Der Herbst auf der Datscha bringt nach der Wachstumsperiode stets die Ernte und das Aufräumen der Beete mit sich. Die Beete sind nun kein schöner Anblick mehr, denn Beige- und Brauntöne haben das einst so leuchtende Grün und die Blütenpracht verdrängt. Es ist deprimierend.
Wir putzen meistens zusammen als Familie – das geht schneller und macht mehr Spaß. Mein jüngster Sohn ist besonders begeistert. Er ist immer für alles zu haben, vor allem bei Gartengeräten.

Unser Assistent
Wir entfernen die Gurkenblätter, obwohl die Ranken noch blühen. Tun wir das jetzt nicht, setzt mit dem Regen Fäulnis ein. Pilzsporen verbleiben im Boden, an benachbarten Pflanzen und im Gras. Und während wir unsere eigenen Pflanzen im Griff haben, bleiben die der Nachbarn ungeschützt – eine Quelle und ein Überträger von Krankheiten.
Wir sammeln die restlichen Erntereste in einer Schubkarre und verbrennen sie anschließend. Mit dem Gras verfahren wir genauso, nur muss es vorher in der Sonne getrocknet werden.
Ich habe das ganze Jahr über Frühlingszwiebeln! Ich habe sie vor zwei Jahren gepflanzt – die Zwiebeln für Frühlingszwiebeln – und sie tragen immer noch Früchte.
Wir räumen auch das Blumenbeet auf. Ich jäte das Unkraut und schneide die Blumen zurück. Ich entferne alle, die zu groß geworden sind, sodass nur noch die richtige Menge übrig bleibt. Außerdem richte ich die Plastikbeete aus.
Ich habe einen Teil der Kapuzinerkresse umgepflanzt. Der verbliebene Strauch blühte erneut, und aus den heruntergefallenen Samen daneben sprossen neue Sämlinge. Wann hat eine Kapuzinerkresse jemals zweimal in einer Saison geblüht? Das ist mir noch nie passiert!

Herbstliche Kapuzinerkresseblüten

Schade, dass die Blumen absterben werden – der kalte Winter kommt bald.
Dieses Jahr wollte die Petersilie einfach nicht wachsen. Ich habe die Samen mehrmals ausgesät: Schädlinge haben sie gefressen, und dann sind sie eingegangen. So blieben mir nur ein paar unansehnliche Büsche übrig – schade, sie zu entfernen, und nutzlos waren sie ja auch nicht. Ich beschloss, sie einzeln neu zu pflanzen, und damit sie im Gras nicht untergehen, habe ich ihnen ein ganzes Rad gegeben! Ich habe die Erde mit verrottetem Kuhmist vermischt und etwas Sand hinzugefügt. Nach drei Wochen sah die Petersilie beneidenswert aus!

Petersilie
Ich habe mich nun entschieden, all meine Pflanzen in diese rollbaren Pflanzkübel umzupflanzen. Nicht nur Petunien sollen so aussehen! So kann man sie überall hinstellen, und die Erde verteilt sich nicht und verliert ihre Struktur.

Transplantierte Kapuzinerkresse

Petunie
Ich habe die restlichen Autolacke aus den Sprühdosen auf die Felgen gesprüht. Sie heben sich jetzt wunderschön vom Weg und dem Erdreich ab. Aber ihre volle Pracht entfaltet sich noch nicht; ich muss jede Felge bepflanzen, damit sie prächtig gedeihen und üppig blühen. Auf nächstes Jahr!
Jetzt muss ich den Sauerampfer ernten, bevor die Schnecken ihn wegfressen. Ich wasche die Blätter, trockne sie und hacke sie klein. Dann fülle ich sie in Beutel und friere sie ein. Daraus lässt sich im Winter ein köstlicher grüner Borschtsch zubereiten!

Sauerampfer
Keine Urlaubszeit auf der Datscha. Wir haben den Herbstputz kaum hinter uns und schon müssen wir uns wieder um die Setzlinge kümmern. Für manche sind solche Arbeiten lästig, für uns aber eine wahre Freude!





Du hast eine tolle Helferin, Oksana, ein kluges Mädchen, eine richtige Gärtnerin. Und du hast mich an den Sauerampfer erinnert: Wenn er noch nicht gefroren ist (wir hatten ja schon Frost), musst du ihn schneiden und einfrieren. Ich liebe Kohlsuppe.