Pferde galten schon immer als edle Tiere, die vom Menschen gezähmt wurden. Sie sind schön und trainierbar. Wichtig ist jedoch, dass jedes Pferd von Anfang an individuell erzogen werden muss. Es braucht Zeit, eine Bindung zum Tier aufzubauen. Man muss seinen Charakter und seine Gewohnheiten verstehen, bevor man mit dem Training beginnt.
Besonderheiten der Pferdedomestizierung
Optisch unterscheiden sich Pferde verschiedener Rassen in Fellfarbe, Größe, Gewicht, Körperproportionen und anderen physiologischen Merkmalen. Ein weiteres wichtiges Kriterium ist das Temperament. Die Kombination all dieser Merkmale bestimmt, ob ein Pferd für eine bestimmte Aktivität geeignet ist oder nicht.
Die meisten Rassen haben ein sanftes und gutmütiges Wesen. In der Regel handelt es sich dabei um Zuchtbetriebe. Reitpferde und leichten Zugtieren. Mit anderen Worten, sie sind das Ergebnis von Kreuzungen verschiedener Rassen. Laut Züchtern sind die phlegmatischen Pferde schwere ZugrassenSie wurden ursprünglich gezüchtet, um den Menschen zu helfen, daher sind sie am einfachsten zu zähmen.
Wie kann man Kontakt zu einem Tier aufnehmen?
Die Grenze zwischen Loyalität und Scheu vor Menschen ist bei Pferden anfangs fließend. Trotz ihrer unglaublichen körperlichen Stärke sind auch Huftiere psychisch sehr sensibel. Daher ist es unerlässlich, dass man ihnen mit vollem Verständnis und Feingefühl begegnet. Freundlichkeit ist besonders in den ersten Tagen der Begegnung mit dem Tier von größter Wichtigkeit. Aggression und der Einsatz einer Peitsche sind absolut tabu.
- ✓ Stimmgebrauch: Pferde reagieren besser auf tiefe, ruhige Töne.
- ✓ Die Bedeutung des ersten Kontakts: Die ersten Minuten der Interaktion sollten so positiv wie möglich verlaufen, ohne plötzliche Bewegungen.
Hier sind einige Tipps, die Ihnen helfen, eine gute Beziehung zu Ihrem Pferd aufzubauen:
- Pferde reagieren nachweislich sehr sensibel auf menschliche Emotionen. Vermeiden Sie daher Anzeichen von Angst, Gereiztheit und Zögern.
- Widmen Sie Ihrem Haustier möglichst viel Zeit. Füttern und Fellpflege tragen zum Vertrauensaufbau bei.
- Zeigen Sie sofort Ihre Führungsqualitäten. Doch den Willen eines Pferdes zu brechen, erfordert äußerste Feinfühligkeit.
- Das Streicheln der Mähne und des Gesichts des Pferdes kann ebenfalls positive Gefühle hervorrufen. Zeigen Sie ihm Ihre Liebe und Fürsorge.
- Fremde Gerüche wie Alkohol und Zigaretten schrecken das Tier ab und können sogar Irritationen und Misstrauen hervorrufen.
Wie trainiert man ein Pferd an die Verwendung von Zaumzeug?
Das Zähmen eines Paarhufers erfordert Geduld, sowohl vom Tier als auch vom Reiter. Das Pferd kann anfangs Unbehagen empfinden, daher sind Verständnis und Feingefühl unerlässlich. Es gibt eine Methode, das Tier schrittweise an das Zaumzeug zu gewöhnen. Im Folgenden einige wichtige Punkte:
- Legen Sie das Zaumzeug noch im Stall an. Achten Sie darauf, dass alle Teile fest sitzen. Lassen Sie das Pferd 5–15 Minuten, nicht länger, im Stall. Entfernen Sie dann das Zaumzeug, auch wenn das Tier keine negative Reaktion zeigt. Wiederholen Sie den Vorgang am nächsten Tag und lassen Sie das Pferd diesmal 20 Minuten im Stall. Und so weiter.
- Nach ein paar Tagen können Sie mit Spaziergängen beginnen und das Pferd am Zügel führen. Wiederholen Sie diesen Vorgang über mehrere Tage, um zu vermeiden, dass das Tier durch neue Unannehmlichkeiten gestresst wird.
- Erst nach mehreren Wochen regelmäßigen Trainings im Geschirr sollten Sie mit kurzen Reiteinheiten beginnen.
