Duroc ist eine der beliebtesten Fleischschweinrassen. Sie weist einige charakteristische Merkmale auf. Um qualitativ hochwertige Produkte zu erzeugen, müssen bestimmte Fütterungs-, Haltungs- und Pflegerichtlinien eingehalten werden.
Ursprung der Rasse
Die Duroc-Rasse stammt aus Amerika. Sie wurde 1883 offiziell registriert. Die gezielte Zucht begann im frühen 19. Jahrhundert, als europäische Siedler eine große Anzahl verschiedener Tiere mitbrachten.
Das Duroc-Schwein stammt von Guinea- und Berkshire-Schweinen ab. Heute ist diese Rasse weltweit verbreitet und aufgrund ihrer Eigenschaften sehr begehrt.
Die Rasse hieß ursprünglich Jersey Duroc, da die Jersey-Rasse in ihren Eigenschaften dieser Variante sehr ähnlich ist. Der Rassename wurde später, hauptsächlich aus praktischen Gründen, verkürzt.

Allgemeine Merkmale
Die Duroc-Rasse belegt derzeit einen respektablen zweiten Platz in Bezug auf die Anzahl der Rassen. Auch ihre Beliebtheit ist hoch. Diese Tiere sind besonders in Europa, Amerika und China verbreitet.
Diese Fleischrasse eignet sich besonders für die Speckproduktion. Sie weist eine gute Gewichtszunahme auf, die jedoch nur bei artgerechter Fütterung und Haltung erreicht werden kann. Die Fleischprodukte sind aufgrund ihrer hohen Qualität sehr begehrt.
Die Duroc-Rasse zeichnet sich durch ihre ungewöhnliche, rote Fellfarbe aus. Diese kann von Dunkelrot bis Hellrot, ja sogar Goldrot, variieren. Einige Tiere weisen lohfarbene Abzeichen auf, jedoch kein Weiß.
Vergleichende Indikatoren für die Produktivität von Fleischrassen
| Züchten | Durchschnittliche tägliche Gewichtszunahme (kg) | Futterkosten pro 1 kg Gewichtszunahme (Futtereinheiten) | Schlachtausbeute (%) |
|---|---|---|---|
| Duroc | 0,8-0,9 | 3,75 | 75-80 |
| Landrasse | 0,7-0,8 | 3.9 | 72-75 |
| Groß weiß | 0,6-0,7 | 4.1 | 70-73 |
Vertreter dieser Rasse zeichnen sich durch ein unverwechselbares Aussehen aus. Sie sind groß und kräftig gebaut. Hündinnen und Rüden erreichen annähernd die gleiche Größe. Hündinnen können bis zu 180 cm, Rüden bis zu 185 cm groß werden. Hündinnen wiegen durchschnittlich 250–300 kg, Rüden sind mit 300–350 kg deutlich schwerer.
Duroc-Schweine zeichnen sich durch einen gewölbten Rücken und kräftige, hohe Beine aus. Die Schinken sind scharf abgegrenzt und gut entwickelt. Der Kopf ist klein und leicht gewölbt, die Ohren sind lang und hängen nach vorn.
Sauen haben auf jeder Seite sieben Zitzen, die weit auseinander liegen. Sie sind gut ausgebildet und funktionsfähig.
Duroc-Schweine sind aufgrund ihrer Robustheit und hervorragenden Anpassungsfähigkeit an die Weidehaltung attraktiv. In einigen Fällen werden sie als genetisches Material zur Erzeugung kommerzieller Hybriden verwendet.
Duroc-Schweine sind nicht für ihre hohe Fruchtbarkeit bekannt. Ein Wurf umfasst durchschnittlich zehn Ferkel. Die Sauen besitzen einen ausgeprägten Mutterinstinkt und ein ruhiges Wesen. Die Ferkel werden hervorragend versorgt und ernährt.
Duroc ist eine frühreife Rasse. Neugeborene Ferkel wiegen durchschnittlich 1,1–1,6 kg. Die durchschnittliche tägliche Gewichtszunahme beträgt 0,8–0,9 kg. Innerhalb von zwei Monaten kann ein Wurf fast 200 kg wiegen.
