Die Paprikasämlinge sind gewachsen und es wird eng in dem Becher, daher ist es an der Zeit, jede Paprika in einen eigenen Becher umzupflanzen.
Nachdem ich die Setzlinge im letzten Frühjahr im Gewächshaus vorgezogen hatte, spülte ich die Erde mit Gießkannenwasser von den Töpfen ab. Ich packte sie in eine Tüte und brachte sie in den Schuppen. Als es Zeit zum Umpflanzen war, holten wir die Töpfe und Anzuchtschalen wieder nach Hause. Dort wusch ich alles mit warmem Wasser und Waschmittel und legte es anschließend in eine Kaliumpermanganatlösung.
Nun ist es Zeit, die Sämlinge umzupflanzen. Die Sämlinge sind größtenteils einheitlich, die Paprikapflanzen sind alle gleichzeitig gekeimt, mit Ausnahme der Hybridpaprika „Red Kakadu“, die später als die anderen gekeimt ist. Im Anzuchttopf sind manche Paprikapflanzen hochgewachsen, andere hingegen sehr klein. Ich habe die größten Paprika mit guten Wurzeln zum Umpflanzen ausgewählt.
Ich habe die schwachen Pflanzen nicht weggeworfen; ich wollte experimentieren. Ich beschloss, sie mit Mykorrhiza zu gießen. Das ist ein weiteres Superprodukt, das von Gartenbloggern und Gemüsegärtnern hochgelobt wird. Ihre schwachen, zarten Wurzeln verwandeln sich schnell in kräftige, die Bodenfruchtbarkeit verbessert sich und die Sämlinge wachsen kräftig. Gurken wachsen buchstäblich in einem Monat. Ich glaube nicht so recht an diese Wunderheilungen; jede Pflanze hat ihre eigene Wachstumsperiode, aber ich gehe kein Risiko ein, indem ich ein bisschen experimentiere.
Gartencenter versuchen in letzter Zeit, den Sommergästen viele Dinge aufzudrängen.
Ohne Gründüngung wachsen Gemüse einfach nicht, deshalb kaufen und säen wir weißen Senf oder Phacelia und leisten zusätzliche Arbeit, indem wir die gemähte Gründüngung in den Boden einarbeiten.
Ohne Perlit und Vermiculit kann man keine Setzlinge ziehen; ohne Senfkuchen gibt es keine Karotten- oder Zwiebelernte. Und dann gibt es noch allerlei vermeintliche Heilmittel, die als Dünger für Zimmerpflanzen, Gemüse und Blumen beworben werden, und jetzt auch noch Mykorrhiza, ein Wurzelnährstoff mit Myzel und Pilzsporen. Ich bin abgeschweift.
Zum Umpflanzen von Paprika fülle ich die Becher mit Erde und mache ein Loch in die Mitte. Anschließend gieße ich sie mit einer Lösung aus Kaliumpermanganat oder Phytosporin.
Ich habe so ein kleines hölzernes Honigwerkzeug, eine sogenannte Spindel. Damit kann man ganz einfach kleine Löcher in Tassen und Rillen in Schachteln machen. Man kann dafür aber auch einen Löffel oder Spatel verwenden.
Ich habe mir vor Kurzem dieses Anzuchtset gekauft: zwei kleine Schaufeln und einen Rechen. Es ist sehr praktisch zum Ausgraben kleiner Setzlinge, und mit dem Rechen kann man die Zwischenräume zwischen den Reihen von Blumensetzlingen auflockern.
Ich pflanze Paprikasetzlinge bis zu den Keimblättern tief ein.
Ich habe gelesen, dass man Paprikasetzlinge am besten nicht zu tief, sondern auf der gleichen Höhe einpflanzt, auf der sie ursprünglich gewachsen sind. Der Grund dafür ist, dass der oberirdisch gewachsene Stängel verfaulen und die Pflanze absterben kann. Ich selbst pflanze den Stängel aber immer bis zu den Keimblättern ein und hatte noch nie Probleme mit Fäulnis.
Man geht außerdem davon aus, dass zu tiefes Pflanzen das Wachstum der Paprika verlangsamt. Beobachten Sie, wie die Paprika nach dem Umpflanzen in einen separaten Topf rasant wächst, schnell echte Blätter entwickelt, die breiter werden, und der Stängel dicker wird.
Ich fülle die Becher nicht bis zum Rand mit Erde, sondern fülle sie mit Erde auf, wenn die Paprika wächst.
Ich dünge die Sämlinge nicht; ich denke, der Boden enthält genügend Nährstoffe. Natürlich benötigen sie Dünger, wenn der Boden nicht gedüngt ist. Aber wenn die Sämlinge schwach sind, die Stängel dünn und die Blätter klein, dann brauchen sie definitiv Dünger.
Meine verpflanzten Paprikapflanzen werden eine Zeitlang unter einer Pflanzenlampe wachsen, dann stelle ich sie auf die Fensterbank.
So sehen die Paprikasämlinge zwei Tage nach dem Umpflanzen aus. Die Blätter sind nicht verwelkt; sie stehen noch immer kerzengerade da.
Ich verpflanze die Paprikapflanzen einfach aus dem gemeinsamen Behälter in separate, geräumigere Becher, ohne sie vorher zu pikieren, obwohl ich immer sage, dass ich die Sämlinge herausgepickt habe.
Beim Umpflanzen von Sämlingen wird ein Teil der Hauptwurzel abgeschnitten oder abgerissen. Dieses Verfahren fördert zwar ein stärkeres Wurzelwachstum, hemmt aber gleichzeitig vorübergehend das Wachstum des Sämlings, da die Pflanze dadurch Stress erfährt.
Auch das Umpflanzen kann für Sämlinge stressig sein, daher empfiehlt es sich, Paprikasamen einzeln oder paarweise in einen separaten Topf zu säen. Anschließend sollte nur eine Pflanze stehen bleiben.
Ich ziehe Paprika gerne aus Sämlingen; die Sämlinge sind immer kräftig, strecken sich nicht, selbst wenn man sie spät umpflanzt, passen sich gut an und werden nicht krank.
Und diese Paprikasorten, Bogatyr und Red Kakadu. Ich habe sie noch nicht umgepflanzt; sie sind später gekeimt. Manche haben vier Blätter, manche zwei.
Ich glaube, es lag an den Samen; die waren nicht besonders gut. Ich werde die kräftigsten neu einpflanzen; mir ist nur die Blumenerde ausgegangen.
Wie zieht man Paprika an? Verpflanzt man sie, indem man einen Teil der Wurzel abschneidet, oder setzt man die Sämlinge einfach in separate, geräumigere Töpfe um, oder zieht man eine Paprika pro Topf?









