Die Klauen von Kühen müssen regelmäßig geschnitten werden, um Fehlbildungen und die Entstehung verschiedener Erkrankungen, einschließlich Infektionskrankheiten der Epidermis und Dermis, zu verhindern. Bei Kühen in Anbindehaltung sollten die Klauen mindestens dreimal jährlich geschnitten werden. In Laufstallhaltung kann diese Frequenz auf zweimal jährlich reduziert werden. Warum das Klauenschneiden wichtig ist und wie es durchgeführt wird, wird im Folgenden erläutert.
Anatomische und physiologische Merkmale der Hufe
Der Huf ist eine Hornschicht, die wie menschliche Fingernägel wächst. Er besteht aus zwei Zehen, den sogenannten Phalangen der dritten und vierten Zehe. Diese liegen einander gegenüber und sind an ihrem distalen Ende durch einen kleinen Spalt getrennt. Am Hufansatz (dem Kronrand) befindet sich ein Hufbogen und eine gemeinsame Hautscheide.
An der 5. und 2. Zehe bilden sich zusätzliche Hufe, die jedoch nur rudimentäre Organe sind, weshalb Kühe sie nicht benötigen.
Der anatomische Aufbau der Hufe ist wie folgt:
- verhorntes Hautepithel;
- oberflächliche Bindegewebsmembran;
- tiefe Faszie;
- Blut- und Lymphgefäße;
- Nervenenden;
- Sehnen;
- Skelettapparat.
Insgesamt sind Hufe recht komplex, da sie eine Vielzahl von motorischen Funktionen erfüllen können. Beispielsweise kann ein Tier durch das Zusammenspiel von Sehnen und Gelenken seine Hufe beugen, strecken und drehen. Daher ist die Hufgesundheit entscheidend für die Bewegung und Aktivität eines Tieres!
Die Hornschicht sollte sich durch die natürliche Bewegung von Kühen abnutzen. Moderne Tierhaltungsmethoden schränken jedoch ihre Bewegungsfreiheit ein, sodass sich ihre Hufe nicht abnutzen und ein Beschneiden notwendig wird.
Warum ist das Beschneiden notwendig?
Dieses Verfahren sollte keinesfalls vernachlässigt werden, da es eine Reihe negativer Folgen verhindern kann. Dazu gehören:
- HufverletzungWenn Tiere auf der Weide grasen, bewegen sie sich viel, wodurch die abgestorbene, harte Epidermis auf natürliche Weise abgetragen wird. Die Hornschicht (Stratum corneum) wächst ständig (etwa 7–8 mm pro Monat) und ersetzt die abgetragene Schicht. Werden die Tiere im Stall gehalten und bewegen sie sich wenig, wächst die Hornschicht deutlich schneller, als sie sich abnutzt. Ihre intensivste Wachstumsphase findet typischerweise im Herbst und Winter statt. Dies führt zu Rissen, Verbiegungen und Verformungen der Hufe.
Gefährliche Mikroorganismen können in die entstehenden Wunden eindringen und Entzündungen und Fäulnis verursachen.
- Verstauchung des BandapparatesWird die verhornte Schicht über einen längeren Zeitraum nicht entfernt, dehnt sich der Bandapparat stark aus, wodurch die Tiere anfälliger als üblich werden. HufkrankheitenDie Korrektur des Zustands wird jedoch sehr schwierig sein, da der Bandapparat praktisch nicht mehr zu retten ist.
- LahmheitSchäden an Hufhorn und Huf durch unsachgemäße Hufpflege führen zu verschiedenen Erkrankungen, die Lahmheit bei Pferden verursachen. Zu diesen Erkrankungen gehören:
- Fußgeschwür;
- Moderhinke;
- digitale Dermatitis;
- Weißlinienkrankheit.
- InfektionWenn das Hufhorn wächst, verlagert sich das Gewicht der Kuh von den Zehen auf die Sohle. Dadurch wächst die Hornschicht und bildet eine Ausbuchtung an der Fußsohle. Dies wiederum führt zu Pododermatitis (Entzündung der darunterliegenden Haut) und zu Verletzungen des Hufgewebes, was Infektionen nach sich ziehen kann. Aufgrund von Infektionen können bei Kühen folgende Erkrankungen auftreten:
- Dermatitis der Finger;
- Moderhinke.