Bei kontrollierter Mast können Ferkel innerhalb von sechs Monaten ein Lebendgewicht von bis zu 100 kg erreichen. Pro Kilogramm Gewichtszunahme werden etwa 3,75 Futtereinheiten benötigt.
Die Schlachtausbeute beträgt bis zu 80 % reines Fleisch. Es zeichnet sich durch seinen niedrigen Fettgehalt, seinen Nährwert und den geringen Fettanteil im Verhältnis zur Fleischschicht aus. Das Fleisch hat einen ausgezeichneten Geschmack und ist sehr saftig.
Zu den Nachteilen der Rasse zählen neben der geringen Fruchtbarkeit auch der hohe Proteinbedarf im Futter und die hohe Anfälligkeit für atrophische Rhinitis.
Bedingungen für die Haltung von Duroc-Schweinen
Die Rasse ist weit verbreitet, doch reinrassige Exemplare zu erwerben, kann problematisch sein, da die Tiere häufig zur Kreuzung verwendet werden. Dies kann zu Schweinen führen, die zwar das charakteristische Duroc-Aussehen aufweisen, sich aber in ihrer Qualität unterscheiden.
Es empfiehlt sich, Jungtiere von einem spezialisierten Zuchtbetrieb zu beziehen, um bestimmte Garantien zu erhalten. Die Haltung von Duroc-Schweinen ist nicht besonders schwierig. Folgende Bedingungen müssen erfüllt sein:
- Richten Sie den Tieren einen begehbaren Auslauf ein. Dieser kann bis zum ersten starken Frost genutzt werden. Der Auslauf sollte sich neben dem Schweinestall befinden. Wenn die Tiere freien Zugang zum Gehege haben, sind keine zusätzlichen Gehege oder Unterstände erforderlich.
- Man kann die Schweine schon im frühen Frühling an die frische Luft lassen.
- Weidegang ist zwar erlaubt, die Tiere können aber auch in einem Außengehege gehalten werden. Diese Bedingungen steigern ihren Appetit und führen zu einer schnellen Gewichtszunahme. Auch die Fleischqualität verbessert sich.
- Ein aktiver Lebensstil garantiert eine hervorragende Fleischqualität. Daher sollte der Trainingsbereich ausreichend groß sein.
- Schweine sollten in einem Stall untergebracht werden. Standardmäßige Lebensbedingungen sollten eingehalten werden.
- Der Schweinestall muss sauber und staubfrei sein.
- Die Duroc-Rasse ist recht anpassungsfähig an verschiedene Klimazonen, verträgt aber keinen strengen Frost. Dies liegt am warmen Klima ihres Ursprungslandes. Der Schweinestall sollte isoliert sein, und bei besonders kaltem Wetter sind zusätzliche Heizquellen erforderlich. Da Schweine empfindlich auf Zugluft reagieren, sollte der Raum zugfrei sein, aber dennoch ausreichend Frischluftzufuhr gewährleistet sein. Auch Überhitzung vertragen Schweine nicht.
- Bei der Anordnung der Maschinen müssen die Anzahl der Tiere, ihre Größe und ihr Geschlecht berücksichtigt werden.
- Eber und große, trächtige Sauen benötigen Einzelboxen. Diese sollten 4–5 Quadratmeter groß sein. Eine Holzplattform sollte installiert und mit Stroh oder Heu ausgelegt werden. Um unangenehme Gerüche zu vermeiden, ist es ratsam, den Boden zu betonieren oder zu asphaltieren. Auf diese Fläche sollte eine Schicht Stroh oder Heu gelegt werden.
Kritische Inhaltsfehler
- Mangelnde Belüftung bei hermetisch abgedichteter Isolierung (Überhitzungsgefahr)
- Betonböden ohne Unterlage (Frostschäden im Winter)
- Überbevölkerung der Jungtiere (Schwanzkannibalismus)
Fütterung
Bei der Fütterung von Ferkeln muss deren erhöhter Proteinbedarf berücksichtigt werden. Tiere, die ein Alter von zwei Monaten erreicht haben, werden zur Mast ausgewählt.
Ziel ist es, ein Lebendgewicht von 100 Kilogramm zu erreichen. Dies lässt sich in kürzester Zeit erreichen, wenn der Mastplan eingehalten und das Futter ausgewogen zusammengestellt wird.
