Ein Bienenraucher ist eines der wichtigsten und unverzichtbarsten Werkzeuge eines Imkers. Er wird bei jedem Besuch im Bienenstand eingesetzt. Sein Hauptzweck ist die Begasung der Bienen durch Rauch. Dieser hemmt die Lebensprozesse der Honigpflanzen und ermöglicht dem Imker so ein ungestörtes Arbeiten.
Was ist ein Bienenraucher?
Die Idee, Bienen mit Rauch zu vertreiben, um ihre Ausscheidungen zu nutzen, entstand im Alten Ägypten. Damals verwendete man dafür eine primitive Fackel mit offener Flamme.
Später wurde eine komplexere Konstruktion entwickelt. Sie bestand aus einem Tongefäß mit zwei Löchern am Rand. Man füllte es mit Brennstoff, zündete es an und begaste das Bienennest.
Im Jahr 1870 verbesserte ein Imker namens Hamet in Amerika das Gerät. Die Erfindung beinhaltete die Verwendung eines Blasebalgs, um den Arbeitsprozess zu erleichtern. Die Konstruktion war schwer.
Dreizehn Jahre später nutzten Imker bereits ein vielseitiges Gerät, das an einen modernen Smoker erinnerte. Es wurde ebenfalls von einem amerikanischen Imker (Quinbee) entwickelt.
Im Laufe der Entwicklung der Zivilisationen wurde der Raucher viele Male überarbeitet und verbessert, und mit dem Fortschritt wurden neue Modelle erfunden.
Uninformierte Menschen glauben, Rauch beruhige Insekten. Das stimmt nicht. Er reizt sie. Das Verhalten des Rauchers beruht auf folgenden natürlichen Instinkten:
- Bienen haben Angst vor Rauch, was sie in Panik versetzt;
- Die Honigbienen beginnen aktiv, ihre Kropfe mit Honig zu füllen, was zu Ungeschicklichkeit und langsamen Bewegungen führt.
Ein Smoker ist für Imker in verschiedenen Situationen notwendig, um Insekten zu immobilisieren:
- beim Reinigen von „Häusern“;
- beim Umsetzen sauberer Bienenstöcke zur Desinfektion und Begasung des Bienenraums mit medizinischen Mitteln gegen Krankheiten.
Gerätekonstruktion
Die einfachste moderne Ausführung besteht aus einem Metallsockel mit Ausguss. Brennstoff wird eingefüllt. Luft wird durch den Kolben zugeführt (nicht nur durch Blasebälge, sondern auch durch Ventilatoren), wodurch Rauch aus dem Ausguss austritt.
Die Produktionsanlage (erworben in einem Fachgeschäft) besteht aus folgenden Elementen:
- zweischichtiger Körper;
- ein innenliegendes Glas mit perforiertem Boden;
- Luftversorgungssystem;
- Tülle;
- Deckel.
Smoker werden aus Edelstahl (einschließlich schwarzem Stahl), Kupfer, verzinktem Stahl und Edelstahl hergestellt. Die teuersten Modelle bestehen aus Kupfer. Stahlvarianten sind am weitesten verbreitet.
Arten von Rauchern
Es gibt drei Haupttypen von Bienenräucheröfen: manuelle, mechanische und elektrische. Jeder Typ hat seine eigenen Eigenschaften, Vorteile und Nachteile. Diese sollten beim Kauf oder Selbstbau eines solchen Ofens berücksichtigt werden.
Allgemeine Merkmale von Begasungsanlagentypen:
- Standardhandbuch. Diese Modelle erzeugen Luft durch Zusammendrücken eines Blasebalgs. Sie sind am günstigsten und einfachsten selbst herzustellen. Sie sind leicht und benötigen keine Energiezufuhr.
- Elektrisch. Es gilt als besonders benutzerfreundlich, da es lediglich eine Stromquelle oder einen Akku benötigt. Im Gegensatz zum Vorgängermodell verfügen diese Modelle über einen belüfteten Mechanismus (500 U/min) und eine Rauchabzugssteuerung.
Trotz der praktischen Vorteile nennen Imker zwei wesentliche Nachteile: die hohen Kosten und die Schwierigkeit der Reparatur. Oftmals sind sie daher auf professionelle Dienstleistungen angewiesen.
