

Ringeltauben sind energiegeladen und untereinander gesellig. Sie bilden beachtliche Schwärme, die manchmal über zwei Dutzend Vögel umfassen.

Unter günstigen Lebensbedingungen können wilde Waldtauben bis zu 16 Jahre alt werden.

Ernährung

Die Nahrung der Taube besteht hauptsächlich aus Pflanzen. Nur sehr selten fressen die Vögel tierische Nahrung. Gelegentlich verzehren sie Raupen oder Regenwürmer. Sie bevorzugen Getreide, Wildgräser und Hülsenfrüchte. Sie fressen aber auch alle Körner, die sie am Boden finden.

Die Nahrungsvorlieben der Ringeltaube hängen von ihrem Lebensraum ab. Lebt sie in einem Nadelwald, frisst sie gerne Baumsamen. Mit der Veränderung der Vegetation ändern sich auch ihre Vorlieben. Ringeltauben mögen Buchenbeeren und Eicheln. Sie fressen aber auch gerne Walderdbeeren, Heidelbeeren, Schneeballbeeren und Preiselbeeren.

Vergleich der Ernährung von Ringeltauben in verschiedenen Lebensräumen
Lebensraum Grundnahrungsmittel Zusätzliche Nahrungsquellen
Nadelwald Baumsamen Junge Knospen, Kleeblätter
Laubwald Eicheln, Buchenfrüchte Erdbeeren, Blaubeeren

Vögel dieser Art sind dafür bekannt, Nahrung zu horten und sie in einem recht geräumigen Kropf zu speichern (er fasst etwa acht Eicheln). Der Vogel sammelt seine Nahrung vom Boden auf und frisst gerne an niedrig wachsenden Pflanzen.

Lebt die Ringeltaube in dichten Wäldern, pflückt sie Früchte im Flug von den Bäumen. Sie pickt sogar an jungen Knospen. Lange Winter zwingen sie oft dazu, sich von Klee und Kohlblättern zu ernähren. Dank ihrer vielfältigen Ernährung kann die Ringeltaube in nahezu jeder Umgebung überleben.

Reproduktion

Ringeltauben können dreimal im Jahr brüten. Die Brutzeit beginnt üblicherweise im April, wenn die Vögel aus dem Winterquartier zurückkehren, und dauert bis zum Ende des ersten Herbstmonats.

Wie entsteht ein Taubenpaar?

Tauben erreichen die Geschlechtsreife mit 10 bis 11 Monaten. Ab diesem Zeitpunkt klettern die Männchen in die Baumkronen und beginnen laut zu gurren, um Weibchen anzulocken. So beginnen sie üblicherweise ihren Tag, da sie es gewohnt sind, diese Laute früh am Morgen von sich zu geben.

Sobald das Weibchen die Taube bemerkt, sinkt sie herab und umkreist sie, wobei sie unaufhörlich gurrt. Dieses Balzverhalten führt schließlich zur Eiablage.

Ein Taubenpaar

Nestanordnung

Bevor Waldschnepfen ihre Eier bebrüten, bereiten sie ein geeignetes Nest vor. Sie gehen dabei sehr sorgfältig vor. Bevor sie einen Zweig zum Nestbau auswählen, klopfen die Vögel vorsichtig mit dem Schnabel daran, als wollten sie seine Stabilität prüfen. Erst wenn sie sich vergewissert haben, dass das Material geeignet ist, verwenden sie es zum Nestbau.

Besonders beeindruckend ist die Geschwindigkeit, mit der Ringeltauben ihre Nester bauen – sie benötigen dafür nur wenige Tage. Sie errichten ein stabiles Gerüst aus dicken Ästen und flechten kleinere, biegsamere Zweige dazwischen. So entsteht ein Nest mit flachem Boden und einem lockeren Kokon mit mehreren Öffnungen zwischen den Ästen.

Tauben bauen ihre Nester nicht höher als zwei Meter über dem Boden. Nur die faulen Waldtauben nutzen die Überreste von Nestern anderer Vögel, wie zum Beispiel die von Falken, Elstern und Krähen.

Schlüpfende Eier

Normalerweise legt ein Weibchen zwei kleine weiße Eier pro Gelege. Die Vögel bebrüten die Eier zwei Wochen lang, wobei sich beide Elternteile aktiv beteiligen. Nach dem Schlüpfen ernähren sich die Küken ausschließlich von Taubenmilch – einem quarkartigen Sekret, das sich im Kropf der Eltern ansammelt. Später beginnen sie, auch andere, für erwachsene Vögel typische Nahrungsmittel zu fressen.

