Iranische Kampftauben faszinieren durch ihre Flugkünste und vollführen dabei zahlreiche Kunststücke. Die charakteristischen Geräusche ihrer Flügel im Flug sind ein besonderes Merkmal und Markenzeichen dieser Rasse. Dieser Artikel behandelt die Eigenschaften, die Pflege und die verschiedenen Varietäten dieser Rasse.
Historische Daten
Einst durften im Iran nur würdige Menschen Tauben züchten – die Zucht galt als heilig. Iranische Tauben zählen zu den widerstandsfähigsten und schönsten Vögeln. Tauben dieser Rasse sind zu einem Symbol für Stolz und Erhabenheit geworden; sie fliegen zwar in Schwärmen, bleiben aber dennoch Einzelgänger. Iranische Tauben fliegen tendenziell langsam, lassen sich aber von Gegenwind nicht abschrecken. Sie werden genannt:Kampf„denn im Flug, wenn die Vögel an Höhe gewinnen, schlagen sie mit den Flügeln und erzeugen dabei charakteristische Geräusche.“
Iranische Tauben stammen von den persischen Tauben ab, die einst die Königshöfe schmückten. Sie wurden vor über 1000 Jahren erstmals in Persien gezüchtet. Die Vögel wurden sorgfältig nach Kriterien wie Schönheit, Ausdauer und Flughöhe ausgewählt.
Geflügelzüchter arbeiteten mit großem Eifer an der Entwicklung einer neuen Rasse, die alle vorgegebenen Kriterien erfüllen sollte. Spezielle Wettbewerbe mit jeweils zehn Tieren halfen bei der Auswahl der besten Exemplare. Obwohl in dieser Region häufig Kriege stattfanden, hielten die Einheimischen an ihrer Liebe zu Tauben fest und bewahrten so die heilige Tradition. Heute ist die Geflügelzucht für die Iraner zu einer heiligen Tradition geworden.
Die Zuchtstätten für iranische Kampftauben befinden sich im Besitz angesehener Privatpersonen. Diese Tauben sind für ihre Schönheit und ihre hervorragenden Flugkünste bekannt. Viele Menschen erfreuen sich daran, diese Vögel im Flug zu beobachten.
Äußere Merkmale
Für die Vögel gibt es keinen eindeutigen Rassestandard, aber alle Varietäten weisen gemeinsame Merkmale auf. Iranische Tauben zeichnen sich durch einen länglichen Körper und einen spitz zulaufenden, runden oder ovalen Kopf aus. Viele Varietäten haben einen glatten Kopf mit einer kleinen Haube und einem langen Schnabel. Die Flügellänge beträgt 21–30 cm, die Flügelspannweite 60–70 cm.
Iranische Kampftauben zeichnen sich durch einen breiten Schwanz und lange, glatte, unbefiederte Beine aus. Ihr Körperumfang beträgt 25–35 cm. Sie haben einen kompakten Körperbau, gut entwickelte Muskulatur und eine breite Brust. Ihr Gefieder liegt eng am Körper an.
Es gibt eine große Vielfalt an Exemplaren. Weiße Tauben sind ebenso häufig anzutreffen wie Vögel mit rotem, schwarzem und gelbem Gefieder. Manchmal sind sie blaugrau. Die wertvollsten Tauben sind jene mit einer Farbkombination:
- mit farbigem Kopf und Schwanz;
- schmucklos;
- mit weißem Kopf und geflecktem Körper;
- mit farbigen Seiten (weißer Körper, farbige Flügel);
- mit farbigem Kopf (schwarz, gelb, rot usw.);
- mit farbigem Schwanz und mit weißem Schwanz;
- mit farbigen Ringen um den Hals.
Diese Rassen verändern ihre Gefiederfarbe typischerweise weder mit dem Alter noch während oder nach der Mauser. Liebhaber legen oft keinen Wert auf das Gefieder und züchten iranische Tauben ausschließlich im Westen Irans. Sie bevorzugen Vögel mit klaren Abzeichen und ohne jegliche Zeichnung am Körper.
Flugdetails
Iranische Kampftauben fliegen langsam und gelassen. Ein obligatorisches Flugmerkmal ist der Kampf, gefolgt von einem Flugstab. Die Vögel zeigen ihr Flugtalent besonders gut im Gegenwindflug. Eine besondere Eigenschaft ist ihre Fähigkeit, auf eine für Tauben unerreichbare Höhe aufzusteigen und dort einige Minuten zu verharren.
