Der Bau eines Winterhauses schützt Bienenvölker im Winter. Zu den Vorteilen dieser Bauweise zählen Wärmespeicherung, geringerer Futterverbrauch und erhöhte Sicherheit für die Bienen. Lesen Sie diesen Artikel, um mehr über die Anforderungen an den Bau eines Winterhauses und die Regeln für die Vorbereitung des Raumes zu erfahren.

Wozu wird es verwendet?
Ein Mooshaus ist ein kleiner Raum, in dem Bienenstöcke während der kalten Wintermonate untergebracht werden. Es wird auch Winterhaus genannt und vor allem in kalten Regionen mit besonders strengen Wintern errichtet.
Dank des Mooshauses überstehen die Bienen den Winter leichter und verbrauchen weniger ihrer Honigvorräte. Die Konstruktion ermöglicht es dem Imker außerdem, die Gesundheit der Bienen zu überwachen, ohne sie zu sehr zu stören. Im Winter sollte das Mooshaus mehrmals kontrolliert werden, um die Raumtemperatur, den Futtervorrat und den Gesundheitszustand der Bienen zu überprüfen.
Im Sommer sinkt der Bedarf an einem Winterschuppen. Er kann jedoch als Werkzeuglager genutzt werden.
Vorteile
Die wichtigsten Vorteile dieser Konstruktion sind:
- Bienengesundheit. Die Insekten sind warm und weniger anfällig für Krankheiten. Der geringere Honigbedarf schützt die Bienen vor Verdauungsproblemen. Da die Kotabgabe üblicherweise außerhalb des Nestes erfolgt, kann Überfütterung zu einer Verstopfung des Enddarms führen und den Zustand der Insekten verschlimmern.
- Keine Probleme mit der Ernährung. Bei unzureichender Erwärmung und niedriger Luftfeuchtigkeit kristallisiert der Honig, wodurch es für die Bienen schwieriger wird, ihn zu verzehren.
- Sicherheit. Das Risiko, dass der Bienenstock durch einen versehentlichen Stoß oder eine starke Windböe umgestoßen wird, wird verringert.
- Bequemlichkeit. Imker müssen sich keine Sorgen mehr um die Plünderung ihrer Bienenstöcke durch Wildtiere machen. Die Holzkonstruktion des Nestes bleibt besser erhalten. Kranke Bienen lassen sich leichter untersuchen und behandeln. Im Mooshaus sterben im Winter deutlich weniger Insekten.
Typen
Insgesamt werden 3 Arten von Designs verwendet.
| Name | Bauart | Wärmedämmungsgrad | Schwierigkeit der Konstruktion |
|---|---|---|---|
| Boden | oberirdisch | Kurz | Niedrig |
| U-Bahn | U-Bahn | Hoch | Hoch |
| Halbunterirdisch | Halbunterirdisch | Durchschnitt | Durchschnitt |
Boden
Die am wenigsten komfortable Mooshaus-Variante. Sie ist zwar einfach zu bauen und benötigt wenig Zeit und Material, aber da die Wände nur wenig Wärme speichern, ist eine zusätzliche Isolierung notwendig.
Äußerlich ähnelt ein oberirdischer Winterschuppen einem normalen Gebäude, das als Schuppen genutzt werden kann. Bienennester lassen sich leicht hineinstellen und nach dem Winter wieder entfernen. Wenn man Fenster einbaut, ist zudem keine künstliche Beleuchtung nötig.
U-Bahn
Diese Bauweise gilt als die praktischste. Das Gebäude liegt fast vollständig unterirdisch, nur das Dach ragt aus dem Boden. Diese Winterhütten speichern Wärme und sorgen für optimale Luftfeuchtigkeit.
Der Bau einer solchen Anlage ist jedoch nur in Gebieten notwendig, in denen der Grundwasserspiegel tiefer als vier Meter liegt. Darüber hinaus erfordert er mehr Material und Aufwand.
Ein weiterer Nachteil ist der Aufwand, die Bienenstöcke in das Mooshaus zu stellen und sie während der wärmeren Perioden wieder zu entfernen.
