Beiträge werden geladen...

Wie hält und pflegt man Pferde richtig?

Pferde benötigen Pflege, die von ihren Besitzern viel Zeit und Engagement erfordert. Die Haltung von Pferden – ob als Hobby, aus beruflichen Gründen oder als Arbeitstiere auf dem Bauernhof – erfordert tägliche Pflege. Um ihre Gesundheit, ihre Leistungsfähigkeit und eine erfolgreiche Fortpflanzung zu gewährleisten, benötigen Pferde ausreichend Futter, genügend Wasser und einen komfortablen Stall.

Pferde im Stall

Pferdehaltung

Die Auswahl der Methoden zur Pferdehaltung richtet sich nach Gelände, Klima, Weideverfügbarkeit und anderen Faktoren. Es gibt drei Systeme der Pferdehaltung:

  1. Herdensystem. Diese Haltungsform wurde von Nomaden genutzt, die sich keine Ställe für ihre Pferde leisten konnten. Sie wird auch als naturnah bezeichnet, da sie so nah wie möglich an der natürlichen Umgebung ist. Die Pferde werden ausschließlich mit natürlichem Futter ohne Chemikalien gefüttert. Diese Methode ist umweltfreundlich und kostengünstig. Daneben gibt es verbesserte und kulturell geprägte Herdenhaltungsmethoden. Dabei werden Futterscheunen errichtet, unter denen das Futter gelagert wird.
  2. Stabiles System. Pferde leben in speziellen Gebäuden, den Ställen. Sie werden regelmäßig zum Auslauf auf umzäunte Freilaufflächen gelassen. Die Standardfläche für einen Hengst beträgt 200 Quadratmeter, für Jungpferde 400 Quadratmeter und für Zuchtpferde 600 Quadratmeter.
  3. Herdenweide. Geeignet für Gebiete mit kalten Wintern. Die Pferde werden im Sommer im Freien gehalten und im Winter im Stall untergebracht.

Auf großen Bauernhöfen werden Pferde üblicherweise in Ställen gehalten, mit 20 bis 100 Tieren pro Stall. Bei der dort üblichen Stall- und Weidehaltung werden die Pferde nach Alter, Geschlecht und Verwendungszweck in Gruppen eingeteilt.

Wie sollte ein Stall aussehen?

Ein Stall sollte idealerweise in der Nähe eines Gewässers errichtet werden. Eine nahegelegene Wasserquelle ist für die Pferdehaltung äußerst praktisch. Im Sommer kann ein überdachter Auslauf als Stall dienen, im Winter ist jedoch ein separates Gebäude unerlässlich.

Anforderungen an den Stall:

  • Material. Es werden umweltfreundliche und tierfreundliche Baumaterialien verwendet. Am besten eignet sich mit einem Antiseptikum behandeltes Holz. Das Gebäude kann vollständig aus Holz mit einer Ziegelfassade errichtet werden. Das Ziegelmauerwerk schützt vor Witterungseinflüssen und verstärkt die Wände.
  • Größe. Die optimale Fläche für die Haltung eines Pferdes beträgt 16 Quadratmeter. Höhe: 3–4 m.
  • Partitionen. Ein für mehrere Tiere ausgelegter Stall sollte durch Trennwände aus Holzbalken oder Metallblechen unterteilt werden.
  • Beschichtung. Stallböden bestehen aus Lehm, Beton oder Gummi. Gummiböden sind besonders praktisch – sie verrotten nicht, sind nicht rutschig und halten jahrzehntelang.
  • Stall. Pferde werden üblicherweise in Boxen gehalten. Eine Box für ein Tier misst 3 x 3 Meter. Dies ist jedoch die Mindestgröße; ideal ist eine Box von 4 x 4 Metern, damit das Pferd bequem stehen und liegen kann. Die Box ist mit Schlössern und Toren ausgestattet, um ein Entlaufen der Tiere zu verhindern.
  • Bettwäsche. Erstens dient die Einstreu dem Komfort des Pferdes beim Hinlegen. Zweitens wird Sägemehl oder Stroh benötigt, um Ausscheidungen aufzusaugen. Um die Box sauber zu halten, sollte die Einstreu täglich gewechselt werden. Materialbedarf für ein ausgewachsenes Pferd: Sägemehl – ​​15 kg, Stroh – 4 kg.
  • Türen. Die Öffnungen müssen so breit sein, dass das Tier sie gefahrlos passieren kann. Die Mindestöffnungsbreite beträgt 1,5 m. Die Türpfosten müssen abgerundet sein. Die Tür ist so eingebaut, dass sich die Flügel nach außen öffnen.
  • Tränken und Futtertröge. Zum Füttern eignet sich am besten ein rechteckiger Trog – einer, der tiefer und geräumiger ist. Stellen Sie ihn in der Nähe einer natürlichen Lichtquelle auf. Er sollte 70 cm über dem Boden und 50 cm von der Wand entfernt sein.

