Meine Verwandte hat einen wunderschönen Strauch in ihrem Garten, der mit leuchtend roten Beeren geschmückt ist, aber sie isst sie nie. Der Grund dafür ist der rote Holunder. Anders als der schwarze Holunder, der in unserem Land häufiger vorkommt, ist er bekanntermaßen ungenießbar. Deshalb wird er nur zu Zierzwecken angebaut.
Das wissen aber nicht alle – viele Besucher pflücken die Beeren sofort und stecken sie sich in den Mund, ohne zu ahnen, dass sie giftig sein können. Zum Glück hängen die Zweige nicht sehr tief, sodass Kinder sie nicht erreichen können.
Deshalb habe ich mich entschlossen, über diesen wunderschönen Baum zu schreiben – damit die Menschen wissen, dass nicht alles Schöne auch essbar ist.
So sehen diese attraktiven Beeren aus:
Hier sind einige Fakten, die Sie wissen sollten:
- Während der Blütezeit verströmen die Blüten einen ziemlich unangenehmen Geruch;
- Es handelt sich um Steinfrüchte, die je nach klimatischen Bedingungen im Juli-August reifen;
- Die Beeren riechen zudem unangenehm und schmecken widerlich (und das ist gut so – man spuckt die Beere sofort wieder aus);
- Die Toxizität ist am stärksten ausgeprägt, bevor die Früchte vollständig reif sind.
Rote Holunderbeeren enthalten Sambunigrin, ein giftiges Glykosid, das sich in Blausäure und Benzaldehyd zersetzen kann. Während Benzaldehyd lediglich die Schleimhäute und Atemwege reizt, ist Blausäure ein gefährliches Gift.
Trotzdem werden die Beeren, Blüten, Wurzeln und Blätter des Roten Holunders in der Volksmedizin verwendet (Ich persönlich würde das Risiko allerdings nicht eingehen.Die Mittel sollen Krämpfe und Fieber lindern, Schleim beim Husten lösen, den Zustand von Frauen in den Wechseljahren verbessern, Migräne beseitigen, Nieren und Leber behandeln und Allergien lindern.
Interessant ist jedoch, dass die Zweige und Blätter auch im Haushalt Verwendung finden. Sie halten Ratten, Mäuse und andere Schädlinge fern und werden daher in Beeten, Nebengebäuden und Scheunen ausgelegt. In Europa werden die Beeren zur Herstellung von Industriealkohol und -öl sowie von grünem Farbstoff verwendet.





Meine Großmutter hat früher Holundergelee als Abführmittel gekocht. Holunderbeeren riechen natürlich furchtbar. Aber sie meinte, gekocht könne man sie essen. Roh sollte man sie aber auf keinen Fall essen... Als der Nachbarsjunge welche aß, wurde ihm total übel! Wie kann man diese Beeren nur essen? Sie stinken ja bestialisch! 🤷♀️
Ich werde auf jeden Fall mal versuchen, Gelee zu kochen. Was hat Oma denn da reingetan, um den unangenehmen Geruch zu überdecken?
Ich habe nichts hinzugefügt. Meine Großmutter ist Allesesserin. Sie hielt die Luft an, schluckte es herunter und spülte es mit Saft nach. Ich würde es nicht riskieren.