Sie können eine Honigschleuder kaufen oder selbst bauen. Aufbau und Funktionsweise selbstgebauter Geräte sind ähnlich, sie können jedoch aus verschiedenen Materialien wie Holz, Metall oder Kunststoff gefertigt sein. Wichtig ist, die Abmessungen Ihrer zukünftigen Honigschleuder festzulegen und die benötigten Materialien und Werkzeuge bereitzuhalten.
Konstruktion und Funktionsprinzip einer selbstgebauten Honigschleuder
Das Gerät besteht aus verschiedenen Materialien, funktioniert aber nach demselben Prinzip: Zentrifugalkraft, erzeugt durch eine Trommel. Honigwaben werden mit einem Messer geöffnet und in Kassetten gelegt. Beim Einschalten des Geräts beginnt sich die Trommel zu drehen. Die entstehende Zentrifugalkraft lässt den Honig an den Wänden des Geräts herabfließen. Am Boden befindet sich eine Öffnung, durch die das fertige Produkt in einen speziellen Behälter fließt.
Unabhängig vom Design sind alle Honigschleudern identisch aufgebaut und bestehen aus einem Innenteil und einem Außenbehälter zur Sammlung des Honigs. Die Honigschleuder beherbergt den Antrieb, den rotierenden Rotor und die Rahmen, die die Honigkassetten halten. Der Antrieb kann manuell, per Fuß oder elektrisch erfolgen.
Honigschleudern gibt es in zwei verschiedenen Bauarten. Der Unterschied liegt in der Anordnung der Rahmen. Dieses Prinzip dient zur Unterscheidung zwischen chordaler und radialer Bauweise. Bei der chordalen Bauweise sind die Kassetten entlang der Innenwände des Behälters auf den Sehnen eines Kreises befestigt. Bei der radialen Bauweise bilden die Rahmen die Radien des Kreises und gehen strahlenförmig vom Mittelpunkt aus.
Die Anzahl der Waben in einer Honigschleuder kann variieren. Dies hängt vom Umfang des Honigprozesses ab. Die Ausführungen reichen von 1–2 Waben bis zu mehreren Dutzend (üblicherweise bis zu 48).
Bestimmung der Größen
Die Abmessungen der herzustellenden Anlage sollten sich nach der Anzahl der benötigten Rahmen richten. Diese Zahl hängt von der Größe des Bienenstands und der Anzahl der darin befindlichen Bienenstöcke ab. Die Insektenproduktivität ist zudem von der Honigpflanze und den Wetterbedingungen abhängig. Der Maximalwert dient als Richtwert.
Für eine selbstgebaute Anlage genügt ein Durchmesser von bis zu 65 cm. Größere Konstruktionen sind für groß angelegte Projekte und große Bienenstände gerechtfertigt.
Benötigte Materialien und Werkzeuge
Bei der Auswahl eines geeigneten Materials sind dessen Beständigkeit gegenüber verschiedenen Stößen und seine Lebensmittelverträglichkeit von Bedeutung. Die Konstruktion kann auf folgenden Kriterien basieren:
- Baum – Das Gerät kann entweder komplett selbst zusammengebaut werden oder man kann ein normales Fass verwenden;
- Sperrholz – Das Material ist aufgrund seines geringen Gewichts attraktiv, was sowohl beim Betrieb als auch beim Transport der Honigschleuder von Bedeutung ist;
- Aluminium – leichtes und strapazierfähiges Material, niedriger Preis;
- Edelstahl – ein langlebiges und preiswertes Material, das aufgrund seiner langen Lebensdauer und einfachen Wartung attraktiv ist;
- Plastik – leicht, pflegeleicht, wirtschaftlich.
Eine alte Waschmaschine, genauer gesagt deren Trommel, eignet sich gut als Honigschleuder. Am besten verwendet man dafür Maschinen der sowjetischen Marken „Alma-Ata“ oder „Sibir“.