Halbunterirdisch
Es wird gebaut, wenn das Grundwasser oberflächennah ist. Dieser Winterhaustyp vereint die Vorteile der beiden anderen. Er ist hell, und das Umstellen der Bienenstöcke ist weniger aufwendig. Allerdings ist eine ständige Überwachung von Temperatur und Luftfeuchtigkeit notwendig, da die Nester sonst feucht werden können.
Grundvoraussetzungen für den Bau
Beim Bau eines Mooshauses müssen die grundlegenden Anforderungen beachtet werden.
Luftfeuchtigkeit
Veränderungen der Luftfeuchtigkeit wirken sich negativ auf die Gesundheit der Bienen aus.
Es gibt 2 Möglichkeiten:
- Reduziert. Die Insekten geraten in Stress und werden unruhig, was zu einem erhöhten Verbrauch der Honigreserven führt. Die Verdauung wird gestört. Der Honig kristallisiert, wodurch die Reserven noch schneller aufgebraucht werden. Die Bienen können verhungern.
- Übertroffen. Der Honig beginnt zu sauer zu werden, was ebenfalls zum Verhungern der Insekten führt. Die hohe Luftfeuchtigkeit in den Nestern bietet einen idealen Nährboden für Pilze und erhöht die Sterblichkeit der Insekten durch Krankheiten.
Die optimale Luftfeuchtigkeit beträgt 85 %.
Thermoregulation
Die optimale Innentemperatur liegt zwischen 0 und 2 Grad Celsius. In unterirdischen Gebäuden erfolgt die Temperaturregulierung auf natürliche Weise. In ober- und halbunterirdischen Gebäuden müssen die Wände manuell isoliert werden. Hierfür können künstliche Materialien wie Polystyrolschaum oder Isolon verwendet werden. Um die Gesundheit der Bienen nicht zu gefährden, sind jedoch natürlichere Lösungen vorzuziehen.
Wenn es viele Bienen gibt und diese genügend Nahrung finden, können sie den Winter auch bei Temperaturen knapp unter dem Normalwert überstehen.
Belüftung
Eine gute Belüftung ist besonders wichtig für die Temperaturregulierung und die Kontrolle der Luftfeuchtigkeit. Bienen sorgen in ihren Bienenstöcken für Belüftung, indem sie Öffnungen für den Luftaustausch lassen. Auch ein Imker installiert in seinem Bienenhaus ein Belüftungssystem mit Zu- und Abluftrohren.
Es gibt zwei Möglichkeiten, eine Belüftung mithilfe von Rohren zu erzeugen:
- Einzelrohr. Zur Luftzirkulation wird ein einzelnes Rohr installiert. Es sorgt für den Zustrom kühler Luft in den darunterliegenden Raum und den Abfluss warmer Luft nach oben. Falls das Rohr durch das Dach geführt wird, muss es zusätzlich isoliert werden. Am Dach befindet sich außerdem eine Klappe zur Steuerung der Belüftung im Mooshaus. Diese Art der Luftregulierung ist heutzutage weniger verbreitet.
- Doppelrohr. Diese Option beinhaltet die Installation zweier Rohre. Das erste verteilt Sauerstoff im gesamten Überwinterungsstall. Das zweite lässt verbrauchte Luft entweichen. An den Rohren können auch Klappen angebracht werden. Erfahrene Imker installieren Ventilatoren in der Nähe der Rohrauslässe, um die Luftzirkulation zu verbessern.
Anstelle von Rohren können Sie trocken geschliffene Bretter verwenden, die in den Ecken des Raumes angebracht werden.
Wie baut man das?
Beim Bau eines Mooshauses muss man sich zuerst für die Bauart entscheiden und erst dann mit den Vorbereitungen beginnen.
Vorbereitende Arbeiten
Besonderes Augenmerk sollte auf den Bereich gelegt werden, in dem die Winterhütte errichtet werden soll.
- ✓ Bei der unterirdischen Variante muss der Grundwasserspiegel unter 4 Metern liegen.
- ✓ Das Vorhandensein eines natürlichen Hangs oder einer Schlucht zum Schutz vor dem Wind.
Es muss folgende Anforderungen erfüllen:
- Wasserfest. Um die Grundwassertiefe zu prüfen, graben Sie mehrere Löcher in der Quelle. Sammelt sich darin Wasser, ist das Gebiet für Bauvorhaben ungeeignet. Es ist außerdem wichtig, sicherzustellen, dass keine Überschwemmungsgefahr besteht.
