Heutzutage gibt es vielfältige Möglichkeiten, einen Pferdestall zu bauen. Man kann eine Fertigkonstruktion kaufen, ein schlüsselfertiges Projekt in Auftrag geben, ein Bauunternehmen beauftragen oder selbst bauen. Die kostengünstigste Option ist der Selbstbau.

Vorbereitungen für den Bau eines Stalls
In jedem dieser Fälle ist es wichtig, den Zweck und die Größe des Pferdezuchtbetriebs zu berücksichtigen. Ein kleines Gebäude reicht für die Unterbringung mehrerer Tiere des Betriebs völlig aus, aber es ist auch möglich, ein größeres Gebäude zu errichten. Pferde halten Und in einem Stall zusammen mit dem restlichen Vieh und den kleinen Wiederkäuern. Sportpferde, Zuchtpferde oder Pferde, die für die Massenschlachtung aufgezogen werden, benötigen geräumige, komfortable Ställe.
Vor Baubeginn sollte ein Kostenvoranschlag auf Basis des Stallbauplans und der Material- und Lohnkosten erstellt werden. Dies vermeidet unnötige Nacharbeiten und Mehrkosten während der Bauphase und zeigt den gesamten benötigten Finanz- und Arbeitsaufwand transparent auf. Die Beratung durch Fachleute und die Lektüre umfangreicher Fachliteratur sind ebenfalls hilfreich.
Auswahl eines Standorts
Bei der Wahl des Standorts für den Bau eines Pferdestalls sollte sorgfältig vorgegangen werden. Ein ebener oder leicht hügeliger Standort ist vorzuziehen. Ein tiefliegender Standort bietet zwar Schutz vor Wind, führt aber dazu, dass der Stall feucht wird. Zu hohe Luftfeuchtigkeit schädigt die Hufe der Pferde.
- ✓ Das Gelände muss durch natürliche oder künstliche Barrieren vor den vorherrschenden Winden geschützt werden.
- ✓ Um Feuchtigkeit zu vermeiden, sollte der Grundwasserspiegel mindestens 1,5 Meter unter der Oberfläche liegen.
Befindet sich der Standort an einem Hang, fließt das Wasser zwar schnell ab, doch die Windanfälligkeit stellt eine Schwachstelle dar. Ständiger Zug ist schädlich für Tiere. Da dies unvermeidbar ist, empfiehlt es sich, natürliche Baumhecken anzulegen, sogenannte Windschutzstreifen.
Auswahl von Baumaterialien
Wählen Sie die Materialien für Ihren Pferdestall sorgfältig aus. Ziegel und Holz sind besonders beliebte Materialien für den Bau von langlebigen, warmen und trockenen Ställen. Alternativ können Lehmziegel, Schüttgutmischungen und Dämmstoffe für die Rahmenkonstruktion verwendet werden.
Verzichten Sie auf Stein- oder Betonblöcke. Solche Konstruktionen bieten nicht das notwendige Mikroklima für Tiere und können es auch nicht aufrechterhalten. Lehmbauten sind zwar warm, aber nicht langlebig.
Ziegel
Das beliebteste Baumaterial, das viele positive Eigenschaften besitzt:
- Gebäude werden so errichtet, dass sie Jahrhunderte überdauern, unabhängig von den Einflüssen der Umwelt;
- minimaler Wärmeverlust, keine Feuchtigkeitsansammlung;
- Die Wandstärke sollte im Klima Zentralrusslands mindestens zwei Ziegel betragen.
Ein wesentlicher Nachteil dieser Art von Baumaterial sind die hohen Baukosten und die geringe Baugeschwindigkeit.
Baum
Holzbauten wirken ansehnlicher. Die Verarbeitung dieses Materials ist einfach, und der Bau geht schnell vonstatten. Holzkonstruktionen speichern Wärme gut und sind luftdurchlässig. Tiere fühlen sich in diesen Ställen wohl. Verwenden Sie beim Bau eines Holzbaus Stämme oder Balken mit einem Durchmesser von mindestens 20 cm und verkleiden Sie diese mit Schindeln.
