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Sarepta-Senf – was ist das?

Sarepta-Senf (Pflanze)Hallo!

Ich möchte gleich vorwegnehmen, dass ich mich für Heilpflanzen interessiere, aber nicht fanatisch, sondern in Maßen. Deshalb versuche ich, die nützlichsten und in Russland verbreitetsten Kräuter in meinem Garten anzubauen. Viele davon sind zudem nicht nur für die menschliche Gesundheit von Vorteil, sondern haben auch andere Verwendungsmöglichkeiten.

Heute möchte ich über den Sarepta-Senf sprechen, der fast überall wächst. Er findet in verschiedenen Bereichen Verwendung – in der Kosmetik, der Volksmedizin, der Schulmedizin, im Haushalt und sogar im Garten. Die positiven Eigenschaften dieser Senfart sind seit Langem von Wissenschaftlern weltweit belegt. Lesen Sie mehr über die Vorzüge und Risiken dieser Pflanze. HierDie

Kurze Beschreibung der Kultur

Senf gehört zur Familie der Kreuzblütler (Brassicaceae) und ist eine einjährige Pflanze, daher muss er jedes Jahr neu ausgesät werden. Alternativ kann man die Ausbreitung auch der Natur überlassen – der Wind verbreitet die Samen, dann wächst das Gras aber eher unregelmäßig.

Merkmal:

  • Stammhöhe – von 50 bis 150 cm, kann aber auch höher sein;
  • Das Wurzelsystem ist vom Pfahlwurzeltyp, reicht bis zu 3 m tief, ist kräftig und daher schwer zu beschädigen;
  • Der Stamm ist gerade und kahl, die Verzweigungen befinden sich ganz unten;
  • Die Blätter sind gestielt, anfangs ganzrandig, später jedoch eingeschnitten und gefiedert, grün, besonders auf der Unterseite, können aber auf der Oberseite einen bläulichen Belag aufweisen;
  • Die Blüten sind sehr klein und gelb und befinden sich in einem doldenförmigen Blütenstand;
  • Blütenblätter - haben an den Rändern Biegungen;
  • Chalcedon - meist horizontal erscheinend;
  • Die Frucht ist schotenförmig, warzig und dünn;
  • Samen – bräunlich, rötlich, klein, Reifezeit – ab Ende August.

Ich möchte noch etwas Besonderes über Saatgut sagen. Im Gegensatz zu anderen Nutzpflanzen behält es seine Keimfähigkeit bis zu 10 Jahre lang und kann daher lange gelagert werden.

Sarepta-Senf kurz vor der Blüte Sarepta-Senf in der Natur

Wie kam Senf nach Russland?

Der Senf (Sarepta) wurde zusammen mit Flachs und Hirse aus Asien eingeführt. Damals galt er unter Agronomen als Unkraut und wurde aktiv bekämpft. Die Bewohner der unteren Wolgaregion lernten jedoch, die Samen zu verarbeiten und begannen, die grünen Pflanzenteile zu nutzen. 1810 bepflanzten deutsche Siedler mehrere Felder mit Senf, woraufhin eine Senfölmühle eröffnet wurde.

Der Senf heißt Sarepta, weil er erstmals in der Nähe des Dorfes Sarepta angebaut wurde. Manche nennen diese Sorte immer noch russisch.

Was mich außerdem erstaunt, ist, dass der Sarepta-Senf als Kulturpflanze gilt, aus der Senfpulver und Senf hergestellt werden, aber als Unkraut eingestuft wird, wenn er zwischen anderen Nutzpflanzen vorkommt. Welch ein Widerspruch!

Übrigens, falls es Sie interessiert, schauen Sie sich die Artikel zur Herstellung von Senfpulver aus Senfkörnern an (dort finden Sie auch einige der leckersten Senfsaucenrezepte). Und falls Sie Ihren eigenen Senf anbauen möchten, gibt es Beiträge mit den wichtigsten Pflanz- und Pflegehinweisen.

Kommentare: 1
24. Oktober 2023

Dieses Unkraut wächst bei uns in der Datscha. Ich wusste nur nicht, dass es sich um Sarepta-Senf handelt.

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