Vögel dieser Rasse zeichnen sich durch ihre charakteristischen Kämpfe aus: Sie sind moderat, und die Kampfstellung selbst muss mehrere Sekunden andauern. Die Kampfgeräusche sind selbst aus großer Höhe deutlich hörbar. Züchter schätzen diese Rasse wegen ihrer langen Flugzeit – die Vögel können Strecken von 3 bis 10 Stunden zurücklegen.
Welche Arten gibt es?
Durch ihre Arbeit ist es Züchtern gelungen, zahlreiche iranische Taubenrassen zu entwickeln. Je nach Herkunft weisen diese Tauben unterschiedliche Gefiederfarben und Merkmale auf.
| Name | Flügelspannweite (cm) | Körperlänge (cm) | Gefiederfarbe |
|---|---|---|---|
| Tibris-Tauben | 60-70 | 21:30 Uhr | Verschieden |
| Eingebildet | 60-70 | 21:30 Uhr | Weißer Körper, dunkler Kopf und Hals |
| Teheraner Hochflieger | 70 | 21:30 Uhr | Verschieden |
| Hamadan kämpft gegen Kosmachi | 60-70 | 21:30 Uhr | Verschieden |
| Frech (Karages) | 60-70 | 21:30 Uhr | Weißer Körper, farbige Wangen und Kopf |
Tibris-Tauben
Diese Unterart ist im westlichen Iran am weitesten verbreitet. Diese Vögel haben einen länglichen Kopf und einen langen Körper. Diese Tauben gelten als ihre direkten Verwandten. Baku-FliegerIraner weisen darauf hin, dass es unmöglich ist, die Entstehung dieser Rasse vollständig zu verstehen. Selbst der erfahrenste Taubenzüchter mit langjähriger Erfahrung kann über diesen uralten Vogel immer noch etwas Neues lernen.
Eingebildet
Ein besonderes Merkmal der iranischen Pfeiftaube ist der kontrastreiche Farbton ihres Gefieders. Während das Körpergefieder dieser Vögel schneeweiß ist, ist das Gefieder an Kopf und Hals dunkel und reicht von Hellbraun bis Schwarz. Diese Art ist bei Geflügelzüchtern besonders beliebt, da sie scheu gegenüber Menschen ist und sich nur schwer zähmen lässt. Doch einmal zahm, belohnen diese Vögel ihren Liebhaber mit einem wunderschönen, hochfliegenden Flug.
Teheraner Hochflieger
Die Teheraner Taube ist eine beliebte und bekannte Taubenart. Ihr Gefieder ähnelt dem eines Falken. Diese Vögel haben eine beeindruckende Flügelspannweite von bis zu 70 cm. Sie besitzen einen runden Kopf und einen kurzen Schnabel. Es gibt sie in einer Vielzahl von Farben und Mustern.
Hamadan kämpft gegen Kosmachi
Die iranische Taubenrasse stammt aus dem Nordwesten Irans, genauer gesagt aus der Provinz Hamadan, woher die Vögel auch ihren Namen haben. Diese Tauben besitzen lange Beinfedern (bis zu 20 cm) – diese Feder gilt als ihr wichtigstes Merkmal.
Iranische Züchter haben erfolgreich zahlreiche Linien dieser Unterart entwickelt. Einige Exemplare bestechen durch ihren auffälligen Schopf, ihren langen Schnabel und ihre Federfärbung. Dies ist nicht verwunderlich, da die Zuchtbemühungen bereits seit Jahrtausenden andauern.
Frech (Karages)
Iranische Wangentauben sind eine Kreuzung aus Tibris- und Teheraner Tauben. Sie zeichnen sich durch ein unverwechselbares Gefiedermuster aus, das sie von anderen Rassen unterscheidet. Die Grundfarbe des Gefieders ist Weiß, Wangen und Kopf können jedoch rot oder gelb sein. Iranische Wangentauben haben einen schlanken Körper und einen glatten Kopf.
Besonderheiten der Weide und der Selektion
Iranische Kampftauben sind nicht an das Fliegen im Schwarm gewöhnt. Jede Taube ist ein Einzelgänger. Manche Exemplare können mehrere Minuten lang hoch in der Luft schweben. Mit optimalen Lebensbedingungen und einer ausgewogenen Ernährung werden speziell trainierte Tauben nicht nur stark, sondern auch widerstandsfähig, und ihre Flugzeit verlängert sich.
Die durchschnittliche Flugdauer beträgt 4 bis 8 Stunden. Vögel, die weniger als 3 Stunden fliegen, werden aussortiert.