Die Verwendung von Holz im Bauwesen hat ihre Nachteile:
- Die Lebensdauer des Stalls ist kurz. Holz ist anfällig für Abnutzung durch physische Einwirkung.
- Das Gebäude birgt ein hohes Brandrisiko.
- Pilze, holzbohrende Käfer und andere Insekten können ein Gebäude innerhalb kurzer Zeit so stark beschädigen, dass es unbewohnbar wird. Dieses Problem lässt sich teilweise durch Holzimprägnierungen und -behandlungen beheben. Allerdings verursachen diese zusätzliche Betriebskosten.
Rahmen- und Fülldesign
Diese Bauweise zeichnet sich durch die niedrigsten Kosten aus. Das Tragwerk besteht aus Holz oder Metall. Es werden Doppelwände errichtet, und die Hohlräume werden mit einer Mischung aus Sägemehl und Blähton, Mineralwolle und anderen Dämmstoffen gefüllt.
Wenn zwischen den Fugenmaterialien der Wände Lücken vorhanden sind, dringt loses Füllmaterial hindurch. Dadurch entstehen Lufteinschlüsse im Inneren, die Nagetieren und Schädlingen Unterschlupf bieten. Zudem verringern diese Hohlräume die Wärmedämmung des Stalls. Wärmeverlust, Kondensation und Feuchtigkeit sind in diesem Fall unvermeidlich.
Bau von Ställen
Die Größe des Stalls und seiner Räume hängt von der Anzahl der Pferde und dem Zuchtzweck ab. So benötigen beispielsweise Sporthengste große Paddocks, während für Zuchtpferde eine Abferkelbox für Sauen und Boxen für Fohlen unerlässlich sind. Die grundlegende Raumausstattung bleibt jedoch konstant.
Tagebuch
Ein separater, freilaufender Bereich für ein Pferd wird als Box bezeichnet. Für deren Gestaltung gelten bestimmte Bedingungen:
- Die Standfläche beträgt mindestens 9 m². Die Deckenhöhe beträgt 2,5 m.
- Beleuchtung in jedem Stall. Die Lampe sollte außerhalb der Reichweite des Tieres angebracht sein.
- Trennwände zwischen den Boxen. Es ist möglich, einen kleinen Spalt darin zu lassen, um zu verhindern, dass ein Pferd mit dem Huf durchkommt.
- Die Holztrennwand sollte mindestens 3 cm dick sein. Andernfalls wird das Tier sie mit einer unachtsamen Bewegung zerbrechen.
- ✓ Der Stallboden sollte ein Gefälle von 1-2% aufweisen, um den Abfluss von Flüssigkeiten zu ermöglichen.
- ✓ Die Trennwände zwischen den Ständen müssen mindestens 1,5 m hoch sein, um Verletzungen zu vermeiden.
Stände
Jedes Pferd benötigt eine eigene Box, in der es mit dem Kopf zur Wand steht. Es ist mit einem mittellangen Zügel angebunden. Um die Bewegungsfreiheit einzuschränken, wird in der Box ein Fesselriemen aus Kunststoff oder ein Riemen am Hinterteil, einschließlich der Beine, angelegt.
Boxen werden zu Trainingszwecken, zur Disziplinierung von Tieren sowie beim Zähmen und Trainieren eingesetzt. Sie tragen außerdem zur Entwicklung von Aufmerksamkeit und Beobachtungsgabe bei.
Passagen
Die Breite des Stallgangs hängt von der Größe des Gebäudes und der Anzahl der darin untergebrachten Pferde ab. Üblicherweise werden 3 Meter Durchfahrtsbreite eingeplant, um das Umsetzen der Tiere in die Boxen oder den Stall sowie das Ausführen ins Freie zu erleichtern. Zusätzlich muss ausreichend Platz für die Durchfahrt von Fütterwagen und Kleintraktoren zum Füttern und Reinigen vorhanden sein.