- Verringerte ProduktivitätDie Kuh, die ihr gesamtes Gewicht auf unbeschnittenen Klauen trägt, leidet unter Schmerzen. Sie frisst schlecht und humpelt leicht. All dies beeinträchtigt die Milchproduktion. Oft sinkt sie um ein Viertel, in schweren Fällen kann die Kuh die Milchproduktion jedoch ganz einstellen.
Wenn man die Klauen also rechtzeitig beschneidet, kann man verschiedene Kuhkrankheiten vollständig beseitigen und folgende Ziele erreichen:
- den Zustand der Herde verbessern;
- Steigerung der Milchleistung;
- den Kühen eine einfache Bewegungsfreiheit gewährleisten.
Wem kann ich das Beschneiden anvertrauen?
Diese Arbeit sollte nur einem gut ausgebildeten Spezialisten anvertraut werden, da Tiere ohne das entsprechende Wissen leicht verletzt werden können, was letztendlich zu einer Verringerung ihrer Milchleistung führt.
Wenn Ihnen also die nötige Erfahrung fehlt, sollten Sie ein professionelles Team beauftragen. Dieses kommt mit der gesamten benötigten Ausrüstung, sodass Sie nichts anschaffen müssen. An einem einzigen Tag kann das Team die Klauen von 80 Kühen beschneiden und eine Reihe weiterer Hilfsarbeiten durchführen, darunter auch die Behandlung der Klauen zur Krankheitsdiagnose.
Spezielle Arbeitskräfte können einmal pro Saison eingeladen werden.
Im folgenden Video können Sie sehen, wie ein Profi Hufe beschneidet:
Hufpflegeregeln
Dieses Verfahren ist für die Gesundheit und Produktivität der Kühe von größter Bedeutung, daher müssen bei seiner Durchführung eine Reihe von Regeln beachtet werden:
- Die optimale Anzahl der Klauenpflegemaßnahmen hängt von den Haltungsbedingungen der Rinder ab. Werden die Kühe im Stall gehalten und bewegen sie sich selten, sollte die Maßnahme mindestens dreimal jährlich durchgeführt werden. Werden die Kühe auf die Weide getrieben, kann sie zweimal jährlich – im Frühjahr und Herbst – erfolgen.
- Bei Knickbildungen oder Verletzungen sollte das Hufhorn außerplanmäßig beschnitten werden. Wird dies vernachlässigt, führt dies zu Bewegungseinschränkungen bei den Kühen, da sie nicht mehr auf die Weide getrieben werden können. Dadurch verringert sich die Durchblutung im Fuß um das 10- bis 15-Fache, was ein langsameres und unvollständiges Hufwachstum zur Folge hat.
Damit das Beschneiden der Hufe von Nutzen ist, muss es rechtzeitig erfolgen; andernfalls erholen sich die Hufe nicht, selbst wenn alle Regeln für die Tierhaltung eingehalten werden.
- Vor der Behandlung des Hufes muss dieser sorgfältig auf Pilz- und Infektionsläsionen untersucht werden, die eine sofortige Behandlung erfordern.
- Beim Beschneiden der Hörner ist Vorsicht geboten. Es ist besser, etwas vom alten Horn stehen zu lassen, als lebendes Gewebe zu verletzen und der Kuh dadurch Schmerzen und Unbehagen zuzufügen. Dies kann die Milchleistung um 20–25 % reduzieren.
- Überprüfen Sie die Qualität der Arbeit mit einem Hufhornprüfgerät, das den Winkel zwischen Sohle und Hufvorderseite misst. Es hilft auch festzustellen, wie gut der Huf Bodenkontakt hat. Steht ein solches Gerät nicht zur Verfügung, kann die Ebenheit der Oberfläche durch festes Andrücken eines Messers geprüft werden.
Es ist wichtig, dass die Hufoberfläche glatt ist, da sich sonst das Gewicht des Tieres nicht gleichmäßig verteilt und sich dadurch sein Gangbild verändert.
Anleitung zum Hufschneiden mit Handwerkzeugen
Zur Durchführung der Arbeiten müssen Sie folgende Werkzeuge im Voraus vorbereiten:
- Klauenzange;
- Hufmesser;
- Raspel;
- Zange;
- Haken oder spezielle Befestigungselemente;
- elektrische Schneidgeräte.