An junge Vögel, die für Wettbewerbe vorbereitet werden, werden verschiedene Anforderungen gestellt. Zuallererst müssen sie einen ausgezeichneten Orientierungssinn entwickeln und nach ihrem Flug zu ihrem Freilassungsort zurückkehren. Vögel, die diese Anforderungen nicht erfüllen, werden aussortiert.
- ✓ Langstreckenflugfähigkeit (mehr als 3 Stunden).
- ✓ Möglichkeit, nach einem Flug zum Taubenschlag zurückzukehren.
Vogelkampf
Diese Rasse zeichnet sich durch die charakteristischen Geräusche ihrer Flügelschläge aus. Die Kämpfe werden in verschiedene Kategorien unterteilt:
- Schmetterlingsspiel. Gekennzeichnet durch häufige Kampfeinsätze und wird im Alleinflug durchgeführt.
- Säule. Während dieses Fluges kann der Vogel blitzschnell an Höhe gewinnen, senkrecht abheben und kurze, kreisförmige Flüge ausführen. Beim Flügelschlag ist ein charakteristisches Klickgeräusch zu hören. Nach dem Erreichen der Höhe vollführt der Vogel einen Salto. In der letzten Phase kehrt er zu seiner Ausgangsposition zurück und sinkt in gleichmäßigen Kreisen wieder herab.
- Korkenzieher. Der Vogel steigt senkrecht auf, dreht sich spiralförmig und spielt dabei unentwegt, um sein Können zu demonstrieren. Dieser Aufstieg erfordert von der Taube Kraft und vollen Einsatz.
Haftbedingungen
Für die Taubenhaltung ist der Bau eines Taubenschlags erforderlich. Beim Aufbau der Voliere müssen bestimmte Regeln und Vorschriften beachtet werden:
- Standort. Da iranische Tauben für ihre schlechte Gesundheit bekannt sind, sollte der Taubenschlag fernab von Infektionsquellen wie Jauchegruben, Ackerland, Schweineställen, Geflügelställen usw. aufgestellt werden. Es empfiehlt sich, das Gebäude in ausreichendem Abstand von Stromleitungen und hohen Bäumen zu errichten.
- Abmessungen des Taubenschlags, Besatzdichte. Ein Taubenschlag kann bis zu 2 m hoch sein. Jedes Vogelpaar benötigt mindestens 50 Kubikzentimeter Platz. Zusätzlich muss noch Raum für Nester, Futter- und Tränkestellen geschaffen werden.
- Isolierung. Erfahrene Taubenzüchter sagen, dass der Einbau einer speziellen Heizung im Taubenschlag nicht notwendig ist, empfehlen aber, ihn zu isolieren und abzudichten. Es sollten keine Risse oder Spalten vorhanden sein. Die Einstreu muss regelmäßig gewechselt werden, um Feuchtigkeit zu vermeiden. Die optimale Temperatur liegt im Sommer bei 20 °C und im Winter zwischen 5 °C und 7 °C.
- Bettwäsche. Dies ist im Winter unerlässlich. Die Einstreu besteht aus Heu und Stroh, Sägemehl, kleinen Ästen, Sand oder trockenem Torf. Sie ist etwa 5–10 cm dick. Holzasche oder Wermut wird daruntergelegt, um Infektionskrankheiten vorzubeugen.
- Futter- und Tränkebehälter. Erfahrene Taubenzüchter empfehlen die Installation von automatischen Futterautomaten, da dies den menschlichen Aufwand bei der Taubenpflege erheblich minimiert.
- Sitzstangen. Die Anzahl der Sitzstangen richtet sich nach der Anzahl der Tauben. Die Sitzstangen bestehen üblicherweise aus Holzbalken, die senkrecht an der Wand befestigt sind. Der Abstand vom Boden zur Decke beträgt mehr als 50 cm.
- Nester. Die optimale Nestgröße beträgt 80 x 40 x 30 cm. Weibliche Tiere der iranischen Rasse bauen ihre Nester bevorzugt selbst. In diesem Fall muss der Geflügelzüchter den Tauben lediglich Baumaterialien wie Stroh, Zweige und Heu zur Verfügung stellen.
- Belüftung. Ein Belüftungssystem sorgt für Luftzirkulation im Stall und entfernt unangenehme Gerüche sowie Kohlendioxid aus dem Kot. So bleibt es im Hühnerstall immer frisch. Am besten installiert man ein Gitter hinter der Eingangstür. Kleine Maschenöffnungen im Boden sind ebenfalls hilfreich. Ein verschließbares Abluftrohr sollte in der Decke angebracht werden.