- Standort. Das Mooshaus sollte in der Nähe des Bienenstands stehen, um das Hineinbringen der Bienenstöcke zu erleichtern. Idealerweise befindet es sich in einer Schlucht oder am Hang eines kleinen Hügels. So ist es vor Wind geschützt.
- Eingangsbereich. Am besten installiert man es an der Südseite, um zu verhindern, dass beim Öffnen der Tür kalter Luftzug in den Raum eindringt. In Überwinterungshäusern mit mehr als 100 Insektenfamilien werden zwei Eingänge geschaffen – einer an der Nord- und einer an der Südseite.
- Flächenberechnung. Bei der Planung des Aufstellungsortes ist zu beachten, dass der Gang zwischen den Bienenkästen etwa 1 m breit sein sollte. Ein Bienenkasten für eine Reihe sollte mindestens 70 cm breit sein, für zwei Reihen 160 cm. Zwischen den Bienenkästen sollte ein Abstand von etwa 20 cm eingehalten werden. Vermeiden Sie es außerdem, die Bienenkästen direkt an einer Wand aufzustellen. Die Gesamtfläche des Bienenstands wird unter Berücksichtigung dieser Punkte berechnet. Es empfiehlt sich, den Bienenstand etwas größer als nötig zu planen, da die Anzahl der Bienenvölker in Zukunft steigen kann.
- Kosten berechnen. Es ist wichtig, im Voraus festzulegen, welche Materialien für den Bau benötigt werden und die erforderlichen Mengen zu berechnen. Markieren Sie den Bereich, in dem die Winterhütte stehen soll.
Materialauswahl
Wichtig ist, daran zu denken, dass man beim Bau eines Mooshauses nicht nur Materialien für die Errichtung des Gebäudes benötigt, sondern auch für die Herstellung von Regalen, Türen und Lüftungsrohren.
Daher müssen Sie Folgendes vorbereiten:
- Baum. Sie benötigen Balken oder Baumstämme. Bereiten Sie geschliffene Bretter, Baumstämme und Bohlen vor. Am besten wählen Sie haltbares Holz, das die Wärme gut speichert.
- Stein. Sie benötigen Ziegelsteine und normale Steine. Zur Verstärkung der Mauern bereiten Sie Sand, Schotter und Kalk vor.
- Metall. Metallecken, -profile und -rohre.
- Isolierung. Durch das Dachmaterial entsteht eine wasserdichte Abdichtung. Sie benötigen Folie, Schilfplatten und Lehmziegel.
Besonderes Augenmerk sollte auf die Materialien zur Herstellung der einzelnen Elemente des Mooshauses gelegt werden:
- Boden. Es kann aus Beton, Ton oder Holz hergestellt werden.
- Mauern. In den unterirdischen Bauwerken sind sie aus Ziegeln, in anderen aus Holz.
- Überlappen. Es wird Stahlbeton verwendet. Eine Abdichtung ist unerlässlich.
- Dach. Es kann aus Brettern gefertigt werden. Zur Isolierung wird die Decke mit Moos, Stroh, Sägemehl oder Schaumstoff ausgekleidet.
Konstruktion
Nachfolgend finden Sie Schritt-für-Schritt-Anleitungen zum Bau verschiedener Arten von Mooshäusern.
Weitere Details zum Bau eines unterirdischen Mooshauses:
- Grabe eine Grube. Für diese Arbeit ist es einfacher, einen Bagger zu mieten. Man kann zwar auch einen Spaten verwenden, aber es dauert deutlich länger. Die Grube sollte 3 bis 5,5 Meter tief sein. Nach dem Ausheben muss die Fläche gründlich geebnet werden. Verwenden Sie dazu eine Wasserwaage. Graben Sie mit dem Spaten einen Abflusskanal für Kondenswasser und eine schräge Fläche für die Leiter. Diese sollte mindestens einen Meter breit sein.
