Das Brennholz wurde bereits im April hereingebracht, und Ende Mai war in der Nähe der Baumstämme bereits solches Gras gewachsen:
Meine Nachbarin meinte, es sei Madenwurm, eine Heilpflanze, die sie selbst gegen Bronchitis, Erkältungen und ähnliches einsetzt. Sie bereitet daraus einen Absud zu und trinkt ihn. Sie sagt, er wirke schleimlösend, lindere Entzündungen und reduziere Hustenkrämpfe.
Ich nutze traditionelle Medizin durchaus gern, aber in Maßen. Deshalb habe ich im Arzneimittelregister der Russischen Föderation nachgeschaut und festgestellt, dass Madenwürmer dort gar nicht aufgeführt sind. Außerdem sind sie ein sehr schädliches Unkraut, das Futterpflanzen vernichtet und erstickt. Sie werden nicht von Nutztieren gefressen, und wenn man mit einer Hose über einen Madenwurm läuft, bleiben dessen raue Blätter garantiert an der Haut kleben.
Eine andere Bezeichnung für Madenwurm ist Asperuga. Kaukasier sollen die jungen Blätter als würziges Gewürz verwenden, aber ehrlich gesagt konnte ich keinen angenehmen Duft feststellen – es roch einfach nur nach Gras. Ich habe es nicht gewagt, es zu probieren, da dieses schädliche Unkraut in der offiziellen Pharmakologie und Medizin nicht als Heilpflanze anerkannt ist. Daher rate ich dringend davon ab, dieses Unkraut zu medizinischen Zwecken zu verwenden.




