Viele Jahre lang wuchs auf unserer Datscha ein gelber Pflaumenbaum.
Der Baum war alt, sein Stamm rissig, und die Blätter an den Zweigspitzen rollten sich ständig ein – der Pflaumenbaum war von Schädlingen befallen. Natürlich versuchten wir, den Baum zu retten – wir besprühten ihn mit Insektiziden, strichen den Stamm weiß, aber nichts half wirklich. Eines Tages starb unser Pflaumenbaum schließlich, und wir entwurzelten ihn. Doch ein kleiner Trieb trieb aus, und ein junger Baum wächst prächtig.
Die Pflaumen waren leuchtend gelb und sehr süß, und aus den bernsteinfarbenen Pflaumen kochte ich eine köstliche Marmelade, die eher einer dicken Konfitüre mit einem Hauch von Honig ähnelte. Seitdem habe ich keine Pflaumenmarmelade mehr gekocht.
Dieses Jahr aber überkam mich die Nostalgie und ich wollte die Marmelade, die wir immer zubereiteten, als wir in Kasachstan lebten – Aprikosenmarmelade (getrocknete Aprikosen), Pflaumenmarmelade aus Trockenpflaumen, aus Kischmisch-Trauben und aus Äpfeln, die Limonka genannt wurde. Ich habe die Aprikosenmarmelade schon gekocht.Die
Am Wochenende haben wir auf dem Markt schwarze Pflaumen gekauft, und ich habe Marmelade gekocht. Die Pflaumen waren nicht überreif, sondern fest, köstlich und süß.
Hier in Kasachstan bauten wir genau diese Pflaumen an, und die daraus hergestellte Marmelade war sehr aromatisch, leicht säuerlich, dickflüssig und hatte eine eingerollte Haut, die so köstlich aussah.
Rezept für Pflaumenmarmelade
Zuerst habe ich die Pflaumen unter warmem, fließendem Wasser gewaschen und die Kerne entfernt.
Ich habe die Pflaumen in Scheiben geschnitten, in einen breiten, tiefen Topf gegeben und mit Zucker bestreut: 1 kg Pflaumen auf 1 kg Zucker, dazu etwas Wasser. Vorsichtig vermengt und auf den Herd gestellt.
Normalerweise bestreue ich die Beeren mit Zucker und lasse sie eine Weile ziehen, damit sie Saft abgeben. Diesmal wollte ich aber abends Marmelade kochen und sie dann über Nacht köcheln lassen, damit die Pflaumen den Sirup aufsaugen konnten. Als die Marmelade kochte, schöpfte ich den Schaum ab und reduzierte die Hitze. Eigentlich sollte ich sie fünf Minuten köcheln lassen und dann den Herd ausschalten, aber ich wurde durch einen Anruf meines Bruders abgelenkt und vergaß die Marmelade völlig. Meine Pflaumenmarmelade köchelte 15 Minuten bei schwacher Hitze. In dieser Zeit wurde sie fest, dickflüssig und hatte eine schöne Pflaumenfarbe mit eingerollten Schalen.
Deshalb beschloss ich, die Flüssigkeit sofort in Gläser umzufüllen und diese zu verschließen. Am Ende hatte ich vier Gläser – 0,500 ml und 0,620 ml.
In ein paar Tagen werde ich Himbeermarmelade und Kirschmarmelade kochen (sie sind schon reif).








Ich sehe mir deine Marmelade an und sie erinnert mich an die meiner Großmutter. Nur sie konnte sie genau so zubereiten. Ich mache nie etwas mit Pflaumen, nur Kompott oder eingelegte Pflaumen als Snack (mit etwas Salz). Danke für das Rezept! Ich werde es nächstes Jahr auf jeden Fall ausprobieren. Mir läuft schon beim Anblick das Wasser im Mund zusammen.