- Herstellung des Bodens. Den Boden der Grube mit Beton füllen oder mit Brettern als Abstandshalter auslegen. Schalungsbretter an den Rändern anbringen. Diese sollten auf gleicher Höhe sein. Eine etwa 20 cm dicke Betonschicht einfüllen und glattstreichen. Aushärten lassen. Die Schalung kann zwei Wochen nach dem Betonieren entfernt werden.
- Mauerwerk. Es empfiehlt sich, zwei Ziegelschichten zu verwenden. Befeuchten Sie jeden Ziegel vor dem Verlegen mit Wasser. Trockene Ziegel können reißen. Füllen Sie den Spalt zwischen den unteren Ziegeln und dem Boden mit Lehm. Verstärken Sie die Konstruktion mit Metallrohren. Bauen Sie unten einen Metallrahmen und legen Sie darauf eine U-Schiene. Verschweißen Sie die Elemente des Metallrahmens für zusätzliche Stabilität. Ein weiterer Rahmen ist ebenfalls erforderlich.
- Errichtung eines Daches. Legen Sie die Bretter auf den Rahmen. Sie sollten gut mit Beton armiert und mit Plastikfolie abgedeckt sein. Legen Sie darunter eine doppelte Lage Armierungsmatte. Gießen Sie anschließend Beton darüber. Lassen Sie den Beton eine Woche lang aushärten.
Anschließend kann eine Schicht Dachpappe verlegt und mit Erde bedeckt werden. Über der Decke lässt sich ein Dachboden ausbauen, der Platz für Lüftungsrohre und Werkzeug bietet. Das Dach selbst kann aus Brettern oder Schiefer bestehen. Zur Dämmung eignen sich Schilfrohre.
- Anordnung. Die Stufen können mit Betonplatten ausgelegt oder mit Mörtel verfüllt werden. Vor dem Eingang zum Mooshaus kann ein Vorraum errichtet werden, um die Wärme besser zu speichern.
Streichen Sie die Innenwände weiß. Sorgen Sie für Belüftung mit Kunststoff- oder Metallrohren. Achten Sie auf ausreichende Beleuchtung im Winterquartier. Eine doppelte Beleuchtung ist ideal. Diffuses rotes Licht ist optimal für die Bienenhaltung.
Vergewissern Sie sich, dass das Mooshaus keine Risse aufweist. Sollten Sie welche finden, dichten Sie diese mit einer Schaumstoffschicht ab.
Eine visuelle Darstellung der fertigen unterirdischen Winterhüttenkonstruktion können Sie sich im folgenden Video ansehen:
Die Bauweise einer halbunterirdischen Scheune ähnelt der Bauweise einer unterirdischen Scheune.
Die Schritte sind wie folgt:
- Baustellenvorbereitung. Bereiten Sie dazu den Bereich vor, in dem Sie das Winterquartier aufstellen möchten, und entfernen Sie Unkraut und kleinere Abfälle. Eine ebene Fläche ist empfehlenswert.
- Die Grundlage schaffen. Grabe ein Loch, das 1 Meter tief ist.
- Den Rahmen herstellen. Es besteht aus Balken oder Ziegeln. Beim Bau der Wände muss der Platz für Fenster und eine Tür im Voraus eingeplant werden. Holzbretter werden auf das Gerüst genagelt.
Die Wände sollten unbedingt isoliert werden. Falls Schaumstoff verwendet wird, muss dieser mit Schaumstoff befestigt werden. Eine Verkleidung aus Sperrholz ist ebenfalls möglich, die Materialien sind jedoch teurer.
- Errichtung des Daches. Es wird üblicherweise als Pultdach aus Holz, Dachpappe und Dämmung errichtet. Bei einem Satteldach kann der entstehende Dachboden zur Lagerung von Imkereigeräten genutzt werden.
- Innenausstattung. Im Inneren werden Holzregale installiert; diese können ein- oder zweistöckig sein. Lüftungsrohre werden angeschlossen. Diese sollten zur Decke oder in den Dachboden geführt werden.
Arbeitsablauf beim Bau einer oberirdischen Anlage:
- Setzen Sie Holzpfosten entlang des Umfangs. Diese sollten etwa 80 cm tief in den Boden getrieben werden. Die Gesamthöhe der Pfosten beträgt 1 m.
