Meine Nachbarn wohnten schon ein Jahr nicht mehr bei ihren Eltern, und als sie ankamen, waren deren Blumen in einem erbärmlichen Zustand. Ihre Mutter hatte sich um Zimmerpflanzen gekümmert, aber sie selbst wussten nicht, wie. Sie kam zu mir und fragte: „Kannst du da was machen?“ Natürlich sagte ich zu. Sie fand diesen Kaktus auf der Fensterbank:
Anhand des Bodens zu urteilen, war es nicht mehr möglich, die Blume vollständig zu retten, da der ausgetrocknete Bereich sehr hart geworden war. Deshalb schlug ich ihr vor, die Jungpflanzen umzutopfen. Ich schnitt sie vorsichtig ab und füllte jedes Glas mit Wasser. Ich gab sicherheitshalber eine Tablette Aktivkohle hinzu. Das ist wichtig, sonst könnte es zu einer Infektion kommen. Die Jungpflanzen sind noch sehr jung, daher ist ihr Immunsystem geschwächt. Und wenn man bedenkt, dass die Blumen ein Jahr lang nicht gepflegt worden waren…
Hier sind zwei Tassen, die ich bekommen habe:
Mehr als sechs Monate sind seit der „Rettungsaktion“ vergangen. Die kleinen Kakteen wachsen nun in separaten Töpfen. Allerdings musste ich ihnen erneut helfen – wie man auf dem Foto unten sieht, fehlt es den Töpfen an Erde, obwohl es den Kakteen noch gut geht. Ich habe jedenfalls versprochen, das zu beheben. Ich möchte nur sagen: Wer Zimmerpflanzen hält, sollte verantwortungsvoll damit umgehen.
Sie sind noch bei einem Nachbarn. Ich hoffe sehr, dass sie zu prächtigen, ausgewachsenen Kakteen heranwachsen. Ich habe schon oft Kakteen auf diese Weise wiederbelebt, daher bin ich sicher, dass es klappen wird.