Nebenräume
Neben den Haupträumen, in denen die Pferde untergebracht sind, muss der Stall mit folgenden Räumen ausgestattet sein:
- Achterabteil.Der Raum dient der Vorbereitung und Zubereitung der täglichen Tierrationen und sollte daher trocken, hell und sauber sein. Er sollte sich möglichst nah an den Ställen befinden.
- HeulagerungEs soll sich neben dem Futterraum befinden. Da hier allgemeine Heuvorräte gelagert werden, müssen Brandschutzmaßnahmen getroffen werden.
- Ein Raum zur Aufbewahrung von Arbeitsgeräten.Die gesamte Ausrüstung für die Tierpflege sollte in einem Raum aufbewahrt werden.
- Gurtraum.Hier werden sämtliche Tierbedarfsartikel gelagert, ebenso wie Kühlschränke mit Medikamenten, Waschmaschinen usw.
- Hygienebox. Dazu gehören ein Untersuchungsraum für Tierärzte, eine Pferdedusche und ein Solarium.
- Aufbewahrung für Bettzeug.Die Zimmergröße beträgt mindestens 4 Quadratmeter. Trockenes, sauberes Zimmer mit geringer Luftfeuchtigkeit.
- Paddock für Schrittpferde. Die Größe hängt von der Anzahl der Tiere im Stall ab. Der Boden im Stall besteht aus speziellem Gummi oder ist mit Sägemehl bedeckt.
- Standort des Feuerschutzschildes.
Konstruktion und Messungen
Mit einer guten Planung verläuft der Bau reibungslos und ohne Probleme. Daher nehmen Vorbereitung, Berechnungen, Messungen und die Materialauswahl viel Zeit in Anspruch. Es ist jedoch besser, Fehler in der Planung zu korrigieren, als später den Bauprozess nachbessern zu müssen.
Stiftung
Vor dem Bau des Fundaments ist eine sorgfältige Vorbereitung des Baugrunds unerlässlich. Dieser wird von jeglicher Vegetation befreit, Bäume werden so weit wie möglich entwurzelt und die oberste Bodenschicht abgetragen.
Wenn Sie einen gemauerten Stall bauen möchten, benötigen Sie ein Streifenfundament aus Beton. Darüber wird eine wasserdichte Schicht aufgetragen, um die Wände vor Feuchtigkeit zu schützen. Bei anderen Bauweisen wird ein Kiesbett angelegt und ein Pfeilerfundament errichtet. Eckstützen werden angebracht, und von diesen aus werden mithilfe einer Schlagschnur oder Wasserwaage gleichmäßige Pfeilerreihen gebildet. Die Anzahl der Pfeiler hängt von der Größe des geplanten Gebäudes ab.
Auf dem Fundament wird eine Schutzschicht aufgebracht. Pressholzpaneele verhindern, dass Nagetiere und andere unerwünschte Besucher in den Stall gelangen.
Errichtung des Rahmens
Beim Bau eines Ziegelbaus ist ein Holzgerüst nicht notwendig. In anderen Fällen ist es unerlässlich. Bei solchen Projekten sollte man nicht an den Baumaterialien sparen. Das Holz muss von höchster Qualität sein, da die Lebensdauer des gesamten Stalls davon abhängt.
Das 3–3,5 m hohe Holzgerüst wird mit Diagonalstreben für zusätzliche Stabilität und Festigkeit gefertigt. Studieren Sie vor der Montage unbedingt den Konstruktionsplan, um unnötige Rückfragen und zeitaufwändige Probleme zu vermeiden. Berücksichtigen Sie bei der Montage die Position der Fenster- und Türöffnungen.
Mauern
Der erste Schritt beim Mauerbau ist die Bestimmung der Wandstärke. Diese hängt direkt vom regionalen Klima ab. Je niedriger die Wintertemperaturen, desto dicker müssen die stabilen Wände sein. Eine 25 cm dicke Wand erhält das Mikroklima selbst bei strengstem Frost. Die Mindestwandstärke beträgt 10 cm.
Beim Aufbau von Holzwänden empfiehlt es sich, verschiedene Befestigungsmittel zu verwenden und den Abstand zwischen ihnen gleichmäßig zu halten. Dies erhöht die Stabilität. Es empfiehlt sich, eine Abdichtung zwischen Fundament und Wand anzubringen.
