Ich liebe den Mai! Er markiert den Beginn meiner liebsten Jahreszeit zum Karauschenangeln! Dann erwachen die Karpfen nach dem Winter und fressen wie verrückt, man muss also einfach immer wieder die Angel auswerfen.
Auch Kinder lieben diese Art des Angelns – kein langes Suchen nach einer Pose (das ist doch langweilig!), sondern einfach auswerfen und sofort einen Fisch landen, sogar große Exemplare. Es macht Spaß, und die Kinder sind total begeistert! Sie wetteifern darum, wer die meisten und größten Fische fängt. Und das Beste: Man braucht keine Tablets mehr, Halleluja!
Wir haben uns also entschieden, die kostenpflichtigen Bioresurs-Seen (Region Samara, Dorf Lopatino, Karasevye-Seen) zu besuchen. Die Eintrittspreise waren dieses Jahr wie folgt:
- Männer - 350 RUB
- Frauen - 200 RUR
- Kinder unter 12 Jahren haben freien Eintritt.
Wir hätten zu den unberührten Seen fahren können, aber dort gibt es viel trockenes Gras, der Zugang ist schwierig und es wimmelt von Zecken. Hier hingegen zahlt man 550 Rubel und kann sich einfach entspannen.
- Alles ist gereinigt.
- Gepflegte Wege zu allen Seen.
- Es gibt Pavillons und Grillplätze.
Und ja, natürlich haben wir Schaschlik gegrillt!
Beißzeit
Wir kamen morgens an. Um 9:00 Uhr angelten wir schon. Da war das Angeln am besten. Nachmittags war es etwas ruhiger, aber um 17:00 Uhr begann die Fressorgie. Um 20:00 Uhr machten wir uns auf den Heimweg.
Wir sprachen auch mit ein paar „Nachbarn“, die in der Nähe angelten. Sie meinten, man solle im Morgengrauen da sein, so gegen vier oder fünf Uhr. Sogar die Karpfen würden dann beißen. Und wie sich herausstellte, waren wir zu spät dran.
Köder
Karauschen sind unberechenbare Fische. Heute wollen sie Würmer, morgen beißen sie auf Perlgraupen und eine Woche später nur noch auf Maden. Wir wollten kein Risiko eingehen und haben alles mitgenommen. Maden (50 Rubel) und Würmer (65 Rubel) haben wir im Angelladen gekauft. Die Perlgraupen habe ich am Vortag selbst gekocht.
Unsere Made:
Und hier ist der Wurm:
Deshalb bissen die Karauschen an diesem Tag gierig auf Maden. Obwohl die Angler hier in der Gegend hauptsächlich mit Würmern (und gelegentlich Perlgraupen) fischten, waren ihre Bisse eher schwach, während wir bei jedem Wurf einen Biss hatten.
Locken
Mein Mann und ich haben lange darüber diskutiert. Wir wollten ursprünglich einen Sack Grundfutter speziell für Karauschen kaufen (1 kg kostet ab 110 Rubel). Im Angelladen gibt es eine riesige Auswahl. Es gibt sogar 5-kg-Säcke, und der Preis ist fantastisch – 790 Rubel. Dafür könnte man ja Unmengen an Karauschen auf dem Markt kaufen!
Dann dachten wir... die Fische sollten trotzdem gut beißen. Und um sie anzulocken, könnten wir auf dem Vogelmarkt (der ist nicht weit vom Fischmarkt entfernt) billiges Futter kaufen.
Wir haben 5 kg Futter gekauft. Ein Typ hat es uns mit Rabatt für 100 Rubel verkauft.
Zuhause haben wir es mit kochendem Wasser übergossen. Es ist aufgequollen. Fertig! Der Köder für Karauschen ist bereit. Günstig und einfach.
So sieht das Ganze aus:
Der Prozess des Fischens
Jeder hatte seine eigene Angelrute. Sogar mein Sohn (5 Jahre alt). Wir vier standen auf (mit ausreichend Abstand, damit wir uns nicht gegenseitig verhakten) und fingen an zu angeln.
Der Sohn hatte als Erster einen Fisch an Land gezogen. Sein Vater errötete vor Stolz auf seinen Kleinen! Und dann waren alle anderen damit beschäftigt, die Schnur einzuholen und auszuwerfen.
Es gab auch Hindernisse. Der Grund war voller Hindernisse. Und die Karauschen bissen direkt am Grund. Wir mussten die Höhe des Schwimmers geschickt anpassen, damit er den Grund nicht berührte und wir trotzdem Fische fingen. Sobald wir ihn höher hoben, hörten die Fische auf zu beißen. Gummistiefel kamen uns zu Hilfe. Muz stieg ins Wasser und befreite den festsitzenden Haken. Und das Wasser war immer noch kalt.
Hier sind unsere Rettungsanker, die Sumpfschnecken. Wir haben sie zum Trocknen an den Pavillon gehängt:
Fangen
Ehe wir uns versahen, war es Abend geworden. Wir hatten den Schaschlik völlig vergessen. Wir waren so vertieft ins Angeln. Ich ließ meine Angelruten zurück und ging grillen. Ich knipste sogar ein Foto von unserem Fang. Und das war noch nicht alles. Wir leerten auch noch den gesamten Setzkescher in einen Sack, knoteten ihn zu und warfen ihn ins tiefe Ende des Sees, damit die Fische überlebten.

Nachdem wir nach Hause gekommen waren, haben wir die Fische in die Badewanne geworfen (meine arme Badewanne, die ist so mühsam mit Seife zu reinigen 😂).
Auf dem Heimweg gerieten wir in einen Stau. Wir kamen erst um 23 Uhr nach Hause. Die Kinder wuschen sich und gingen ohne Beine ins Bett. Wir verbrachten die ganze Nacht damit, die Karauschen zu putzen (die Schuppen zu entfernen), sie auszunehmen, abzuspülen und in einen Gefrierbeutel zu packen. Übrigens gab es jede Menge Kaviar. Wir haben eine riesige Pfanne voll davon gebraten. Er war köstlich!
Das ist die Art von Abenteuer, die wir im Mai erlebt haben!










