Die Aussaat von Nutzpflanzen nach den Mondphasen ist eine uralte Praxis. Moderne Anhänger dieses Prinzips glauben, dass alles Leben auf der Erde den Rhythmen des Kosmos unterliegt.
Die Sonne beleuchtet und erwärmt unseren Planeten und sendet dabei einen Strom von Teilchen und verschiedenen Wellen zur Erde. Sie ist an der Photosynthese beteiligt – dem Prozess der Umwandlung von Lichtenergie in eine andere Energieform, Glukose, die Pflanzen für ihr Wachstum und ihre Entwicklung benötigen.
Der Mond ist nach der Sonne das zweithellste Himmelskörper. Er ist für die Gezeiten auf der Erde verantwortlich. Es gibt die Theorie, dass der Mond auch einen physikalischen Einfluss auf Pflanzen ausübt und so den Fluss des Pflanzensaftes umkehrt, ähnlich wie das Wasser in Meeren und Ozeanen der Anziehungskraft des Mondes unterliegt. Mondgärtner behaupten zudem, dass der Erdtrabant den Grundwasserspiegel beeinflusst und bei Neu- und Vollmond für mehr Feuchtigkeit sorgt.
Auch andere Himmelskörper können das Leben auf der Erde beeinflussen. Die Zusammenhänge zwischen den verschiedenen astronomischen Objekten sind jedoch noch nicht vollständig erforscht. Die Untersuchung des Einflusses von Sternen und Planeten auf die Lebensprozesse auf der Erde begann vor etwa 100 Jahren. Der landwirtschaftliche Ansatz, der auf der Theorie des Zusammenhangs zwischen Weltraum und Pflanzenleben auf der Erde basiert, wird als biodynamische Landwirtschaft bezeichnet. Die Wissenschaft kann zwar noch nicht alle Einflüsse der Himmelskörper auf Pflanzen erklären, doch die langjährige Praxis zeigt, dass biodynamische Methoden gute Ergebnisse liefern. Und der Lohn für ihre Mühen ist die Gesundheit des Gärtners und seiner Familie.