Jedes Pferd sollte einen eigenen Futtertrog haben. Um Verletzungen vorzubeugen, sollten die Trogränder abgerundet sein. Am besten teilt man den Trog in zwei Hälften – eine für Heu und Gras, die andere für Hafer und Kraftfutter. Die Pferde werden mit normalen Eimern getränkt. Automatische Tränken sind eine weitere Möglichkeit. Jedes Tier sollte einen Wasservorrat von 50 Litern haben.

Pferdeställe werden oft zweistöckig gebaut. Das Obergeschoss dient der Heulagerung. Zwischen Wänden und Dach wird ein Spalt gelassen, um die Belüftung zu verbessern. Dadurch werden Zugluft und damit verbundene Probleme, die Pferde nicht mögen, vermieden. Bei ausreichendem Budget kann ein leistungsstarker Abluftventilator installiert werden. Als optimales Dachmaterial eignen sich Schiefer oder Ziegel.

Ein Stall mit Pferden

Mikroklima im Stall

Der Stall eines Pferdes sollte warm, trocken und komfortabel sein. Die Aufgabe des Besitzers besteht darin, ein günstiges Stallklima zu schaffen:

  • Temperatur. Die optimale Temperatur liegt zwischen +15 und +18°C.
  • Luftfeuchtigkeit. Im Bereich von 60-75%.
  • Beleuchtung. Die Beleuchtung ist nicht besonders hell, aber zu schwaches Licht ist auch nicht geeignet – etwas dazwischen ist nötig. Bei der Anordnung der Beleuchtung im Stall wird folgende Berechnung angewendet: Das Verhältnis von Fensterfläche zu Raumfläche sollte 1:15 betragen. Die Fensterhöhe sollte 180 cm über dem Boden liegen.
  • Belüftung. Pferde mögen Zugluft nicht, aber auch stehende Luft schadet ihrer Gesundheit. Für eine effektive Belüftung reichen Türen und Fenster allein nicht aus; eine spezielle Belüftung ist erforderlich. Die Lüftungsöffnungen sollten mindestens 2,5 Meter über dem Boden angebracht sein.
Kritische Mikroklimaparameter
  • ✓ Die optimale Ammoniakkonzentration in der Luft sollte 0,0025 mg/l nicht überschreiten.
  • ✓ Der Kohlendioxidgehalt sollte unter 0,15 % liegen.

Pferde fühlen sich bei schlechten Lichtverhältnissen unwohl. Lichtmangel beeinträchtigt ihr Aussehen, lässt sie deprimiert wirken und mindert ihre Leistungsfähigkeit.

Regeln für die Instandhaltung von Maschinen

Es gibt drei Möglichkeiten, Pferde zu halten:

  • Im Stall. Dies ist die bequemste und am weitesten verbreitete Option.
  • Im Stall. Dies ist ein separater, geräumiger Raum. Hier lässt er sich leichter reinigen, und die Pferde fühlen sich wohler.
  • Gruppe. Arbeitspferde werden in Gruppen gehalten. Sie müssen alle gleich alt sein. Jede Gruppe umfasst 20 bis 200 Tiere. Die Tiere dürfen sich innerhalb eines umzäunten Bereichs frei bewegen. So werden typischerweise Pferde mit geringerem Wert gehalten.

Wenn der Stall keine Gitterstäbe oder Fenster hat und das Pferd isoliert ist, wird es aggressiv oder apathisch und verweigert möglicherweise Futter und Wasser.

Vorteile der Stallhaltung von Pferden:

  • Es ist günstiger als an Ständen.
  • Die Tiere fühlen sich nicht isoliert und verhalten sich daher ruhiger.
  • Speicherplatz wird gespart.

Die Haltung von Tieren in Ställen spart Platz, aber diese Haltungsform erfordert auch die Einhaltung bestimmter Regeln und Vorschriften:

  • Standfläche ab 5 qm.
  • Die Länge und Breite der Box richten sich nach der Größe des jeweiligen Pferdes. Für kleine Arbeitspferde reichen eine Boxenlänge von 2,9 m und eine Breite von 1,6 m aus. Für größere Pferde sind hingegen Boxenlängen von 3,1 m und Breiten von 11,8 m erforderlich.
  • Die Futterautomaten werden entsprechend der Breite des Stalls ausgewählt.

Der Nachteil der Stallhaltung von Tieren liegt in der Schwierigkeit der Reinigung.