- ✓ Werkzeuge sollten aus Edelstahl gefertigt sein, um Korrosion zu verhindern und eine lange Lebensdauer zu gewährleisten.
- ✓ Hufzangen sollten über eine einstellbare Kompressionskraft verfügen, um sich an unterschiedliche Dicken der Hornschicht anzupassen.
Der Rückschnitt erfolgt in folgender Reihenfolge:
- Etwa einen Tag vor dem Eingriff sollte die Kuh auf feuchten Sägespänen stehen, damit die Klauen leicht feucht und weich werden. Dadurch lassen sie sich viel leichter beschneiden.
- Die Gliedmaßen der Kuh müssen sicher fixiert werden, damit sie sich nicht bewegen kann. Man kann ihre Hörner mit einer Nasenzange festbinden oder einen speziellen Fangstand verwenden. Im Notfall kann man die Kuh auf die Seite drehen und sie dort festbinden.
Steht keine Maschine zur Verfügung, sollten etwa drei kräftige Männer die Hufe beschneiden. Wird eine Maschine verwendet, kann die Arbeit von einem einzelnen Bediener erledigt werden.
- Befestigen Sie das Bein an einem Stallpfosten oder einem anderen stabilen Pfosten. Beginnen Sie mit den Vorderbeinen und fahren Sie dann mit den Hinterbeinen fort.
- Sollte das Tier aggressiv sein, beruhigen Sie es vor dem Eingriff. In schweren Fällen kann ein Antipsychotikum wie Rometar verabreicht werden.
- Reinigen Sie den Huf von jeglichem Schmutz und bearbeiten Sie dann die Sohle mit dem vorbereiteten Werkzeug. Entfernen Sie die graue, alte Schicht, bis das elastische Gewebe freiliegt. Arbeiten Sie langsam und sorgfältig. Diese Schicht ist in der Regel etwa 5 mm dick. Beginnen Sie am besten an der obersten Klaue und entfernen Sie alle Unebenheiten bis zur weißen Linie. Bearbeiten Sie die zweite Klaue auf die gleiche Weise. Die Arbeit ist abgeschlossen, wenn die Sohle die Oberfläche des Hufmessers vollständig berührt. An diesem Punkt verläuft die Achse der Zehenknochen (eine gedachte Linie durch die Mitte von Hufbein, Kronrand und Fesselbein) perfekt gerade. Einzigartige Merkmale zur Bestimmung der Schnitttiefe
- ✓ Das elastische Gewebe unter der Hornschicht weist einen rosafarbenen Schimmer auf, der als Indikator dafür dient, dass das Trimmen beendet ist.
- ✓ Die Dicke der abgetragenen Schicht sollte 5 mm nicht überschreiten, um eine Beschädigung des lebenden Gewebes zu vermeiden.
Um die alte, verhärtete Schicht zu entfernen, kann man anstelle eines Hufmessers einen Winkelschleifer mit daran befestigten Scheiben verwenden.
- Verwenden Sie eine Hufzange, um die Hufwand zu glätten. Setzen Sie die Zähne dabei 2–3 mm unterhalb der Sohle an. Glätten Sie die Kanten anschließend mit einer Raspel. Verfahren Sie genauso mit den Seitenwänden, falls diese Unebenheiten aufweisen.
- Falls Wunden oder Abschürfungen auftreten, behandeln Sie diese mit Jod.
- Stellen Sie die Kuh auf eine ebene Fläche, um die korrekte Position der Hufe und Gliedmaßen zu beurteilen.
Die Ebene des beschnittenen Hufs sollte senkrecht zur Beinachse verlaufen, um einen normalen Gang der Kuh und eine gleichmäßige Gewichtsverteilung auf alle Gliedmaßen zu gewährleisten.
Merkmale der Maschinennutzung
Während das Klauenschneiden mit einem Messer die Beine einer Kuh verletzen kann, lässt sich dieses Risiko mit einem Klauenschneider nahezu vollständig ausschließen. Der Klauenschneider ermöglicht es, die Kuh mit Gurten sicher und waagerecht zu fixieren. Dadurch wird verhindert, dass sie eingeengt wird, und sie bleibt relativ ruhig. Der Klauenschneider verfügt außerdem über elektrische Antriebe sowie Vorrichtungen zum Anheben und Fixieren der Beine, wie z. B. spezielle Klemmen oder Seile.
