Wir bauen selbst keine Melonen an, aber Freunde haben uns so viele geschenkt, dass wir sie gar nicht alle essen konnten. Das macht aber nichts, denn ich weiß, wie man diese Melone sinnvoll verwendet. Die eingemachten Melonen sind im Winter sehr praktisch.
Ich hatte schon sowohl grüne als auch sehr reife Melonen. Die grüne verwende ich zum Einkochen von Kompott und für ein Dessert namens „Ananas-ähnlich“ – es schmeckt fast genauso wie Ananas aus der Dose. Die reife Melone verwende ich für stückige Marmelade oder Konfitüre.
Zuerst habe ich die Melone geschält und entkernt:
Dann schneide ich es in Stücke, aber für die Marmelade wähle ich auch die weichen Teile aus – ich schneide sie ab und hacke sie:
Die festeren Teile der Melone schnitt ich in Würfel für Kompott und Dessert:
Jetzt zeige ich euch, wie man Kompott und ein Dessert „wie eine Ananas“ zubereitet:
Ich fülle die gewürfelten Stücke in Gläser. Für Desserts packe ich sie so dicht wie möglich ein, für Kompott fülle ich sie etwas mehr als halbvoll.
Es war nicht genug Melone für ein Glas da, deshalb habe ich noch etwas Apfel hinzugefügt (es schmeckt dadurch etwas anders, aber immer noch ziemlich gut):
Ich gieße kochendes Wasser darüber:
Ich decke das Gefäß ab und lasse es nach 15 Minuten abtropfen. Das wiederhole ich zweimal. Vor dem endgültigen Eingießen gebe ich pro Liter Wasser – das sind etwa zwei Tassen – einen gestrichenen Teelöffel Zitronensäure und Zucker nach Geschmack hinzu. Dann gieße ich alles ein und verschließe das Gefäß.
Nun zur Marmelade (ich habe noch keine Marmelade gekocht).
Ich gebe das gehackte, weiche Fruchtfleisch der Melone in einen Mixer oder Gemüseschneider. Viele empfehlen im Internet, zuerst Zucker hinzuzufügen, andere bestehen darauf, die Melone vorher zu kochen und dann zu pürieren. Ich kann aus eigener Erfahrung sagen (ich habe alle Varianten ausprobiert), dass das die Sache nur verkompliziert, da es geschmacklich keinen Unterschied macht. Deshalb gebe ich die frischen, ungesüßten Stücke in den Mixer und püriere sie.
Ich gieße es in einen Kessel (es brennt nie an, selbst bei starker Hitze). So sieht die Mischung aus:
Ich koche die Marmelade 15–20 Minuten, stelle sie beiseite und lasse sie abkühlen. Dann stelle ich sie wieder auf den Herd und lasse sie köcheln, bis sie dunkler und dickflüssiger wird. Das ist natürlich Geschmackssache. Meine Nachbarin macht zum Beispiel eine dünne Marmelade, ich mag sie aber lieber dicker – so kann ich sie im Winter zum Backen verwenden oder einfach auf eine Scheibe Weißbrot streichen. Ich gebe immer Zucker nach Geschmack und etwas Zitronensäure oder Zitronensaft dazu. So schmeckt meine Marmelade am besten.
Guten Appetit allerseits!
