- Mechanisch. Diese Einheit basiert auf Klingen, die durch einen Aufziehschlüssel angetrieben werden. Sie gilt als Kompromiss zwischen den beiden oben beschriebenen Konstruktionen.
Merkmale: Die Rauchintensität lässt sich mit einem Hebel regulieren, und der Boden kann zum Reinigen und Schmieren der Heizelemente abgeschraubt werden. Ein weiterer Vorteil ist der moderate Preis. Ein Nachteil ist, dass die Klingen gelegentlich brechen.
Womit soll der Räucherofen befüllt werden?
Ein Bienenrauchzerstäuber kann mit absolut jedem Material befüllt werden – Papier, Eierschalen, trockenes Gras, Heu, Stroh, Kiefernzweige, Kiefernzapfen, Brennholz, Blätter, Sägemehl, Jutegewebe usw.
Erfahrene Imker empfehlen, auf folgende natürliche Brennstoffe zu achten:
- Verrottete Bäume, alte Baumstümpfe, trockener Mist, morsches Holz – diese Materialien schaden Insekten nicht, verbrennen aber zu schnell;
- Zunderpilz (Champignon) - er entzündet sich gut und glimmt sehr lange, ist aber schwer zu finden (es sei denn, man wohnt in der Nähe eines Waldes mit vielen Bäumen);
- Eichenrinde ist eine hervorragende Option, da sie nicht brennt, sondern nur glimmt.
Wie zündet man es an?
Sobald Sie das Anzündmaterial ausgewählt haben, sollten Sie sich mit dem Anzündvorgang vertraut machen. Ein Handräucherofen ist die einfachste Methode, ein Feuer zu entzünden: Zünden Sie einfach das Brennmaterial an und betätigen Sie den Blasebalg. Sobald Luft in den Räucherofen strömt, entsteht Rauch.
Die mechanische Version funktioniert ähnlich. Allerdings muss man das Gerät auch hier aufziehen und den Regler einbauen.
Das Anzünden eines elektrischen Smokers ist (auf den ersten Blick) deutlich schwieriger. So geht's richtig:
- Den Aschebehälter abnehmen.
- Entzünden Sie ein Feuer im Brennglas, nachdem Sie zuvor Brennstoff hineingegeben haben.
- Schalten Sie das Gerät ein.
- Sobald Rauch aufsteigt, füllen Sie den Ladebehälter und schließen Sie den Deckel.
- Legen Sie den Brennstoff in die Aschegrube und entzünden Sie dort ein Feuer.
- Schließen Sie den Ventilator an.
Sie können sich anhand des Videos visuell mit den Regeln zum Anzünden eines elektrischen Smokers vertraut machen:
Funktionsprinzip und Nutzungsregeln
Das Funktionsprinzip eines jeden Räucherofens beruht auf dem Entzünden des Brennstoffs, der Zufuhr von Luft und dem Leiten des Rauchs in Richtung der Bienenstöcke. Da mit Feuer gearbeitet wird, müssen die Brandschutzbestimmungen eingehalten werden. Diese Technik umfasst Folgendes:
- Vor Gebrauch das Gerät auf ordnungsgemäße Funktion prüfen - bei Beschädigung des Gehäuses kann es zu einem Brand an einer unerwarteten Stelle kommen, der Verbrennungen verursachen kann;
- Das Anzünden von Zigaretten während der Benutzung des Geräts ist strengstens verboten;
- Brennbare Gegenstände und Stoffe entfernen;
- Achten Sie auf die Windrichtung – stellen Sie sich mit dem Rücken zum Luftstrom hin, sonst weht Ihnen der ganze Rauch ins Gesicht.
- Bevor Sie den Bienenstock öffnen, blasen Sie etwas Rauch in den Eingang;
- Bei Arbeiten direkt im Nestbereich ist darauf zu achten, dass sich der Rauch flächig und nicht punktuell ausbreitet;
- Vermeiden Sie plötzliche Bewegungen in der Nähe von Bienen;
- Begasen Sie die Rahmen nacheinander (während Sie einen behandeln, decken Sie die anderen mit Leinwand ab);
- Wenn der Rauch in einem geschlossenen Raum (z. B. in einem Pavillon) entsteht, vergessen Sie nicht, die Lüftungsanlage einzuschalten.
