In der Nähe meines Hauses befindet sich ein unbebautes Grundstück, auf dem ich vor drei Jahren eine wunderschöne und duftende Pflanze entdeckt habe. Sie sieht so aus:
Da ich immer versuche herauszufinden, was es ist und ob das Kraut nützlich ist, habe ich viel recherchiert und dabei viele interessante Dinge gelernt:
- andere Namen - Hundeminze, Groundefeu (wie die Engländer es nennen), Elsterkrankheit, Kraut für 40 Beschwerden;
- Es handelt sich um eine Bodendeckerpflanze, die in absolut jeder Klimazone und selbst unter widrigsten Bedingungen gedeihen kann (sie ist wirklich robust!).
- gehört zur Familie der Lippenblütler (Lamiaceae), was mich sehr überrascht hat;
- ist ein direkter Verwandter von Minze, Lavendel, Zitronenmelisse, Oregano, Salbei und Rosmarin - daran ist nichts Ungewöhnliches, da der Duft tatsächlich an Minze erinnert und mir auch an Thymian zu denken scheint;
- blüht lange – 2-3 Monate oder sogar länger;
- Verträgt keine hohe Luftfeuchtigkeit.

Und schließlich noch ein interessanter Mythos: Man sagt, in der Nacht vom 30. April auf den 1. Mai, wenn die Walpurgisnacht beginnt, solle man einen Budra (eine Art Hexenkranz) abschneiden und ihn selbst flechten. Dann trage man ihn auf dem Kopf und gehe am Morgen in die Kirche. Das Faszinierendste daran ist, dass man laut den Älteren alle Hexen sehen könne, weil sie mit dem Rücken zum Altar stünden. Ob man das glaubt oder nicht, ist jedem selbst überlassen, aber wer neugierig ist, kann es ja mal ausprobieren.



