Dieses Jahr (2020) erlebten wir keinen richtigen Sommer – warm und sonnig. Den ganzen Juni und Juli über regnete es – in allen Variationen: kalter, anhaltender Regen, sintflutartige Regenfälle mit Hagel und Gewittern, zähflüssiger Nieselregen und kurze, unerwartete Schauer. Der Wind trieb Wolken heran, die gewaltige Wassermassen entluden. Nach dem Regen schien die Sonne wieder hell, und Regenbögen erschienen am Himmel.
Sonnentage waren rar gesät, die Durchschnittstemperaturen lagen tagsüber knapp über 20 Grad Celsius und nachts zwischen 6 und 12 Grad. Die wenigen warmen Tage waren geradezu festlich. Und nun ist der 5. August, und es regnet den ganzen Tag. Auch die vorläufige Wettervorhersage für August ist nicht gerade vielversprechend: Regen, Regen, Regen.
Der Boden im Garten ist ständig feucht; die Erde trocknet nie ab; sie ist dicht und schwer geworden. Die übermäßige Feuchtigkeit führt zu allerlei Krankheiten und Fäulnis an Gemüse und Blumen.
Auch das Zwiebelbeet hat keine gute Ernte gebracht. Fast alle Zwiebeln sind verfault. Wir haben sie herausgerissen und den Großteil der Ernte weggeworfen.
Wir pflanzen nicht viele Zwiebeln an; sie sind nicht lange haltbar und faulen von innen. Deshalb haben wir nur ein kleines Beet mit drei Reihen verschiedener Zwiebelsorten. Wir essen sie meistens in der Datscha, ernten einige der Köpfe mit dem Grün und lassen den Rest groß werden. Frische, saftige Zwiebeln schmecken schließlich viel besser als gekaufte.
Anfang Juli sah die Zwiebel gesund aus, sie hatte grüne Triebe und die Zwiebeln begannen sich zu bilden.
Dann verfärbten sich die Spitzen gelb und weiß, und auch die Stängel nahmen eine graue Farbe an. Nachdem ich eine dieser Zwiebeln herausgezogen hatte, bemerkte ich, dass sie keine Wurzeln hatte und der untere Teil der Zwiebel weich, verfault und übelriechend war. Fast die gesamte Reihe Sturon-Zwiebeln, die ich zum ersten Mal gepflanzt hatte, war verloren. Ich entfernte die verdorbenen Zwiebeln, lockerte die Erde und wässerte sie mit Phytosporin. Später pflanzten wir dort Radieschen.
Die restlichen Zwiebeln sahen gut aus. Doch Ende Juli vertrugen auch sie die zu hohe Feuchtigkeit nicht und begannen zu faulen. Natürlich hätte ich Bögen über das Zwiebelbeet spannen und es mit Plastikfolie abdecken können, aber ich hatte keine Lust, mich um ein Dutzend Zwiebeln zu kümmern.
Das ist unsere diesjährige Zwiebelernte.
Die übrigen Zwiebeln sind recht groß, noch nicht ganz ausgereift, ihre Stängel sind dick und grün.
Ich habe sie gewaschen und alle Schalen entfernt.
So sehen verdorbene Blumenzwiebeln aus: ohne Wurzeln, mit verfaultem Boden und Rissen durch übermäßige Feuchtigkeit.
Außerdem verrotten in unserem Garten Rüben, Zucchini und Kürbis.