- Obenauf müssen Sie einen Rahmen aus einer Stange anfertigen und etwa 60 cm lange Holzstücke annageln.
- Den Boden mit Holzplanken bedecken.
- Oberhalb der Erdoberfläche können zum Bau einer Winterhütte nicht nur Ziegel, sondern auch Holz verwendet werden.
- Es ist besser, Fenster unter der Decke anzubringen, um künstliche Beleuchtung zu vermeiden.
- Das Dach kann als Satteldach oder Pultdach ausgeführt werden.
Überwinterung
Um sicherzustellen, dass Bienen die Kälte erfolgreich überstehen, muss ihnen eine komfortable Winterumgebung zur Verfügung stehen.
Vorbereitende Arbeiten
Der Bienenstock muss lange vor dem Aufstellen der Bienenstöcke vorbereitet werden.
- Desinfizieren Sie die Räumlichkeiten mit einer Lösung aus gelöschtem Kalk.
- Bringen Sie Gitter an den Lüftungsrohren an, um diese vor Nagetieren zu schützen.
- Platzieren Sie Nagetiergift in den Ecken des Raumes.
Was Sie tun müssen:
- Das Zimmer trocknen. Um dies zu erreichen, öffnen Sie in den wärmeren Monaten die Türen und schieben Sie die Klappen an den Lüftungsrohren. Um zu verhindern, dass Nagetiere in den Winterschuppen gelangen, werden Gitterroste angebracht.
- Kühlung. Das Überwinterungsgebiet muss gekühlt werden, um künftig starke Temperaturschwankungen zu vermeiden.
- Desinfektion. Decke und Wände werden mit einer Kalklösung behandelt. Dies ist notwendig, um zu verhindern, dass Insektenschädlinge in den Winterschuppen eindringen.
- Schalldämmung. Um die Bienen nicht zu stören, legen Sie eine Sandschicht auf den Boden. So kann der Imker sich möglichst leise fortbewegen. Schmieren Sie außerdem die Bolzen und Scharniere, damit sie nicht knarren.
- Schutz. Der Bereich sollte begast werden, um Pilz- und Parasitenbefall vorzubeugen. Tragen Sie dabei Schutzausrüstung – Schutzanzug, Maske und Handschuhe. Es empfiehlt sich, Nagetiergift in den Ecken des Mooshauses auszulegen, da Nagetiere die Holzkonstruktion beschädigen können.
- Entwürfe prüfen. Bevor Sie die Bienenstöcke auf die Regale stellen, vergewissern Sie sich, dass diese stabil genug sind, um das Gewicht des Nestes zu tragen. Alte oder feuchte Regale sollten am besten durch neue ersetzt werden.
Wann sollen die Bienenstöcke hereingeholt werden?
Beim Umsetzen der Bienenvölker ins Winterquartier sollten Sie Folgendes beachten:
- Eintrittszeitpunkt. Die Bienenstöcke werden ins Mooshaus gebracht, sobald die Außentemperaturen dauerhaft niedrig sind. Die Bienen können das Nest dann nicht mehr verlassen, und das Volk bereitet sich auf den Winter vor. Dies geschieht üblicherweise Anfang Dezember. Am besten bringt man die Stöcke morgens um, wenn das Wetter klar und trocken ist.
- Insektenschutz. Bevor Sie das Nest umsetzen, vergewissern Sie sich, dass alle Eingänge fest verschlossen sind. Tragen Sie den Bienenstock so vorsichtig und gleichmäßig wie möglich, um die Bienen nicht zu stören.
- Unterkunft. Nester mit stärkeren, robusteren Bienenvölkern sollten näher am Ausgang platziert werden, wo die Temperatur in der Regel niedriger ist. Schwächere und kränkere Bienen kommen auf die oberen Regale der Beuten, tief im Mooshaus. Wichtig ist auch, dass jeder Bienenstock leicht zugänglich ist.
- Öffnung der Fluglöcher. Tun Sie dies nicht sofort, da selbst die vorsichtigste Bewegung die Insekten beunruhigen und zu Aggressionen führen könnte. Warten Sie am besten 2–3 Stunden.