Weiden und Gehen

Ein Pferd kann in einem Stall oder einer anderen Unterbringung gehalten werden, braucht aber unbedingt Auslauf im Freien. Diese Tiere gedeihen nicht, wenn ihre Bewegung eingeschränkt wird. Die Art der Bewegung hängt vom Verwendungszweck des Pferdes ab. Wird es beispielsweise für die Landwirtschaft oder die Jagd eingesetzt, sollte es häufiger bewegt werden, ohne es dabei mit anstrengender Bewegung zu überfordern.

Regeln für Pferdeführungen:

  • Das Pferd muss sich an die Umgebungstemperatur gewöhnen, bevor es mit der Arbeit, dem Laufen usw. beginnt. Man muss ihm ein paar Minuten Zeit zur Anpassung geben, sonst kann es sich, wie ein Mensch, erkälten.
  • Vor Arbeitsbeginn muss sich das Tier aufwärmen und dehnen.
  • Es wird nicht empfohlen, Pferde bei Temperaturen unter minus 20°C zu führen.
  • Um Muskelschwund vorzubeugen, sind Spaziergänge an der frischen Luft mindestens dreimal pro Woche notwendig.

Pferde benötigen täglich mindestens zwei Stunden Auslauf. Nach dem Spaziergang werden die Pferde gepflegt, ihre Hufe kontrolliert und ihre Beine auf Wunden und Abschürfungen untersucht.

Die ideale Weidefläche zeichnet sich durch üppiges, saftiges Gras aus, das frei von Unkraut und dichtem Gestrüpp ist. Der Zustand von Weiden hängt von ihrer Pflege ab. Eine gute Weide bietet Pferden nicht nur Bewegung, sondern auch wichtige Nährstoffe. Gras ist das ideale Futter für Pferde.

Weidende Pferde

Die Abhängigkeit des Grasverbrauchs von der Dauer der Pferdeweide ist in Tabelle 1 dargestellt.

Tabelle 1

Weidezeit

Durchschnittlicher Grasverbrauch

Was ist sonst noch zu berücksichtigen?

Eine Stunde etwa 10 kg Gras Qualität des Grases
Tag oder Nacht 50-60 % der täglichen Ernährung Ist das Gras von schlechter Qualität – abgefressen oder kurz –, enthält es nicht genügend Nährstoffe.
24/7 100 % der täglichen Ernährung ähnlich

Frühlingsgras ist besonders nahrhaft – es enthält 28 % Protein und ist daher ideal für die Bedürfnisse von Leistungspferden. Frühlingsgras enthält über 5 % Zucker, die Hauptenergiequelle. Auf ausgelaugten Weiden kann man nicht mit einem guten Nährwert rechnen.

Im Frühjahr wächst Gras schneller, im Mai sogar fünfmal schneller als im September. Übermäßiges Fressen von Frühjahrsgras kann jedoch zu Gewichtszunahme und zur Entwicklung von Hufrehe (einer Hufkrankheit, die Lahmheit verursacht) führen.

Die Weide braucht Pflege:

  • Wiederherstellung von durch Hufe beschädigten Böden;
  • Rasenmähen – bis zu 7-8 cm;
  • Mist entfernen – das hat einen negativen Einfluss auf das Graswachstum;
  • Unkrautbekämpfung.

Mistentsorgung

Das tägliche Entfernen von Pferdemist gehört zur Routine der Pferdehaltung. Ohne diese hygienische Maßnahme verschmutzen die Boxen schnell. Schmutz im Stall erhöht das Krankheitsrisiko und verursacht Unbehagen bei den Tieren.

Die Reinigung ist mit den richtigen Geräten schnell und einfach erledigt. Zum Entfernen von Mist benötigen Sie Folgendes:

  • Heugabel;
  • Bürste;
  • Schaufel;
  • Schubkarre oder Trage.

Es wird empfohlen, die Pferde vor der Reinigung vom Gelände zu entfernen. Sie mögen es nicht, wenn mit Mistgabeln und Schaufeln hantiert wird. Auch Futtertröge und Eimer sollten vorher entfernt werden, um ein versehentliches Umstoßen zu vermeiden.

Die Gülleentfernung erfolgt in folgender Reihenfolge:

  1. Sie sammeln den Mist mit einer Schaufel. Sie bringen es zu einem Lagerort.
  2. Trennen Sie die nasse Einstreu von der trockenen. Bei der Verwendung von Stroh als Einstreu trennt man es am besten mit einer zweizinkigen Mistgabel. Der trockene Teil wird aufgefangen, der feuchte entfernt. Zum Aufschichten der feuchten Einstreu verwendet man eine normale Mistgabel.
  3. Sie fegen den Boden mit einer harten Bürste. Ergänzen Sie die fehlende Menge an Bettwäsche.

