Ein Extruder oder Pelletierer ist eine gute Wahl sowohl für wachsende landwirtschaftliche Betriebe als auch für Unternehmen, die Futtermittel, Granulatdünger oder ähnliche Produkte für den Verkauf herstellen. Diese Geräte sind nicht für den Eigenbedarf gedacht, aber für Landwirte ist ein Futtermittelextruder mit Pelletierfunktion eine sinnvolle Investition mit langfristiger Perspektive.
Funktionsprinzip von Extrudern und Granulatoren
Extrusion ist das Verfahren, bei dem eine Kunststoffmasse durch eine spezielle Form gepresst wird. Dadurch entsteht aus dem Rohmaterial ein fertiges Produkt mit festgelegten Eigenschaften (Form, Länge, Dicke usw.). Extruder können eine Vielzahl von Materialien verarbeiten, darunter Metalle, Kunststoffe und Lebensmittel.
Das Funktionsprinzip des Extruders basiert auf zwei Hauptprozessen: plastischer Verformung und Extrusion. Das Rohmaterial wird in den Extruder eingeführt, wo es erhitzt und plastisch, also weich und formbar, wird. Anschließend wird es durch die Einwirkung einer Schnecke (einer rotierenden Förderschnecke) durch den Extrusionskopf extrudiert. Dabei nimmt das Material die Form des Extrusionskopfes an. Nach dem Austritt aus dem Extruder kühlt das Material ab, härtet aus und erhält seine endgültige Form.
Ein Granulator ist ein Gerät, das zerkleinerte und aufbereitete Rohstoffe verpresst (kompaktiert) und ihnen so die Form von Granulaten (Pellets) verleiht.
Worin besteht der Unterschied zwischen einem Extruder und einem Granulator? Der Extruder kann mit Getreide, Soja oder anderen Rohstoffen befüllt werden und produziert leicht verdauliches und steriles Futter in Form von Maisstangen. Der Pelletierer benötigt voraufbereitete Rohstoffe (zerkleinert, gereinigt und angefeuchtet), um ein dichtes, pelletiertes Futter herzustellen, das wirtschaftlicher im Verbrauch ist (die Tiere werden schneller satt und fressen weniger). In beiden Fällen ist das Futter verzehrfertig und lange haltbar.
Wo und wann wird diese Ausrüstung eingesetzt?
Extruder werden in einer Vielzahl von Branchen eingesetzt. Sie finden breite Anwendung in der Lebensmittelindustrie zur Herstellung von Tiefkühlkost und Snacks sowie in der Landwirtschaft zur Produktion von Tierfutter.
Granulatoren werden nicht nur in der Landwirtschaft zur Herstellung von Mischfutter eingesetzt, sondern auch in verschiedenen Industriezweigen, beispielsweise zur Herstellung von Eisenerzpellets und Brennstoffpellets aus zerkleinertem Holz.
- ✓ Berücksichtigen Sie das Produktionsvolumen: Für kleine Betriebe ist ein Haushaltszerkleinerer ausreichend, für große Betriebe ein Extruder oder Granulator.
- ✓ Achten Sie auf die Art des Rohmaterials: Extruder eignen sich für Rohmaterialien ohne Vorbehandlung, Granulatoren benötigen zerkleinerte und angefeuchtete Rohmaterialien.
Vor- und Nachteile eines Extruders und eines Granulators
Extruder bieten eine Reihe von Vorteilen:
- Es ist möglich, Getreide und andere Rohstoffe ohne vorherige Verarbeitung hinzuzufügen (auch wenn sie verrottet sind oder Unkraut enthalten), was dem Landwirt Zeit und Ressourcen spart.
- Dank der Technologie der Verarbeitung von Rohstoffen unter hoher Temperatur und hohem Druck ist das Futter leicht verdaulich und sicher zum Verzehr (die Tiere wachsen gesünder und erkranken seltener).
- Das Futter riecht gut und wird von den Tieren mit Vergnügen gefressen; es muss nicht vorher eingeweicht werden.
Der größte Nachteil des Extruders besteht darin, dass die Kosten dieses Geräts hoch sind, weshalb er sich nur für große Viehzuchtbetriebe und Futtermittelhersteller eignet.
Vorteile von Granulatoren:
- Granuliertes Futter benötigt weniger Platz, hat aber einen recht hohen Nährwert.
- Vor dem Pressen können Vitamine, Medikamente und andere Zusatzstoffe zu den Rohstoffen hinzugefügt werden (sie bleiben in granuliertem Futter besser erhalten).
- Es ist möglich, nicht nur Getreidemischungen zu granulieren, sondern auch Gräser, Kiefernnadeln, Stroh, Sägemehl, Mist usw.
Ein wesentlicher Nachteil des Granulators besteht darin, dass er nur vorgefertigte, gemischte und zerkleinerte Rohstoffe benötigt (daher müssen Sie zusätzliche Geräte anschaffen).
Zuführungsextruder-Granulierer
Ein Futterextruder-Pelletierer vereint diese beiden Geräte. Er wandelt Rohfutter in Pellets um und verbessert so dessen Nährwert und Verdaulichkeit. Dieser Extrudertyp findet breite Anwendung in der Tierhaltung und produziert hochwertiges, ausgewogenes Futter für verschiedene Nutz- und Geflügelarten.
Ein Futterextruder-Pelletierer arbeitet, indem Rohfutter in eine Schneckentrommel eingeführt, dort gemischt, gemahlen und erhitzt wird. Das aufbereitete Futter wird anschließend durch spezielle Düsen extrudiert, wodurch Pellets der gewünschten Größe entstehen.
Ob es besser ist, einen Extruder-Granulator wie diesen oder ein separates Gerät – oder einfach einen Brecher – anzuschaffen, muss jeder selbst entscheiden. Man sollte jedoch bedenken, dass die Preise für im Handel erhältliches Futtermittel jährlich steigen und nicht alle Hersteller hohe Produktqualität bieten können. Extruder und Granulatoren hingegen ermöglichen es Landwirten, nährstoffreiches Futter selbst herzustellen und so Kosten zu optimieren und die Futterverwertung zu verbessern.

