In unserem Dorf herrscht seit einiger Zeit Trockenheit. Es hat nicht einen einzigen brauchbaren Regen gegeben – es tröpfelt nur ein bisschen, verlockend, und dann hört es wieder auf, oder der Wind treibt die Wolken fort und verteilt den Regen im Nachbardorf. Die Gemüsegärten neben dem Haus wurden mit Wasser aus einem Brunnen bewässert.
Dieses Jahr haben wir rund 700 kg Kartoffeln geerntet, im letzten Jahr war es auf derselben Fläche dreimal so viel. Die größten Kartoffeln der neuen Ernte sind handtellergroß und nicht mehr so groß wie früher (etwa so groß wie eine Halbliterflasche). Es gibt aber auch viele kleine Kartoffeln.
Die Tomatenbeete trockneten vorzeitig aus. Die Früchte wurden noch grün geerntet, damit sie in der Sonne nicht zu heiß wurden, sonst wären sie ohne Gemüse geblieben.
Spät reifende Paprika sehen trotz täglicher Bewässerung kümmerlich aus. Die geernteten Paprika sind welk. Unkraut wächst kaum. Der Boden ist hart wie Asphalt.
Aber scharfe Paprika tut gut.
Und das ist unser Kohl. Wir haben ihn dieses Jahr nicht behandelt. Die Blätter wurden von Erdflöhen und Kohlweißlingsraupen angefressen, aber die Kohlköpfe sind innen unversehrt.
So sieht unser heutiger Ausflug in den Garten aus. Und auch wenn das Gemüse vielleicht nicht perfekt ist, ist es doch selbst angebaut und natürlich.
Nach der vollständigen Gartenernte werden wir den größten Teil der Fläche mit Gründüngung besäen, um den Boden mit Mikronährstoffen anzureichern und ihn aufzulockern. Nächste Saison werden wir die Beete zum ersten Mal mulchen. Wir hoffen, dass dies dazu beiträgt, die wertvolle Feuchtigkeit im Boden zu bewahren.
Und obwohl dieses Jahr schwierig war, sind wir gut versorgt und für den Winter gerüstet – wir haben reichlich Kompott, Essiggurken und Marmeladen eingekocht. Unser Vieh bekommen wir das ganze Jahr über aus unserem Garten. Schließlich ist Land rentabel!







