Während der Winter noch etwas anhält, stöbern viele Menschen bereits in Online-Gartencentern und freuen sich auf den Frühling und die Möglichkeit, neue Pflanzen in ihren Gärten anzubauen. Ich möchte euch von einer Ebereschensorte erzählen, die ich vor ein paar Jahren gepflanzt habe. Vielleicht hilft sie ja dem einen oder anderen bei der Auswahl.
Ich wünsche mir schon lange einen Ebereschenbaum in der Nähe meines Hauses. Ich erinnere mich an den Schulhof mit seinen großen Ebereschen. Im Herbst sahen sie wunderschön aus, mit ihren roten Beeren und leuchtenden Blättern. Aber das waren nur gewöhnliche Ebereschen – wilde. Schön, gut für Liköre, aber man kann sie nicht essen – sie sind bitter. Wenn man sie einfriert, wird die Bitterkeit etwas gemildert.
Seitdem bin ich von Sibirien in den Süden, in die Region Krasnodar, gezogen. Hier sehe ich nicht mehr so viele Ebereschen. Entweder ist es Zufall, dass sie hier nicht wachsen, oder das Klima ist zu heiß für sie.
Ich hätte so gerne so einen schönen Baum vor dem Haus gepflanzt, aber es gibt da wieder Einschränkungen – vor allem die Höhe, da vor dem Haus eine Stromleitung verläuft und Elektriker jeden Frühling und Herbst vorbeikommen, um die Bäume, die die Leitungen berühren, zurückzuschneiden. Neben der Schönheit des Baumes sollte er auch nützlich sein, da mein Grundstück viel kleiner ist als die Anzahl der Pflanzen, die ich pflanzen möchte. Wir werden die bitteren Ebereschenbeeren nicht essen und auch keine Tinktur daraus herstellen, außer vielleicht ab und zu mal. Aber ich hätte wirklich gerne eine Ebereschenbeere im Garten…
Nachdem ich die kultivierten Sorten studiert hatte, wählte ich die Ebereschensorte Garnetnaya aus und pflanzte sie an.
Diese Kreuzung aus Eberesche und Sibirischem Weißdorn liefert ebenfalls gute Beeren, ist aber für kleine Gärten nicht optimal geeignet. Weißdorn hingegen ist sehr reich an Vitaminen und Nährstoffen. Man hat also gleich zwei Vorteile in einer Pflanze.
Die Granatapfel-Eberesche erreicht im ausgewachsenen Zustand jedoch nicht die Größe ihrer wilden Verwandten. Ein ausgewachsener Baum wird 3–4 Meter hoch, während die Gemeine Eberesche bis zu 8 Meter groß werden kann. Allerdings hat diese Sorte auch einen Nachteil: Sie ist nicht sehr langlebig und erreicht ein Alter von maximal 25 Jahren.
Die Blätter sind dunkelgrün, und die reifen Beeren sind dunkel burgunderrot mit einem bläulichen Schimmer.
Im ersten Jahr schlug der Strauch Wurzeln und wurde kräftig. Doch schon im zweiten Sommer nach der Pflanzung trug er die erste Ernte – eine Traube Beeren. Mittlerweile trägt die Eberesche deutlich mehr Früchte und ist größer geworden.
Die Eberesche blüht mit leuchtend weißen Blütenständen:
So reifen die Beeren:
Zuerst sind sie grünlich, gewinnen aber nach und nach an Farbe und Süße. Die Früchte dieser Eberesche reifen von Ende August bis Anfang September vollständig.
Wenn man die Beeren nicht pflückt, bleiben sie bis zum ersten Frost hängen. Die Trauben sind groß, und manchmal können die Zweige das Gewicht der Beeren nicht tragen und brechen.
Ich habe sie nicht einzeln gewogen, aber ich glaube, einzelne Bündel wiegen etwa ein Kilogramm.
So sieht die Beere im aufgeschnittenen Zustand aus. Sie enthält wenige Kerne, diese sind klein und recht weich.
Die Beeren sind groß – einige haben einen Durchmesser von bis zu 1,5 cm.
Der Geschmack ist leicht herb, süß und säuerlich. Die Beeren sind weich, saftig und aromatisch.
Lässt sich gut im Kühlschrank aufbewahren – einfach sammeln und in einem luftdicht verschlossenen Glas trocknen lassen.
Es ist köstlich und einfach, Ebereschenbeeren direkt vom Baum zu pflücken und daraus Kompott, Marmelade oder Konfitüre herzustellen.
Diese Sorte ist selbstfruchtbar, aber wenn sich andere Bestäuber in der Nähe befinden, fällt der Ertrag höher aus.
Generell gilt: Wenn Sie einen Ebereschenbaum benötigen, der Eigenschaften wie Kompaktheit, dekoratives Aussehen und schmackhafte Früchte vereint, dann empfehle ich die Sorte Garnetnaya.