Unabhängig vom verwendeten Material für den Montagekörper müssen folgende Elemente vorbereitet werden:
- Kapazität für das Endprodukt;
- Verstärkungs- oder Metallstäbe geeigneter Größe;
- Lager;
- Rolle;
- Welle (Achse);
- Gürtel;
- Honigablasshahn;
- Mutter zur Befestigung des Wasserhahns;
- Universal-Silikondichtstoff;
- Siebgewebe auf Kassetten oder Draht oder dünne Metallstäbe für seine Herstellung;
- Ecken und Aluminiumnieten zur Befestigung;
- Elektromotor für den Antrieb;
- Schutznetz;
- Rotor;
- Rheostat (Nichromspirale);
- Klammer (vertikale Bewegung).
Die Liste der benötigten Werkzeuge hängt vom Material ab, aus dem die Honigschleuder hergestellt ist:
- Für Holzarbeiten eignen sich am besten eine Stich- oder Kreissäge, eine normale Metallsäge tut es aber auch. Für die Befestigung sollten Sie Schrauben oder Nägel sowie das passende Werkzeug – Schraubendreher, Bohrmaschine oder Hammer – bereithalten. Alternativ können Sie auch Leim verwenden. Zum Glätten des Materials verwenden Sie einen Hobel (oder, falls möglich, eine Abrichte).
- Um eine Honigschleuder aus Kunststoff herzustellen, kann man eine Metallsäge, einen Lötkolben oder ein Schweißgerät verwenden.
- Bei der Verwendung von Aluminium oder Edelstahl benötigen Sie einen Winkelschleifer.
Selbstbau einer Honigschleuder
Die Feinheiten beim Selberbauen einer Honigschleuder hängen von den gewählten Materialien ab.
Holz
Für die Herstellung von Honigschleudern eignen sich verschiedene Holzarten, jedoch nur solche, die kein Harz enthalten. Trockenheit ist unerlässlich.
Die Abfolge der Aktionen ist wie folgt:
- Es ist praktischer, die Trommel achteckig zu gestalten. Der Rotor muss im Inneren montiert und die Rahmenhalterungen entsprechend angeordnet werden.
- Die Seitenwände des Gebäudes sollten idealerweise aus einer einzigen, massiven Platte gefertigt werden. Das Material sollte so ausgerichtet werden, dass seine Dicke 20 mm nicht überschreitet. Die optimale Plattenbreite für die Verkleidung beträgt 190 mm.
- Bohren Sie ein Abflussloch in die Unterseite der Vorderwand. Ein Durchmesser von 20 mm ist ausreichend. Bereiten Sie für das Loch einen Holzstopfen mit Gummidichtung vor oder fertigen Sie einen Abflusshahn an. Verwenden Sie im letzteren Fall Dichtmittel.
- Verwenden Sie für den Ständer Holzklötze mit den Maßen mindestens 30 x 50 mm. Befestigen Sie die Beine schräg an der Unterseite und verbinden Sie sie zur Sicherung mit Querverstrebungen. Versiegeln Sie die Verbindungsstellen mit Leim. Die Höhe der Beine sollte der Höhe des Behälters entsprechen, in den der Honig fließen soll.
Sperrholz
Sperrholz gewährleistet eine leichte Konstruktion. Das Material sollte eine mittlere Stärke aufweisen – 10 mm sind ideal. Ein Honigschleuder aus Sperrholz wird nach dem gleichen Verfahren wie eine Holzkonstruktion hergestellt.
Der Rahmen kann mit kleinen Nägeln oder Holzleim befestigt werden. Nach dem Verleimen der Seitenwände sollten diese mit einem Metallring gespannt werden – dies erhöht die Stabilität und Zuverlässigkeit der Konstruktion.
Die Innenseite einer Honigschleuder aus Sperrholz sollte mit Wachs behandelt werden. Tragen Sie das Wachs in mehreren Schichten auf.
Aluminium
Als Korpus kann ein Tank, ein großer Topf oder ein anderer Aluminiumbehälter verwendet werden. Bohren Sie ein Abflussloch in den Boden des Korpus und installieren Sie einen Wasserhahn.
