Viele haben schon von einer Kompostgrube und dem magischen organischen Material, das sie produziert, gehört, aber nicht jeder bereitet den Kompost richtig zu und kritisiert ihn dann wegen seiner angeblich übertriebenen Eigenschaften.
Meine Eltern besitzen einen großen Bauernhof im Dorf mit einem riesigen Gemüsegarten. Daher verfügen sie über eine große Auswahl an organischen Düngemitteln: von Gründüngung bis hin zu Tiermist. Kompost gilt jedoch als das wertvollste Material für die Beete.
Als mein Mann und ich in eine Stadtdatscha zogen, stellte ich fest, dass die Kompostbehälter nur sehr spärlich genutzt wurden. Der Boden war lehmig, unfruchtbar und schwer. Versuche, den Boden mit Kompost anzureichern, brachten wenig, da der Dünger selbst von schlechter Qualität war.
Eine Nachbarin nutzt beispielsweise ein Stück Land am Ende ihres Gartens als Kompostgrube, wo sie all ihr Unkraut und ihre Küchenabfälle entsorgt. Mit der Zeit ist die Grube selbst nicht mehr wiederzuerkennen – nur noch ein mit Gras überwucherter Erdhaufen, in dessen Nähe ein Eisenfass vergraben ist. Sie gießt Wasser hinein, damit der Kompost Feuchtigkeit daraus aufnimmt.

Kompost oder ein Haufen nutzloser Erde?

Kann man das Kompost nennen? Ich glaube nicht.
Der Haufen aus Unkraut und Speiseresten ist im Laufe der Zeit so verdichtet, dass er sich nicht mehr vom restlichen Boden des Grundstücks unterscheidet. Seine Qualität ist fraglich, da der Boden viele unverrottete Unkrautsamen und ähnliches enthält.
Oder ein anderes Beispiel: Ein kleiner Bereich in der Nähe des Zauns ist mit einem Eisenblech abgegrenzt. Und dort werfen sie alles ab.
Von einem solchen Dünger ist kaum oder gar kein Nutzen zu erwarten.
Wenn Sie einen Komposthaufen anlegen möchten, reichern Sie ihn mit mineralischen Düngemitteln und Stallmist an und gießen Sie ihn regelmäßig und lockern Sie ihn mit einer Schaufel auf. Nur so können die Pflanzenreste verrotten und zu einer wahren Nährstoffquelle werden.
Die primitivste Form des Komposts ist schlicht eine kleine Grube, in die Pflanzenreste und gekochte Speisen gekippt werden.
Im Spätherbst wird der Inhalt der Grube ausgeschöpft und vor dem Umgraben auf den Beeten verteilt. Über den Winter verrottet der gesamte Kompost im Boden. Diese Lösung mag sinnvoll sein, lässt sich aber durch eine sachgemäße Kompostierung optimieren.
Die Kompostgrube sollte im Schatten liegen, damit die Feuchtigkeit im organischen Material länger erhalten bleibt und der Verrottungsprozess gefördert wird, gleichzeitig aber auch Stagnation vermieden wird. Oberirdische Holzkisten oder ein umzäunter Bereich sind ideal, eine Grube im Boden hingegen nicht, da der Kompost belüftet werden muss.
Um hochwertigen Kompost zu erhalten, kann der Behälter mit Folgendem befüllt werden:
- Gras;
- Pflanzenabfälle;
- Früchte, Gemüse, Beeren;
- Sägemehl usw.
Schichten Sie die Zutaten, indem Sie in Wasser verdünnten Vogelkot und fruchtbare Erde hinzufügen. Geben Sie einen mineralischen Düngerkomplex hinzu. Und vergessen Sie nicht, regelmäßig zu gießen und umzurühren!
Es gibt verschiedene Kompostbeschleuniger zu kaufen, wie zum Beispiel „Kompostin“, „Shine“ (Nummer 3), Dr. Robik „Compost Accelerator“, Micropan „Compost“, BioMaster „Compost“ usw.
Der Dünger ist frühestens nach 7–9 Monaten einsatzbereit. Dann ist der Kompost leicht, locker, graubraun und geruchlos. Er eignet sich universell zur Bodenverbesserung und -auflockerung. Die Wirkung des Komposts setzt sehr schnell ein (dank der enthaltenen Mineraldünger), und seine Langzeitwirkung beruht auf seinen organischen Bestandteilen.
Kompost kann als eigenständiger Trockendünger oder zur Zubereitung von Aufgüssen verwendet werden.
Richten Sie Ihren Komposthaufen richtig ein, und Ihre Pflanzen werden es Ihnen mit einer reichen Ernte danken, da sie diese Nährstoffe erhalten haben.