Verwenden Sie Holztrennwände, um den Stallbereich in Boxen zu unterteilen. Diese können deckenhoch montiert werden, mit Fensteröffnungen an beiden Seiten und Gittereinsätzen. Alternativ können Sie auch hölzerne Trennwände mit einer Höhe von 1,3 m bis 15 m errichten.
Bitte beachten Sie, dass jedes Tier eine Mindestboxgröße von 3x4 m benötigt. Eine Fläche von 4x5 m gilt als optimal.
Dach
Um Tiere vor Unwetter und Niederschlag zu schützen und die Wärme im Gebäude zu halten, ist ein zuverlässiges Dach erforderlich. Am beliebtesten sind Sattel- und Giebeldächer mit Entwässerungssystem. Die erste Variante ist die kostengünstigste, da sie nur wenig Material benötigt. Auf Holzbalken wird eine Dampfsperre verlegt, anschließend wird das Dach mit Schiefer, Metallprofilen oder anderen Materialien gedeckt.
Der Bau eines Satteldachs erfordert zwar mehr Baumaterial, bietet aber den Vorteil, dass der Dachboden vielseitig genutzt werden kann. Er eignet sich zur Lagerung von Heu, Stroh, Vorräten oder anderen Materialien.
Verkleiden Sie die Decke mit mindestens 5 cm dicken Brettern und dämmen Sie diese mit Blähton oder Mineralwolle. Dadurch wird die Wärme im Raum zusätzlich gespeichert.
Bodenverlegung
Beim Bau von Ställen werden zwei Bodenbelagsarten verwendet:
- Ton. Aufgrund seiner relativ weichen Beschaffenheit ist der Bodenbelag angenehm für Pferdehufe. Er ist kostengünstig in der Herstellung, und Reparaturen und Ausbesserungen lassen sich ohne großen Zeit- und Arbeitsaufwand selbst durchführen. Mistabflussrinnen können leicht angelegt werden. Allerdings neigt dieser Bodenbelag dazu, Feuchtigkeit gut aufzunehmen. Um Keime aus Pferdekot zu entfernen, muss der Boden gründlich gereinigt werden. Dies ist in diesem Fall nicht möglich.
- Beton. Der Betonboden ist leicht zu reinigen und nimmt keine flüssigen Tierausscheidungen auf. In den Boxen wird er leicht geneigt gegossen, damit Flüssigkeiten in die Abflusslöcher hinter der Box und aus dem Stall ablaufen können. Der größte Nachteil von Betonböden ist ihre Härte und geringe Wärmeleitfähigkeit. Daher empfiehlt es sich, eine Schicht Dielen darüber zu verlegen. Dies schützt die Hufe der Pferde und verhindert, dass sie auf der kalten Oberfläche erfrieren.
- Aus Holz.Diese Art von Bodenbelag wird häufig beim Bau von Fachwerkställen verwendet. Für die Verlegung wird eine Grube ausgehoben, die anschließend mit grobem Schotter verfüllt wird. Unter dem Boden darf kein Luftpolster verbleiben, da dies die Stabilität der Konstruktion beeinträchtigen würde. Zur Entwässerung wird umlaufend ein mindestens einen halben Meter tiefer Entwässerungsgraben angelegt. Dieser Bodenbelag muss aufgrund von Abnutzung und Materialermüdung regelmäßig erneuert werden.
Fenster und Türen
Die optimale Türbreite beträgt 1,5 m. Sofern die Stallgröße es zulässt, sind Drehtüren mit Scharnieren die beste Wahl. Sie bieten einen besseren Schutz vor Tierangriffen. Andernfalls müssen Schiebetüren verwendet werden. Sie sind platzsparend, aber weniger zuverlässig. Unter den verschiedenen Schloss- und Verriegelungsoptionen ist der Standard-Riegel die bevorzugte Wahl.
