Ich berichte weiterhin von meinen Winterangel-Ergebnissen. Neulich war ich wieder auf Barschjagd. Es waren eisige -37 Grad Celsius. Diesmal war der Angelplatz etwas anders, aber immer noch auf der Halbinsel Kopylovo (Region Samara).
Mein Mann hatte in letzter Zeit wirklich Glück mit seinen Fängen, wahrscheinlich dank seiner langjährigen Erfahrung. Er bringt selten weniger als 4-5 kg an Land. Ich erinnere mich noch, als er früher 3-5 handtellergroße Fische fing, galt das schon als Erfolg. Jetzt beeindruckt uns selbst 4 kg nicht mehr! Wir sind in kürzester Zeit so verwöhnt worden.
Um Ihnen die Mühe zu ersparen, zeige ich Ihnen gleich die Ergebnisse des Angelausflugs:
Die Barsche sind zahlreich und groß. Sie beißen gut, aber nur auf spezielle Köder. Andere Angler hatten wenig Erfolg.
Diesmal bissen die Fische auf Lucky Johns Nordic Balance Jig. Selbst der klassische Jig brachte nichts. Seht euch diese Fische an, sie prahlen ja richtig – heute wollen sie einen Rapala für 600 Rubel, morgen einen Mebar für 800 Rubel und nächste Woche fangen sie dann einen Golden Goat für 150 Rubel. Es ist, als würden die Fische untereinander aushandeln, worauf sie anbeißen und was nächste Woche „in“ ist. Damals benutzten unsere Großväter nichts weiter als einen leeren Haken, und ein Wurm war der reinste Spaß!
Nun wollen wir uns den Angelplatz genauer ansehen. Die einheimischen Fischer nennen ihn „Der Anleger“. Er liegt direkt neben dem Wasserkraftwerk. In der Nähe befindet sich eine kleine Insel namens „Telyachiy“, die von den Einheimischen aber „Telyachka“ genannt wird. So sieht sie aus:
Der Staudamm ist am Horizont zu sehen. Links liegen die Insel Telyachiy und der Rand des Schiguli-Gebirges. Die Fische bissen unweit des Ufers (Halbinsel Kopylowo). Das Foto ist wunderschön geworden – im Sonnenuntergang.
Trotz der eisigen Temperaturen blieb mein Mann von früh morgens bis Sonnenuntergang draußen. Er war warm angezogen. Nicht jeder Angler kommt mit solcher Kälte zurecht, besonders bei Nordwind. Eine spezielle Mütze, die nur Mund und Augen bedeckt, ist unerlässlich. Ein Fischerzelt wäre unter solchen Bedingungen eine große Hilfe, aber mein Mann trägt es ungern mit sich herum, was ich sehr schade finde.
Ich zeige Ihnen auch, wo Sie ins Eis einsteigen können; das ist wichtig für Fischer, um den „kühlen“ Platz zu finden:
Die Einfahrt befindet sich links von den auf dem Foto abgebildeten Touristenzentren. Man kann bequem mit dem Auto hinfahren und parken. An Wochenenden ist der Parkplatz jedoch so voll, dass er sich über einen Kilometer erstreckt!
Es ist außerdem erwähnenswert, dass Angeln in diesem Gebiet nicht ausdrücklich erlaubt ist. In der Nähe befindet sich ein Wasserkraftwerk – ein sogenanntes Wasserschutzgebiet. Es ist verboten, oberhalb des Staudamms zu angeln – andernfalls droht eine Auseinandersetzung mit der Fischereiaufsicht und eine empfindliche Geldstrafe. Hier scheint jedoch niemand die anderen Angler zu stören, sodass sie ungestört fischen können.
Ein weiterer wichtiger Punkt: Das Eis in diesem Gebiet ist instabil, und selbst bei wochenlangem Frost von -15 Grad Celsius bildet sich selten festes Eis. Häufig gibt es hier Wasserstellen, was das Angeln sehr gefährlich macht. Daher ist Angeln nur bei strengem Frost möglich. Außerdem kann der Wasserstand am Wasserkraftwerk am Folgetag steigen oder fallen, wodurch das frische Eis verrutschen und brechen kann.
Es ist schon mehr als einmal vorgekommen, dass mein Mann bei -20 Grad an dieser Stelle ankam und keinen Zugang fand – nur spritzendes Wasser und herumtreibende Eisbrocken. Er musste dann woanders hin, entweder etwas flussabwärts oder auf die gegenüberliegende Seite – zum Kanal (dort liegt immer Eis).
Er hatte wieder einmal einen fantastischen Tag beim Angeln. Wir gehen bald zusammen angeln, bevor das Eis im März schmilzt, und berichten dann davon!