Diese Installationsart ist aufgrund ihrer einfachen Herstellung attraktiv – das Gehäuse ist bereits fertig, sodass nur noch der Antrieb eingebaut und die Befestigungen für die Rahmen angebracht werden müssen.
Aus Edelstahl gefertigt
Diese Art von Honigschleuder wird ähnlich wie die Aluminiumversion hergestellt. Der einzige Unterschied besteht im Material des Behälters.
Falls Sie keinen fertigen Behälter für das Gehäuse finden, können Sie selbst einen bauen. Sie benötigen Edelstahlblech, das in jedem Baumarkt erhältlich ist. Am besten verbinden Sie die beiden Teile mit einem Schweißgerät. Falls Sie keins besitzen, können Sie die Kanten des Metalls mit Nieten verbinden und durch Kaltverschweißen oder Silikondichtstoff eine dichte Abdichtung gewährleisten – dafür sind weder Spezialausrüstung noch besondere Kenntnisse erforderlich.
Aus Kunststoff gefertigt
Kunststoff ist eine der einfachsten und günstigsten Optionen. Ein Kunststofffass ist ideal. Ist der Behälter gerissen oder anderweitig beschädigt, lässt er sich mit einem Lötkolben reparieren. Ein passender Kunststoffstreifen oder ein Stück Kunststoff genügt. Der Lötkolben schmilzt das Material, und nach dem Abkühlen ist es fest verbunden.
Um das beschädigte Segment zu reparieren, verwenden Sie denselben Kunststoff wie für das beschädigte Segment. Am besten schneiden Sie ein Stück oder einen Streifen des Materials aus demselben Behälter ab.
Im unteren Teil des Gehäuses wird gemäß dem Standardalgorithmus ein Ablaufloch angebracht, ein Wasserhahn befestigt und mit einem Dichtmittel abgedichtet.
Aus der Waschmaschine
Die Waschmaschinentrommel besticht durch ihre Vielseitigkeit. Sie kann mit einem Rahmen aus einem geeigneten Material kombiniert werden.
Eine Möglichkeit besteht darin, zwei unterschiedlich große Fässer zu verwenden. Das größere Fass dient als Korpus der Honigschleuder. Es muss abgedichtet werden.
Der Algorithmus zur Herstellung einer Honigschleuder lautet wie folgt:
- Der Boden der kleineren Trommel muss abgeschnitten werden. Anschließend wird sie in den Korpus der Konstruktion eingebaut.
- Drei Metallstangen werden an drei verschiedenen Stellen an der Innenseite des unteren Teils der Einheit angeschweißt. Ihre anderen Enden werden mit einem Schweißgerät an einem Lager befestigt, in das eine Metallwelle mit dem passenden Durchmesser und der passenden Länge (kann verpresst und auf die benötigte Länge zugeschnitten werden) eingesetzt wird. Die Befestigung erfolgt mittels selbstschneidender Schrauben.
- Befestigen Sie eine Umlenkrolle am oberen Ende des Wellenrohrs und einen Griff am unteren Ende. Verbinden Sie diese mit einem Riemen.
- Bohren Sie ein Abflussloch in den Boden des Haupttanks und installieren Sie einen Wasserhahn.
Im folgenden Video wird gezeigt, wie man die einfachste Honigschleuder herstellt:
Kassetten
Die Kassetten gehören zu den wichtigsten Bestandteilen des Systems und sind für dessen einwandfreie Funktion unerlässlich. Sie dienen der Befestigung der Rahmen, die die Quelle des Honigs darstellen.
Für Kassetten eignen sich verschiedene Materialien. Für höhere Zuverlässigkeit und Langlebigkeit empfiehlt sich Edelstahl. Kassetten können auch aus anderen Eisensorten oder Holz gefertigt werden. Letzteres Material wird typischerweise für Honigschleudern aus Holz und Sperrholz verwendet.
Hauptbestandteil der Kassetten ist das Drahtgeflecht. Es dient als eine Art Abdeckung für die Waben. Das Material muss mit Nieten und Eckverbindern befestigt werden.