Die für Fensteröffnungen vorgesehene Fläche berechnet sich aus 1/8 der Gesamtfläche der Rahmenwände bzw. 1/15 der Bodenfläche. Die Standardfenstergröße beträgt 50 cm × 70 cm. Sie werden in einer Höhe von mindestens 1,5 m und höchstens 2 m über dem Boden angebracht. Um übermäßige Sonneneinstrahlung zu vermeiden und die Sicherheit zu gewährleisten, empfiehlt sich die Anbringung von Fensterläden. Geöffnete Fenster müssen mit Moskitonetzen versehen werden, um die Pferde vor Insekten zu schützen.
Gestaltung der Kommunikation
Ein wichtiger Bestandteil der Planungsphase ist die Berücksichtigung verschiedener Versorgungssysteme. Überstürzen Sie nichts und ziehen Sie Fachleute zu Rate, da das Wohlbefinden der Tiere von dieser Arbeit abhängt.
Strom
Pferde benötigen mindestens acht Stunden Tageslicht, daher ist im Winter und bei schlechtem Wetter zusätzliche elektrische Beleuchtung erforderlich. Auch die künstliche Belüftung und andere automatisierte Systeme, einschließlich Kühlschränke, werden elektrisch betrieben.
Alle Glühbirnen sollten in geschlossenen Lampenschirmen angebracht sein, um zu verhindern, dass Pferde durch Glassplitter verletzt werden. Darüber hinaus empfiehlt es sich, alle Lampen und andere elektrische Installationen mit Metallgittern zu versehen, um Beschädigungen durch Tiere zu vermeiden.
Die Verkabelung sollte unter Kabelkanälen verborgen sein, und die Schalter sollten an einem für Pferde unzugänglichen Ort angebracht werden.
Belüftung
Die Belüftung ist ein System, das den Gasaustausch in einem stabilen Raum optimiert und für eine ausreichende Luftfeuchtigkeit und Sauerstoffzufuhr sorgt.
Die natürliche Luftzirkulation erfolgt durch Lüftungsschächte unter der Decke und geöffnete Fenster. Für große Ställe wird jedoch eine mechanische Belüftung empfohlen. Pro zwölf Pferde sollte ein Lüftungsrohr vorhanden sein.
Lassen Sie keine Lücken unter der Decke für die Belüftung. Dies führt zu ständiger Zugluft und Krankheiten bei den Tieren.
Bei der mechanischen Belüftung erzeugen Ventilatoren einen Luftstrom. Sie müssen mit möglichst geringem Geräuschpegel arbeiten, um die Tiere nicht zu stören und eine ruhige Umgebung im Stall zu gewährleisten.
Wasserversorgung und Heizung
Ein Wasseranschluss im Stall ist zwar wünschenswert, aber nicht unbedingt notwendig. Wasser kann auch von außen herbeigeschafft werden, was jedoch deutlich mehr Zeit und Aufwand bedeutet. Bei einem Wasseranschluss im Stallbereich lassen sich automatische Tränken installieren, was die Reinigung erleichtert. Mit einem Gartenschlauch können alle Verunreinigungen weggespült werden.
An den kältesten Wintertagen sollte die Lufttemperatur im Stall nicht unter 6–8 °C fallen. Pferde regulieren ihre Temperatur normalerweise selbst durch Atmung und Körperwärme. Befindet sich der Stall in einem kalten Klima, ist eine Heizung unerlässlich. Für einen großen Stall ist ein Heizkessel die optimale Lösung, während für einen kleineren Stall eine elektrische oder andere Heizung ausreicht.
Innenaufteilung des Stalls
Die Stallinnenräume sollten so gestaltet sein, dass sich die Pferde dort wohlfühlen und die Reinigungsarbeiten und andere Arbeiten bequem von den Menschen durchgeführt werden können.
Futter- und Tränkebehälter
Futtertröge gibt es fertig zu kaufen oder selbst zu bauen. Wichtig ist vor allem, dass sie für die Tiere bequem zu bedienen und für den Besitzer leicht zu befüllen sind. Oft hängen sie an der Wand, maximal einen Meter über dem Boden, und haben eine Klappe darüber, durch die man Futter nachfüllen kann, ohne den Stall betreten zu müssen.