Das folgende Video zeigt, wie man einem Pferd den Umgang mit Zaumzeug beibringt:
Durchführung von Schulungen
Aufstiegshilfen, spezielle Stufen, sind besonders für Anfänger beim ersten Aufsteigen hilfreich. Sie tragen außerdem dazu bei, die Belastung für das Pferd zu minimieren. Anfangs benötigen Sie eine zweite Person, die die Schnauze des Pferdes stützt. Sobald Ihr Fuß im Steigbügel steht, schwingen Sie einfach Ihr anderes Bein darüber und stellen es in den anderen Steigbügel. Achten Sie darauf, dass Ihre Knie den Pferdekörper leicht stützen, aber überanstrengen Sie sich nicht. Ihre Fersen sollten nach unten und Ihre Zehen nach oben zeigen.
- ✓ Überwachung der Atmung des Pferdes während des Trainings, um Überanstrengung zu vermeiden.
- ✓ Ausschließlich positive Verstärkung zur Verstärkung des gewünschten Verhaltens.
Der Ausbildungsprozess ist in mehrere wichtige Phasen unterteilt, die nicht ignoriert werden sollten:
- Die Vorbereitung umfasst Vorgänge wie Reinigen und Satteln. Zudem können verschiedene Übungen durchgeführt werden, um die Muskulatur des Tieres zu aktivieren.
- Eine sanfte Dehnung dient der Verletzungsprävention. Mit einem Stück Karotte kann man das Pferd dazu animieren, den Kopf zu heben und zu senken.
- Grundausbildung. Beginnt, sobald das Tier aufmerksam ist.
- Abkühlung mit kühlem Wasser. Bei intensiver körperlicher Anstrengung produzieren Huftiere viel Wärme. Dies belastet ihren Körper erheblich. Um dem Pferd Linderung zu verschaffen und die Atmung zu erleichtern, empfiehlt es sich, es nach dem Training mit kühlem Wasser abzukühlen.
Wie zügelt man ein Pferd richtig?
Das Zügeln eines Pferdes ist der Vorgang des Rückwärtsgehens. Es ist eine recht schwierige Technik, die selbst für erfahrene Reiter manchmal eine Herausforderung darstellt. Sie ist jedoch durchaus erlernbar:
- Nehmen Sie eine Position ein, die einer Vorwärtsbewegung entspricht.
- Mit dem Oberkörper nach vorn gerichtet, drücken Sie mit den Seiten Ihrer Schienbeine fest auf den Oberkörper des Pferdes.
- Wenn sich das Tier vorwärts bewegt, ziehen Sie an den Zügeln, um das Pferd anzuhalten und es zur Bewegung in die entgegengesetzte Richtung zu zwingen.
Ein guter Reiter kennt die Schwächen seines Pferdes. Hat das Tier beispielsweise einen schwachen Rücken, muss es sehr sanft geführt werden. Es genügt, sich leicht nach vorne zu lehnen und den Oberkörper des Pferdes mit den Beinen zu stützen.
Eine der Reithilfen ist die Gerte. Die Meinungen darüber, wie oft sie eingesetzt werden sollte, gehen auseinander. Wichtig ist vor allem, wie das Pferd darauf reagiert. Übermäßiger Gebrauch kann dazu führen, dass das Tier aggressiv und misstrauisch wird. In den meisten Fällen wird die Gerte nicht mehr benötigt, sobald das Pferd gut auf Kommandos reagiert.
Ein Video, das zeigt, wie man ein Pferd richtig zügelt und wie man eine Peitsche benutzt:
Über Belohnungen und Bestrafungen
Der Erfolg der Erziehung eines wohlerzogenen Huftiers hängt maßgeblich von seinem Verständnis von richtig und falsch ab. Daher müssen positive Eigenschaften wie Fleiß, Konzentration usw. belohnt werden. Ungehorsames Verhalten hingegen muss umgehend unterbunden werden.
Verbaler Lob ist ein hervorragender Anreiz für ein Pferd, sich auf eine bestimmte Weise zu verhalten. Achten Sie besonders auf Ihren Tonfall. Leckerlis jeglicher Art helfen ebenfalls, das Verhalten zu korrigieren. Bestrafung erfolgt durch zusätzliche Arbeit. Wenn das Pferd versteht, dass das Nichterfüllen einer Aufgabe zwei zusätzliche Aufgaben nach sich zieht, ist es kooperativer.
Beißen ist ein häufiges Anzeichen für unberechenbares Verhalten bei Pferden. Ein sanfter Klaps auf die Schnauze kann helfen, dem Tier diese Angewohnheit abzugewöhnen.
Wenn Sie sich entschieden haben, ein Pferd zu zähmen, und insbesondere, wenn Sie damit noch keine Erfahrung haben, sollten Sie die in diesem Artikel beschriebenen Regeln und Richtlinien beachten. Die Einhaltung dieser Richtlinien wird Ihnen helfen, das Vertrauen des Tieres zu gewinnen und die gewünschten Ergebnisse zu erzielen.