Die Ernährung von Duroc-Rindern kann aus einer Kombination von Silage, Kartoffeln, Hülsenfrüchten und Ölkuchen bestehen. Auch Getreide kann verfüttert werden. Für die Ferkelmast ist es vorteilhaft, folgende Bestandteile in den Speiseplan aufzunehmen:
- Rüben (Futter- und Zuckerrüben);
- Knochen- und Fischmehl;
- Fleisch- und Fischabfälle;
- Milch und Milchprodukte;
- umkehren.
Standards für die Einführung von Proteinkomponenten in die Ernährung
| Altersgruppe | Fischmehl (% der Ernährung) | Milchprodukte (l/Tier/Tag) | Hülsenfrüchte (%) |
|---|---|---|---|
| Ferkel bis zu 2 Monate | 3-5 | 1,5-2 | 10-15 |
| Mast junger Tiere | 5-7 | 1-1,5 | 15-20 |
| Sauen | 4-6 | 2-2,5 | 20-25 |
Ferkel benötigen feste Nahrung, um ihre Zahnentwicklung zu fördern. Sie werden bereits ab dem fünften Lebenstag an feste Nahrung gewöhnt. Eine Zufütterung ist auch dann notwendig, wenn die Ferkel ausreichend Muttermilch trinken. Sie ist wichtig, um Rachitis vorzubeugen.
Die Mast beginnt im Alter von 2 Monaten. Die Tiere benötigen ein Kombinationsfutter bestehend aus:
- Kartoffeln;
- Kombiniertes Silo;
- Ölkuchen;
- Erbsen;
- umkehren;
- Knochenfischmehl.
Der hohe Anteil an Mais, Hafer und Gerste im Futter kann bei Schweinen zu Fettleibigkeit und einer verminderten Fleischqualität führen.
Im Sommer erfolgt die Fütterung zweimal täglich. Im Winter wird eine dritte Fütterung eingeführt.
Zucht und Aufzucht von Jungtieren
Die Duroc-Rasse zeichnet sich durch geringe Wurfgrößen aus, weshalb die Aufzucht von Ferkeln zu kommerziellen Zwecken unpraktisch ist. In diesem Fall wäre die Haltung der Tiere schlichtweg nicht rentabel.
Duroc-Schweine zeigen keine eindeutigen Brunstzeichen. Sie lassen sich an nervösem Verhalten, Futterverweigerung und geröteten Geschlechtsorganen erkennen. Die Brunst dauert etwa zwei Tage, die Paarung sollte jedoch idealerweise bis zum zweiten Tag hinausgezögert werden. Für eine erfolgreiche Paarung ist eine zweimalige Paarung empfehlenswert.
Eine Sau sollte idealerweise nicht vor dem zehnten Lebensmonat gedeckt werden. Eine frühere Trächtigkeit kann der Gesundheit der Sau erheblichen Schaden zufügen und führt häufig zu Erschöpfung.
Die Überlebensrate der Ferkel bei Sauen liegt bei etwa 93 %. Eine hochwertige Fütterung ist für die trächtige Mutter unerlässlich, um gesunde Nachkommen zu gewährleisten.
Während des Abferkelns ist es wichtig, die Raumtemperatur zu überwachen. Sie sollte mindestens 25 Grad Celsius betragen.
Werden Duroc-Sauen kommerziell gezüchtet, sollten die Paarungen geplant werden. Üblicherweise besteigen zwei Eber eine Sau. Zwischen den Paarungen wird ein Abstand von 12 Stunden eingehalten.
Duroc-Sauen haben kleine Würfe, daher ist es wichtig, alles zu tun, um die Trächtigkeit und die Gesundheit der Ferkel aufrechtzuerhalten.
Die Duroc-Rasse eignet sich gut für Kreuzungen. Large White und Landrasse-Rinder sind hierfür ebenfalls gut geeignet. Die daraus entstehenden Rassen zeigen gute Leistungen.
Erwachsene Tiere sind recht anspruchslos, aber Ferkel benötigen besondere Bedingungen:
- Die Temperatur im Stall sollte nicht unter 25 Grad liegen;
- ununterbrochene Fütterung;
- Beikost von den ersten Lebenstagen an;
- ausreichende Menge an Vitaminen, Eisen und Kupfer;
- trockenes Bettzeug;
- Wärme und keine Zugluft;
- Sauberkeit in den Räumlichkeiten.