Kritische Parameter für eine erfolgreiche Reproduktion
  • ✓ Für ein optimales Schlüpfen der Eier sollte die Temperatur im Nest zwischen 36 und 38 °C liegen.
  • ✓ Die Luftfeuchtigkeit rund um das Nest sollte 60 % nicht überschreiten, um die Entstehung von Pilzkrankheiten bei den Küken zu verhindern.

Fürsorge für den Nachwuchs

Ringeltauben sind sehr fürsorgliche und effiziente Eltern. Sie füttern ihre Küken und lehren sie die Feinheiten des Fliegens. Schon nach 1,5 bis 2 Monaten sind die Küken recht selbstständig und können sich selbst versorgen.

Ringeltaubenjagd

Die Jagd auf Ringeltauben ist ein spannendes und aufregendes Sportereignis. Einziger Nachteil ist die natürliche Scheu der Vögel. Doch genau diese Eigenschaft beflügelt die Jäger und ihren Wunsch, eine Trophäentaube zu erlegen.

Ein Jäger muss besonnen, geduldig, vorsichtig und gelassen sein. Im Frühling ist die Jagd auf Wildtauben in ausgewiesenen Gebieten mit Lockvögeln erlaubt. Erfahrene Jäger imitieren die Rufe der Vögel und locken sie so in ihre „Fangnetze“. Im Sommer werden Lockvögel am häufigsten zur Jagd eingesetzt. Dies ist ein ebenso gängiger Vogellockvogel. Künstliche Vögel (ähnlich wie Ringeltauben) können in Fachgeschäften gekauft oder selbst hergestellt werden.

Echte Schuppenflankentauben, die an das Leben in Schwärmen gewöhnt sind, fliegen freudig auf und lassen sich in der Nähe nieder, sobald sie ihre Artgenossen sehen – so fangen erfahrene Jäger sie. Es hat sich gezeigt, dass je mehr Lockvögel zur Jagd eingesetzt werden, desto mehr Tauben von den Lockvögeln angelockt werden.

Risiken der Jagd auf Ringeltauben
  • × Der Einsatz von Lockvögeln in verbotenen Bereichen kann rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen.
  • × Übermäßiger Einsatz von Lockvögeln kann bei Vögeln Misstrauen erwecken und die Jagdeffektivität verringern.

In Russland ist die Jagd auf Wildtauben mit Luftgewehren verboten. Dennoch missachten einige Täter das Gesetz und fangen die Vögel mit Luftgewehren.

Natürliche Feinde der Ringeltaube

Die gefährlichsten Fressfeinde der Ringeltaube sind Greifvögel. Tauben leiden nicht nur unter Falken und Habichten, sondern auch unter Eichelhähern, Eichhörnchen, Nebelkrähen und Elstern, die ihre Nester und Eier zerstören. Auch Marder, die sich frei in den Baumkronen bewegen können, jagen Ringeltauben.

Da Ringeltauben groß und massig sind, können sie nicht sehr schnell abheben. Bei der Landung am Boden fallen sie oft Dachsen und Füchsen zum Opfer.

Ringeltauben leiden stark unter menschlichen Aktivitäten, was zu einem deutlichen Rückgang ihrer Population führt. Manche Menschen glauben, dass Ringeltauben Bäume beschädigen und vernichten deshalb die Vögel.

Ringeltauben sind wilde Waldtauben, die für Menschen ungefährlich sind. Ihr Aussehen ist besonders auffällig: Sie sind recht groß, aber schnell und fliehen sofort, sobald sie Gefahr wittern. Sie sind Meister der Tarnung. Sie kümmern sich um ihren Nachwuchs und ziehen ihn selbst auf.

Häufig gestellte Fragen

Wie kann man ein Männchen von einem Weibchen anhand äußerlicher Merkmale unterscheiden?

Welche Raubtiere stellen die größte Bedrohung für die Ringeltaube dar?

Warum meiden Ringeltauben im Gegensatz zu Felsentauben städtische Gebiete?

Wie verhält sich eine Ringeltaube bei drohender Gefahr?

Welche Bäume bevorzugt es zum Nisten?

Wie weit können Zugvögel mit einem Flug zurücklegen?

Warum hat die Ringeltaube so kräftige Flügel, wenn sie doch im Wald lebt?

Welche Laute macht ein Vogel außer Schreien?

Wie schützt eine Ringeltaube ihr Nest vor schlechtem Wetter?

Warum haben die Küken eine schmutzig-graue Farbe?

Welche Krankheiten befallen am häufigsten Wildtauben?

Wie findet die Ringeltaube im Winter Nahrung, wenn es keine Winterfelder gibt?

Warum hat ein Vogel einen roten Schnabel mit gelber Spitze?

Wie häufig paaren sich Ringeltauben lebenslang?

Welche subtilen Bedrohungen führen zum Rückgang der Ringeltaubenpopulationen?

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