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Wochenende im Dorf

Wir wachen nicht vom Wecker auf, sondern vom Gebell der Hunde. Die Uhr zeigt 4:27 Uhr. Um diese Zeit steht Mama auf, um die Kühe zu melken, also stehen wir auch auf: Wohin mit dem Futtereimer, wo helfen wir beim Filtern der Milch?

Morgen im Dorf

Aber ich wollte schlafen! Wir konnten die ganze Nacht keinen Schlafplatz finden – es war heiß, draußen wehte kein Lüftchen, und die Temperatur sank nie unter 25 Grad.

Unsere Lada, ein Alabai-Welpe, begrüßt uns mit fröhlichem Bellen und wedelt mit ihrem kupierten Schwanz. Sofort geht uns das Herz auf. Sie, unser Liebling, ist heute sieben Monate alt! Sie ist schon sehr groß, aber sie benimmt sich wie ein Kind.

Hofwächter

Füttern Sie Ihr Haustier

Wir fütterten die Bauern, holten die Milch ab (Milchsammler bringen sie zur Molkerei), trieben die Kühe zur Herde und gingen in den Garten, solange die Sonnenstrahlen noch nicht brannten.

Jetzt ist Erntezeit – die wichtigste Zeit. Doch dieses Jahr ist es besonders schwierig: Gurken wollen einfach nicht wachsen, Tomaten sind von Krankheiten befallen, und alle Pflanzen leiden unter Trockenheit. Meine Eltern schaffen es kaum noch, die 5000 Quadratmeter Anbaufläche zu bewässern. Eine weitere Plage ist das Chemiewerk in der Nachbarschaft. Oftmals erweist sich der lang ersehnte Regen als verhängnisvoll für die Tomaten-, Gurken- und Weinpflanzen – nachdem giftige Dämpfe in die Atmosphäre freigesetzt wurden, landet all dieser Schadstoff mit dem Niederschlag in unseren Beeten.

Wir haben reife Zucchini und Kürbis geerntet und ein paar Wassermelonen gefunden. Oh, wie glücklich die Kinder sein werden, wenn sie aufwachen!

Kürbisernte

Ein Sohn hält eine Wassermelone

Ein glücklicher Sohn hält eine Wassermelone.

Der Tau ist abgetrocknet, und es ist Zeit, Heu zu holen – ein Freund presst das trockene Gras bereits mit Spezialgerät zu Ballen. Früher hatten wir Heuwiesen: Waldstreifen und Flächen am Straßenrand, aber dann hat die Verwaltung sie uns weggenommen. Jetzt säen wir Luzerne auf unseren zusätzlichen Parzellen im Feld. Diejenigen, die keinen Bauernhof haben, nutzen diese Gärten, um Gemüse anzubauen.

Diese Ergänzungsfutterstellen werden nicht bewässert, daher hoffen wir auf Regen. Davon gab es dieses Jahr aber kaum etwas. Der erste Heuschnitt war mager, der zweite besser. Letztes Jahr reichten zwei Schnitte, um die Scheune zu füllen (etwa 700 Ballen Heu), während wir dieses Jahr erst 374 Ballen geerntet haben. Der heutige Flug brachte weitere 82, aber die Scheune ist noch nicht voll.

Heuballen

Gegen Mittag waren unsere Kräfte erschöpft. Wir gaben allen Tieren etwas kaltes Wasser und legten uns schlafen. Am Abend erwarten uns neue Aufgaben und Sorgen. Die Kühe kehren von der Herde zurück, und das gesamte Vieh muss zum zweiten Mal innerhalb von 24 Stunden gefüttert werden.

Ein Freund der Familie brachte ein Glas Honig mit:

Honig als Geschenk

Er besitzt keinen großen Bauernhof, hält aber Bienen und Bullen und verfügt über eine Reihe von landwirtschaftlichen Geräten. Jeder hier überlebt ausschließlich durch eigene harte Arbeit.

Und schließlich zeige ich euch die Schönheit um mich herum. Mamas Vorgarten duftet herrlich:

Vorgarten

Jedes Mal, wenn ich zu Besuch komme, gehe ich um jede einzelne Blume herum und bewundere sie. Mir scheint, sie sind ganz anders als meine. Sie strahlen mehr von der Wärme meiner Mutter aus.

Die Blumen meiner Mutter

Blume

Gelbe Rose

Rosa Rosen

Garten mit rosa Blumen

Blumen aus unserem Blumengarten

Blumen

Draußen ist es schon Nacht, und ich gehe spazieren und fotografiere die Blumen meiner Mutter. :) Das war's, das ist das letzte Foto. Ich möchte sie alle fotografieren und in Erinnerung behalten, aber der Tag ist schon vorbei.

So sehen die Wochenenden in unserem Dorf aus. Hier bringt jeder Morgen neue Sorgen und neue Freuden. Doch die Arbeit verhärtet die Menschen nicht; sie macht sie gütiger, öffnet ihre Herzen.

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Tomaten

Apfelbäume

Himbeere