Wir sind vor Kurzem in die Region Woronesch gezogen, und mein Mann beschloss, mit seinen neuen Freunden angeln zu gehen. Wir angelten an einem Teich, aber diesen Sommer konnten wir nur zwei Fischarten fangen: Rotaugen und diesen hier:
Wir hatten noch nie einen solchen Fisch gesehen; man sagte uns, er hieße Tyulapka (Seesprosse). Ich suchte online nach der Fischart, fand aber nichts und wandte mich deshalb an Experten. Schließlich erklärten sie mir, was für ein außergewöhnlicher Fisch das war.
Das hier ist also eine Fischart – der Galiläische Tilapia. Es gibt viele Tilapiaarten, sie sind mit den Buntbarschen verwandt, und manche sind giftig. Aber ich schreibe nicht über den Fisch, sondern darüber, wie mein Mann seinen Fisch immer salzt. Er schmeckte übrigens genau wie getrocknete Rotaugen.
Diesmal habe ich das Salzen selbst übernommen, da mein Mann bei der Arbeit war. Zuerst habe ich den Fisch gründlich in mehreren verschiedenen Wassern gewaschen.
Weil es sehr schmutzig war. Offenbar schwimmt dieser Fisch am Meeresgrund und ernährt sich ausschließlich von Seegras. Zu diesem Schluss kam ich, weil sich in seinem Darm nur grünes Material befand.
Ich hatte eine Menge Fisch – fast einen vollen 15-Liter-Eimer –, also nahm ich zwei Kilogramm-Packungen Salz mit (die aber nicht ausreichten, also musste ich noch fast eine weitere Packung mitnehmen).
Ich habe eine etwa 1-1,5 cm dicke Salzschicht auf den Boden des Eimers geschüttet.
Ich habe eine gleichmäßige Reihe Fische in einer einzigen Schicht obenauf gelegt.
Ich habe noch einmal Salz darübergestreut, aber die Schicht war etwas dünner.
Ich hatte also am Ende 7 Schichten. Zum Schluss habe ich noch einmal reichlich Salz darüber gestreut. Und ja, man muss darauf achten, dass auch an den Seiten Salz ist.
Jetzt musste nur noch ein Deckel draufgesetzt werden, aber ich hatte nur einen, der einen riesigen Durchmesser und einen langen „Griff“ hatte. Damit der Deckel besser passte, habe ich ein Loch reingemacht.
Ich legte den Deckel umgedreht auf und drückte ihn fest zu. Als Gewicht stellte ich ein paar Gläser mit frisch eingelegten Gurken darauf.
Am nächsten Tag spülte ich das Salz vom Fisch ab. Ich legte den Fisch in ein selbstgebautes Trockengestell und hängte einige Fische an ein Seil.
Aus irgendeinem Grund dauerte das Trocknen sehr lange – fast zwei Wochen – und nur der Bauch war noch leicht feucht, aber der Geschmack war anschließend sehr gut. Der Schlüssel zu diesem schnellen Pökelprozess ist die Verwendung von reichlich Salz, ähnlich wie beim Pökeln von Schmalz. Lassen Sie den Fisch einen Tag lang marinieren und spülen Sie ihn danach gründlich ab. Wenn Sie ihn zwei bis drei Tage marinieren, müssen Sie ihn anschließend einweichen – beispielsweise nach zwei Tagen Marinierzeit einen Tag, nach drei Tagen anderthalb Tage.

