Pferdefütterung und ihre detaillierte Ernährung

Fütterungsrichtlinien für Pferde:

  • Die Tiere sollten täglich zur gleichen Zeit gefüttert werden. Heu wird 4-5 Mal täglich gegeben, Kraftfutter 3 Mal täglich. Schwer arbeitende Tiere sollten alle zwei Stunden gefüttert werden. Zwischen der Fütterung von Kraftfutter und Hafer sollte mindestens eine Stunde liegen.
  • Die Ernährung wird individuell auf die Bedürfnisse des Körpers abgestimmt. Neben Gras und Heu benötigen Pferde eine ausgewogene Ernährung.
  • Die Ernährung wird je nach Jahreszeit angepasst. Geschlecht und Alter der Tiere werden bei der Menüplanung ebenfalls berücksichtigt.

Pferde dürfen nicht mit normalem Futter wie Essensresten und Abfällen gefüttert werden. Dies kann ihrem Verdauungssystem schaden. Pferdefutter:

  • Heu. Die empfohlene Tagesmenge beträgt 10–15 kg. Hochwertiges Heu besteht aus einer reichhaltigen und abwechslungsreichen Kräutermischung. Es duftet angenehm, ist leuchtend gelb und frei von Unkraut. Heu macht 40 % der Pferdefütterung aus und wird getrocknet verfüttert.
  • Mais. Hauptsächlich Hafer und Mais. Die empfohlene Dosierung darf nicht überschritten werden, da Überfütterung bei Pferden zu Fettleibigkeit, Magenproblemen und Zahnproblemen führen kann.
  • Zufütterung mit Kraftfutter. Das Ergänzungsfutter enthält Getreide, Kleie, Vitamine und Mineralstoffe. Es ist besonders wichtig, dieses Futter in die Ernährung von laktierenden Stuten, geschwächten Stuten und stark beanspruchten Pferden aufzunehmen.
  • Kleie. Diese Nahrung ist notwendig, um die Funktion des Magen-Darm-Trakts zu normalisieren.
  • Lecken. Salzblöcke.
  • Gemüse und Obst. Die wichtigsten Quellen für Vitamine und Mineralstoffe. Karotten, die reich an Vitamin A sind, sind besonders wichtig.
  • Frische Baumzweige. Birken-, Espen- oder Fichtenzweige sind empfehlenswert. Sie gehören zu den Lieblingsleckereien der Pferde.

Das Pferd frisst Heu

Die Fütterung sollte auf die Rasse und den Verwendungszweck des Pferdes abgestimmt sein. Zur Beurteilung des Nährwerts und des gesundheitlichen Nutzens des Futters wird eine Maßeinheit von 1414 kcal bzw. 1 kg Haferflocken verwendet. Mit dieser Einheit lässt sich der Tagesbedarf für jede Futterart berechnen. Bei der Berechnung des Futterbedarfs werden Größe, Gewicht und Alter des Pferdes berücksichtigt. Als Faustregel gilt: 5 kg Futter pro 100 kg Körpergewicht. Die Tagesration für ein ausgewachsenes Pferd ist in Tabelle 2 dargestellt.

Tabelle 2

Füttern

Gewicht, kg

Hafer

5-6

Heu (Hülsenfrucht-Getreide und Wiesenheu)

8-12

Kleie

1-1,5

Karotte

2-3

Rübe

2

Äpfel

2

Das Pferd sollte täglich Zugang zu Salz haben – ein Salzleckstein ist in der Nähe des Futtertrogs angebracht. Das Tier nimmt so viel Salz auf, wie sein Körper benötigt.

Die Fütterung von Pferden mit minderwertigem Futter kann Krankheiten verursachen. Das Futter sollte auf Schimmel und Fäulnis überprüft werden. Heu wird 4-5 Mal täglich, Kraftfutter 3 Mal täglich verfüttert. Die Pferde erhalten vor der Fütterung Wasser.

Im Sommer finden Pferde auf Weiden ausreichend Gras. Die Umstellung auf Weidegang sollte schrittweise erfolgen, um Verdauungsprobleme zu vermeiden. Pferde, die zu viel Luzerne oder Klee gefressen haben, leiden oft unter Koliken. Weiden mit einem hohen Anteil an Leguminosen sollten gemieden werden.

Wie organisiert man die Tränke eines Tieres?

Pferde müssen rechtzeitig mit Wasser versorgt werden, damit das Tier seinen Durst stillen und sein Verdauungstrakt das Trockenfutter erfolgreich verdauen kann.