Impfplan für Ferkel
- Tag 3-5: Eisenpräparate (Ferranimal 2 ml)
- Tag 30: Rotlaufimpfung (VGNKI)
- Tag 45: Pestimpfung (CS)
- Tag 60: Auffrischungsimpfung gegen Rotlauf
Wenn Ferkel schlecht und langsam wachsen, sollten sie mit Seifenwasser gewaschen, abgetrocknet und in einen warmen Raum gebracht werden. Sie sollten Milch erhalten und bei Durchfall zusätzlich ein Antibiotikum verabreicht werden. Ferkel benötigen dreimal täglich frisches Wasser. Die empfohlene Flüssigkeitsmenge beträgt 0,2 Liter pro Kilogramm Körpergewicht.
Die Aufzucht von Jungtieren erfordert standardisierte Bedingungen. Am wichtigsten ist der Zugang zu frischer Luft. Unterstände schützen sie vor schlechtem Wetter. Die Sauen selbst kümmern sich um die Jungtiere.
Häufige Krankheiten
Duroc-Schweine sind anfällig für Erkältungen, wenn ihnen keine artgerechten Haltungsbedingungen geboten werden. Die Krankheit geht mit ausgeprägten Symptomen einher. RhinitisIn diesem Fall röten sich die Augen der Tiere aufgrund einer Bindehautentzündung. Wenn sich der Zustand nicht innerhalb von anderthalb Wochen bessert, muss das Tier behandelt werden.
Bei Erkältungen wird oft auf einen Tierarztbesuch verzichtet. Harte Krusten werden von der Schnauze entfernt und diese mit Vaseline eingerieben. Ferkel werden mit Inhalationen von Terpentin oder Ichthyol behandelt. Eine Lösung aus Kaliumpermanganat oder einem Antibiotikum kann in die Nase geträufelt werden.
In kalten und feuchten Klimazonen leiden Schweine häufig an atrophischer Rhinitis. Ein großer Nachteil dieser Krankheit ist, dass sie praktisch unheilbar ist.
Vorbeugende Maßnahmen gegen atrophische Rhinitis
- Feuchtigkeitskontrolle im Schweinestall (nicht höher als 70 %)
- Verwendung von Einstreu mit Antiseptika (Sägemehl + Asche)
- Einführung von Vitamin A in die Ernährung (15.000 IE/Tier/Tag)
Eine weitere häufige Krankheit ist SchweinepestDie Krankheit ist viralen Ursprungs und schwer zu behandeln, sodass das Tier in den meisten Fällen (90 %) stirbt. Anzeichen der Krankheit sind Schwäche, Lethargie und erhöhte Temperatur. Die Inkubationszeit kann bis zu 7 Tage betragen.
Die Duroc-Rasse ist anfällig. GesichtDie Gefahr dieser Krankheit besteht darin, dass sich sogar Menschen infizieren können. Der Erreger ist ein hochresistentes Bakterium, das selbst nach dem Tod des Tieres lange im Boden überlebensfähig bleibt.
Rotlauf tritt am häufigsten bei Tieren zwischen sechs Monaten und einem Jahr auf. Die Krankheit äußert sich durch Fieber, Erbrechen und Darmatonie. Im akuten Verlauf stirbt das Tier. In subakuten Fällen heilt es innerhalb von 12 Tagen aus.
Eine weitere mögliche Krankheit ist virale GastroenteritisEs handelt sich um eine Entzündungskrankheit, die durch Fieber, Erbrechen und Durchfall gekennzeichnet ist. Die Inkubationszeit beträgt 5 Tage. Der Erreger ist ein Coronavirus. Die Behandlung erfolgt mit Antibiotika. Es ist unerlässlich, die Hygiene im betroffenen Gebiet aufrechtzuerhalten und Quarantänemaßnahmen einzuleiten.
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Die Duroc-Rasse existiert seit etwa anderthalb Jahrhunderten. Sie ist bekannt für ihre hervorragende Milchleistung und schnelle Gewichtszunahme. Um das Potenzial dieser Rasse optimal auszuschöpfen, sind artgerechte Fütterung und gute Haltungsbedingungen unerlässlich.