Pferdefutter darf niemals auf den Boden verschüttet werden. Es besteht ein hohes Risiko, sich mit Tetanus oder Würmern anzustecken.
Automatische Tränken erleichtern die Pferdepflege; ansonsten empfiehlt es sich, spezielle Behälter aufzustellen, da ein Tier bis zu 50 Liter Wasser pro Tag benötigt.
Trinknäpfe und Futtertröge müssen regelmäßig gereinigt und mit Desinfektionslösungen gewaschen werden.
Box und Einstreu
Die Box sollte komfortabel und sicher sein. Ihre Größe variiert je nach Pferderasse. Sie sollte mindestens 2,5 Meter hoch sein. Die Wände sollten vorzugsweise aus Holz oder Metallstäben bestehen, damit die Tiere einander sehen können.
Sägemehl, Stroh oder Torf eignen sich als Einstreu. Wechseln Sie diese alle paar Tage und reinigen Sie dabei gründlich alle Ecken. Eine 50 cm dicke Einstreuschicht sollte alle ein bis zwei Monate erneuert werden.
Sehen Sie sich das Video an, um am Beispiel eines Gestüts zu erfahren, wie ein Stall eingerichtet wird:
Bau eines Sommerstalls und Isolierung
Ein Sommerpferdestall muss nicht angemeldet werden, da es sich nicht um ein dauerhaftes Gebäude handelt. Er ist einfacher zu errichten und unterliegt keinen besonderen Auflagen.
Die gebräuchlichste Methode zum Bau eines Sommerstalls ist die Fachwerkbauweise. Mithilfe von Holz, Brettern, Befestigungsmitteln und einer Wasserwaage werden das Fachwerk und das Skelett des Gebäudes zusammengebaut.
Die Wände werden aus Holz errichtet und isoliert. Ein Holzfußboden wird verlegt. Fenster und Türen werden in die Öffnungen eingesetzt.
Beim Verlegen der Decken- und Dachbalken ist auf das Gefälle zu achten, um die Entwässerung zu gewährleisten. Die Balken werden mit Brettern unterlegt, darauf wird eine Dämmschicht verlegt und eine spezielle Folie befestigt. Anschließend wird Sperrholz mit feuchtigkeitsabweisender Beschichtung aufgenagelt. Zum Schluss wird das Schieferdach gedeckt.
Ausbau und Isolierung
Für den Ausbau eines Sommerstalls eignen sich alle Arten von Brettern und Hölzern. Dazu gehören beispielsweise OSB-Platten, Spanplatten, Faserplatten, Sperrholz oder hochwertiges Bauholz. Die Wahl hängt vom Preis und dem Verwendungszweck ab.
Man kann einen Raum mit Mineralwolle, Penoplex, Polystyrolschaum, Ökowolle und anderen Materialien dämmen. Der Markt für Baumaterialien bietet eine große Auswahl.
Levada
Die Koppel ist für tägliche Spaziergänge an der frischen Luft sowie für Bewegung und Training konzipiert. Beim Bau wurden ausschließlich unbedenkliche Materialien verwendet, wobei Holz bevorzugt wurde.
Es ist verboten, Stacheldraht oder elektrischen Strom zum Einzäunen der Koppel zu verwenden.
Der Zaun um die Koppel sollte mindestens 1,5 Meter hoch sein und alle 1,5 bis 2 Meter Pfosten haben. Die Torschlösser sollten sicher, aber leicht zu bedienen sein. Idealerweise ist die Koppel mit Gummifliesen oder einem speziellen Belag ausgelegt.
Der Bau eines Stalls ist für Pferdezüchter unerlässlich. Die Wahl der Baumaterialien und die Gestaltung werden bereits in der Planungsphase besprochen. Eine gute Planung ist der Schlüssel zum Erfolg. Eine durchdachte Anlage gewährleistet, dass die Tiere sich wohlfühlen und sicher sind.





















Oksana, bitte schreib nicht mehr über den Bau von Ställen. Das ist nicht dein Ding... Mit freundlichen Grüßen.