Selbstbau-Räucherofen
Erfahrene Imker bauen ihre Smoker am liebsten selbst. Selbst ein Anfänger mit etwas Erfahrung im Bauwesen und in der Konstruktion kann das Gerät problemlos bauen.
Bevor Sie mit der Arbeit beginnen, müssen Sie geeignete Materialien und Teile kaufen oder beschaffen. Bereiten Sie alle notwendigen Geräte vor.
Werkzeuge und Materialien
Die Wahl der Materialien und Werkzeuge hängt weitgehend vom gewünschten Design ab. Es gibt jedoch universelle mechanische Modelle. Für deren Herstellung benötigen Sie:
- Schere und Metallsäge;
- Bohrhammer;
- Hammer und Bohrer;
- Messer und Zange;
- Amboss;
- ein Edelstahlständer in Form eines Behälters (z. B. eine große Konservendose);
- dichtes Material, Leder oder Kunstleder (für Pelze);
- Schiffsnägel;
- selbstschneidende Schrauben;
- Messingblech, Kupferrohre usw.;
- Kupfernieten oder Muttern und Schrauben;
- Kiefernholzbretter - 2 Stück, Größe 0,5 x 9 x 15 cm;
- eine Konservendose (z. B. von Süßigkeiten) - zur Herstellung des Bodens (Durchmesser - 2-3 mm größer als der Ständer);
- Metallgewebe;
- Frühling.
- ✓ Der optimale Durchmesser der Ausgussöffnung beträgt 1,5 cm, um einen ausreichenden Rauchdurchfluss zu gewährleisten.
- ✓ Für eine einfache Rauchrichtung wird eine Länge des Auslaufrohrs von mindestens 10 cm empfohlen.
Schritt-für-Schritt-Herstellungsanleitung
Die Herstellung eines Bienenräucherofens erfordert ein schrittweises Vorgehen. Bitte beachten Sie die folgenden Schritte:
- Bereiten Sie ein stehendes Einmachglas vor (entfernen Sie gegebenenfalls Kunststoffteile). Schneiden Sie es auf eine Höhe von 17 bis 20 cm zu.
- Den Boden aus der kleineren Dose fertigen und das Rohr einsetzen. Für zusätzliche Stabilität die Teile mit Schrauben verbinden.
- Schneiden Sie nun mit einem Seitenschneider einen Kreis aus, dessen Durchmesser dem des Rohrs entspricht. Dieses Stück schafft Platz zwischen Brennkammer und Boden. Befestigen Sie das Drahtgitter mit Schrauben oder Bolzen. Setzen Sie den Rost ein.
- Fertigen Sie einen Ausguss aus Blech an. Schneiden Sie ein Rechteck in der gewünschten Größe (je nach individuellen Maßen) aus und biegen Sie es zu einem Trichter. Vernieten Sie die Nahtstellen.
- Suchen Sie sich eine kleine Metallbasis (z. B. einen Bonbonschachteldeckel oder einen Toilettenbürstenhalter) und schneiden Sie an der breiteren Seite ein Loch mit dem gleichen Durchmesser wie der Trichter hinein. Setzen Sie den Trichter ein, biegen Sie seine Enden nach innen in den Deckel und vernieten Sie ihn.
- Befestigen Sie den Trichter mit Druckknöpfen am Deckel. Reinigen Sie alle Kanten.
- In eines der Bretter bohren Sie ein Loch mit einem Durchmesser von 1,5 cm, wobei Sie 5 cm vom Rand zurücktreten.
- Nageln Sie ein vorgeschnittenes Stück dicken Stoff oder Leder fest. Dieses Stück dient innen als Einwegventil und Deckel.
- In ein anderes Brett bohren Sie ein Loch mit 1,2 cm Durchmesser, 3,8 cm vom Rand entfernt. Stecken Sie einen Griff (jedes geeignete Teil kann dafür verwendet werden) in das Loch.
- Schneiden Sie 4-5 Windungen von der Feder ab. Richten Sie jeweils eine Windung auf jeder Seite gerade.
- Befestigen Sie das Leder an einem anderen Brett.
- Bohren Sie in die Bretter (auf verschiedenen Seiten) Löcher mit dem gleichen Durchmesser wie die Feder. Stecken Sie die Federn mit unterschiedlichen Enden in die Bretter.