Es gibt verschiedene Arten von Maschinen, die sich aber grob in zwei Gruppen einteilen lassen:
- MobileDieses Gerät ist tragbar. Es ist in der Regel leicht und verfügt über abnehmbare Räder. Der Rahmen besteht aus leichtem Material, der Boden aus geripptem Metall.
- StationärDieser Schlitten steht fest auf einem Betonboden und ist nicht transportabel. Er besteht aus Rohren und Edelstahl. Die Maschine arbeitet geräuschlos und stört die Kuh nicht. Das Anbringen der Beine dauert 1–2 Minuten.
Unabhängig vom Typ wird die Maschine per Fernbedienung gesteuert. Neben der einfachen Bedienung bietet sie eine Reihe weiterer Vorteile:
- ermöglicht es Ihnen, die Kuh einfach in einer bequemen und natürlichen horizontalen Position zu fixieren;
- bietet ein hydraulisches Klauenpflegeverfahren;
- beinhaltet zuverlässige Energiespartechnologie;
- verfügt über hohe technische Fähigkeiten;
- absolut zuverlässig (hergestellt aus einem robusten Rahmen und hochwertigen Materialien).
Deshalb sollte ein erfahrener Landwirt, der eine große Anzahl von Kühen in einem Stall hält, spezielle Ausrüstung anschaffen, um die Klauenpflege deutlich zu erleichtern.

Klauenpflege an einer stationären Maschine
Stallpflege
Auf kleinen Höfen wird das Beschneiden der Klauen oft direkt im Stall durchgeführt. Dabei ist es besonders wichtig, die Kuh, insbesondere ihren Kopf, sicher zu fixieren. Sie muss absolut still liegen. Hierfür werden verschiedene Querstangen verwendet. Die Beine werden zusammen und zusätzlich an den Stützen im Stall befestigt. Unter diesen Bedingungen ist jedoch eine zweite Person erforderlich: Eine Person hält die Beine des Tieres fest, während die andere die Klauen beschneidet.
Diese Art der Hufpflege wird auch mit improvisierten Werkzeugen durchgeführt. Dazu gehören:
- elektrische Schneidgeräte;
- Kneifzange;
- Schere;
- Haken;
- Klemmen.
Um das Beschneiden zu erleichtern, weichen Sie die Hufe mit Kupfersulfat ein. Entfernen Sie anschließend jeglichen Schmutz von der Arbeitsfläche und desinfizieren Sie diese. Tragen Sie beim Beschneiden Gummihandschuhe.
Beim regelmäßigen Feilen sollte nur die oberflächliche dünne Schicht entfernt werden, um lebendes Gewebe nicht zu beschädigen und dem Tier keine Schmerzen zuzufügen.
Hufbäder
Nach dem Beschneiden müssen die Klauen der Kühe desinfiziert werden, um Infektionen und deren Ausbreitung auf andere Tiere des Hofes zu verhindern. Dazu müssen sie durch ein Bad geführt werden, das mit einer der folgenden Substanzen zubereitet wurde:
- FormalinEs handelt sich um eine wässrige Formaldehydlösung. Sie ist sehr beliebt. Die optimale Dosierung liegt bei 3 bis 5 %. Für eine wirksame Hufbehandlung muss die Lufttemperatur über 13 °C liegen.
Beim Umgang mit Formalin ist äußerste Vorsicht geboten, da es einen starken Geruch hat und Allergien in Form von Hautrötungen, Entzündungen der Schleimhäute und Reizungen der Atemwege bis hin zu Asthmaanfällen hervorrufen kann.
- Kupfersulfat oder KupfersulfatEs handelt sich um ein weniger wirksames Produkt, daher sollte die Dosierung auf 6–10 % erhöht werden. Das Pulver ist schwer wasserlöslich, was einen erheblichen Nachteil darstellt. Es verliert seine Wirksamkeit bei Kontakt mit Mist und Erde, sodass häufiges Umrühren erforderlich ist, was mit erheblichem Aufwand verbunden ist. All dies macht seine Anwendung weniger attraktiv.