- Belüftung. Nach dem Umsetzen der Nester in das Winterquartier muss der Raum zwei bis drei Tage lang gründlich gelüftet werden. Dies ist notwendig, um die Bienenstöcke zu trocknen, die sich während des Kontakts mit der kalten Luft mit Feuchtigkeit vollgesogen haben.
- Messindikatoren. Es ist unerlässlich, die Luftfeuchtigkeit und Temperatur im Bienenstock ständig zu überwachen. Dies kann mithilfe spezieller Instrumente erfolgen. Bei hoher Luftfeuchtigkeit kann man handelsübliches Speisesalz in kleinen Beuteln in die Ecken legen. Dadurch wird überschüssige Feuchtigkeit absorbiert.
Die Bienenstöcke werden entfernt, sobald das warme Frühlingswetter einsetzt und die Bienen fliegen können. Der ideale Zeitpunkt ist, wenn die ersten Honigpflanzen blühen. Dann liegt kein Schnee mehr, und die Frostgefahr ist geringer.
Nachdem der Bienenstock auf dem Boden aufgestellt wurde, wird ein Strohbündel davorgelegt. Dies schützt die schlüpfenden Insekten vor der Kälte.
Manchmal steigt die Temperatur im Winterquartier schon vor dem Einsetzen der warmen Tage draußen. Dann werden die Bienen aktiver. Sie verspüren das Bedürfnis zu fliegen und ihre Honigvorräte aufzufüllen. Um die Insekten zu beruhigen, kühlen die Imker den Raum künstlich.
Pflege
Wenn die Winterunterkunft ordnungsgemäß errichtet wurde, ist keine besondere Pflege erforderlich.
Besonderheiten der Insektenpflege im Winter:
- Besuchshäufigkeit. Zu Beginn des Winters sollten die Bienen maximal zweimal im Monat besucht werden. Bei kalten Wintern ist es ratsam, die Bienen im oberirdischen Behausungsbereich häufiger zu kontrollieren, um die Temperatur im Auge zu behalten. Sobald es wärmer wird, genügt ein- bis zweimal wöchentlicher Besuch, da die Bienen dann unruhiger werden. Vor dem Umsetzen der Bienen aus dem Moosbehausungsbereich sollten diese täglich kontrolliert werden.
- Verhalten. Das Betreten und Verlassen des Winterquartiers sollte so leise wie möglich erfolgen. Öffnen Sie die Bienenstöcke vorsichtig und vermeiden Sie ruckartige Bewegungen. Schließen Sie die Tür so fest wie möglich, um Kälte und Lärm von außen fernzuhalten.
- Den Bienenstock beobachten. Auch ohne das Nest zu öffnen, lässt sich erkennen, ob es den Bienen gut geht. Summen sie leise und gleichmäßig, verläuft die Überwinterung problemlos. Zu viel Lärm aus dem Bienenstock ist ein schlechtes Zeichen. Dieser ist meist auf einen Temperaturabfall zurückzuführen. Ist die Temperatur jedoch normal, sollten Sie die Bienen kontrollieren. Möglicherweise ist die Königin gestorben oder die Honigvorräte sind aufgebraucht.
- Isolierung. Bienenstöcke mit kleinen Bienenvölkern benötigen zusätzliche Isolierung. Um dies zu erreichen, wird der Raum zwischen den Nestern sowie die der Wand zugewandte Fläche mit einem warmen Netz ausgekleidet.
- Füttern. In der Anfangsphase sind Bienen relativ anspruchslos. Sie benötigen etwa 700 Gramm Honig pro Volk. Mit steigenden Temperaturen verdoppelt sich der Verbrauch jedoch. Dies liegt an der Brutbildung und dem Wachstum des Volkes. Das Futter wird üblicherweise oben im Nest, nahe der Wand, platziert. Unten versammeln sich die Bienen zu einem Knäuel, um sich gegenseitig zu wärmen.
Die Wahl des Mooshaus-Designs hängt von den Wohnverhältnissen ab. Ideal ist ein warmes und praktisches unterirdisches Haus, aber falls das nicht möglich ist, tut es auch eine oberirdische oder halb unterirdische Variante. Wichtig ist, das Winterhaus frühzeitig zu planen und sicherzustellen, dass alle notwendigen Materialien vorhanden sind.



