Bewässerungsregeln:

  • Der tägliche Wasserbedarf des Tieres beträgt je nach Rasse, Gewicht, Größe und Aktivitätsart 60-80 Liter.
  • Pferde sollten vor dem Füttern getränkt werden. Alternativ kann man ihnen die Hälfte des Wassers vor und die andere Hälfte danach geben.
  • Bei kaltem Wetter benötigen Pferde mehr Wasser als üblich, da trockenes Futter in ihrer Ernährung überwiegt.
  • Ein Tier, das die Wasseraufnahme verweigert, muss einem Tierarzt vorgestellt werden.
  • Pferde sollten dreimal täglich getränkt werden. Im Sommer und bei starker Belastung sollten Pferde fünf- bis sechsmal täglich getränkt werden.
  • Wenn das Tier heiß und verschwitzt ist, geben Sie ihm kein kaltes Wasser – das kann Koliken oder Hufrehe auslösen. Warten Sie, bis sich das Pferd abgekühlt hat und Puls und Atmung normal sind. Eine Stunde nach der Arbeit können Sie dem Pferd einen halben Eimer Wasser geben. Achten Sie aber darauf, dass es nicht kalt ist. Nach einer halben Stunde können Sie dem Tier so viel Wasser geben, wie es möchte.
  • Wenn ein Pferd kaltes Wasser bekommt, ist es wichtig, dass es langsamer trinkt. Dazu kann man Heu ins Wasser streuen. Alternativ kann man das Pferd auch ohne Zaumzeug lassen.
  • Es wird empfohlen, Pferde 30–40 Minuten vor Arbeitsende zu tränken. Dadurch fressen sie nach getaner Arbeit eher.
  • Pferde sind abends nach dem Fressen besonders durstig. In dieser Zeit benötigen sie reichlich Wasser, damit sie nach Herzenslust trinken können.

Pferdepflege

Pferdehaltung umfasst mehr als nur einen komfortablen Stall und eine ausgewogene Ernährung – Pferde benötigen individuelle Pflege, einschließlich Fellpflege, Baden und tierärztlicher Versorgung. Mit der richtigen und regelmäßigen Pflege bleiben Pferde gesund, leistungsfähig, ausdauernd und ausgeglichen.

Pferdepflege

Tierärztliche Behandlungen

Ohne angemessene Pflege können sie krank werden. Sie leiden – genau wie Menschen – an Hautkrankheiten, Infektionskrankheiten, Parasitenbefall und anderen Krankheiten.

Sie könnten krank werden:

  • Tuberkulose;
  • Leptospirose;
  • Milzbrand;
  • Tollwut;
  • Tetanus;
  • Saft.

Dies sind die gefährlichsten Krankheiten – sie können zum Tod führen. Um diesen Krankheiten vorzubeugen, werden Tiere geimpft. Die Wurmprophylaxe ist obligatorisch und wird zweimal jährlich verabreicht. Pferdekrankheiten und Impfhäufigkeiten sind in Tabelle 3 aufgeführt.

Impfplan
  1. Vor der ersten Impfung auf Leptospirose testen.
  2. Lassen Sie sich jährlich gegen Grippe impfen und berücksichtigen Sie dabei die aktuell vorkommenden Grippeviren.
  3. Die Tetanusimpfung sollte je nach Impfstoffart alle 2-3 Jahre wiederholt werden.

Tabelle 3

Krankheit

Impfhäufigkeit

Notiz

Milzbrand jährlich Es gibt keinen frei verfügbaren Impfstoff.
Leptospirose zweimal im Jahr Sie führen erste Bluttests durch.
Grippe jährlich Es gibt viele Impfstoffe gegen verschiedene Stämme.
Dermatophytose jährlich Die Impfung erfolgt nach der Grundbehandlung, die im Abstand von zwei Wochen durchgeführt wird.
Rhinopneumonie Je nach Region – jährlich obligatorisch oder nach Ermessen des Eigentümers. Rhinopneumonie ist eine häufige Ursache für Fehlgeburten.
Tetanus einmal alle 2-3 Jahre (importierter Impfstoff) oder einmal alle 3-5 Jahre (inländischer Impfstoff) Impfung ist in allen Regionen obligatorisch.
Tollwut jährlich Nicht verpflichtend, aber empfohlen

Pferde werden außerdem einmal jährlich auf FAP, Paarungskrankheit und IAN getestet – dies sind gefährliche Infektionskrankheiten.

Reinigung und Baden

Pferde putzt man am besten im Freien. Das Tier sollte angebunden sein. Der Putzvorgang sieht etwa so aus:

  • Die Reinigung beginnt links und oben. Sie beginnt mit dem Kopf und endet mit den Füßen.
  • Gehen Sie auf die rechte Seite.
  • Beim Putzen des Pferdekopfes sollte man so stehen, dass das Pferd den Besitzer sehen kann. Zuerst putzt man gegen den Strich, dann mit dem Strich.
  • Nach Abschluss der Arbeiten mit Schabern und Bürsten wird das Pferd mit einem feuchten Tuch abgewischt, um Haare und Schmutz zu entfernen.
  • Mit einem trockenen Tuch abwischen.

