Die Kosmee ist eine süße und unkomplizierte Blume.
Überall blüht es im Sommer in voller Pracht.
Burgunderfarbene, rosa und weiße Blütenblätter
Die Brise wiegt den dünnen Stiel.Es war einmal vor vielen Jahren
Ein Stern fiel vom Nachthimmel.
Seitdem ist der Garten voller Kosmeen.
Von einer Blume wie dieser träume ich schon lange!
Die Kosmee ist jedem seit der Kindheit bekannt. Diese pflegeleichte, farbenprächtige Pflanze wächst überall, in Stadthöfen, Schulhöfen und Gärten. Einmal ausgesät, vermehrt sich die Kosmee selbst.
Die Kosmee, auch Mexikanische Aster genannt, gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) und kann ein- oder mehrjährig sein. Es handelt sich um eine krautige Pflanze mit schlanken, zahlreichen Stängeln, an denen große Blütenköpfe mit leuchtenden Blütenblättern in Weiß, Rosa, Karmesinrot und Rot sitzen.
Das Zentrum der Blüte besteht aus einem Kern dunkler, röhrenförmiger Blüten, über denen sich gelbe Staubbeutel befinden. Die Blätter der Kosmee sind zart und erinnern an Dill.
Hier in Sibirien beginnt die Kosmee Ende Juni zu blühen und blüht bis zum ersten Frost.

Die Bestäubung erfolgt mithilfe von Insekten.
Ich habe diese einfache Blume schon immer geliebt. Sie wuchs in den Blumenbeeten meiner Großmütter und meiner Eltern, und natürlich habe ich, sobald ich bei meiner Familie wohnte, sofort Kosmeen gepflanzt.
Nach meinem Umzug nach Sibirien pflanzte ich auch in meiner ersten Datscha Kosmeen an und kaufte die Samen in einem Blumenladen. Ich wählte leuchtende, schöne Farben, doch statt Blüten wuchsen kräftige Sträucher mit dillartigem Laub.
Die ersten Knospen erschienen erst gegen Ende des Sommers, aber sie blühten nie auf, und bald darauf, mit den ersten Herbstfrösten, erfroren die Kosmeen.
Später säte ich auf einer anderen Datscha gekaufte Kosmeensamen aus, aber auch hier wuchsen nur Dillbüsche, und nur wenige Blüten blühten auf.
Am Ende des Sommers sammelte ich Samen der Kosmee, die im Innenhof unseres Wohnhauses üppig blühte. Ich säte sie im Frühling aus und kaufte mir außerdem eine gefüllte Kosmee.
Aus den gefüllten Samen wuchsen solche Blüten; es waren nur sehr wenige, und diese waren überhaupt nicht gefüllt.
Und aus dem Gartensamen – mehrfarbig, weiß, rosa, bordeauxrot.
Nun blühen diese wunderschönen Blumen aus meiner Kindheit auch in meinem Garten. Obwohl sie sich selbst aussäen, sammle ich trotzdem Samen und säe sie im Frühling erneut aus, nur für den Fall, dass die abgefallenen Samen den Winter nicht überstehen.
Diese wunderschöne Kosmee mit großen, karminroten Blüten wuchs von selbst.
Im Herbst gaben wir die abgeschnittenen Stängel auf einen Komposthaufen, und ein Jahr später gaben wir den verrotteten Kompost in die Blumenbeete und erlebten diese angenehme Überraschung.
Warum wachsen aus im Laden gekauften Samen Sträucher mit dickem Stängel und üppigem Laub, aber fast ohne Blüten? Zuerst dachte ich, es läge am fruchtbaren Boden und die Pflanze sei einfach überdüngt und bilde deshalb nur noch oberirdische Teile. In meiner alten Datscha habe ich Kosmeen in gut kompostierter Erde ausgesät.
Bei diesem Versuch habe ich die Samen dicht gesät, nahe am Zaun, an einem sonnigen Platz. Ich habe den Boden überhaupt nicht gedüngt, sondern ihn einfach nur ausgegraben und ausgesät. Die im Laden gekauften Samen sind fast gar nicht gekeimt.
Es liegt also nicht am Boden, sondern am Saatgut. All diese Sorten mit gefüllten oder muschelförmigen Blüten in ungewöhnlichen Orange-, Schokoladenbraun- oder Streifentönen sind anspruchsvoll und blühen gar nicht. Vielleicht sollte man sie aus Setzlingen ziehen, aber darauf habe ich keine Lust. Und was, wenn ich am Ende nur wuchernde, blütenlose Sträucher habe? Oder vielleicht mögen sie unser sibirisches Klima nicht und blühen irgendwo im Süden üppig. Ich werde also keine Samen mehr aus dem Laden aussäen. Diese einfachen, aber schönen, leuchtenden und anspruchslosen Blumen genügen mir.
















