Guten Tag
Heute stelle ich euch einige Gartenunkräuter vor, die lästig sind, hartnäckig in den Beeten wachsen und gejätet werden müssen. Doch es stellt sich heraus, dass viele davon nützlich sein können. Schauen wir uns einige davon genauer an.
Quinoa
Ach, diese allgegenwärtige Quinoa, eine der ersten Pflanzen, die im Gartenbeet sprießt und jedem Gärtner ein Begriff ist. Wird sie nicht rechtzeitig entfernt, kann diese zarte Pflanze mit ihren bläulich-grünen, fast mehlbestreuten Blättern zu meterhohen Büschen heranwachsen. Quinoa wird auch „Mehlgras“ genannt.
Junge Quinoa ist bei Hühnern sehr beliebt, besitzt aber auch andere positive Eigenschaften. Die Pflanze wird sowohl medizinisch als auch als Lebensmittel verwendet. Quinoa dient zur Zubereitung von Kohlsuppe und Botvinya und wird Frikadellen, Klößen, Kartoffelpüree und Salaten beigefügt. Sie wird außerdem getrocknet, gesalzen und eingelegt.
Dieses Kraut ist den Menschen seit der Antike bekannt und wurde als „Gold der Inkas“ und „Königin der Körner“ bezeichnet. Quinoa rettete den Menschen in Zeiten der Hungersnot das Leben. Wenn andere Nahrungsmittel knapp waren, wurden aus den mit Mehl vermischten Samen Pfannkuchen gebacken. Die jungen Triebe dieser Pflanze enthalten viel Eiweiß, sodass ihr Nährwert sogar mit dem von Fleisch mithalten kann.
Es besitzt wundheilungsfördernde und entzündungshemmende Eigenschaften sowie harntreibende und gallenflussfördernde Wirkungen. Es erleichtert das Abhusten, beugt der Bildung atherosklerotischer Plaques vor und schützt somit vor Schlaganfall und Herzinfarkt.
Ein Quinoa-Sud ist wirksam bei Zahnfleisch- und Mundkrankheiten. Ein auf eine Wunde aufgelegtes Blatt stillt die Blutung und desinfiziert. Gedämpfte Quinoa-Blatt-Kompressen sind ebenfalls wirksam bei Radikulitis.
Löwenzahn
Gärtner mögen dieses Unkraut nicht – es lässt sich leicht aussäen, aber schwer wieder entfernen.
Aus den Blüten lässt sich aber ein köstlicher Löwenzahnhonig herstellen. Dazu sammelt man die Blütenköpfe, entfernt die grünen Kelchblätter, bestreut sie mit Zucker und lässt sie unter regelmäßigem Rühren bei schwacher Hitze köcheln. Für eine säuerlich-aromatische Note kann man Zitronenspalten hinzufügen.
Löwenzahn ist aufgrund seines hohen Gehalts an wertvollen Vitaminen und Mineralstoffen auch als russischer Ginseng bekannt. Löwenzahnblüten schmecken ähnlich wie teure Artischocken.
Löwenzahnwurzeln eignen sich zur Zubereitung eines Kaffeegetränks. Dazu werden die Wurzeln gründlich gewaschen und getrocknet. Anschließend werden sie im Ofen getrocknet und bei 180 Grad Celsius (350 Grad Fahrenheit) geröstet. Nach dem Abkühlen werden sie zerkleinert und fein gemahlen. Das so entstandene Pulver wird dann aufgebrüht.
Löwenzahnblätter eignen sich gut als Zutat in Salaten.
Dieses Unkraut ist auch im Garten nützlich. Sein Aufguss kann zur Bekämpfung von Schildläusen, Zikaden, Blattläusen und Spinnmilben eingesetzt werden.
Portulak
Portulak ist ein lästiges Unkraut, das in jedem Gartenbeet wächst. Er hat dicke, fleischige Blätter und Stängel. Die Wurzel kann bis zu 20 cm lang werden. Portulak ist sehr widerstandsfähig; reißt man die Blätter und den oberirdischen Teil ab, treibt er schnell wieder aus. Die Stängel sind zwar brüchig, aber ein abgebrochenes Stück wurzelt und wächst am nächsten Tag weiter. Die kleinen Samen verbreiten sich leicht im ganzen Garten.
Aber es stellt sich heraus, dass wir einfach nicht wissen, wie man sie richtig zubereitet. Im Kaukasus, in Armenien und anderen asiatischen Ländern wird diese Pflanze in der Küche verwendet: Sie wird Salaten beigemischt und für den Winter konserviert.
Die wohltuenden Eigenschaften des Portulaks wurden bereits von den alten Ägyptern und Griechen erkannt und genutzt.
Es besitzt wundheilungsfördernde und blutstillende Eigenschaften, wirkt antiparasitär, reguliert den Hormonhaushalt, wirkt abführend und fördert die Heilung von Magen- und Darmgeschwüren. Es behandelt Magen-Darm-Infektionen und lindert Entzündungen der Schleimhäute.
Frischer Portulaksaft kann zur Behandlung von Wunden, Schnitten und Schürfwunden verwendet werden. Er hilft auch bei Insektenstichen.
Kellerasseln
Vogelmiere oder Vogelmiere — Eine kleine, einjährige Pflanze, deren Sträucher durch verzweigte, kriechende Triebe wachsen. Diese Triebe sind mit Haaren bedeckt, die Feuchtigkeit speichern. Wo immer sie den Boden berühren, siedeln sich Asseln leicht an. Diese Eigenschaft macht dieses Unkraut schwer zu bekämpfen. Jedes abgebrochene Stängelstück wurzelt und wächst zu einem neuen Strauch heran. Die Blüten sind klein und ähneln weißen Sternen.
Liebt feuchte und schattige Plätze.
Diese Pflanze ist eine wahre Fundgrube an wertvollen Inhaltsstoffen. Sie wirkt schmerzlindernd, hautpflegend, harntreibend und schleimlösend sowie gallentreibend und antiseptisch. Sie wird als blutstillendes Mittel eingesetzt. In der Volksmedizin wird Vogelmiere als Abkochung, Aufguss oder Saft bei Augenleiden, zur Erhöhung des Hämoglobinspiegels im Blut, bei Nierenerkrankungen und Magengeschwüren verwendet. Umschläge mit Vogelmiere werden bei Radikulitis und Rheuma angewendet. Sie hilft auch bei Hautausschlägen und Geschwüren.
Personen, die unter niedrigem Blutdruck leiden, sollten bei der Anwendung von Vogelmiere vorsichtig sein, da dieses Kraut den Blutdruck noch weiter senken kann.
Um Vogelmiere zu ernten, schneiden Sie sie mit einer Schere ab. Am besten gelingt dies bei sonnigem, trockenem Wetter. Da Stängel und Blätter viel Feuchtigkeit enthalten, lassen Sie sie zunächst 4–5 Stunden in der Sonne trocknen. Anschließend legen Sie sie an einen gut belüfteten Ort, zum Beispiel in einen Schuppen oder unter ein Vordach, und lassen sie dort weiter trocknen. Direkte Sonneneinstrahlung sollte vermieden werden.