Pferde sollten im Sommer gebadet werden, wenn das Wasser warm genug ist. Das Tier sollte das Baden freiwillig mitmachen; man sollte es nicht dazu zwingen. Wenn das Pferd Angst vor Wasser hat, wäscht man es am besten mit einem Gartenschlauch ab – zuerst mit sanftem, dann mit stärkerem Wasserdruck. Verwenden Sie beim Baden spezielle Pferdepflegeprodukte.

Badevorgang:

  • Mähne, Schweif und das gesamte Fell einseifen.
  • Bürsten – entfernt Parasiten und Haarballen.
  • Mit warmem Wasser abspülen und den Schaum entfernen. Gründlich nachspülen, um sicherzustellen, dass keine Waschmittelreste zurückbleiben. Andernfalls können allergische Reaktionen oder Hautreizungen auftreten.
  • Trocknen Sie das Pferd ab, am besten mit einem Frotteehandtuch.

Beim Putzen und Baden ist Selbstbewusstsein gefragt; die Bewegungen sollten kraftvoll, aber gleichzeitig ruhig und streichend sein.

Mundpflege

Zahnärztliche Kontrolluntersuchungen werden von einem Spezialisten durchgeführt, der alle sechs Monate bis zu einem Jahr hinzugezogen wird. Folgende Symptome weisen auf Zahnprobleme hin:

  • Die Nahrung bleibt nicht im Mund;
  • Das Tier kaut das Futter langsam oder verweigert die Nahrungsaufnahme vollständig;
  • Das Pferd beißt oder kaut auf dem Gebiss herum;
  • Der Rücken des Tieres ist angespannt.

Es ist unmöglich, Zahnerkrankungen selbst zu behandeln – Sie sollten nicht versuchen, etwas zu reparieren, da Sie sonst dem Tier schaden könnten.

Mähnenpflege

Die Mähne eines Pferdes ist ein wunderschönes Accessoire. Damit sie aber eine Zierde bleibt und keine Probleme bereitet, bedarf sie sorgfältiger Pflege.

Merkmale der Mähnenpflege:

  • Baden Sie das Tier nach Bedarf. Die Häufigkeit des Badens hängt von den individuellen Bedürfnissen des Tieres ab.
  • Mähne und Schweif werden mit speziellen Shampoos und Spülungen gewaschen.
  • Die Vorgehensweise ähnelt dem Haarewaschen. Wichtig ist vor allem, dass kein Shampoo in die Augen gelangt.
  • Nach dem Waschen die Haare kämmen und trocknen lassen. Wer mag, kann die Haare flechten. Zu den beliebtesten Flechtfrisuren zählen Hunter Braids, Western Braids und Continental Braids.

Pferdezöpfe stricken

Um zu verhindern, dass Pferde sich gegenseitig die Mähnen abknabbern – was durchaus vorkommt –, wird ihr Haar mit speziellen Aerosolen behandelt, die abstoßende Gerüche enthalten.

Beschlag und Hufpflege

Die Hufe sollten täglich, nach der Arbeit oder dem Sporttraining, kontrolliert werden. Hufpflege-Routine:

  • Es wird empfohlen, die Beine des Tieres mit kaltem Wasser zu übergießen, um die Ermüdung zu lindern, und sie anschließend mit einem fetthaltigen Produkt einzufetten.
  • Reinigen Sie die Hufe von Mist, Erde und anderen Verunreinigungen. Verwenden Sie dazu einen Hufkratzer, achten Sie aber darauf, den Strahl nicht zu berühren – dieser Bereich sollte zuerst abgebürstet werden.
  • Etwa alle 1 bis 1,5 Monate muss die übermäßig gewachsene Hornschicht von den Hufen entfernt werden.
  • Pferde werden gegebenenfalls beschlagen.

Das Beschlagen der Hufe sollte einem Fachmann anvertraut werden – er wählt die passenden Hufeisen aus und achtet darauf, dem Tier keinen Schaden zuzufügen. Unsachgemäße Praktiken können das Pferd verletzen oder es sogar bewegungsunfähig machen.

Pferde müssen beschlagen werden, wenn:

  • Sie stehen auf festem Boden;
  • Sie transportieren Fracht;
  • Es gibt Hufkrankheiten.

Pferde werden üblicherweise im Alter von drei Jahren beschlagen, sofern keine Hufprobleme vorliegen. Bei Hufproblemen wird empfohlen, sie bereits im Alter von anderthalb Jahren zu beschlagen.