Ein Auslauf für die Vögel ist unerlässlich. Er sollte mindestens so groß sein wie der Taubenschlag. Der Bereich wird allseitig mit Drahtgeflecht eingezäunt und der Boden mit Brettern oder Sperrholzplatten ausgelegt.
Fütterung und Routine
Eine ausgewogene Ernährung ist ein wichtiger Bestandteil der Vogelpflege. Die Grundlage der Ernährung bilden Getreide und saftiges Grünfutter. Die Ernährung sollte Folgendes umfassen:
- Hirse – 10%;
- Weizen – 30%;
- Gerste – 50%;
- Sonstige Körner und Saaten (Linsen, Sonnenblumenkerne, Hafer, Erbsen) – 10%.
Was das Grünfutter betrifft, so ist es am besten, Vögel mit verschiedenen Kräutern zu füttern, darunter Spinat, Sauerampfer, Luzerne, Brennnessel, Klee, Salat und Kohl.
Ein Taubenliebhaber muss sich je nach Jahreszeit an einen Fütterungsplan halten:
- Im Sommer. Füttern Sie die Tauben zweimal täglich: um 6-7 Uhr morgens und um 18 Uhr abends.
- Im Winter. Füttern Sie die Vögel dreimal täglich: um 9 Uhr, 14 Uhr und 20 Uhr.
- Während der Aufzuchtphase der Küken. Nehmen Sie drei Mahlzeiten am Tag zu sich: um 5 Uhr morgens, um 13 Uhr und um 21 Uhr.
Die Futtermenge variiert je nach Alter und Lebensphase der Vögel erheblich. Jungvögel benötigen beispielsweise 30–40 Gramm pro Tag, Vögel vor der Mauser 50 Gramm und während der Lege- und Brutzeit bis zu 60 Gramm. Bei der Vorbereitung auf Wettbewerbe verbrauchen die Vögel viel Energie. In dieser Zeit ist es notwendig, Stärke (Reis) und Zucker in die Ernährung aufzunehmen.
Es ist wichtig, einen Fütterungsplan einzuhalten und Ihren Vögeln eine ausgewogene Ernährung zu bieten. Andernfalls können Tauben übergewichtig werden, was zu einem Verlust an Fitness führen kann.
Es ist außerdem notwendig, die Iraner mit Mineralstoffpräparaten wie zerkleinerten Muschelschalen, zerkleinerten Eierschalen, Salz und Holzkohle zu versorgen.
Folgende Produkte sind strengstens verboten:
- Mit Milch und Käse. Vögel besitzen keine Laktobazillen und können daher eine so große Menge Fett nur schwer verdauen.
- Fleischprodukte und Fisch. Vögel haben Schwierigkeiten, diese Nahrungsmittel zu verdauen.
- Brot und Backwaren. Diese Inhaltsstoffe können Gärungsprozesse auslösen und den Magen-Darm-Trakt stören.
Wo kann man es kaufen?
Die iranische Taubenrasse erfreut sich heute fast weltweiter Beliebtheit. Obwohl die Vögel ursprünglich aus dem Iran stammen, sind sie nicht nur dort, sondern auch in Kaschan, Isfahan, Schiras, Täbris, Teheran, Hamadan und Maschhad erhältlich. Auch in anderen Ländern, in denen sie sich erfolgreich etabliert haben, werden sie verkauft.
In Russland sind große Taubenzuchtbetriebe in Wladiwostok, Moskau, Nowosibirsk, Jekaterinburg, Chabarowsk, Tscheljabinsk, Krasnojarsk, Omsk und Orenburg mit der Zucht und dem Verkauf iranischer Kampftauben beschäftigt.
Auch Verkäufer aus der Ukraine bieten Tauben an. Private Züchter inserieren oft online, sodass man die Tiere bequem von zu Hause aus kaufen kann.
So wie das Aussehen der Vögel variiert, so variiert auch ihr Preis. Dieser hängt direkt von der Art und ihrer Leistung ab. Die besten Vögel stammen aus dem Iran. In Russland werden iranische Tauben für 1.000 bis 2.500 Rubel pro Stück angeboten. Vögel aus guten Zuchtlinien können deutlich mehr kosten, über hundert Dollar.
Iranische Kampftauben zählen zu den ältesten Taubenrassen der Welt. Diese Vögel zeichnen sich durch ihr attraktives Aussehen und ihren geringen Pflegeaufwand aus. Es gibt mehrere Varietäten, jede einzigartig und außergewöhnlich.