Bei korrekter Herstellung der Kassetten lassen sich die Rahmen leicht einschieben und liegen eng an den Maschenwänden an. Andernfalls kann es während des Betriebs zu Verformungen des Kamms kommen.
Honigschleuderkassetten lassen sich auf verschiedene Arten befestigen. Entscheidend ist die Art des Geräts – radial oder seilförmig. Eine radiale Kassette ist einfacher zu montieren, ihre Effizienz ist jedoch etwas geringer. Die Wahl hängt von Ihren Fähigkeiten und Vorlieben ab.
Beim Selbstbau einer Honigschleuder empfiehlt sich eine Radialbefestigung, da diese universell einsetzbar ist. Dies ist besonders wichtig, wenn in Ihrem Bienenstand Rähmchen unterschiedlicher Größen verwendet werden.
Fahren
Eine Honigschleuder arbeitet durch eine Drehbewegung, die von einem Antrieb erzeugt wird. Dieser Antrieb kann unterschiedlicher Art sein, ein elektrischer Antrieb ist jedoch praktischer, da er den Arbeitsaufwand minimiert. Ein manueller Antrieb ist ebenfalls möglich und eignet sich besonders für kleine Bienenstände mit geringem Verarbeitungsvolumen.
Für den elektrischen Antrieb der Honigschleuder benötigen Sie ElektromotorDer Motor sollte klein und leistungsstark sein – 90 Watt reichen aus. Für den elektrischen Antrieb kann man einen Automotor oder einen Getriebemotor verwenden, wie er beispielsweise bei der Scheibenreinigung zum Einsatz kommt. Der Vorteil des Getriebemotors liegt in den zwei Geschwindigkeitsstufen.
- ✓ Ein Schutzgitter sollte nicht nur zum Schutz des Motors vor Insekten, sondern auch zum Verhindern des Eindringens von Fremdkörpern in das Gerät installiert werden.
- ✓ Alle elektrischen Bauteile müssen vor möglichem Kontakt mit Honig oder Wasser isoliert sein.
Das Produkt wird üblicherweise in einer Imkerei verarbeitet, und die verarbeiteten Waben können Insekten enthalten. Um zu verhindern, dass diese in den Motor gelangen, ist Vorsicht geboten. SchutznetzDie
Die elektrische Honigschleuder muss ausgestattet sein schalten, was beispielsweise ein Relais einer Waschmaschine sein kann. Datenträger Es besteht aus einem Rotor, einem Rheostat und einer Halterung.
Stand für Honigschleuder
Ein Ständer ist zwar kein zwingend notwendiger Bestandteil einer Honigschleuder, vereinfacht aber die Bedienung und erhöht die Zuverlässigkeit. Er kann aus Armierungsstahl mithilfe eines Schweißgeräts hergestellt werden.
Die Basis des Gestells bildet ein Ring. Sein Durchmesser sollte größer sein als der Durchmesser des Honigschleudergehäuses. Ein Felgenring von einem ZIL- oder KAMAZ-Lkw kann verwendet werden. Die Beine und die Halterung werden an den Hauptteil des Gestells geschweißt. Die Höhe der Konstruktion ist an das Volumen und die Kapazität des Honigschleudergehäuses anzupassen.
Die Standbeine sollten mit stabilen Rippen verstärkt werden. Um eine lange Lebensdauer zu gewährleisten, sollte die Konstruktion mit einer Metallgrundierung lackiert oder beschichtet werden.
Im folgenden Video wird gezeigt, wie man einen Ständer für eine Honigschleuder baut:
Eine Honigschleuder ist ein unverzichtbares Gerät für jeden Bienenstand. Sie können sie aus verschiedenen Materialien selbst bauen. Dazu benötigen Sie die nötigen Werkzeuge und Materialien. Wichtig ist die richtige Größe der Konstruktion und ihrer Kassetten. Der Erfolg Ihrer Honigschleuder hängt von diesen Faktoren ab.