Besonderheiten der Winterpferdehaltung

Im Winter ist es ratsam, Pferde in einem Stall zu halten – dieser bietet genügend Platz, ist leichter zu reinigen, und zusätzliche Trennwände zwischen den Abteilen verhindern die Ausbreitung einer Infektion, falls eine auftritt.

Im Winter müssen Pferde viel Zeit im Stall verbringen, daher muss dieser sorgfältig auf die Überwinterung vorbereitet werden:

  • für Wärme und gute Belüftung sorgen;
  • Entfernen Sie alle scharfen Kanten und gefährlichen Gegenstände.

Im Winter ist es besonders wichtig, die Einstreu täglich zu wechseln – altes Heu verursacht Atemwegserkrankungen.

Merkmale der Winterwartung:

  • Bei kaltem Wetter sollte das Pferd mindestens 6 Stunden pro Woche laufen.
  • Wenn es sehr kalt wird, werden die Tiere mit Decken zugedeckt.
  • Das Fell sollte regelmäßig gekämmt werden – das hilft den Tieren, warm zu bleiben.
  • Futter und Wasser werden täglich gewechselt.
  • Heu wird täglich, vorzugsweise auch öfter, nachgefüttert.
Risiken der Winterwartung
  • × Unzureichende Belüftung im Stall im Winter kann zu erhöhter Luftfeuchtigkeit und zur Entwicklung von Atemwegserkrankungen führen.
  • × Die Verwendung von Decken ohne regelmäßige Kontrolle kann dazu führen, dass Ihr Pferd überhitzt oder unterkühlt.

Wenn ein Spaziergang nicht möglich ist, müssen Sie das Pferd auf irgendeine Weise beschäftigen – ihm Aufmerksamkeit schenken, mit ihm spielen, ihm ein Leckerli geben.

Im Winter wird die Ernährung angepasst, um die zum Warmhalten verbrauchte Energie wieder aufzufüllen. Eine Winterernährung sollte unbedingt Folgendes beinhalten:

  • Heu. Es sollte reichlich Futter zur Verfügung stehen – unbegrenzter Zugang. Das Pferd sollte fressen können, wann immer es möchte. Das Futter wärmt und unterhält zugleich. Es empfiehlt sich, etwas Gersten- oder Haferstroh hinzuzufügen.
  • Frisches Gemüse. Rote Bete und Karotten werden täglich verfüttert – sie werden gewaschen und gewürfelt. Die Menge beträgt 5–7 kg pro Tag.
  • Getreide. Sie werden den Körper mit Energie durchfluten und ihn aufwärmen.
  • Vitamine. Im Winter werden dem Futter Fischöl und Hefe beigemischt.

Im Winter sollte ein Pferd mit einem Gewicht von 500 kg – ein durchschnittlich großes Tier – tagsüber Folgendes erhalten:

  • Heu – 10-15 kg;
  • Gemüse – 7 kg;
  • Getreide – 4 kg;
  • Vitamine;
  • dreimal Wasser – 20-40 l.

Pferde benötigen sauberes Trinkwasser mit einer Temperatur zwischen 8 und 15 °C. Da Pferde viel Trockenfutter fressen, ist es ratsam, ihnen jederzeit freien Zugang zu Wasser zu gewähren. Zusätzlich empfiehlt es sich, dem Wasser Mineralstoffe beizumischen, um den Energieverlust auszugleichen.

Manchmal bekommen Pferde den Winterblues:

  • Sie fangen an, an dem Stall zu nagen;
  • mit den Hufen treten;
  • Luft durch den Kehlkopf schlucken.

Das alles liegt an Langeweile und beengten Verhältnissen; das Pferd hat keine Möglichkeit, seine Energie abzubauen. Diese Langeweile kann zu Koliken und Zahnschmerzen führen. So werden Sie die Langeweile los:

  • die Gehzeit verlängern;
  • mehr Heu geben;
  • Bringt besonderes Spielzeug in den Stall;
  • Verbringen Sie mehr Zeit mit dem Tier – streicheln, kämmen, mit ihm reden.

Pferd im Winter

Paarung, Trächtigkeit und Fohlengeburt bei Stuten

Zur Paarung werden gesunde, geschlechtsreife Hengste benötigt. Um Pferde zu züchten, braucht man mindestens zwei Deckhengste. Was Sie über Pferdezucht wissen sollten:

  • Pferde werden im Alter von 1-2 Jahren geschlechtsreif.
  • Um gesunde Nachkommen zu gewährleisten, sollten Stuten unter drei Jahren nicht zur Zucht eingesetzt werden. Manche Stuten erreichen die Geschlechtsreife sogar erst später, mit vier oder fünf Jahren.
  • Traber werden ab einem Alter von drei Jahren zur Zucht eingesetzt. Ein guter Zuchthengst kann 15-16 Jahre lang verwendet werden.
  • Die ideale Paarungszeit ist vom frühen Frühling bis zum Hochsommer.
  • Bei der Auswahl der Eltern sollte man auf deren körperliche Fitness, Alter, Statur und andere Merkmale achten.

