Wir hatten dieses Jahr eine reiche Stachelbeerernte. Die Sträucher sind über und über mit großen, reifen, durchscheinenden und süßen Beeren bedeckt.
Ein Teil der Ernte ist bereits aufgegessen, vor allem die Beeren an der Spitze. Doch im Strauch hängen noch viele weitere. Stachelbeeren sind sehr stachelig, die Stacheln bohren sich tief in die Finger, und niemand möchte sie pflücken. Es wäre aber schade, die Ernte verkommen zu lassen. Die jüngeren Kinder, mit Handschuhen, füllten sich jeweils einen kleinen Eimer voll.
Ich folgte ihrem Beispiel und benutzte Handschuhe, um Beeren für Marmelade von den dornigen Zweigen zu sammeln.
Ich habe beschlossen, für den Winter Stachelbeermarmelade zu kochen. Ich habe vorher noch nie etwas mit Stachelbeeren gemacht. Ich habe die Beeren am Abend nach meiner Gartenarbeit in den Kühlschrank gestellt. Es sind keine Himbeeren, sie sind fest und halten sich über Nacht.
Am Morgen habe ich die Beeren unter fließendem Wasser gewaschen und die Blätter entfernt.
Ich habe die Stiele und Spitzen der Beeren entfernt. Ich habe dafür meine Finger benutzt, man kann aber auch eine Schere verwenden.
Ich habe einen Teil der Beeren im Mixer püriert und etwas Zucker hinzugegeben. Nachdem sich der Zucker aufgelöst hatte, habe ich alles gut vermischt und in einen Behälter gefüllt. Die Stachelbeeren habe ich für meinen Enkel eingefroren.
Ich bestreute die restlichen Beeren mit Zucker (1 kg Zucker pro 1 kg Beeren) und vermischte sie vorsichtig. Anschließend ließ ich sie eine Weile bei Zimmertemperatur stehen, damit die Stachelbeeren ihren Saft abgeben konnten. Die Stachelbeeren waren fest und brauchten lange, um ihren Saft freizusetzen.
Ich gab ein halbes Glas Wasser zu den Beeren und der Zucker begann sich aufzulösen.
Ich stelle den Topf mit den Stachelbeeren auf den Herd. Ich bringe das Wasser zum Kochen, reduziere die Hitze und lasse es 5 Minuten köcheln.
Der Schaum wurde eingesammelt.
Ich schaltete den Herd aus und ließ die Marmelade darauf stehen. Sie sollte gut durchgewärmt sein und die Beeren sollten den Sirup aufgesogen haben. Nachdem die Marmelade abgekühlt war, schaltete ich den Herd wieder ein und gab eine weitere Tasse Zucker hinzu, da die Stachelbeermarmelade zu flüssig und etwas säuerlich war. Ich ließ sie weitere fünf Minuten kochen und anschließend erneut abkühlen.
Die abgekühlte Marmelade war fast fertig, aber einige Beeren waren noch etwas feucht, deshalb musste ich sie noch etwas länger bei schwacher Hitze köcheln lassen. Nachdem die Marmelade etwas abgekühlt war, füllte ich sie in saubere, sterilisierte Gläser und verschloss diese mit Deckeln.
Ich habe drei Halblitergläser bekommen.
Und es war noch ein wenig Sirup übrig – dickflüssig und durchsichtig.
Ich habe Sirup mit Zitrone in Wasser gemischt und ein köstliches Fruchtgetränk erhalten.
Und in ein paar Tagen werde ich noch mehr Stachelbeeren und andere Beeren pflücken und daraus Kompott für den Winter kochen.










