Hier in Sibirien reift das Geißblatt.
Die Ernte dieses Jahr ist gut, alle unsere Sträucher, es sind fünf, haben im Frühling, der recht kühl war, üppig geblüht.
Die Blütezeit dauerte etwa drei Wochen, wobei einige Blütenblätter abfielen, während andere sich gerade erst öffneten. Trotz Regen und Kälte halfen fleißige Hummeln bei der Bestäubung der zarten, hellgelben Blüten.
Die allerersten Beeren schmeckten so köstlich, und alle Familienmitglieder spazierten in der Nähe der Geißblattsträucher entlang und genossen die ersten Vitamine.
Nachdem die Euphorie nachgelassen hat, sind die Beeren fast alle reif und es ist Zeit, sie zu pflücken, damit die Ernte nicht verloren geht.
Die Besonderheit der Geißblattbeeren besteht darin, dass sie nicht alle auf einmal reifen, sondern nach und nach. So hängen die reifen, blauen Früchte, die mit einer Wachsschicht überzogen sind, hellbraune, noch nicht ganz reife und völlig grüne Früchte am Strauch.
Aus diesem Grund erstreckt sich die Beerenernte über drei Wochen. Reife Geißblattbeeren fallen schnell ab, und Vögel können die Sträucher im Nu leerfressen. Seien Sie also stets wachsam.
Ich hatte geplant, dieses Wochenende zu ernten, aber das Wetter hat mir wie immer einen Strich durch die Rechnung gemacht – starker Wind und Regen haben die Ernte unterbrochen. Ich habe es geschafft, eine kleine Schüssel voll Beeren zu pflücken. Die habe ich in einen Behälter gefüllt und ungezuckert eingefroren. Am Montag nach der Arbeit konnte ich dann noch eine Schüssel voll pflücken; daraus mache ich Marmelade. Es gibt reichlich Geißblatt, genug für alles – Kompott und zum Einfrieren.
Welche Vorteile bietet diese Beere?
Die ersten Frühlingsbeeren sind reich an Vitaminen und Mineralstoffen. Sie sollen so viel Vitamin C enthalten wie Zitronen und Kiwis aus anderen Ländern. In kühlen, regnerischen und sonnenarmen Sommern reichern die Beeren mehr Vitamin C an und werden säuerlicher. An wärmeren, sonnigeren Standorten steigt der Zucker- und Tanningehalt, und der Geschmack wird etwas bitterer. Selbst hier in Sibirien schmeckt Geißblatt in heißen Sommern immer süßer.
Geißblatt weist unter den Beeren den höchsten Magnesium- und Natriumgehalt auf, liegt beim Kaliumgehalt direkt hinter Preiselbeeren und übertrifft Hagebutten hinsichtlich der P-aktiven Substanzen. Alle Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und andere Substanzen sind für die reibungslose Funktion aller Systeme und Organe unerlässlich. Sie erhalten den Wasser- und Elektrolythaushalt aufrecht, regulieren die Funktion des Nervensystems, fördern eine gesunde Herzfunktion, regulieren den Blutdruck, beeinflussen die Durchlässigkeit und Elastizität der Kapillargefäße, helfen, Schadstoffe aus dem Körper zu entfernen und bekämpfen Viren und Mikroben.
Unsere erste Beere ist also nicht nur lecker, sondern auch gesund.