Stuten tragen ihren Fötus elf Monate lang. Eine trächtige Stute benötigt besondere Pflege, darunter:

  • Treiben Sie mäßige körperliche Aktivität;
  • Spezielle Nährstoffe, Vitamine und Ballaststoffe werden in die Ernährung aufgenommen;
  • einen Monat vor der Geburt des Fohlens - Tetanusimpfung.

Die Geburt dauert etwa 30–45 Minuten. Sofern keine Komplikationen auftreten, benötigt die Stute keine Hilfe. Dem Fohlen beim Aufstehen zu helfen, ist verboten. Unterstützung ist nur dann erlaubt, wenn das Fohlen das Euter der Stute finden soll. Stute und Fohlen sollten zwei Stunden lang allein gelassen werden – die Mutter kümmert sich um das Fohlen.

Vor der Geburt sollte die Stute mit sauberer Einstreu versorgt werden. Sie können das Tier beobachten, sollten sich aber besser nicht zeigen. Nach der Geburt steht die Stute auf – die Nabelschnur reißt auf natürliche Weise. Die Mutter leckt das Neugeborene ab, um Schleim aus Nüstern und Maul zu entfernen. Sobald es trocken ist, beginnt das Fohlen zu trinken.

Neugeborene werden im ersten Monat ausschließlich mit Milch ernährt. Ab dem zweiten Tag sollte die Nahrung mit geschroteten Haferflocken ergänzt werden, um die Entwicklung zu fördern. Anfangs werden 100 g Haferflocken gegeben, die Menge wird dann schrittweise auf 2 kg erhöht.

Kosten für geplante Wartungsarbeiten

Die Pferdehaltung erfordert beträchtliche Investitionen. Die monatlichen Kosten für die Haltung eines Pferdes zu Hause sind in Tabelle 4 dargestellt.

Tabelle 4

Füttern

Menge pro Monat

Kosten in Rubel

Hafer

90 kg

500

Kleie

Tasche

400

Heu

350 kg

350

Vitaminpräparate

nach Dosierung

etwa 1500

Stroh als Einstreu

nach Bedarf

etwa 3000

Grobe Schätzungen gehen von Kosten zwischen 10.000 und 11.000 Rubel für die Haltung und Fütterung eines Pferdes im Stall aus. Impfungen, Tierarztkosten und Medikamente sind darin noch nicht enthalten.

Bevor Sie sich Pferde anschaffen, sollten Sie nicht nur Ihre finanziellen Möglichkeiten, sondern auch Ihre Fähigkeit zur artgerechten Haltung des Tieres prüfen. Um die Vorteile von Pferden – ihrer Robustheit und Leistungsfähigkeit – voll auszuschöpfen, müssen Sie täglich Zeit, Mühe und Geld in sie investieren.

Häufig gestellte Fragen

Welcher Stallboden eignet sich am besten für trächtige Stuten?

Ist es möglich, Pferde im selben Gebäude wie andere Tiere zu halten?

Wie oft sollte ein Stall im Winter gelüftet werden?

Welche Mindestdeckenhöhe ist für einen Stall für große Hunderassen erforderlich?

Wie organisiert man eine Pferdeweide auf begrenztem Raum?

Welche Antiseptika eignen sich zur Behandlung von Holztrennwänden?

Wie kann man einen Stall vor Nagetieren schützen, ohne die Pferde zu verletzen?

Kann Sägemehl als Einstreu für Pferde mit Allergien verwendet werden?

Welches Gefälle ist für den optimalen Flüssigkeitsablauf im Stallboden erforderlich?

Ist es notwendig, einen Stall im zentralen Russland im Winter zu beheizen?

Wie oft sollte ich die Einstreu wechseln, wenn ich Pferde in einer Box halte?

Welcher Abstand zwischen den Boxen minimiert Konflikte zwischen den Hengsten?

Kann man Sand als Abdeckung für ein Hundeauslaufgebiet verwenden?

Welcher Tränketyp ist vorzuziehen: automatisch oder als Eimer?

Welche Art von Beleuchtung ist in einem Stall erforderlich, um saisonale Depressionen zu verhindern?

Kommentare: 0
Formular ausblenden
Einen Kommentar hinzufügen

Einen Kommentar hinzufügen

Beiträge werden geladen...

Tomaten

Apfelbäume

Himbeere