Neben Formaldehyd und Kupfersulfat verwenden einige Betriebe vermehrt ein neues Produkt namens „Four Hufe“. Es enthält organische Säuren und Ammonium. Selbst bei einer Verunreinigung des Bades von 20 % behält das Produkt seine antiseptischen Eigenschaften.
Unabhängig vom gewählten Produkt müssen folgende Regeln für die Hufpflege nach dem Ausschneiden beachtet werden:
- Konstruieren Sie ein Bad mit einem Fassungsvermögen von bis zu 200 Litern Lösung für etwa 200 Rinder. Die Abmessungen sind wie folgt:
- Länge - 3 m;
- Breite - 1 m;
- Tiefe - 15 cm.
- Nachdem 200 Kühe das Bad durchlaufen haben, sollte die Lösung im Bad durch frische ersetzt werden, da eine erneute Übertragung der Infektion möglich ist.
- Vor dem erneuten Befüllen der Badewanne diese gründlich mit sauberem Wasser ausspülen.
- Die Kühe sollten zweimal im Monat durch das Bad geführt werden. Wird eine Infektion festgestellt, muss dieser Vorgang täglich wiederholt werden.
Um die Hygiene nach solchen Bädern aufrechtzuerhalten, müssen die Kühe in saubere Bereiche zurückkehren.
Im folgenden Video können Sie sehen, wie ein Hufbad in einem industriellen Umfeld funktioniert:
Präventive Maßnahmen
Um zu verhindern, dass Tiere an Hufkrankheiten leiden, ist es notwendig, vorbeugende Maßnahmen zu ergreifen:
- Kühe benötigen eine ausgewogene Ernährung mit Ballaststoffen, Spurenelementen und Vitaminen. Kraftfutter sollte morgens, mittags und abends verfüttert werden. Bei unzureichender Nährstoffzufuhr verschlechtert sich die Hornschicht und es können Risse entstehen.
Die Ernährung von Kühen sollte reich an Ballaststoffen und arm an Stärke sein.
- Achten Sie auf Sauberkeit im Stallbereich. Mangelnde Hygiene, Dung, unzureichende Belüftung oder hohe Luftfeuchtigkeit führen zu Klauenschäden.
- Sorgen Sie dafür, dass die Tiere 12–14 Stunden im Stall ruhen können. Dies ist besonders wichtig in der Zeit vor dem Kalben. In dieser Phase wächst das Hufhorn langsamer, nutzt sich aber schneller ab. Das führt häufig zu Hufproblemen und Lahmheit. Nach dem Kalben verbessern sich Hufflexibilität und Strahlbeinbeweglichkeit, insbesondere bei richtiger Pflege.
- Achten Sie auf den Stallboden. Er sollte eben, strapazierfähig und nicht durchhängend sein. Es empfiehlt sich, Abflussöffnungen für die Gülle vorzusehen, damit diese sich nicht ansammelt und direkt in den Mistlagerbereich fließt. Hufe sind besonders anfällig für Abnutzung, wenn Tiere in Ställen mit Betonboden gehalten werden. Um sie zu schützen, sollte der Boden mit einer dicken Schicht Einstreu bedeckt sein.
- Pflegen Sie die Einstreu. Sie sollte stets trocken und sauber sein, da trockene Hufe deutlich fester und gesünder sind als ständig nasse. Um Hufgeschwüre, digitale Dermatitis und andere Erkrankungen zu vermeiden, entfernen Sie den Kot und wechseln Sie die Einstreu zweimal täglich.
- Die Hufe sollten 2-3 Mal im Jahr geschnitten und zusätzlich in Desinfektionsbädern gereinigt werden.
Die Klauenpflege ist für verantwortungsbewusste Landwirte unerlässlich. Fehlt Ihnen die Erfahrung, sollten Sie diese Aufgabe einem Fachmann überlassen. Nach dem Schneiden sollten die Klauen gerade sein und vollständig Bodenkontakt haben. Dies gewährleistet eine gleichmäßige Gewichtsverteilung und somit den Komfort des Tieres. Nach dem Schneiden ist es wichtig, die Klauen mit einer antiseptischen Lösung zu desinfizieren. Durch die Einhaltung all dieser Regeln können Sie Klauenerkrankungen bei Kühen vorbeugen.