- Befestigen Sie Rahmen und Fell mit Metallstreifen so, dass ein Abstand von mindestens 3,5–4 cm zwischen ihnen besteht.
- Bohren Sie ein Loch in den Smoker, um das Rohr hindurchzuführen. Setzen Sie alle Teile ein und verbinden Sie sie miteinander.
- Schließen Sie den Deckel und überprüfen Sie die Funktionalität.
Es gibt auch eine einfachere Methode, einen Räucherofen herzustellen – mit einer alten Teekanne. Die Anleitung dazu finden Sie im Video.
Welche Ausrüstung soll man wählen?
Zeitlich eingeschränkte Imker und Jungimker greifen daher lieber zu Räucheröfen. Fachgeschäfte und spezialisierte Websites bieten eine große Auswahl an inländischen und europäischen Modellen.
Jeder Imker entscheidet selbst, welchen Smoker er verwendet. Bei der Auswahl sollten jedoch folgende Kriterien beachtet werden:
- Materialqualität. Es muss langlebig (es muss hohen Temperaturen standhalten) und rostfrei sein, da Metallkorrosion beim Verbrennen einen negativen Einfluss auf die Honigpflanzen hat.
- Hersteller. Erfahrene Imker kaufen nur bei vertrauenswürdigen Herstellern. Diese produzieren hochwertige Produkte, bieten eine Garantie, liefern detaillierte Anleitungen usw.
- Bauart. Die Wahl hängt maßgeblich von der Benutzerfreundlichkeit für den Imker und der Größe des Bienenstands ab. Je mehr Bienenvölker, desto häufiger muss der Smoker eingesetzt werden und desto höher ist der Aufwand. Für größere Imkereien sind elektrische Modelle besser geeignet.
- Gekaufte oder selbstgemachte Variante. Nicht jeder hat ein handwerkliches Talent. Wenn Sie sich nicht sicher sind, wie Sie ein Gerät selbst bauen können, ist es besser, eines zu kaufen.
- Preis. In jeder Kategorie von Smokern gibt es sowohl günstige als auch teure Modelle. Manuelle Smoker sind am preiswertesten, mechanische Smoker im mittleren Preissegment und elektrische Smoker am teuersten. Doch selbst innerhalb jeder Kategorie variieren die Preise, meist abhängig vom Hersteller.
Der Selbstbau verursacht zwar auch Kosten, wenn man nicht über die richtigen Materialien und Werkzeuge verfügt. Hier kommt es aber vor allem auf den Zeit- und Arbeitsaufwand an.
Tipps von erfahrenen Imkern
Um Fehler zu vermeiden, befolgen Sie diese Grundregeln für die Verwendung eines Smokers. Beachten Sie unbedingt den Rat erfahrener Imker:
- Benutzen Sie das Gerät nur bei Bedarf. Erschrecken oder verärgern Sie die Bienen nicht unnötig.
- Störungen des Begasungsprozesses sind kein Grund, den Rauchdiffusor auszuschalten. Stellen Sie das Gerät auf eine Seite (es wird nicht ausgehen und keinen übermäßigen Rauch abgeben).
- Beobachten Sie während des Ereignisses die Reaktionen der Honigpflanzen genau. Achten Sie darauf, dass sie nicht zu sehr erschrecken. Reduzieren Sie den Durchfluss.
- Berühren Sie die Rahmen oder die Bienenstockstruktur nicht mit einem heißen Gerät.
- Pusten Sie zunächst zweimal. Warten Sie dann, bis sich die Bienen beruhigt haben, und pusten Sie dann kräftiger.
- Um zu verhindern, dass Insekten während der Begasung herauskriechen/herausfliegen, öffnen Sie die Abdeckung jeweils 2 Rahmen auf einmal.
- Wenn Sie die Königin finden müssen, reduzieren Sie die Menge an Rauch, die in den Bienenstock geblasen wird. Andernfalls versteckt sie sich in einer der Ecken.
Ein Smoker ist ein einfach zu bedienendes Gerät. Beim Anzünden und Begasen müssen jedoch Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden. Der Eigenbau erfordert zudem Kenntnisse der Bauvorschriften. Ein defekter Smoker ist weniger effektiv gegen Bienen und führt häufig zu Angriffen auf den Imker.


























